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Pitchdecks, Exits und Deal-Breaker: alles schon gehört. Aber weißt du auch, was AIO und BOFU, Carries oder Zebracorns sind? In diesem Online-Wörterbuch sind über 1.000 Begriffe aus der Startup-, Tech- und VC-Welt so erklärt, dass sie Dir im Gründungsalltag wirklich weiterhelfen: präzise, verständlich und ohne unnötige Verklausulierungen.

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Begriff EnglischAbk. ENKategorieBegriff DeutschAbk. DEErläuterung
AcquisitionACQFinance, Accounting & LawÜbernahmeAkquisition, auch als Übernahme bekannt, bezeichnet den Erwerb einer Kontrollmehrheit eines Unternehmens. Dies umfasst in der Regel den Kauf von Aktien oder Anteilen, um Einfluss auf die Unternehmensführung zu gewinnen. Bei Startups ist eine Akquisition häufig der Hauptweg für einen Exit, abgesehen von Börsengängen (IPO). Strategische Überlegungen sind entscheidend; potenzielle Käufer könnten an Technologien, Marktanteilen oder der Reduzierung von Wettbewerb interessiert sein.acquisitionIPO, Joint Venture, Due Diligence
Acquisition StrategyFinance, Accounting & LawÜbernahmestrategieÜbernahmestrategien, auch bekannt als Acquisition Strategies, sind im Startup-Sektor insbesondere in späteren Wachstumsphasen relevant. Sie ermöglichen es Unternehmen, durch Übernahmen in neue Märkte, wie internationale Expansion, einzutreten oder wertvolle Ressourcen, wie innovative Technologien oder qualifizierte Mitarbeiter, zu integrieren. Ein Beispiel ist die Übernahme von Startups durch größere Unternehmen, um deren technologische Vorteile zu nutzen. Zudem können Übernahmestrategien dazu dienen, Wettbewerber zu eliminieren, um Marktanteile zu sichern, was oft kostengünstiger ist als ein eigens finanziertes Wachstum.acquisition-strategyAcquisition Strategies
Acquisition ValueFinance, Accounting & LawAnschaffungswert, AkquisitionswertDer Acquisition Value (Anschaffungswert) bezeichnet den Gesamtbetrag, der für den Erwerb eines Vermögenswerts, wie beispielsweise einer Immobilie oder eines Unternehmens, gezahlt wird. Dieser Betrag umfasst nicht nur den Kaufpreis, sondern auch alle damit verbundenen Kosten wie Steuern, Gebühren und Abgaben. Beispielsweise kann der Acquisition Value einer Immobilie die Grunderwerbsteuer und Notarkosten beinhalten.acquisition-value
Acceleration ClauseFinance, Accounting & LawVorzeitige FälligstellungsklauselEine Acceleration Clause ist eine vertragliche Bedingung in Kreditverträgen, die dem Darlehensgeber das Recht einräumt, das Darlehen vorzeitig zurückzufordern, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Beispiele hierfür sind eine Verschlechterung der Unternehmensbonität oder externe Schocks wie Naturkatastrophen oder Terroranschläge, die die Rückzahlungsfähigkeit gefährden (vgl. auch MAC Clause). Diese Klausel schützt den Kreditgeber vor erhöhten Risiken und kann in verschiedenen Finanzierungsformen, wie z. B. Unternehmensanleihen oder Venture Capital, Anwendung finden.acceleration-clauseMAC Clause, Venture Capital
Accounts PayableAPFinance, Accounting & LawVerbindlichkeiten aus Lieferung und LeistungVLLAccounts Payable, oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (VLL), sind in der Buchhaltung die Beträge, die ein Unternehmen seinen Lieferanten schuldet. Diese Verbindlichkeiten unterscheiden sich von Bankverbindlichkeiten, da sie spezifisch für Waren und Dienstleistungen sind. Ein Beispiel ist ein eCommerce-Unternehmen, das Produkte von einem Großhändler bezieht und die Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Lieferung vereinbart. Die Höhe der Accounts Payable ist ein Indikator für die Effizienz der Umsatzgenerierung aus bezogenen Leistungen und beeinflusst das Working Capital, das für die Liquidität des Unternehmens entscheidend ist.accounts-payableeCommerce, Working Capital
Accounts ReceivableARFinance, Accounting & LawForderungen aus Lieferungen und LeistungenFLLAccounts Receivable, oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (FLL), bezeichnet offene Rechnungen, die ein Unternehmen gegenüber seinen Kunden hat. Diese Position ist entscheidend für die Berechnung des Working Capital und dient als Maßstab für die Zahlungsmoral der Kunden. Die Days Sales Outstanding (DSO) quantifizieren die durchschnittliche Zeit bis zur Begleichung der Rechnungen. Beispielsweise ergibt sich bei einem Forderungsbestand von 90. 000 € und einem Jahresumsatz von 1. 350. 000 € eine DSO von 24 Tagen. Strategien zur Optimierung, wie Skonti oder frühzeitige Zahlungserinnerungen, können die Liquidität erhöhen und das Insolvenzrisiko minimieren.accounts-receivableWorking Capital, Days Sales Outstanding, DSO
AccrualsFinance, Accounting & LawRückstellungenAccruals, oder Rückstellungen, sind Bilanzpositionen, die Unternehmen bilden, um potenzielle Zahlungsverpflichtungen abzusichern, die zum Zeitpunkt der Bilanzierung noch nicht fällig sind. Ein Beispiel ist die Bildung von Rückstellungen für drohende Schadensersatzzahlungen aus laufenden Rechtsstreitigkeiten. Auch Rückstellungen für erwartete Garantiefälle oder nicht eingelöste Gutscheine sind gängig. Diese Praxis ist besonders relevant für Startups, die oft unvorhergesehene Kosten haben.accruals
Accrued InterestFinance, Accounting & LawAufgelaufene ZinsenAccrued Interest bezeichnet die aufgelaufenen Zinsen, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist bei Fälligkeit, nicht gezahlt werden. Banken gewähren häufig 'Schonfristen' bei Förderkrediten, in denen Unternehmen keine Zins- und Tilgungszahlungen leisten müssen. Ein Beispiel sind Wandelanleihen (Convertible Notes), bei denen die aufgelaufenen Zinsen den Umwandlungswert in Unternehmensanteile erhöhen.accrued-interestConvertible Notes
Acid-Test RatioATRFinance, Accounting & LawLiquidität zweiten GradesDie Acid-Test-Ratio (ATR) ist eine Finanzkennzahl, die das Verhältnis von flüssigen Mitteln und kurzfristigen Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens darstellt. Sie dient zur Beurteilung der kurzfristigen Liquidität und Zahlungsfähigkeit. Ein ATR-Wert unter 1 signalisiert, dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht vollständig durch verfügbare flüssige Mittel gedeckt sind, was das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit erhöht. Beispielsweise könnte ein Startup mit 50. 000 Euro flüssigen Mitteln und 100. 000 Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten eine ATR von 0,5 aufweisen.acid-test-ratioCurrent Ratio
AddendumFinance, Accounting & Law-Ein Addendum ist im Schrift- oder Vertragswesen ein nachträglich hinzugefügtes Element, das zusätzliche Informationen oder Änderungen zu einem bestehenden Dokument enthält. Beispiele sind Gesellschafterlisten oder spezifische Vertragsklauseln. Ein häufig verwendeter Begriff ist Annex, der Überarbeitungen oder Ergänzungen umfasst. Addenda sind besonders relevant bei Unternehmenskäufen, wo grundlegende Konditionen festgelegt werden, während offene Punkte im Addendum behandelt werden.addendumAnnex
Advisory BoardABFinance, Accounting & LawBeirat/BeratungsausschussEin Advisory Board ist ein externes Gremium, das Unternehmen oder Fonds beratend und teilweise kontrollierend unterstützt. Es fungiert als Ratgeber für das Management und als Bindeglied zwischen der Unternehmensführung und den Gesellschaftern. Prominente Mitglieder, wie erfahrene Business Angels oder Branchenexperten, können das Board zusätzlich für Signaling-Zwecke nutzen, um Vertrauen bei potenziellen Investoren zu schaffen.advisory-board
AmortizationAMORTFinance, Accounting & LawAmortisationAmortisation bezeichnet den Prozess, durch den eine anfängliche Investition, wie beispielsweise in eine Produktionsanlage, durch Rückflüsse aus Verkaufserlösen vollständig refinanziert wird. Diese Rückflüsse entstehen in der Regel nach Abzug von Material- und Personalkosten. Beispiele sind Investitionen in erneuerbare Energien, wie Solar- oder Geothermie-Anlagen, die sich durch reduzierte Energiekosten über einen festgelegten Zeitraum amortisieren. Im Immobiliensektor wird der Begriff ebenfalls verwendet, wenn Mieterlöse zur Deckung der Investitionskosten beitragen.amortizationBreak-even-Analyse
Annual Financial StatementAFSFinance, Accounting & LawJahresabschlussDer Jahresabschluss ist der arithmetische Abschluss eines Geschäftsjahres und bildet die Grundlage für die Beurteilung der finanziellen Lage und der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens. Er umfasst die vollständige Buchhaltung, die Erstellung von Buchhaltungsunterlagen sowie deren Prüfung, Bestätigung und Veröffentlichung. Gemäß § 242 HGB besteht der Jahresabschluss aus einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Kapitalgesellschaften wird zusätzlich ein Anhang nach § 264 HGB erstellt. In bestimmten Fällen ergänzt ein Lagebericht den Jahresabschluss. Kleinunternehmer und Freiberufler sind nicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet; sie erstellen in der Regel lediglich eine Gewinn- und Verlustrechnung.annual-financial-statement
Annual GrowthFinance, Accounting & LawJahreswachstumAnnual Growth bezeichnet das jährliche Wachstum eines spezifischen Erfolgsparameters in Prozent, häufig auch als YoY Growth (Year-over-Year) bekannt. Typische Beispiele sind Umsatzsteigerungen, das Wachstum des Kundenstamms oder die Expansion der Marktgröße. Um eine durchschnittliche Wachstumsrate über mehrere Jahre zu erfassen, wird die Compound Annual Growth Rate (CAGR) verwendet, die ein hypothetisches, gleichmäßiges Wachstum zwischen Anfangs- und Endperiode, meist über fünf Jahre, darstellt.annual-growthYoY Growth, Year-over-Year, Compound Annual Growth Rate, CAGR
Annual Recurring RevenueARRFinance, Accounting & LawJährlich wiederkehrender UmsatzARR steht für Annual Recurring Revenue (jährlich wiederkehrender Umsatz) und ist eine zentrale Kennzahl für Unternehmen mit Abonnementmodellen, insbesondere im SaaS-Bereich. Sie wird berechnet, indem der jährliche Vertragswert (Annual Contract Value) mit der Wachstumsrate (Growth Rate) und der Kündigungsrate (Churn Rate) kombiniert wird. Beispielsweise erzielt ein SaaS-Unternehmen mit 100 Kunden, die jeweils 1. 000 Euro jährlich zahlen, einen ARR von 100. 000 Euro.annual-recurring-revenueGrowth Rate, Churn Rate, Annual Contract Value, ARR
AnnuityFinance, Accounting & LawAnnuitätUnter einer Annuität versteht man einen regelmäßigen, gleichbleibenden Ertrag, der typischerweise jährlich gezahlt wird. Beispiele sind Erträge aus Pachtverträgen oder Renten. Im Kontext von SaaS (Software as a Service) kann der Annual Contract Value (ACV) ähnliche Eigenschaften aufweisen, jedoch wird der Begriff Annuität meist verwendet, wenn der Ertrag ohne aktive Leistung des Empfängers erzielt wird, wie im Kreditwesen.annuitySaaS, Software as a Service, Annual Contract Value, ACV
Anti-Sandbagging ClauseFinance, Accounting & LawAnti-VorbehaltsklauselEine Anti-Sandbagging Clause (dt. 'Anti-Vorbehaltsklausel') ist eine vertragliche Regelung, die Käufer daran hindert, nach dem Erwerb eines Unternehmens Ansprüche auf Garantie, Gewährleistung oder Schadensersatz geltend zu machen, wenn ihnen der zugrunde liegende Mangel bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannt war. Beispielsweise könnte ein Käufer, der während der Due Diligence auf finanzielle Unregelmäßigkeiten stößt, diese nicht später als Grundlage für Ansprüche verwenden. Nach deutschem Recht muss der Verkäufer größere Mängel aktiv offenlegen, um nicht selbst als arglistig handelnd zu gelten.anti-sandbagging-clauseDue Diligence, Representations & Warranties, MAC Clause
Dealing at Arm’s LengthFinance, Accounting & Law-Dealing at Arm’s Length bezeichnet die Durchführung von Geschäften zwischen gleichberechtigten Partnern unter Bedingungen, die den üblichen Marktstandards entsprechen. Im Steuerrecht bezieht sich dieser Begriff auf den Fremdvergleichsgrundsatz, der vorschreibt, dass verbundene Unternehmen Transaktionen zu Konditionen aushandeln müssen, die auch im freien Markt gelten würden. Ein Beispiel hierfür ist der Verkauf von Waren zwischen Tochtergesellschaften, wobei die Preise den Marktpreisen entsprechen müssen.dealing-at-arm-s-length
AssetFinance, Accounting & LawVermögenswert/AktivaEin Asset bezeichnet in der Bilanz oder im Banking einen wertvollen Gegenstand. Beispiele hierfür sind Lagerbestände, Aktien oder Marken. Im Kontext von Startups bezieht sich der Begriff häufig auf das zentrale 'Asset', in das Investoren investieren, wie etwa innovative Technologien, einzigartige Marktpositionierungen oder qualifizierte Teams.assetLiabilities, Equity
Asset-backed SecuritiesABSFinance, Accounting & LawForderungsbesicherte WertpapiereAsset-backed Securities (ABS) sind Finanzinstrumente, die durch Kredite oder kreditähnliche Forderungen gedeckt sind. Diese Wertpapiere werden in Tranchen aufgeteilt und an Investoren verkauft, um Liquidität zu generieren und Risiken zu diversifizieren. Ein Beispiel sind Hypotheken-ABS, die durch Immobilienkredite gesichert sind. Im Startup-Bereich wird der Begriff häufig im Zusammenhang mit Venture-Debt-Finanzierungen verwendet, bei denen das Fremdkapital zur Finanzierung von Warenkäufen dient.asset-backed-securitiesVenture-Debt, CDOs, Securitization
Assets under ManagementAUMFinance, Accounting & LawVerwaltetes VermögenAssets under Management (AUM) bezeichnet den Gesamtwert der Vermögenswerte, die von einem Fonds oder einer Investmentgesellschaft verwaltet werden. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Beurteilung der Größe und des Erfolgs eines Finanzinstituts. Ein Beispiel ist ein Hedgefonds mit AUM von 1 Milliarde Euro, was auf hohes Anlegervertrauen hinweist. AUM beeinflusst auch die Managementgebühren, die typischerweise als Prozentsatz des verwalteten Vermögens berechnet werden.assets-under-managementManagement Fee
Auditor/Auditing (Company)Finance, Accounting & LawWirtschaftsprüfungWPDer Begriff Auditor oder Auditing Company bezieht sich im angelsächsischen Raum auf Unternehmen, die Wirtschaftsprüfungen durchführen. Ursprünglich vom lateinischen 'audire' abgeleitet, bezeichnete er einen unabhängigen Gutachter in historischen Gerichtsverfahren. Heutzutage bieten Auditing Companies nicht nur die Erstellung und Testierung von Jahresabschlüssen an, sondern agieren auch als Berater bei Finanztransaktionen, wie etwa Börsengängen oder Fusionen. Das eigentliche Audit umfasst umfassende Prüfungen, beispielsweise im Rahmen einer Due Diligence, die zur Risikobewertung und Entscheidungsfindung dient.auditor-auditing-companyAudit, Due Diligence
Average Revenue per AccountARPAFinance, Accounting & LawDurchschnittsumsatz pro AccountAverage Revenue per Account (ARPA) bezeichnet den durchschnittlichen Umsatz, der pro Kunden-Account innerhalb eines bestimmten Zeitraums, meist jährlich oder monatlich, erzielt wird. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Bewertung der Umsatzgenerierungskapazität eines Unternehmens. Beispielsweise kann ein SaaS-Anbieter mit 100 Kunden und einem Gesamtumsatz von 120. 000 Euro einen ARPA von 1. 200 Euro pro Jahr aufweisen. Im Vergleich dazu sind verwandte Kennzahlen wie ARPU (Average Revenue per User) und ARPPU (Average Revenue per Paying User) wichtig, da sie den Umsatz pro Nutzer oder zahlendem Nutzer messen. ARPA kann somit auch mehrere Nutzer pro Account berücksichtigen, was für Unternehmen mit Team- oder Unternehmenslösungen relevant ist.average-revenue-per-accountSaaS, ARPU, ARPPU
Balance SheetBSFinance, Accounting & LawBilanzEine Bilanz, auch als Balance Sheet bekannt, stellt die Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens systematisch dar, um eine fundierte Analyse zu ermöglichen (lat. bilancia = Waage). Die Bilanz gliedert sich in Aktiva, die das gebundene Firmenvermögen repräsentieren, wie Bankguthaben, Vorräte und Forderungen gegenüber Kunden, sowie in Passiva, die die Herkunft der Mittel erläutern, einschließlich Eigen- und Fremdkapital. Ein typisches Beispiel ist die Jahresbilanz von Kapitalgesellschaften, die im Rahmen des Jahresabschlusses erstellt wird.balance-sheetCashflow-Statement
BankruptcyFinance, Accounting & LawInsolvenzBankruptcy bezeichnet die rechtliche Situation, in der eine Firma oder Institution zahlungsunfähig ist und ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. In Deutschland erfolgt dies häufig im Rahmen eines Insolvenzverfahrens, während in den USA, insbesondere unter Chapter 11 und Chapter 7, die Möglichkeit zur Restrukturierung besteht. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Restrukturierung ist die Insolvenz von General Motors, die durch Chapter 11 eine Fortführung des Unternehmens ermöglichte. Im Gegensatz dazu führt eine Liquidation zur Auflösung des Unternehmens.bankruptcy
Bear HugFinance, Accounting & Law-Ein Bear Hug bezeichnet den strategischen Ansatz eines potenziellen Käufers, um die Geschäftsführung oder den Vorstand eines Unternehmens zur Zustimmung eines Verkaufs zu bewegen. Dies geschieht durch eine Kombination aus attraktiven Angeboten, wie beispielsweise dem Erwerb von Aktien des Käufers, und der Androhung von Wettbewerbsmaßnahmen, falls das Unternehmen unabhängig bleibt. Ein Beispiel ist der Übernahmeversuch von Kraft Foods bei Cadbury, wo großzügige Angebote mit aggressiven Marktstrategien kombiniert wurden.bear-hugFriendly Takeover
Best CaseFinance, Accounting & Law-Ein Best Case beschreibt die idealen Ergebnisse, die unter optimalen Bedingungen, wie etwa überdurchschnittlichen Umsatzzielen oder Marktanteilen, erreicht werden können. Er wird häufig in der Szenario-Analyse verwendet, um potenzielle Ergebnisse zu bewerten. Im Vergleich dazu steht der Worst Case, der den ungünstigsten Ausgang darstellt, sowie der Base Case, der realistische Erwartungen widerspiegelt. Beispielsweise könnte ein Best Case für ein Startup im Tech-Sektor eine Umsatzsteigerung von 50 % innerhalb eines Jahres vorsehen, während der Base Case eine Steigerung von 20 % und der Worst Case einen Rückgang von 10 % annehmen könnte.best-caseWorst Case, Base Case
(Unlevered/Levered) BetaFinance, Accounting & LawBeta ohne/mit Verschuldung(Unlevered/Levered) Beta ist ein zentraler Begriff in der finanziellen Unternehmensbewertung, insbesondere im Rahmen der WACC-Methodik (Weighted Average Cost of Capital). Es quantifiziert das Risiko einer Investition, indem es die historischen Kursvolatilitäten von vergleichbaren Unternehmen (Peer Group) analysiert. Ein Beispiel für ein hohes Levered Beta wäre ein stark verschuldetes Unternehmen in der Technologiebranche, das höhere Renditen erwartet, um das erhöhte Risiko zu kompensieren. Im Gegensatz dazu bleibt beim Unlevered Beta die Kapitalstruktur unberücksichtigt, was es für Vergleiche zwischen Unternehmen mit unterschiedlichen Verschuldungsgraden nützlich macht.unlevered-levered-betaWACC, Weighted Average Cost of Capital, Peer Group
BlackmailingFinance, Accounting & LawErpressungBlackmailing bezeichnet Erpressungsversuche, bei denen Individuen oder Gruppen Druck ausüben, um persönliche oder finanzielle Vorteile zu erlangen. Beispiele sind Mitarbeiter, die im Rahmen einer Kündigung mit der Offenlegung vertraulicher Informationen drohen, oder Cyber-Kriminelle, die den Zugriff auf interne Datenbanken blockieren und Lösegeld für die Wiederherstellung verlangen.blackmailing
Bona fideFinance, Accounting & LawIn gutem GlaubenBona fide ist ein juristischer Begriff, der ein Geschäft beschreibt, das in gutem Glauben (lat. bona fide) abgeschlossen wurde. Dies bedeutet, dass der Käufer in der Annahme handelt, dass das Geschäft rechtmäßig ist. Ein Beispiel ist der Kauf eines Produkts, das sich später als fehlerhaft herausstellt oder nicht dem Verkäufer gehört. In solchen Fällen schützt der gute Glaube den Käufer vor rechtlichen Nachteilen.bona-fide
Book ValueFinance, Accounting & LawBuchwertDer Buchwert (Book Value) bezeichnet in der Unternehmensbilanz den Wert, zu dem ein Vermögensgegenstand (Asset) erfasst ist. Dieser Wert kann erheblich vom Marktwert abweichen, wie bei stark abgeschriebenen Maschinen, die bei Verkauf einen höheren Preis erzielen könnten, oder bei selbst entwickelten Patenten, die noch nicht in marktfähige Produkte umgesetzt wurden. Die Differenz zwischen Buch- und Marktwert resultiert aus strengen regulatorischen Vorgaben in Deutschland, die verhindern sollen, dass Unternehmen ihre Vermögenswerte überbewerten.book-valueAsset
Break-even PointBEPFinance, Accounting & LawGewinnschwelleDer Break-even Point bezeichnet den Umsatz, bei dem ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust erzielt. Er ist entscheidend für Startups, da er den Punkt markiert, ab dem durch zusätzliche Verkäufe Gewinne realisiert werden. Beispielsweise könnte ein Startup, das Software verkauft, bei einem Umsatz von 100. 000 Euro den Break-even erreichen. Dies reduziert die Abhängigkeit von externem Kapital und verbessert die Verhandlungsposition gegenüber Investoren. Der Break-even wird häufig in Verbindung mit dem Konzept der „Hockey Stick“-Kurve betrachtet, die ein schnelles Umsatzwachstum nach Erreichen des Break-even darstellt.break-even-pointBreak-even, Software, Hockey Stick
Burn RateFinance, Accounting & Law-Die Burn Rate beschreibt den monatlichen Finanzmittelverbrauch eines Startups, während es noch keine oder unzureichende Umsätze erzielt. Sie ist entscheidend für die Berechnung des Runway, also der Zeitspanne, bis das Unternehmen zahlungsunfähig wird. Die Gross Burn Rate umfasst alle laufenden Ausgaben wie Gehälter und Marketing, während die Net Burn Rate die Einnahmen abzieht, was den Runway verlängert. Beispielsweise könnte ein Startup mit monatlichen Ausgaben von 50. 000 Euro und Einnahmen von 10. 000 Euro eine Net Burn Rate von 40. 000 Euro aufweisen, was einen Runway von 12 Monaten bedeutet.burn-rateRunway
CapitalCapFinance, Accounting & LawKapitalKapital bezeichnet im wirtschaftlichen Kontext die finanziellen Mittel, die zur Erzielung von Erträgen eingesetzt werden. Es umfasst Eigenkapital, das von den Gesellschaftern eingebracht wird, sowie Fremdkapital, das von externen Gläubigern stammt. Working Capital ist ein spezifischer Teil des Kapitals, der für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigt wird, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu decken. Weitere verwandte Begriffe sind Investitionen, die das Kapital in produktive Vermögenswerte umwandeln, und Liquidität, die die Verfügbarkeit von Kapital für kurzfristige Zahlungen beschreibt.capitalWorking Capital
Capital ExpendituresCapExFinance, Accounting & LawInvestitionsaufwendungenKapitalausgaben (CapEx) sind finanzielle Mittel, die Unternehmen für den Erwerb, die Instandhaltung oder die Modernisierung von Vermögenswerten des Anlagevermögens aufwenden. Beispiele hierfür sind Investitionen in Immobilien, Maschinen oder Fahrzeuge. Im Cash Flow Statement werden diese Ausgaben von operativen Aufwendungen, wie Gehältern und Marketingkosten, unterschieden. Die Analyse von CapEx ermöglicht es, die Kapitalintensität einer Branche zu bewerten und die potenziellen Renditen für Investoren oder Banken zu ermitteln, die an Co-Finanzierungen beteiligt sind.capital-expendituresCash Flow Statement, OpEx, ROI
Capital GainFinance, Accounting & LawKapitalgewinnKapitalgewinne beziehen sich auf die Erträge, die aus dem gewinnbringenden Verkauf von Kapitalanlagen, wie Aktien oder Anleihen, resultieren. Ein Beispiel ist der Verkauf von Aktien, die über einen bestimmten Zeitraum an Wert gewonnen haben. Im Gegensatz dazu sind Ausschüttungen, wie Dividenden, die während des Besitzes einer Anlage erzielt werden, nicht als Kapitalgewinne zu betrachten.capital-gain
Capital ReserveFinance, Accounting & LawKapitalrücklagenKapitalrücklage bezeichnet die finanziellen Mittel eines Unternehmens, insbesondere einer GmbH oder AG, die über den Nennbetrag der Anteile hinaus eingezahlt werden, häufig als Agio. Diese Rücklagen dienen als finanzieller Puffer und sind essenziell für die Stabilität des Unternehmens. Beispielsweise kann eine GmbH, die Anteile zu einem Preis von 1,50 € ausgibt, 0,50 € pro Anteil in die Kapitalrücklage einstellen. Entnahmen aus diesen Rücklagen unterliegen strengen gesetzlichen Regelungen, ähnlich wie Gewinnrücklagen, die ebenfalls zur finanziellen Absicherung beitragen.capital-reserve
Capital Stock/Nominal CapitalFinance, Accounting & LawStammkapitalDas Stammkapital, auch als Nominalkapital bezeichnet, ist der von den Gesellschaftern einer Kapitalgesellschaft, wie einer GmbH, eingebrachte Betrag, der die Grundlage des Unternehmens bildet. Bei einer GmbH beträgt der Mindestbetrag 25. 000 Euro, aufgeteilt in 25. 000 Anteile zu je 1 Euro. Dieses Kapital dient als Sicherheit für Gläubiger im Insolvenzfall. Bei einer Reduzierung des Stammkapitals um mehr als 50 % ist eine Gesellschafterversammlung zwingend erforderlich, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.capital-stock-nominal-capital
Carve-outFinance, Accounting & LawAbspaltung von UnternehmenseinheitenCarve-out bezeichnet die strategische Ausgliederung eines Unternehmensbereichs aus einem größeren Konzern, um eine eigenständige rechtliche und bilanzielle Einheit zu schaffen. Ziel ist oft die Steigerung des Unternehmenswerts, beispielsweise durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen oder die Erhöhung der Marktattraktivität. Ein Beispiel ist die Ausgliederung von Tochtergesellschaften, die nicht zum Kerngeschäft gehören, um diese separat zu veräußern oder an die Börse zu bringen. Im Gegensatz zum Spin-off, bei dem eine neue Gesellschaft gegründet wird, erfordert ein Carve-out umfangreiche rechtliche und finanzielle Vorbereitungen, oft verbunden mit Due-Diligence-Prüfungen und der Anpassung von Geschäftsmodellen.carve-out
Cash PositionFinance, Accounting & LawKassenbestandDie Cash Position bezeichnet den Kassenbestand eines Unternehmens, einschließlich Sichtguthaben bei Banken. Sie ist ein wesentlicher Indikator für die Liquidität und ermöglicht die Beurteilung der finanziellen Stabilität. Ein positiver Cash-Bestand sichert die Zahlungsfähigkeit und ist entscheidend für die Planung des Runway, der Zeitspanne, in der ein Unternehmen ohne zusätzliche Finanzierung operieren kann.cash-positionCash, Runway
Cash Flow PositiveFinance, Accounting & Law-Cash Flow Positive bezeichnet Unternehmen oder Startups, die aus ihren operativen Einnahmen einen Überschuss erzielen, nachdem alle Aufwendungen abgezogen wurden. Dies bedeutet, dass die laufenden Einnahmen die laufenden Kosten übersteigen, was auf eine gesunde finanzielle Basis hinweist. Ein Beispiel hierfür ist ein Software-Startup, das durch Abonnements Einnahmen generiert und gleichzeitig seine Betriebskosten deckt. Es ist wichtig, zwischen dem Operating Cash Flow und Investitionen zu unterscheiden, da letzterer nicht in die Berechnung des Cash Flow Positive einfließt.cash-flow-positiveOperating Cash Flow, Cash Flow, Break-even-Point
Cash-outFinance, Accounting & LawAuszahlungCash-out bezeichnet die Auszahlung liquider Mittel an Gründer, Manager oder Investoren, oft vor dem Erreichen eines geplanten Exit-Vorhabens. Beispiele hierfür sind Secondary Sales, bei denen Anteile an Dritte verkauft werden, oder Trade Sales, bei denen das gesamte Unternehmen verkauft wird. Cash-outs können strategisch genutzt werden, um frühzeitig Gewinne zu realisieren, jedoch auch Risiken bergen, da sie den langfristigen Wert des Unternehmens beeinflussen können.cash-outSecondary Sale, Trade Sale
Capital Asset Pricing ModelCAPMFinance, Accounting & Law-Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) ist ein weit verbreitetes, jedoch umstrittenes Modell zur Bewertung von Investitionsmöglichkeiten, das die Rendite-Risiko-Relation analysiert. Es vergleicht die Renditen einzelner Wertpapiere mit dem Gesamtmarkt, wobei der Beta-Koeffizient als Maß für das systematische Risiko dient. Beispielsweise zeigt ein Beta von 1,5, dass das Wertpapier tendenziell 50 % volatiler ist als der Markt. Das CAPM unterstützt Investoren bei der Portfolio-Diversifikation, indem es die Korrelation zwischen verschiedenen Anlagen berücksichtigt.capital-asset-pricing-modelBeta, APT
Cash DiscountFinance, Accounting & LawSkontoEin Skonto ist ein prozentualer Rabatt, der Käufern von Waren bei sofortiger Zahlung innerhalb einer festgelegten Frist gewährt wird. Üblicherweise liegt der Rabatt zwischen 2 und 3 % und bezieht sich ausschließlich auf Materialkosten, nicht jedoch auf Arbeitsleistungen. Verkäufer nutzen Skonti zur Verbesserung ihrer Ad-hoc-Liquidität (vgl. Working Capital). Für industrielle Käufer kann ein 2 %iger Rabatt bei hohem Einkaufsvolumen signifikante Ergebnisverbesserungen von fünf- bis sechsstelligen Beträgen zur Folge haben.cash-discountWorking Capital
Cash FlowFinance, Accounting & Law-Der Cash Flow ist eine zentrale Kennzahl in der Startup-Welt, die die Liquidität des Unternehmens misst. Er zeigt an, wie viel Geld in Form von Barmitteln und Bankguthaben in das Unternehmen fließt und somit für Investitionen oder Betriebsausgaben zur Verfügung steht. Es ist dabei zunächst unerheblich, ob diese Mittel aus operativen Einnahmen (operating Cash Flow), externen Investitionen (Investment Cash Flow) oder Krediten bzw. Kapitalerhöhungen (Financing Cash Flow) stammen, da es ausschließlich darum geht, wieviel "Cash" das Unternehmen derzeit zur (freien) Verfügung hat.cash-flowPlease paste the cell text content you want processed.
Chapter 11Finance, Accounting & LawInsolvenz (mit Sanierung)Chapter 11 bezeichnet im US-amerikanischen Insolvenzrecht ein Verfahren, das es Unternehmen ermöglicht, während der Zahlungsunfähigkeit eine Sanierung unter Eigenregie durchzuführen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo oft ein externer Insolvenzverwalter eingesetzt wird, können US-Unternehmen eigenständig einen Restrukturierungsplan entwickeln. Beispiele sind Unternehmen wie General Motors, das 2009 erfolgreich unter Chapter 11 restrukturiert wurde.chapter-11US
Chapter 7Finance, Accounting & LawInsolvenz (mit Liquidation)Chapter 7 bezeichnet im US-amerikanischen Rechtssystem eine Form der Insolvenz, die zur Liquidation von Vermögenswerten eines Unternehmens führt. Bei einer Chapter-7-Insolvenz wird das Unternehmen aufgelöst, und die verbleibenden Vermögenswerte werden verkauft, um Gläubiger zu befriedigen. Ein Beispiel ist der Fall von Lehman Brothers, dessen Insolvenz 2008 eine Chapter-7-Antragstellung nach sich zog. Im Gegensatz dazu steht Chapter 11, das eine Reorganisation ermöglicht, um das Unternehmen fortzuführen. Chapter 7 ist somit eine endgültige Lösung für zahlungsunfähige Unternehmen.chapter-7Chapter 11
Commodity ProductFinance, Accounting & LawEinheitsproduktCommodity-Produkte sind im Finanzbereich hochgradig standardisierte und homogene Handelsgüter, die an Börsen gehandelt werden. Dazu zählen Agrarerzeugnisse wie Weizen und Mais, Rohstoffe wie Öl und Gold sowie Energieträger wie Erdgas. Diese Produkte sind austauschbar und unterliegen oft Preisschwankungen, die durch Angebot und Nachfrage beeinflusst werden. Im weiteren Sinne werden auch standardisierte Produkte, die als weniger einzigartig gelten, als Commodity bezeichnet.commodity-productFutures
ComparablesFinance, Accounting & LawVergleichswerteComparables beziehen sich auf Bewertungsmethoden, die zur Schätzung des Wertes eines Unternehmens oder Vermögenswerts verwendet werden. Bei Market Comparables werden die Marktpreise von börsennotierten Unternehmen herangezogen, um Bewertungsmultiplikatoren, wie das Umsatz- oder EBITDA-Verhältnis, zu ermitteln. Beispielsweise könnte ein Startup im Tech-Sektor mit einem Multiplikator von 5x EBITDA bewertet werden, basierend auf ähnlichen Unternehmen. Transaction Comparables hingegen analysieren die Preise, die in jüngsten M&A-Transaktionen für vergleichbare Unternehmen gezahlt wurden, was eine realistische Marktwertschätzung ermöglicht.comparablesEBITDA
Compound InterestFinance, Accounting & LawZinseszinsCompound Interest, oder Zinseszins, bezeichnet die Praxis, Zinsen auf bereits angefallene Zinsen zu berechnen, wodurch sich die Gesamtsumme exponentiell erhöht. Beispielsweise kann ein Darlehen von 10. 000 Euro bei einem Zinssatz von 5 % über fünf Jahre auf etwa 12. 762 Euro anwachsen. Diese Methode ist besonders relevant bei Wandeldarlehen, wo Zinsen nicht laufend gezahlt, sondern kumuliert werden. Nach mehreren Jahren kann dies den Forderungsanspruch erheblich steigern, was für Investoren und Gründer von Bedeutung ist.compound-interest
ContractFinance, Accounting & LawVertragEin Contract bezeichnet einen Vertrag, der in der Regel zwischen zwei Parteien, wie Käufer und Verkäufer oder Darlehensgeber und -nehmer, geschlossen wird. Dieser Vertrag ist schriftlich und rechtlich bindend und dient der Klarheit über gegenseitige Erwartungen und Pflichten. Beispielsweise kann ein Liefervertrag zwischen einem Startup und einem Zulieferer die Menge und den Preis von Waren festlegen. Es ist wichtig zu beachten, dass auch mündliche Verträge im Handelsrecht Gültigkeit besitzen. Ein Beispiel hierfür ist die Bestätigung einer Bestellung per E-Mail, die rechtlich bindend sein kann. Daher sollten alle geschäftlichen Vereinbarungen schriftlich dokumentiert und archiviert werden, um rechtliche Ansprüche und Sanktionen zu vermeiden.contract
Cost of Goods SoldCOGSFinance, Accounting & LawMaterialkostenDie Cost of Goods Sold (COGS), im Deutschen als Herstellungskosten bezeichnet, umfassen die direkten Kosten, die mit der Produktion und dem Einkauf von Waren verbunden sind. Diese Kosten werden in der klassischen Gewinn- und Verlustrechnung (P&L) vom Umsatz abgezogen und bestimmen somit die Bruttomarge oder den Rohertrag. Beispiele für COGS sind Materialkosten, Fertigungslöhne und direkte Produktionskosten. Im Rahmen einer Kostenanalyse ermöglichen die COGS eine Bewertung der Produktmargen und deren Relation zu den Gemeinkosten, wie Verwaltungskosten und Mieten, was für die strategische Planung von Startups entscheidend ist.cost-of-goods-soldP&L
(Average) Cost per Unit/Piece CostCPUFinance, Accounting & LawStückkostenUnter Stückkosten versteht man die auf ein einzelnes Produkt umgerechneten, anteiligen Kosten, die sich aus variablen Kosten (z. B. Material, Hilfsmittel, Akkordlöhne) sowie anteiligen Fixkosten (z. B. Strom, Miete) zusammensetzen. Diese Kosten sind entscheidend für die Preisgestaltung und Rentabilitätsanalyse eines Startups. Bei steigender Produktion nimmt der Anteil der Fixkosten pro Stück ab, was als Fixkostendegression bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Skalierung in digitalen Startups, wie Softwareunternehmen, auf die Möglichkeit, Produkte ohne zusätzliche Produktionskosten zu reproduzieren.average-cost-per-unit-piece-cost
Coverage RatioFinance, Accounting & LawDeckungsgradDie Coverage Ratio, auch bekannt als Debt Service Coverage Ratio (DSCR), misst den Deckungsgrad eines Unternehmens im Verhältnis seiner laufenden Einnahmen zu den Verpflichtungen aus Fremdkapital, insbesondere Zins- und Tilgungszahlungen. Sie wird berechnet, indem das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, & Amortization) ins Verhältnis zu den Finanzverbindlichkeiten gesetzt wird. Eine Coverage Ratio von mindestens 1,0 gilt als kritisch, wobei ein Wert unter 50 % des EBITDA als riskant betrachtet wird.coverage-ratioEBITDA, Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, & Amortization
Credit SuretyFinance, Accounting & Law(Hermes-)KreditbürgschaftCredit Surety (Kreditbürgschaft) bezeichnet die Verpflichtung einer dritten Partei, im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners dessen Verbindlichkeiten zu übernehmen. Diese Partei, der Bürge, kann beispielsweise ein Elternteil, der Staat oder Förderbanken sein. Banken gewähren Kredite häufig nur bei ausreichenden Sicherheiten wie Immobilien oder Lebensversicherungen. Fehlen solche Sicherheiten, wird die Bürgschaft zu einem wichtigen, jedoch riskanten Instrument. Im internationalen Geschäft, etwa beim Bau staatlich geförderter Infrastruktur, agiert der Staat durch Hermesbürgschaften als Bürge, um Export und Wirtschaft zu fördern.credit-surety
Custom UnionFinance, Accounting & LawZollunionZollunion: Eine Zollunion ist ein wirtschaftlicher Zusammenschluss mehrerer Länder, der darauf abzielt, Zölle innerhalb ihrer Handelsbeziehungen abzuschaffen und stattdessen einheitliche Zollsätze für Importe aus Drittländern zu etablieren. Ein Beispiel ist die Europäische Union, wo Mitgliedstaaten Zölle untereinander eliminieren, jedoch einen gemeinsamen Außenzoll anwenden. Startups im produzierenden und Handelssektor sind besonders betroffen, da Änderungen in Zollbestimmungen oder Einfuhrbeschränkungen, etwa durch internationale Sanktionen, ihre Handelsmargen erheblich beeinflussen können.custom-union
Data Protection RegulationGDPRFinance, Accounting & LawDatenschutz-GrundverordnungDSGVODie Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), im Englischen als General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt, ist eine umfassende EU-Verordnung, die einen einheitlichen Rahmen für den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union schafft. Sie regelt insbesondere die Verarbeitung von elektronisch gespeicherten Daten, wie etwa Informationen von Webseitenbesuchern oder digitalen Kundenkonten. Zu den zentralen Rechten der betroffenen Personen zählen das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten. Die DSGVO hat auch Auswirkungen auf verwandte Begriffe wie Datenverarbeitung, Einwilligung und Datenschutz-Folgenabschätzung, die für Startups von Bedeutung sind, um rechtliche Compliance sicherzustellen.data-protection-regulationGDPR
DeadlocksFinance, Accounting & LawPatt-SituationenDeadlocks (dt. Sackgassen) bezeichnen Situationen, in denen Beteiligte, häufig in Verhandlungen oder innerhalb von Gesellschafterkreisen, aufgrund unüberbrückbarer Differenzen handlungsunfähig werden. Beispiele sind Konflikte in Startup-Teams, in denen alle Parteien gleichwertige, notariell eingetragene Anteile besitzen. Lösungsansätze umfassen Mediation durch unabhängige Dritte oder einen Beirat sowie das Herauskaufen einer Partei mittels Preisfindungsmechanismen, wie etwa Shoot-outs.deadlocksMediation, Stakeholder-Engagement
DebtFinance, Accounting & LawVerbindlichkeiten/FremdkapitalFKDebt (Schulden) bezeichnet im angelsächsischen Raum Fremdkapital, das in Form von zinstragenden Finanzverbindlichkeiten auf der Passivseite einer Bilanz ausgewiesen wird. Es ist entscheidend für Kennzahlen wie die Debt-to-Equity Ratio, die das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital misst, und die gewichteten Kapitalkosten (WACC), die die Kosten des eingesetzten Kapitals reflektieren. Bei Übernahmetransaktionen bezieht sich Debt auf den Fremdkapitalanteil eines Investments, was auch als Gearing bekannt ist. Es ist wichtig, Debt von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu unterscheiden, da Letztere nicht direkt mit der Fremdfinanzierung des Unternehmens verbunden sind.debtWACC, Gearing
Debt InstrumentFinance, Accounting & LawFremdfinanzierungsinstrumentDebt Instruments sind Finanzierungsinstrumente, die es Unternehmen ermöglichen, Kapital durch verzinsliche Fremdmittel zu beschaffen, im Gegensatz zu Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Instrumenten wie Mezzanine. Zu den gängigen Debt Instruments zählen Bankkredite, Anleihen und Hypotheken. Leasing-Instrumente bieten ebenfalls Finanzierungsmöglichkeiten. Weitere relevante Begriffe sind Finetrading und Reverse Factoring, die als Formen der Einkaufsvorfinanzierung fungieren. Diese Instrumente sind entscheidend für die Liquiditätssteuerung und das Wachstum von Startups.debt-instrument
Debt Service Coverage RatioDSCRFinance, Accounting & LawSchuldendienstdeckungsgradDie Debt Service Coverage Ratio (DSCR) ist ein finanzieller Indikator, der angibt, inwieweit ein Unternehmen seine bestehenden Finanzverbindlichkeiten aus dem laufenden Free Cash Flow oder EBITDA bedienen kann. Sie wird berechnet, indem der operative Gewinn nach Abzug aller betrieblichen Aufwendungen ins Verhältnis zu den Gesamtverbindlichkeiten gesetzt wird. Ein DSCR von 1 oder darunter signalisiert potenzielle Schwierigkeiten bei der zukünftigen Finanzierung, während Banken in der Regel eine Quote von mindestens 1,25 für die Genehmigung von Darlehen verlangen. Ein hoher DSCR ist ein Indikator für finanzielle Stabilität und kann die Verhandlungsposition bei Kreditgebern stärken.debt-service-coverage-ratioFree Cash Flow, EBITDA
Debt TableFinance, Accounting & LawGläubigerlisteEin Debt Table ist ein strukturiertes Dokument, das die Gläubiger und Darlehensgeber eines Unternehmens auflistet, ähnlich einer Gesellschafterliste. Es unterscheidet zwischen vorrangigem (Senior Debt) und nachrangigem (Junior Debt) Fremdkapital. Diese Tabelle wird häufig verwendet, um Fremdkapital neu zu strukturieren, etwa bei ungünstigen Zinskonditionen oder bei Verletzung von Covenants, die Gläubigern das Recht geben, Kredite sofort fällig zu stellen. Im Insolvenzfall dient der Debt Table zur Übersicht bei Gläubigerversammlungen und zur Planung von Restrukturierungsmaßnahmen.debt-tableSenior Debt, Junior Debt, Covenants
Debt-to-Equity RatioFinance, Accounting & LawEigenkapitalüberdeckung/VerschuldungsgradDie Debt-to-Equity Ratio (Verschuldungsgrad) beschreibt das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital eines Unternehmens und ist ein Indikator für dessen finanzielle Stabilität. Eine hohe Ratio kann vorteilhaft sein, wenn das Unternehmen stabile Erträge erzielt, da sie die Eigenkapitalrendite erhöht (Leverage-Effekt). Beispielsweise könnte ein Startup mit einer Debt-to-Equity Ratio von 2:1 in der Lage sein, durch Fremdkapitalinvestitionen schneller zu wachsen. Im Gegensatz dazu erhöhen hohe Verschuldungsgrade das Risiko von Zahlungsausfällen und Insolvenz (Tax Shield). Ähnliche Kennzahlen sind die Eigenkapitalquote und die Leverage Ratio.debt-to-equity-ratioTax Shield, Leverage Ratio
DepreciationDEPRFinance, Accounting & LawAbschreibungAfAAbschreibung bezeichnet die systematische Wertminderung von Vermögensgegenständen, die im Unternehmen eingesetzt werden, wie Maschinen, Lagerbestände oder Büroausstattung. Diese Wertminderung erfolgt über mehrere Perioden, um den tatsächlichen Werteverzehr abzubilden. Beispielsweise wird eine Maschine, die 10. 000 Euro kostet und eine Nutzungsdauer von 5 Jahren hat, jährlich mit 2. 000 Euro abgeschrieben. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Kosten und hat steuerliche Vorteile.depreciation
Directors & Officers InsuranceD&OFinance, Accounting & LawManager-HaftpflichtversicherungEine D&O-Versicherung (Directors & Officers Insurance) ist eine spezielle Haftpflichtversicherung, die Führungskräfte und Geschäftsführer vor Regressforderungen schützt, die aus Fehlentscheidungen oder Versäumnissen resultieren. Ursprünglich konzipiert, um Aktionärsklagen abzuwehren, deckt sie auch Anwaltskosten im Rahmen insolvenzrechtlicher Forderungen. Für Startups kann der Abschluss einer D&O-Versicherung herausfordernd sein, da die Insolvenzgefahr in der Anfangsphase hoch ist.directors-officers-insurance
Discounted Cash FlowDCFFinance, Accounting & LawAbgenzinster Cash FlowDer Discounted Cash Flow (DCF) ist ein Bewertungsansatz, der zukünftige Zahlungsströme, wie Unternehmensgewinne, auf den gegenwärtigen Zeitpunkt diskontiert. Dies geschieht, um den gegenwärtigen Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Der DCF-Ansatz berücksichtigt, dass zukünftige Zahlungen an Wert verlieren, je weiter sie in der Zukunft liegen. Der Diskontierungsfaktor basiert auf einem Zinssatz, der das Risiko des Unternehmens reflektiert und häufig in Verbindung mit dem Weighted Average Cost of Capital (WACC) und dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) verwendet wird. Ein Beispiel ist die Bewertung eines Tech-Startups, bei dem zukünftige Einnahmen aus Softwareverkäufen diskontiert werden.discounted-cash-flowWACC, CAPM
Dual-Track M&AFinance, Accounting & LawZweigleisiges M&A-VerfahrenEin Dual-Track M&A-Prozess bezeichnet die gleichzeitige Vorbereitung eines Unternehmens auf einen Exit, indem sowohl ein regulärer Verkaufsprozess (z. B. Trade-Sale) als auch ein möglicher Börsengang (IPO) parallel verfolgt werden. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Vorzüge beider Optionen zu nutzen, da sie ähnliche Elemente wie Informationsmemorandum und Roadshow erfordern. Beispielsweise kann ein Startup, das sich auf den Technologiemarkt spezialisiert hat, durch einen Dual-Track-Prozess den potenziellen Wert maximieren, indem es sowohl strategische Käufer als auch öffentliche Investoren anspricht.dual-track-m-aTrade-Sale, IPO, Roadshow, Due Diligence
Earnings Before Interest and TaxesEBITFinance, Accounting & LawGewinn vor Zinsen und SteuernGvZDas EBIT (Earnings Before Interest & Taxes) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Ertrag eines Unternehmens vor Abzug von Zinsen und Steuern darstellt. Diese Kennzahl ermöglicht eine objektive Vergleichbarkeit der finanziellen Leistung von Unternehmen, unabhängig von deren Finanzierungsstruktur. Beispielsweise kann ein Unternehmen mit hohen Zinsaufwendungen, aber starkem operativen Geschäft, ein positives EBIT aufweisen, was auf eine gesunde operative Effizienz hinweist. Im Gegensatz dazu werden Dividenden erst nach der Besteuerung ausgezahlt, was die Analyse der finanziellen Stabilität beeinflusst. Das EBIT wird häufig in Verbindung mit anderen Kennzahlen wie EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation & Amortization) verwendet, um ein umfassenderes Bild der Unternehmensperformance zu erhalten.earnings-before-interest-and-taxesEBIT, EBITDA, Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation & Amortization
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and AmortizationEBITDAFinance, Accounting & LawGewinn vor Zinsen, Steuern und AbschreibungenGvZSADas EBITDA, oder Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation & Amortization, ist eine Kennzahl, die das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen misst. Es bietet eine klare Sicht auf die finanzielle Leistung, unabhängig von der Kapitalstruktur und den unterschiedlichen steuerlichen Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern. Beispielsweise wird das EBITDA häufig in der Unternehmensbewertung verwendet, insbesondere bei Übernahmen, wo es mit Multiplikatoren zwischen 4 und 6 multipliziert wird, um den Unternehmenswert zu bestimmen.earnings-before-interest-taxes-depreciation-and-amortizationEBITDA, EBIT
Economic ProfitEPFinance, Accounting & LawResidualgewinnDer Economic Profit ist eine umfassende Bewertungsgrundlage für Unternehmen, die über die traditionellen Einnahmen und Ausgaben hinausgeht. Er berücksichtigt auch die Opportunitätskosten, die durch alternative Investitionsentscheidungen entstehen. Beispielsweise könnte ein Startup, das in lokale Marketingmaßnahmen investiert, die Möglichkeit verpassen, in internationale Märkte zu expandieren oder qualifizierte Entwickler einzustellen. Diese entgangenen Gewinne sind entscheidend für die Erfolgsbewertung. Der Economic Profit dient somit als theoretisches Modell, um Führungskräfte für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen zu sensibilisieren.economic-profitMarketing
Economic Value AddedEVAFinance, Accounting & LawGeschäftswertbeitragGWBDer Economic Value Added (EVA) ist ein Bewertungsverfahren, das die wirtschaftliche Leistung von Unternehmen oder Investitionsentscheidungen misst, indem es die Differenz zwischen den Kapitalerträgen und den Kapitalkosten betrachtet. Im Gegensatz zum Return on Investment (ROI), der den Bruttogewinn eines Investments darstellt, fokussiert der EVA auf den Residualgewinn, der nach Abzug der Kapitalkosten verbleibt. Beispielsweise kann ein Unternehmen mit einem EVA von 100. 000 Euro nachweisen, dass es seine Kapitalkosten übersteigt. Der EVA ist besonders relevant für Investoren und Manager, die langfristige Wertschöpfung anstreben.economic-value-addedReturn on Investment, ROI
Employee StocksFinance, Accounting & LawMitarbeiteraktienEmployee Stocks beziehen sich auf Aktien oder Anteile, die von Mitarbeitern eines Unternehmens gehalten werden. Dies umfasst sowohl Aktien von Aktiengesellschaften als auch Anteile an Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHs). Die Beteiligung kann direkt erfolgen, beispielsweise bei Schlüsselpersonen in Startups, oder indirekt über Aktienoptionen, die bei bestimmten Ereignissen wie dem Ausscheiden eines Mitarbeiters oder einem Unternehmens-Exit ausgeübt werden können. Eine weitere Möglichkeit sind Mitarbeiterfonds, die Anteile bündeln, ohne dass die Mitarbeiter direkt über diese Anteile verfügen. Aufgrund der steuerlichen Behandlung in Deutschland, wo der Bezug von Anteilen als sofort steuerpflichtiges Einkommen gilt, sind Employee Stocks, insbesondere bei GmbHs, weniger verbreitet als in den USA.employee-stocksUSA
Enterprise ValueEVFinance, Accounting & LawUnternehmenswertDer Enterprise Value (EV) repräsentiert den monetären Gesamtwert eines Unternehmens und ist entscheidend für Investitionsentscheidungen. Er setzt sich aus dem Marktwert des Eigenkapitals und der Nettoverschuldung zusammen, wobei die Nettoverschuldung die Gesamtfinanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel umfasst. Beispielsweise hat ein Unternehmen mit einem Eigenkapitalwert von 5 Millionen Euro und einer Nettoverschuldung von 2 Millionen Euro einen EV von 7 Millionen Euro. Der EV ist ein wichtiger Indikator für Fusionen und Übernahmen und wird häufig in Verbindung mit dem Begriff "Marktkapitalisierung" verwendet.enterprise-value
EquityEQFinance, Accounting & LawEigenkapitalEKDer Begriff Equity bezeichnet das Eigenkapital eines Unternehmens, das in der Bilanz ausgewiesen wird. Es umfasst sowohl das von den Gesellschaftern eingebrachte Kapital als auch Gewinne, die im Unternehmen reinvestiert wurden. Equity ist entscheidend für Fundraising-Aktivitäten, da es den Unternehmenswert widerspiegelt und Investoren anzieht. Beispielsweise können Startups durch die Ausgabe von Aktien oder Anteilen an Investoren Kapital aufnehmen, ohne sich durch Fremdkapital zu verschulden. In Verbindung mit Begriffen wie "Runway" und "Cashflow" ist Equity wichtig, um die finanzielle Stabilität und das Wachstumspotenzial eines Unternehmens zu bewerten.equityFundraising, Runway, Cashflow
ExpensesFinance, Accounting & LawAusgaben, KostenExpenses sind Aufwendungen, die im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit anfallen und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Dazu zählen regelmäßige Ausgaben wie Löhne, Mieten, Abschreibungen und Materialkosten. Diese werden unabhängig vom tatsächlichen Zahlungszeitpunkt in der Periode verbucht, in der sie anfallen, gemäß dem Prinzip der periodengerechten Abgrenzung. Im Gegensatz zu den Aufwendungen sind Investitionen (Investments) langfristige Ausgaben, die Vermögenswerte schaffen. Ein Beispiel für eine Expense ist die monatliche Miete für Büroräume, während eine Expenditure den Kauf eines neuen Firmenfahrzeugs beschreibt.expensesInvestments
ExpendituresFinance, Accounting & LawAufwendungenExpenditures beziehen sich auf den Abfluss von Zahlungsmitteln oder anderen Vermögenswerten aus einem Unternehmen, um spezifische Aufwendungen zu decken. Dazu zählen betriebliche Ausgaben wie Personalaufwendungen, Mieten und Marketingkosten sowie kapitalintensive Ausgaben, beispielsweise der Erwerb von Maschinen oder die Tilgung von Darlehen. Expenditures können als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst oder als Vermögenswert aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Im Gegensatz zu den begriffsähnlichen Expenses, die den Gewinn der Periode direkt mindern, stellen Expenditures tatsächliche Geldabflüsse dar, die nicht zwingend in der gleichen Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erscheinen.expenditures
(Risk, Financial) ExposureFinance, Accounting & LawRisikoexpositionRisk Exposure, oder auch Financial Exposure, bezeichnet die Gesamtheit der finanziellen Mittel, die ein Kapitalgeber oder Unternehmen in ein Projekt oder eine Venture-Finanzierung investiert hat und somit potenziellen Verlusten ausgesetzt ist. Neben finanziellen Risiken umfasst der Begriff auch Markenrisiken, IT-Risiken, Lieferantenrisiken und operationale Risiken. Beispielsweise kann ein Startup, das in neue Technologien investiert, sowohl monetäre als auch technologische Risiken tragen.risk-financial-exposure
Face ValueFinance, Accounting & LawNennwert, NominalwertDer Begriff "Face Value" bezeichnet den Nennwert oder Nominalwert eines Vermögensgegenstands, wie beispielsweise einer Forderung oder Anleihe. Dieser Wert ist der Betrag, den der Emittent bei Fälligkeit zurückzahlt. Der effektive Marktwert kann jedoch variieren, abhängig von Faktoren wie der Ausfallwahrscheinlichkeit einer Forderung oder dem Zinssatz einer Anleihe im Vergleich zu aktuellen Marktbedingungen. Beispielsweise kann eine Anleihe mit einem hohen Nominalzins über dem Marktzinssatz einen höheren Marktwert aufweisen.face-value
Fair Market ValueFMVFinance, Accounting & Law(Fairer) MarktwertDer Fair Market Value (FMV) bezeichnet den Preis, zu dem ein Unternehmen oder Produkt auf dem offenen Markt verkauft werden könnte, ohne Zwang. Er reflektiert den tatsächlichen Marktwert und nicht die interne Bewertung. Beispielsweise kann der FMV eines Startups durch den Vergleich mit ähnlichen Unternehmen (Market Multiples) ermittelt werden, wobei Kennzahlen wie EBIT oder EBITDA herangezogen werden. Relevant sind auch Begriffe wie Marktwert und Unternehmensbewertung, die eng mit dem FMV verknüpft sind und bei Investitionsentscheidungen eine wichtige Rolle spielen.fair-market-valueMarket Multiples, EBIT, EBITDA
Family OfficeFinance, Accounting & LawPrivate VermögensverwaltungEin Family Office ist eine spezialisierte, externe Vermögensverwaltung, die sich um das Vermögen und die Rendite wohlhabender Familien, häufig aus dem Unternehmertum, kümmert. Es bietet umfassende Dienstleistungen, einschließlich Vermögensplanung, Steuerberatung und Nachlassverwaltung. Ein Beispiel ist das Single Family Office, das ausschließlich das Vermögen einer Familie verwaltet. Im Gegensatz dazu steht das Multi Family Office, das mehrere Familien betreut und oft kosteneffizientere Lösungen bietet.family-officeWealth Management, Private Equity
FinetradingFinance, Accounting & LawEinkaufsvorfinanzierungFinetrading bezeichnet eine Finanzierungsform, bei der ein externer Finanzpartner, häufig ein spezialisiertes Finanzdienstleistungsunternehmen, den Wareneinkauf eines Unternehmens vorfinanziert. Im Gegensatz zu einem Lieferantenkredit (Seller’s Note) erfolgt die Finanzierung durch eine dritte Partei. Diese Methode, auch als Reverse Factoring bekannt, findet insbesondere im Industriegütersektor Anwendung, wo große, standardisierte Einkaufsvolumina und hohe Wertschöpfungsaufschläge vorliegen. Ein Beispiel ist die Vorfinanzierung von Maschinenkomponenten, die im Falle eines Zahlungsausfalls ohne signifikanten Preisverlust anderweitig verwertet werden können.finetradingSeller’s Note, Reverse Factoring
Fiscal YearFYFinance, Accounting & LawGeschäftsjahrGJEin Geschäftsjahr (Fiscal Year) bezeichnet den Zeitraum zwischen der jährlichen Eröffnungsbilanz und der Abschlussbilanz eines Unternehmens. Es muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen; beispielsweise kann ein Einzelhändler, der saisonale Produkte verkauft, sein Geschäftsjahr auf den Zeitraum von April bis März festlegen, um saisonale Schwankungen besser abzubilden. Ein Geschäftsjahr umfasst mindestens zwölf Monate und kann auch 52 oder 53 Wochen betragen. Naheliegende Begriffe sind „Bilanz“ und „Jahresabschluss“, die zur finanziellen Analyse und Planung eines Unternehmens dienen.fiscal-year52, 53
Fixed CostFinance, Accounting & LawFixkostenFixkosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge regelmäßig anfallen. Dazu zählen Miet- und Versicherungsbeiträge sowie Gehälter für festangestellte Mitarbeiter. Im Gegensatz zu variablen Kosten, die mit der Produktionsmenge schwanken, bleiben Fixkosten konstant. Beispielsweise fallen die Kosten für einen Werkschutz an, unabhängig davon, ob produziert wird oder nicht. Anschaffungskosten für Maschinen sind nicht Teil der Fixkosten, da sie einmalig sind; jedoch zählen Zins- und Tilgungskosten eines Maschinenkredits zu den Fixkosten.fixed-cost
GearingFinance, Accounting & LawVerschuldungsgradGearing bezeichnet das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital in einem Unternehmen und ist eng verwandt mit dem Begriff Leverage. Ein hohes Gearing, beispielsweise 80:20, kann die Renditen für Eigenkapitalgeber durch den Leverage-Effekt steigern, birgt jedoch auch ein erhöhtes Insolvenzrisiko. Startups nutzen oft Fremdkapital, um Wachstum zu finanzieren, was das Gearing erhöht. Ein Beispiel ist ein Tech-Startup, das durch Kredite expandiert.gearingLeverage, Tech
Generally Accepted Accounting PrinciplesGAAP/US-GAAPFinance, Accounting & LawGrundsätze ordnungsmäßiger BuchführungGoBDie Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) sind ein umfassendes Regelwerk für die Rechnungslegung in den USA, das Standards für die Buchhaltung von Unternehmen definiert. GAAP legt fest, wie Finanzdaten erfasst, verarbeitet und präsentiert werden, um Vergleichbarkeit und Transparenz zu gewährleisten sowie Betrug zu minimieren. Beispiele für GAAP-Standards sind die Erfassung von Umsätzen und die Bewertung von Vermögenswerten. In vielen Ländern, einschließlich Deutschland, werden ähnliche Prinzipien wie die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewandt, um eine internationale Vergleichbarkeit zu fördern.generally-accepted-accounting-principlesIFRS
Going ConcernFinance, Accounting & LawUnternehmensfortführungDer Begriff "Going Concern" bezeichnet die Annahme, dass ein Unternehmen in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit über einen absehbaren Zeitraum fortzuführen, ohne dass eine Insolvenz droht. Diese Annahme ist entscheidend für die Erstellung von Jahresabschlüssen und die Bewertung von Kreditrisiken, da sie die Grundlage für die Finanzanalyse bildet. Beispielsweise wird bei der Erstellung von Finanzmodellen, wie dem Base Case, ein moderates Wachstum und eine stabile Liquidität vorausgesetzt.going-concernBase Case
GrantFinance, Accounting & LawFörderung, SubventionEin Grant ist ein finanzieller Zuschuss oder eine Förderung, die Einzelpersonen oder Unternehmen von staatlichen Institutionen oder Stiftungen gewährt wird. Beispiele sind Forschungsstipendien für Studierende oder EU-Subventionen zur Kompensation agrarischer Flächenstilllegungen. Grants dienen dazu, Anreize für spezifische Projekte oder Entscheidungen zu schaffen und können in verschiedenen Bereichen wie Bildung, Forschung und Umwelt eingesetzt werden.grant
Gross Merchandise ValueGMVFinance, Accounting & LawAußenumsatzDer Gross Merchandise Value (GMV) ist eine zentrale Kennzahl im E-Commerce, die den Gesamtwert aller über einen Online-Marktplatz oder ein E-Commerce-Unternehmen verkauften Waren und Dienstleistungen erfasst. Er berücksichtigt nicht die Kosten für Marketing, Versand oder andere Abzüge. Beispielsweise kann ein Online-Shop mit einem GMV von 1 Million Euro im Jahr 2022 aufzeigen, dass er eine hohe Verkaufsleistung hat, auch wenn die tatsächlichen Einnahmen nach Abzügen geringer sind.gross-merchandise-valueE-Commerce, Conversion-Rate
Gross ProfitFinance, Accounting & LawRohertragDer Gross Profit ist eine zentrale finanzielle Kennzahl, die die Differenz zwischen dem Umsatzerlös eines Produkts oder einer Dienstleistung und den direkt zugeordneten Kosten, wie beispielsweise dem Wareneinkauf, ermittelt. Er repräsentiert den Deckungsbeitrag pro Produkt (Bruttogewinn) und den Gesamterlös aus Verkäufen (Rohertrag), bevor allgemeine Aufwendungen wie Marketing oder Verwaltung abgezogen werden. Ein Beispiel: Bei einem Produktverkauf von 100 Euro und direkten Kosten von 60 Euro beträgt der Gross Profit 40 Euro.gross-profitEBITDA
Gross SalesFinance, Accounting & LawBruttoumsatzBruttoumsatz bezieht sich auf den Gesamtumsatz eines Unternehmens, der alle Verkäufe von Waren und Dienstleistungen umfasst, ohne Abzüge für Rabatte, Rückgaben oder Verluste wie Transportschäden. Er bietet einen umfassenden Überblick über die Umsatzleistung. Beispielsweise könnte ein E-Commerce-Unternehmen, das 100. 000 Euro an Verkäufen erzielt, einen Bruttoumsatz von 100. 000 Euro ausweisen, unabhängig von Rabatten oder Rücksendungen.gross-salesE-Commerce
HedgingFinance, Accounting & LawGegendeckungHedging ist eine finanzwirtschaftliche Strategie zur Minimierung von Verlusten aus Investitionen. Dazu zählen insbesondere Termin- und Optionsgeschäfte, die zur Absicherung gegen Preis- und Währungsschwankungen im Auslandsgeschäft eingesetzt werden. Beispielsweise kann ein Unternehmen, das Rohstoffe importiert, Futures nutzen, um zukünftige Preissteigerungen abzusichern.hedgingFutures
Hurdle SharesFinance, Accounting & Law-Hurdle Shares sind eine spezielle Form der Mitarbeiterbeteiligung, die in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese Anteile werden als eigene Klasse innerhalb der Gesellschaft geführt und ermöglichen es Mitarbeitern, an zukünftigen Wertsteigerungen des Unternehmens zu partizipieren, jedoch nicht am aktuellen Unternehmenswert. Der festgelegte Hurdle-Wert fungiert als Basis, wobei der aktuelle Wert als Null-Wert definiert wird. Dies fördert eine leistungsorientierte Unternehmenskultur, da Mitarbeiter nur dann profitieren, wenn ihre Beiträge zur Wertsteigerung des Unternehmens führen. Hurdle Shares sind steuerlich neutral, was sie für Startups attraktiv macht, die ihre Mitarbeiter incentivieren möchten, ohne sofortige Steuerbelastungen zu verursachen. In Verbindung mit anderen Beteiligungsmodellen, wie beispielsweise Optionen oder Aktien, bieten sie eine flexible Möglichkeit zur Gestaltung von Anreizsystemen.hurdle-shares
IlliquidityFinance, Accounting & LawZahlungsunfähigkeitIlliquidität bezeichnet die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens, die entsteht, wenn kurzfristig neue Finanzmittel beschafft werden müssen, um eine Insolvenz zu vermeiden. Bei Startups ist die Illiquidität häufig gegeben, da die verfügbaren Finanzmittel (siehe Liquidität) im Verhältnis zur Gross Burn Rate (siehe Runway) kritisch sind. Beispielsweise können Bridge-Finanzierungen kurzfristige Lösungen bieten, jedoch gibt es zahlreiche Startups, die sich von Bridge zu Bridge hangeln, ohne eine signifikante Finanzierungsrunde zu erreichen. Die Begriffe Cashflow und Finanzierungsrunde sind eng mit der Illiquidität verknüpft, da sie die finanzielle Stabilität und die Fähigkeit zur Mittelbeschaffung beeinflussen.illiquidityGross Burn Rate, Runway, Bridge, Cashflow
IndemnityFinance, Accounting & LawEntschädigungEine Indemnity (dt. Haftungsfreistellung bzw. Haftungsübernahme) ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der eine Vertragspartei, in der Regel der Verkäufer, die andere Partei vor Verlusten, Haftungen oder Schäden schützt. Beispielsweise kann dies bei einem Exit-Verkauf von Startups relevant sein, wenn frühere Steuerschulden oder Klagen von Nutzern aufgrund von Datenlecks in der Software auftreten. Indemnities sind vergleichbar mit Bürgschaften, da sie hohe rechtliche und finanzielle Risiken für die geschützte Partei bergen. Eine sorgfältige Prüfung der Bedingungen und Risiken ist daher unerlässlich.indemnityExit, Liability, Risk Management
InsolvencyFinance, Accounting & LawInsolvenzInsolvenz bezeichnet den Zustand, in dem ein Unternehmen entweder zahlungsunfähig ist, das heißt, es kann seine laufenden Verbindlichkeiten nicht begleichen, oder eine bilanzielle Überschuldung aufweist, bei der die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte übersteigen. Kapitalgesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, diese Situation dem Handelsregister zu melden und einen Insolvenzverwalter zu beauftragen. Ein Beispiel für Zahlungsunfähigkeit ist, wenn ein Startup seine Gehälter nicht zahlen kann. Die bilanzielle Überschuldung wird oft übersehen, kann jedoch zu einer Haftung des Privatvermögens der Geschäftsführer führen, insbesondere bei Insolvenzverschleppung.insolvency
Intellectual PropertyIPFinance, Accounting & LawRecht an geistigem Eigentum/UrheberrechtIntellectual Property (IP) bezeichnet die Eigentums- und Urheberrechte an geistigem Eigentum, insbesondere im Kontext von Startups. Dazu zählen Markenrechte, technische Patente und Gebrauchsmuster, die als geschäftliche Vermögenswerte gelten. Während Software urheberrechtlich geschützt ist, ist eine generelle Patentierbarkeit nicht gegeben, da das Europäische Patentamt viele Softwareprogramme als nicht erfinderisch einstuft. Ausnahmen bilden innovative algorithmische Ansätze, wie neuartige Bilderkennungstechnologien. Es ist ratsam, die Übertragung von Nutzungsrechten in Arbeitsverträgen und im Founders Agreement festzuhalten, um rechtliche Klarheit zu gewährleisten.intellectual-propertyFounders Agreement
Interest Coverage RatioICRFinance, Accounting & LawZinsdeckungsgradDie Interest Coverage Ratio, auch als Zinsdeckungsgrad bezeichnet, ist eine wichtige Finanzkennzahl, die das Verhältnis zwischen dem EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) und den Zinsaufwendungen eines Unternehmens misst. Ein Wert über 1 zeigt an, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Zinsverpflichtungen zu decken, während ein Wert unter 1 auf potenzielle Schwierigkeiten hinweist. Beispielsweise könnte ein Startup mit einem EBIT von 200. 000 Euro und Zinsaufwendungen von 50. 000 Euro eine Ratio von 4 aufweisen, was eine solide finanzielle Gesundheit signalisiert. Diese Kennzahl ist eng verbunden mit dem Begriff der Verschuldungsquote, die das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital beschreibt.interest-coverage-ratioEBIT, Ratio
Internal Rate of ReturnIRRFinance, Accounting & LawInterner ZinsfußIZFDie Internal Rate of Return (IRR) ist eine zentrale finanzwirtschaftliche Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität von Investitionen. Sie stellt den Zinssatz dar, bei dem die Barwerte der zukünftigen Cash Flows einer Investition die ursprünglichen Kosten genau ausgleichen. Beispielsweise könnte ein Startup, das 100. 000 Euro investiert, bei einer IRR von 15 % in fünf Jahren eine Rückflüsse von 200. 000 Euro erzielen. Die IRR ermöglicht den Vergleich mit anderen Anlageformen, wie dem Kapitalwert (NPV) oder der Rendite (ROI). Beachten Sie, dass die tatsächliche IRR erst nach Abschluss der Investition ermittelt werden kann, da zukünftige Cash Flows unsicher sind.internal-rate-of-returnCash Flows, NPV, ROI
International Financial Reporting StandardsIFRSFinance, Accounting & LawInternationale RechnungslegungsvorschriftenIFRS steht für International Financial Reporting Standards, die einheitliche Rahmenbedingungen für die Erstellung von Finanzberichten, wie Jahresabschlüssen, bieten. Entwickelt vom International Accounting Standards Board (IASB), ermöglichen sie eine vergleichbare Darstellung finanzieller Ergebnisse international agierender Unternehmen. Beispielsweise nutzen Unternehmen wie Siemens und Volkswagen IFRS, um Transparenz und Konsistenz zu gewährleisten.international-financial-reporting-standards
Kick-backFinance, Accounting & LawRückvergütungKick-back bezeichnet eine Rückvergütung, die an Großabnehmer oder Vertriebspartner gezahlt wird, basierend auf dem erzielten Umsatz, häufig jährlich ausgezahlt. Diese Zahlungen sind in vielen Branchen, wie dem Einzelhandel oder der Technologie, verbreitet, um Anreize für den Verkauf zu schaffen. Beispielsweise könnte ein Softwareunternehmen einem Vertriebspartner 10% des Umsatzes als Kick-back anbieten. In regulierten Sektoren wie dem Gesundheitswesen sind Kick-backs jedoch illegal, da sie als Wettbewerbsverzerrung oder Bestechung angesehen werden.kick-backIncentive
Last Twelve MonthsFinance, Accounting & Law-Der Begriff Last Twelve Months (LTM) bezeichnet eine Kennzahl, die die Leistung eines Unternehmens über die letzten zwölf Monate unabhängig vom steuerlichen Geschäftsjahr misst. Ein Beispiel ist das LTM Customer Growth, das das Wachstum der Kundenbasis in diesem Zeitraum darstellt. LTM wird häufig in der Finanzanalyse verwendet, um Trends zu identifizieren und Vergleiche zwischen Unternehmen anzustellen.last-twelve-months
Leverage (Effect)Finance, Accounting & LawFremdkapitalhebelDer Begriff Leverage (dt. Hebel) beschreibt den Grad der Fremdfinanzierung eines Unternehmens, insbesondere durch Bankkredite. Ein höherer Leverage kann die Eigenkapitalrendite erhöhen, sofern die Gesamtkapitalrentabilität die Fremdkapitalkosten übersteigt. Beispielsweise nutzen Immobilienentwickler häufig den Leverage-Effekt, um Bauprojekte zu finanzieren, was zu einer potenziellen Steigerung der Rendite führt. Allerdings birgt eine hohe Verschuldung auch das Risiko einer Überverschuldung, insbesondere bei steigenden Zinsen, was das Insolvenzrisiko erhöht.leverage-effect
Lower Value PrincipleFinance, Accounting & LawNiederstwertprinzipDas 'Lower Value Principle' (Niederstwertprinzip) ist ein zentrales Konzept in der Bilanzierung, das vorschreibt, dass Vermögenswerte zu dem niedrigeren Wert bewertet werden müssen, wenn ihr Marktwert unter dem zuletzt erfassten Buchwert liegt. Ein Beispiel hierfür ist, wenn ein Unternehmen Vorräte zu einem höheren Preis erworben hat, deren Marktwert jedoch gesunken ist. Dieses Prinzip verhindert die Überbewertung des Firmenwerts durch veraltete Werte. Im Vergleich zum 'Higher Value Principle', das in bestimmten Fällen Anwendung findet, ist die deutsche Rechtsprechung in Bezug auf das Niederstwertprinzip besonders strikt und verlangt eine präzise Bewertung.lower-value-principleHigher Value Principle
MarginFinance, Accounting & LawDeckungsbeitragMargin bezeichnet den Deckungsbeitrag eines Produkts, konkret den Unterschied zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis. Beispielsweise hat ein Produkt mit einem Verkaufspreis von 100 Euro und einem Einkaufspreis von 60 Euro eine Margin von 40 Euro. Zudem kann Margin auch die durchschnittliche Marge über ein Jahr hinweg beschreiben, etwa das Verhältnis von Umsatz zu Gewinn. Im Wertpapierhandel bezieht sich Margin auf die Sicherheitsleistung, die bei risikobehafteten Geschäften, wie Futures, hinterlegt werden muss, um potenzielle Zahlungsausfälle abzusichern.margin
Marginal UtilityFinance, Accounting & LawGrenznutzenDer Grenznutzen ist ein zentrales Konzept in der Ökonomie, das den zusätzlichen Nutzen beschreibt, den ein Konsument aus dem Erwerb einer weiteren Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung zieht. Die Theorie des abnehmenden Grenznutzens besagt, dass der Nutzen jeder zusätzlichen Einheit mit fortgesetztem Konsum sinkt. Beispielsweise kann der Genuss einer ersten Kugel Eis einen hohen Nutzen bieten, während der Genuss der fünften Kugel deutlich weniger Freude bereitet. Dieses Prinzip ist auch auf andere Güter anwendbar, wie etwa Lebensmittel oder Freizeitaktivitäten.marginal-utility
Mezzanine DebtFinance, Accounting & Law-Mezzanine Debt ist eine Finanzierungsform, die zwischen Eigenkapital und traditionellen Bankkrediten angesiedelt ist. Sie stellt eine hybride Kapitalart dar, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen, ohne Anteile oder Stimmrechte abzugeben. Typische Beispiele sind stille Beteiligungen, Wandelanleihen, Nachrangdarlehen und Genussrechte. Diese Finanzierungsart ist besonders relevant für Wachstumsunternehmen, die Kapital benötigen, aber nicht die Kontrolle über ihr Unternehmen verlieren möchten.mezzanine-debt
Monthly Recurring RevenueMRRFinance, Accounting & LawMonatlich wiederkehrender UmsatzDer Monthly Recurring Revenue (MRR) bezeichnet den monatlich wiederkehrenden Umsatz, der mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Abonnements oder ähnlichen wiederkehrenden Zahlungen generiert wird. Beispiele hierfür sind SaaS-Dienste, bei denen Kunden monatliche Gebühren zahlen. MRR umfasst Rabatte und Coupons, schließt jedoch einmalige Zahlungen, wie etwa für maßgeschneiderte Onboarding-Prozesse bei B2B-Kunden, aus.monthly-recurring-revenueSaaS, B2B, ARPU, ARPPU
MultipleFinance, Accounting & LawMultiplikatorMultiple bezeichnet eine Kennzahl, die als Vielfaches einer anderen finanziellen Größe dient, um den Unternehmenswert zu bestimmen. Beispiele sind Umsatz-Multiples, die den Unternehmenswert als Vielfaches des Umsatzes (z. B. 4,5x Umsatz) darstellen, sowie EBITDA-Multiples, die auf dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen basieren. Markt- und Transaktionsmultiples ergeben sich aus Marktanalysen. Eine spezielle Form ist der Money Multiple, der angibt, wie viel ein Investor sein Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraums vervielfacht hat.multiple
Mutual FundFinance, Accounting & LawOffener InvestmentfondsEin Mutual Fund ist ein Investmentfonds, der Anlegern die Möglichkeit bietet, Anteile jederzeit an den Emittenten zurückzugeben oder börslich zu handeln, was ihn zu einem offenen Fonds macht. Im Gegensatz dazu stehen geschlossene Fonds, die an spezifische Projekte wie Immobilienentwicklungen oder Containerschiffe gebunden sind und vor Ablauf der Laufzeit nicht liquidiert werden können. Während in Deutschland Versuche unternommen wurden, Startup Investing als eigene Anlageklasse zu etablieren, sind weder offene noch geschlossene Fonds signifikante Instrumente der Startup-Finanzierung.mutual-fundPrivate Equity
National Association of Securities Dealers Automated QuotationsNASDAQFinance, Accounting & Law-Die National Association of Securities Dealers Automated Quotations, kurz NASDAQ, ist eine der führenden Börsen in den USA und weltweit. Im Gegensatz zur New Yorker Börse (NYSE), die einen traditionellen Parketthandel nutzt, erfolgt der Handel an der NASDAQ vollständig elektronisch. Dies ermöglicht schnellere Transaktionen und eine höhere Transparenz. Über 3. 000 Unternehmen sind an der NASDAQ gelistet, darunter bedeutende Technologieunternehmen wie Amazon, Apple, Meta (ehemals Facebook) und Alphabet. Die NASDAQ ist auch bekannt für ihren Index, den NASDAQ Composite, der die Performance dieser Unternehmen widerspiegelt.national-association-of-securities-dealers-automated-quotations
Net Operating Profit After TaxNOPATFinance, Accounting & LawJahresüberschuss nach SteuernNet Operating Profit After Tax (NOPAT) bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens nach Abzug aller Steuern und betrieblichen Kosten. Er ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Leistung und zeigt, wie viel Kapital aus den operativen Tätigkeiten generiert wird. Beispielsweise kann ein Startup mit einem NOPAT von 100. 000 Euro bei einem Umsatz von 1 Million Euro und Betriebskosten von 800. 000 Euro als profitabel angesehen werden. NOPAT ist eng verbunden mit Begriffen wie EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, & Amortization) und ROI (Return on Investment), die ebenfalls zur Bewertung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens herangezogen werden.net-operating-profit-after-taxEBITDA, Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, & Amortization, ROI, Return on Investment
Net Present ValueNPVFinance, Accounting & LawKapitalwertDer Net Present Value (NPV) ist ein zentrales Konzept in der Investitionsrechnung, das den Zeitwert von Geld berücksichtigt. Er besagt, dass zukünftige Zahlungsströme, wie Einnahmen aus Investitionen oder Rückflüsse aus Darlehen, abgezinst werden müssen, um ihren heutigen Wert zu ermitteln. Beispielsweise könnte eine Investition von 10. 000 Euro, die in fünf Jahren 15. 000 Euro einbringt, durch einen Diskontsatz von 5 % auf einen NPV von etwa 11. 700 Euro reduziert werden. Dies verdeutlicht, dass der NPV sowohl das Risiko zukünftiger Zahlungen als auch entgangene Zinsen berücksichtigt.net-present-valueDiscounted Cash Flow, DCF, IRR
Net ProfitNPFinance, Accounting & LawNettogewinnDer Net Profit, auch als Nettogewinn bezeichnet, stellt die Rentabilität eines Unternehmens dar, indem er den Umsatz um sämtliche Kosten reduziert, einschließlich Material-, Personal-, Werbe-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. Im Gegensatz zum Net Income, das den bilanziellen Jahresüberschuss beschreibt, wird der Begriff Net Profit häufig in der Analyse einzelner Transaktionen verwendet, etwa in der Unit Economics. Ein Beispiel ist ein Startup, das nach Abzug aller Kosten aus einem Umsatz von 100. 000 Euro einen Net Profit von 20. 000 Euro erzielt, was eine wichtige Kennzahl für Investoren darstellt.net-profitNet Income, Unit Economics
Net Realizable ValueNRVFinance, Accounting & LawNettoveräußerungswertDer Nettoveräußerungswert (NRV) ist der realistisch geschätzte Wert eines Bilanzgegenstands, der bei einem aktuellen Verkauf erzielt werden kann, abzüglich der Veräußerungs- und Transaktionskosten. Er wird häufig zur Bewertung von Vermögensgegenständen wie Lagerbeständen verwendet und stellt einen konservativen Ansatz dar. Beispielsweise könnte der NRV eines Produktlagers, das für 100. 000 Euro verkauft werden kann, nach Abzug von 10. 000 Euro für Verkaufsgebühren bei 90. 000 Euro liegen. Im Rahmen der Bilanzierung sind systematische Zuschreibungen, wie Step-ups oder Write-ups, in der Regel nicht zulässig, was das Niederstwertprinzip unterstützt.net-realizable-valueStep-ups, Write-ups
Net WorthFinance, Accounting & LawReinvermögenNet Worth bezeichnet das Netto- oder Reinvermögen einer Firma oder Person, das durch Abzug aller Verbindlichkeiten, wie laufende Kredite oder andere Zahlungsverpflichtungen, vom Gesamtvermögen ermittelt wird. Bei Aktiengesellschaften wird der Net Worth häufig durch das bilanzielle Eigenkapital (Shareholder Equity) bestimmt. Im Kontext von Privatpersonen wird der Begriff in den Abkürzungen HNWI (High Net Worth Individual) und UHNWI (Ultra High Net Worth Individual) verwendet, wobei hier oft nur ein symbolischer Wert gemeint ist.net-worthShareholder Equity, Assets, Liabilities
NINJA LoanFinance, Accounting & Law-Ein NINJA Loan bezeichnet eine Kreditvergabe an Einzelpersonen oder Unternehmen, bei denen eine Rückzahlung aufgrund der finanziellen Situation nicht erwartet wird. Der Begriff NINJA ist ein Akronym für 'No Income, No Job, & no Assets' und verdeutlicht das Risiko der Kreditvergabe. Beispiele sind Kredite an Startups ohne nachweisbare Einnahmen oder Vermögenswerte. NINJA Loans sind nicht zwangsläufig Wucherkredite (Predatory Loans), sondern können auch aus sozialer Solidarität oder staatlichen Unterstützungsprogrammen resultieren.ninja-loanPredatory Loans, Subprime
Non-Solicitation AgreementFinance, Accounting & LawAbwerbeverbotEin Non-Solicitation Agreement ist eine vertragliche Vereinbarung, die in Arbeits-, Beratungs- und Unternehmenskaufverträgen Anwendung findet. Sie untersagt es einem Mitarbeiter, Partner oder Verkäufer, innerhalb eines festgelegten Zeitraums Mitarbeiter des Auftraggebers oder des verkauften Unternehmens abzuwerben. In der Regel gilt dies bei Arbeitsverträgen nur bis zum Ausscheiden des Mitarbeiters. Ein Beispiel ist ein Startup, das einen Entwickler einstellt und ihn vertraglich verpflichtet, keine anderen Entwickler des Unternehmens abzuwerben. Abwerbeverbote, die über diesen Rahmen hinausgehen, verletzen häufig geschützte Grundrechte und sind in Deutschland meist unwirksam.non-solicitation-agreement
Non-Disclosure AgreementNDAFinance, Accounting & LawGeheimhaltungsvereinbarungEine Non-Disclosure Agreement (NDA), auch bekannt als Geheimhaltungsvereinbarung oder Vertraulichkeitsvereinbarung, ist ein rechtlicher Vertrag, der typischerweise vor dem Beginn von Geschäftsbeziehungen abgeschlossen wird. Er schützt vertrauliche Informationen, wie Produktentwicklungen oder strategische Pläne, vor unbefugter Offenlegung. Es gibt zwei Haupttypen: das 'harte NDA', das bei Verletzungen automatisch Vertragsstrafen vorsieht, und das 'weiche NDA', das lediglich Schadensersatzansprüche nach sich zieht. Ein NDA ist nicht nur ein rechtliches Instrument, sondern auch ein Zeichen des Vertrauens zwischen den Parteien.non-disclosure-agreement
Off-Balance SheetOBSFinance, Accounting & LawAußerbilanzielle FinanzierungOff-Balance Sheet bezeichnet Vermögenswerte oder Finanzierungsformen, die nicht in der Bilanz erscheinen. Beispiele sind der Verkauf von Forderungen an Factoring-Unternehmen, Leasingverträge und Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, insbesondere im Immobiliensektor. Bei letzterem wird Vermögen an einen externen Käufer verkauft und anschließend zurückgemietet, um die Liquidität zu erhöhen. Diese Praxis dient auch dazu, finanzielle Risiken aus der Bilanz zu entfernen, um die Kennzahlen zu optimieren und Covenants zu erfüllen, die bei Kreditverträgen relevant sind.off-balance-sheetFactoring, Sale-and-Lease-Back, Covenants
Opportunity CostFinance, Accounting & LawOpportunitätskostenOpportunitätskosten sind die Kosten, die entstehen, wenn man eine bestimmte Handlung ausführt oder eine Entscheidung trifft und dabei eine andere unterlässt. Sie verdeutlichen entgangene Gewinne, die durch den Verzicht auf eine bestimmte Alternative entstanden sind. Ein Beispiel sind die Zinsen aus einer sicheren Anleihe, die einem Investor entgehen, wenn er ein riskantes Investment in ein Startup tätigt. Ein weiteres Beispiel sind entgangene Gehälter in der freien Wirtschaft, wenn ein Student nach dem Masterabschluss einen Doktortitel anstrebt.opportunity-cost
Over-IndebtednessFinance, Accounting & Law(Bilanzielle) ÜberschuldungOver-Indebtedness bezeichnet eine bilanzielle Überschuldung eines Unternehmens, bei der die Finanz- und Lieferverbindlichkeiten die Aktiva, gemessen am Eigenkapital, übersteigen. Ein Beispiel ist ein Startup mit einem Bilanzwert von 5 Mio. € und einem aufgenommenen Kredit von 10 Mio. € zur Finanzierung des Wachstums. Obwohl die Liquidität steigt, bleibt der Kredit eine Verbindlichkeit, die das Eigenkapital übersteigt. Diese Situation ist besonders relevant für Gründer, da sie im Falle einer Insolvenz persönlich haftbar gemacht werden können.over-indebtedness
OverheadFinance, Accounting & LawGemeinkostenOverhead bezeichnet die Gemeinkosten eines Unternehmens, die nicht direkt einem Produkt oder einer Dienstleistung zugeordnet werden können. Dazu zählen beispielsweise Büromiete, Gehälter, Versicherungsbeiträge und Kosten für Personalsoftware. Im Kontext von Remote Working können Startups ihren Overhead durch reduzierte Büroflächen und geringere Betriebskosten senken. Dennoch wird der Overhead in der Finanzplanung oft unterschätzt, was zu einer verzerrten Kostenkalkulation führen kann.overhead
PayablesFinance, Accounting & LawVerbindlichkeitenVerbindlichkeiten, im Englischen als Payables bekannt, beziehen sich auf Geldbeträge, die ein Unternehmen an Lieferanten, Dienstleister oder andere Gläubiger zu zahlen hat. Dazu zählen beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (LuL) von Zulieferern, Honorare für Rechtsberatung sowie ausstehende Steuerzahlungen. Im Gegensatz zu Schulden (Debt), die die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens, etwa in Form von Bankkrediten, betreffen, repräsentieren Verbindlichkeiten laufende Zahlungsverpflichtungen im operativen Geschäft. Verbindlichkeiten sind somit essenziell für das Liquiditätsmanagement und die Finanzplanung eines Unternehmens.payablesDebt
Payments in KindPIKFinance, Accounting & LawSachleistungPayments in Kind (zu Deutsch Sachleistungen oder Naturallohn) beziehen sich auf Zahlungen, bei denen Verbindlichkeiten nicht in Geld, sondern in Form von Waren oder Dienstleistungen beglichen werden. Diese Methode wird häufig in finanziellen Engpässen genutzt, wenn Unternehmen beispielsweise ihre Schulden nicht bar begleichen können, aber in der Lage sind, Produkte wie Baumaschinen abzugeben. Im Startup-Kontext ist Crowdlending ein relevantes Beispiel, bei dem Investoren statt monetärer Rückflüsse zukünftige Produkte erhalten.payments-in-kindCrowdlending, Crowdfunding
Penny StocksFinance, Accounting & LawKleinaktienPenny Stocks sind Aktien, die zu einem Preis von weniger als einem Dollar pro Aktie gehandelt werden. Sie gelten als hochriskant, da sie oft eine geringe Liquidität aufweisen und nicht an regulären Börsen gelistet sind, was zu einer eingeschränkten Transparenz führt. Beispiele hierfür sind Aktien von kleinen Unternehmen oder Startups, die in der Frühphase ihrer Entwicklung stehen. Im Startup-Bereich wird der Begriff auch verwendet, um schlecht performende Investments zu beschreiben, die potenziell hohe Verluste verursachen können.penny-stocks
Poison PillFinance, Accounting & LawGiftpilleDie Poison Pill ist eine Unternehmensstrategie zur Abwehr feindlicher Übernahmen, die darauf abzielt, den Erwerb für den Angreifer unattraktiv zu machen. Zu den Methoden gehören Mehrfachstimmrechte, die bestimmten Aktionären überproportionale Stimmrechte einräumen, sowie Stimmrechtsbeschränkungen, die den Einfluss potenzieller Käufer limitieren. Eine häufige Maßnahme ist die Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss, die bestehenden Aktionären ermöglicht, neue Aktien zu einem stark reduzierten Preis zu erwerben. Diese Strategien sind Teil des Übernahmeschutzes und stehen in engem Zusammenhang mit Begriffen wie "Stimmrechtsstruktur" und "Aktionärsrechte".poison-pill
Ponzi SchemeFinance, Accounting & LawSchneeballsystemEin Ponzi Scheme, benannt nach dem amerikanischen Wirtschaftskriminellen Charles Ponzi, beschreibt eine betrügerische Anlageform, bei der Investoren hohe Renditen versprochen werden. Diese Gewinne resultieren jedoch nicht aus legitimen Geschäftstätigkeiten, sondern aus den Einlagen neuer Anleger. Ein bekanntes Beispiel ist das Madoff-Schema, das 2008 aufgedeckt wurde. Diese Art des Betrugs, auch als Schneeballsystem bezeichnet, führt in der Regel zu einem Zusammenbruch, sobald der Zustrom neuer Investoren abnimmt.ponzi-schemeCharles Ponzi, 2008
Portfolio CompaniesFinance, Accounting & LawPortfolio-GesellschaftenPortfolio Companies sind Unternehmen, insbesondere Startups, die sich im Besitz von Investoren befinden. Diese Investoren verfolgen unterschiedliche Strategien: Einige bilden Portfolio-Cluster, in denen mehrere Portfolio Companies innerhalb einer Branche agieren, wie etwa im Tech-Sektor, wo Unternehmen wie Delivery Hero und Foodpanda kooperieren. Andere Investoren setzen auf singuläre Investments in Marktführer oder Hidden Champions, wie beispielsweise die Beteiligung an einem führenden Biotech-Unternehmen. Die Diversifikation innerhalb eines Portfolios kann Risiken minimieren und Synergien schaffen, während die Konzentration auf marktführende Unternehmen potenziell höhere Renditen verspricht.portfolio-companiesBiotech, Hidden Champions
Pro Forma InvoiceFinance, Accounting & LawProformarechnungEine Proformarechnung ist ein Dokument, das formal einer Rechnung ähnelt, jedoch primär zu Deklarationszwecken dient, etwa zur Wertangabe beim Zoll. Sie wird häufig im internationalen Handel verwendet, um den Zollbehörden den Warenwert zu übermitteln. Zudem kann sie im B2B-Bereich zur Vorlage bei Vorauszahlungen genutzt werden, bevor die endgültige Rechnung nach Lieferung ausgestellt wird.pro-forma-invoiceB2B
Pro rataFinance, Accounting & LawAnteilsgemäßPro rata bezeichnet eine Verteilung oder Zuteilung, die proportional zu den Anteilen oder Stimmen der beteiligten Parteien erfolgt. Im Kontext von Startups erhalten Altgesellschafter häufig das Recht, neue Anteile im Verhältnis zu ihrer ursprünglichen Beteiligung zu erwerben, um eine Verwässerung ihrer Anteile zu vermeiden. Beispielsweise könnte ein Gesellschafter mit 20 % Anteilen das Recht haben, 20 % der neuen Anteile zu zeichnen. Ein verwandter Begriff ist "Verwässerungsschutz", der Maßnahmen beschreibt, die Investoren ergreifen, um ihre prozentuale Beteiligung zu sichern. Pro rata temporis hingegen bezieht sich auf die gleichmäßige Verteilung von Zahlungen über festgelegte Zeiträume.pro-rata
Profit and Loss StatementP&LFinance, Accounting & LawGewinn-und-Verlust-RechnungGuVDas Profit & Loss Statement (P&L), auf Deutsch Gewinn- und Verlustrechnung, stellt eine systematische Übersicht der jährlichen Einkünfte und Aufwendungen eines Unternehmens dar, um den tatsächlichen Unternehmenserfolg zu ermitteln. Wichtige Posten sind Abschreibungen und Zinsen für Fremdkapital, die in die Berechnung des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) einfließen. Ein Manager mit P&L-Verantwortung muss seine Budgets eigenverantwortlich verwalten und den Beitrag zum Unternehmensgewinn nachweisen. Alternativ wird das P&L auch als Income Statement bezeichnet und ist essenziell für die Finanzanalyse und strategische Planung.profit-and-loss-statementEBITDA
Pull-/Put-OptionFinance, Accounting & Law-Eine Pull- bzw. Put-Option ist ein Finanzkontrakt, der dem Inhaber das Recht, jedoch nicht die Pflicht einräumt, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Pull-Option) oder zu verkaufen (Put-Option) zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Startup-Welt finden diese Optionen häufig Anwendung in Anteilskaufverträgen (SPAs), insbesondere durch Tag-along Rights, die Gesellschaftern ermöglichen, ihre Anteile im Falle eines Verkaufs durch einen anderen Gesellschafter ebenfalls zu veräußern. Zudem sind sie relevant im Kontext von Vesting und Mitarbeiterbeteiligungen (ESOP), wo sie Anreize für Mitarbeiter schaffen, langfristig im Unternehmen zu bleiben.pull-put-optionSPAs, Tag-along Rights, Vesting, ESOP
Rate of Return Pricing (ROR)Finance, Accounting & Law-Rate of Return Pricing (ROR) bezeichnet eine Preisstrategie, bei der Unternehmen ihre Produktpreise auf der Basis einer angestrebten Rendite, beispielsweise 15 % auf das investierte Kapital, festlegen. Diese Methode ignoriert in der Theorie die Herstellungskosten, die Zahlungsbereitschaft der Kunden sowie die Preise der Konkurrenz. Ein Beispiel ist ein Startup, das ein neues technisches Gadget entwickelt und den Preis so kalkuliert, dass die angestrebte Rendite erreicht wird, unabhängig von Marktanalysen.rate-of-return-pricing-ror
RatingFinance, Accounting & LawBewertungEin Rating bezeichnet eine offizielle und standardisierte Bewertung eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft durch unabhängige Dritte, häufig in Bezug auf die Kreditwürdigkeit. Rating-Agenturen wie Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s nutzen spezifische Kriterien, um die finanzielle Stabilität und das Risiko von Investitionen zu bewerten. Beispielsweise erhält ein Startup, das eine hohe Bonität aufweist, ein besseres Rating, was die Kapitalbeschaffung erleichtert.rating
RecapitalizationFinance, Accounting & LawRekapitalisierungRekapitalisierung bezeichnet die Umstrukturierung der Finanzierungsstruktur eines Unternehmens, um dessen finanzielle Stabilität zu verbessern. Dies geschieht häufig durch den Umwandlungsprozess von Schulden in Eigenkapital oder Mezzanine-Kapital, insbesondere in überschuldeten Unternehmen. Ein Beispiel ist die Umwandlung von Bankdarlehen in Aktien, was die Eigenkapitalquote erhöht.recapitalization
ReceivablesFinance, Accounting & LawForderungenForderungen (Receivables) beziehen sich auf Ansprüche eines Unternehmens gegenüber Kunden für erbrachte Lieferungen und Leistungen. Diese können auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Gesellschaftern umfassen, beispielsweise durch Darlehen. Die effiziente Verwaltung von Forderungen ist entscheidend für das Working Capital und das Liquiditätsmanagement, da sie die finanzielle Stabilität eines Startups beeinflusst. Instrumente wie Factoring oder Skonti können genutzt werden, um die Forderungslaufzeiten zu verkürzen. Wichtig ist, dass Anzahlungsrechnungen keine Forderungen darstellen, sondern Verbindlichkeiten, die das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit erhöhen können (siehe Insolvenzverschleppung).receivablesWorking Capital, Factoring
ReportingFinance, Accounting & LawBerichtswesenReporting bezeichnet die systematische und regelmäßige Geschäftsberichterstattung, die sowohl die externe Kommunikation mit Investoren (siehe Investor Relations) als auch die interne Informationsweitergabe umfasst. Externe Berichterstattung kann beispielsweise Quartals- oder Jahresberichte umfassen, während internes Reporting häufig Projektfortschritte und Verkaufszahlen dokumentiert. Die Berichterstattung ist entscheidend für die Transparenz und das Vertrauen innerhalb der Unternehmenshierarchien.reportingInvestor Relations, KPI, Key Performance Indicators
Required Rate of ReturnRRRFinance, Accounting & LawMindestrenditeDie Required Rate of Return (RRR) ist die Mindestrendite, die ein Projekt oder Unternehmen erzielen muss, um den Renditeerwartungen von Investoren oder internen Stakeholdern gerecht zu werden. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Entscheidungsfindung in der Unternehmensfinanzierung und wird häufig von CFOs verwendet, um Mindestvorgaben in Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie im Portfolio-Management zu definieren. Beispiele für verwandte Begriffe sind die Kapitalrendite (Return on Investment, ROI) und die Risikoprämie, die beide zur Bewertung der RRR herangezogen werden können.required-rate-of-returnCFOs, Return on Investment, ROI
Restriction of TransferabilityFinance, Accounting & LawVinkulierungDie Vinkulierung bezeichnet eine rechtliche Regelung, die die Übertragung von Unternehmensanteilen, wie Aktien, einschränkt. Diese Anteile werden in einem Register erfasst, und ihre Weiterveräußerung an Dritte bedarf der Zustimmung des Unternehmens. Bei GmbHs sind die Gesellschafter im Handelsregister verzeichnet, während börsennotierte Aktiengesellschaften in der Regel keine solche Registrierung haben, um die Handelbarkeit zu fördern. Eine Vinkulierung kann jedoch sinnvoll sein, um unerwünschte Erwerber, etwa bei familiären Konflikten, auszuschließen oder feindliche Übernahmen zu verhindern.restriction-of-transferability
Retained EarningsFinance, Accounting & LawGewinnrücklagenGewinnrücklagen beziehen sich auf den Teil des Jahresüberschusses, der nach Ausschüttungen an die Anteilseigner im Unternehmen verbleibt. Dieser Betrag kann strategisch für größere Investitionen, wie z. B. den Ausbau der Produktionskapazitäten, oder als Liquiditätspuffer genutzt werden, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Nach deutschem Aktiengesellschaftsrecht ist eine gesetzliche Gewinnrücklage vorgeschrieben, in die jährlich 5 % des Jahresüberschusses eingezahlt werden müssen, bis sie 10 % des Stammkapitals erreicht.retained-earnings
Return on AssetsRoAFinance, Accounting & LawGesamtkapitalrentabilitätGKRDer Begriff Return on Assets (ROA) beschreibt die Kapitalrendite eines Unternehmens, gemessen in Prozent, und zeigt den Gewinn, den ein Unternehmen aus seinen Vermögenswerten generiert. Der ROA wird berechnet, indem der Jahresüberschuss plus die gezahlten Zinsen auf Fremdkapital durch die Bilanzsumme geteilt wird. Diese Berechnung berücksichtigt sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalgeber. Branchen wie die Schwerindustrie weisen oft niedrigere ROA-Werte auf, während Unternehmensberatungen tendenziell höhere Werte erzielen. Ein Vergleich des ROA innerhalb einer Branche kann Hinweise darauf geben, ob Vermögenswerte effizient genutzt werden oder ob Maßnahmen wie Sale-and-Lease-Back in Betracht gezogen werden sollten.return-on-assetsSale-and-Lease-Back
Return on Capital EmployedROCEFinance, Accounting & LawKapitalrenditeDer Return on Capital Employed (ROCE) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die die Effizienz eines Unternehmens bei der Nutzung seines eingesetzten Kapitals misst. Im Gegensatz zum Return on Assets (RoA), der die Gesamtrendite auf das gesamte Vermögen betrachtet, fokussiert der ROCE auf das Kapital, das tatsächlich zur Erwirtschaftung von Gewinnen beiträgt. Hierbei wird das Gesamtkapital um kurzfristige, nicht zinstragende Verbindlichkeiten sowie um Sichtguthaben und Kassenbestände bereinigt. Ein Beispiel: Ein Unternehmen mit einem bereinigten Kapital von 1 Million Euro und einem Gewinn von 200. 000 Euro hätte einen ROCE von 20%. Diese Kennzahl ist besonders relevant für Investoren und Finanzanalysten, da sie die Rentabilität und Effizienz der Kapitalnutzung verdeutlicht.return-on-capital-employedReturn on Assets, RoA, Return on Investment, ROI
Return on EquityROEFinance, Accounting & LawEigenkapitalrenditeEKRDie Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) ist eine zentrale Kennzahl, die das Verhältnis von Jahresüberschuss nach Steuern (Net Profit) zum eingesetzten Eigenkapital (Equity) darstellt. Sie ermöglicht eine Bewertung der Rentabilität von Investitionen, unabhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens. Ein Beispiel: Ein Startup erzielt einen Jahresüberschuss von 100. 000 Euro bei einem Eigenkapital von 500. 000 Euro, was zu einem ROE von 20 % führt. Diese Kennzahl ist besonders relevant für Investoren, die verschiedene Anlageformen vergleichen möchten. Neben der Rendite sollten auch Risiken und Haftungsgrundlagen, wie beispielsweise die Verschuldungsquote (Debt Ratio), berücksichtigt werden.return-on-equityROE, Net Profit, Equity, ROE, Debt Ratio
Return on Invested CapitalROICFinance, Accounting & LawRendite auf das eingesetzte KapitalDer Return on Invested Capital (ROIC) ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Effizienz eines Unternehmens bei der Nutzung seines investierten Kapitals zur Generierung von Gewinnen. Im Gegensatz zum Return on Investment (ROI), der nur Eigenkapital betrachtet, und dem Return on Capital Employed (ROCE), der das Gesamtkapital minus kurzfristige Verbindlichkeiten einbezieht, fokussiert der ROIC auf das Kapital, das tatsächlich in die operativen Aktivitäten investiert wird. Beispielsweise werden Investitionen in Finanzanlagen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen nicht berücksichtigt. Der ROIC ist entscheidend für Investoren, um die Rentabilität und die operative Leistung eines Unternehmens zu beurteilen.return-on-invested-capitalROI, ROCE
Return on InvestmentROIFinance, Accounting & LawInvestmentrenditeDer Return on Investment (ROI) ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Effizienz von Investitionen, insbesondere in Projekten oder Marketingkampagnen. Er wird berechnet, indem der Gewinn (Return) durch die Gesamtkosten (Investment) geteilt und das Ergebnis in Prozent ausgedrückt wird. Ein Beispiel: Bei einer Investition von 10. 000 Euro in eine Werbekampagne, die 15. 000 Euro einbringt, beträgt der ROI 50%.return-on-investment
Revenue SplitFinance, Accounting & LawUmsatzverteilungRevenue Split bezeichnet die gleichmäßige Verteilung von Erträgen (Revenues) zwischen Partnern, ohne dass ein dominanter Partner vorab alle Einnahmen erhält. Beispielsweise teilen sich zwei Unternehmen, die gemeinsam ein Produkt vertreiben, die Erlöse 50/50. Im Gegensatz zum Revenue Share, wo ein Partner die Einnahmen zuerst erhält, erfolgt beim Revenue Split die Verteilung direkt nach der Generierung des Ertrags.revenue-splitRevenues, Revenue Share
Right of CollectionFinance, Accounting & LawEinziehungsrechtDas Einziehungsrecht ist eine vertragliche Regelung innerhalb eines Gesellschaftervertrags, die festlegt, unter welchen Bedingungen Anteile von Gesellschaftern eingezogen werden können. Dies entspricht der Löschung der entsprechenden Anteile und wird häufig in Situationen schwerer Konflikte angewendet, die potenziell schädlich für die Gesellschaft sind. Ein Beispiel könnte ein Gesellschafter sein, der gegen die Interessen des Unternehmens handelt. Änderungen, die ein solches Einziehungsrecht einführen, sollten im Vorfeld, also in „Friedenszeiten“, besprochen werden, um zukünftige rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.right-of-collection
RoadshowFinance, Accounting & Law-Eine Roadshow bezeichnet die gezielte Präsentation und Vermarktung von Investitionsmöglichkeiten, häufig im Rahmen von Reisen und persönlichen Treffen. Typische Beispiele sind Gespräche mit Banken und institutionellen Investoren während eines Börsengangs (IPO). Die Roadshow dient dazu, potenzielle Investoren über das Geschäftsmodell, die Finanzkennzahlen und die Wachstumsstrategie zu informieren.roadshowIPO, Pitch, Due Diligence
Rules of ProcedureFinance, Accounting & LawGeschäftsordnungGODie Geschäftsordnung (engl. Rules of Procedure) regelt die allgemeinen Vorgehensweisen zur Beschlussfassung innerhalb kollegialer Organe wie Behörden, Unternehmen, Parteien, Vereinen und Parlamenten. Sie umfasst Aspekte wie Tagesordnungen, Abstimmungsvorschriften und erforderliche Stimmmehrheiten (Quorum). Für Startups ist es entscheidend, bereits bei der Gründung eine vorläufige Geschäftsordnung zu etablieren, um spätere Konflikte über Berichtspflichten oder Beschlussbefugnisse der Gründer zu vermeiden.rules-of-procedureQuorum
(Annual) Run RateFinance, Accounting & Law-Die (Annual) Run Rate (ARR) ist eine Schätzung des Jahresumsatzes eines Unternehmens, die auf den monatlichen Umsätzen basiert. Diese werden, gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer spezifischen Wachstumsrate, mit 12 multipliziert. Beispielsweise erzielt ein Unternehmen im ersten Monat 10. 000 Euro Umsatz, was zu einer ARR von 120. 000 Euro führt. Die ARR dient als wichtige Kennzahl für Investoren und Gründer, um das Umsatzpotenzial zu bewerten. Bei der Berechnung sollten saisonale Schwankungen und Marketingbudgets berücksichtigt werden.annual-run-rateMonthly Recurring Revenue, MRR
RunwayFinance, Accounting & Law-Der Runway bezeichnet die Zeitspanne in Monaten, die einem Startup verbleibt, bevor es zahlungsunfähig wird, basierend auf der aktuellen Liquidität. Er wird berechnet, indem der Net Monthly Burn (monatliche Ausgaben minus Einnahmen) in Relation zur vorhandenen Liquidität gesetzt wird. Ein Runway von mindestens 18 Monaten wird empfohlen, um den Gründern ausreichend Zeit für die Entwicklung von Vertrieb und Produkt zu geben, ohne sich sofort auf neue Finanzierungsrunden konzentrieren zu müssen.runwayNet Monthly Burn, Burn Rate, Cash Flow
Shoot-out ClauseFinance, Accounting & Law-Eine 'Shoot-out-Klausel' kommt zur Anwendung, wenn Gesellschafter einer Firma in einen Deadlock geraten, was zu einer notwendigen Trennung einer Partei von ihren Anteilen führt. Diese Klausel bietet strukturierte Lösungen zur Überwindung von Blockaden im Gesellschafterkreis. Bei der 'Russian Roulette'-Variante bietet ein Gesellschafter seine Anteile zu einem bestimmten Preis an, woraufhin der andere Gesellschafter entscheiden muss, ob er kauft oder verkauft. Im Gegensatz dazu ermöglicht die 'Texas Shoot’em'-Variante, dass der zweite Gesellschafter ein höheres Angebot unterbreitet, was zu einem Auktionsprozess führt. Diese Mechanismen sind entscheidend für die Vermeidung von Stagnation in Unternehmen.shoot-out-clause
Spin-offFinance, Accounting & LawAusgliederung durch NeugründungEin Spin-off bezeichnet die Ausgliederung eines Unternehmensbereichs in eine rechtlich und wirtschaftlich eigenständige Einheit, oft in Form einer Neugründung (NewCo). Dies geschieht häufig in Forschungsinstituten, wo vielversprechende Projekte in eigenständige Unternehmen überführt werden, um deren kommerziellen Erfolg zu maximieren. Ein Beispiel ist die Ausgründung von Technologie-Startups aus Universitäten. Auch große Konzerne nutzen Spin-offs, um innovativen Geschäftseinheiten mehr Freiraum zu geben, wie etwa die Ausgliederung von Tochtergesellschaften zur Fokussierung auf spezifische Märkte.spin-offJoint Venture
Squezze-outFinance, Accounting & Law-Ein Squeeze-out ist ein rechtlicher Prozess, bei dem Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft, insbesondere Minderheitsgesellschafter, aus dem Unternehmen gedrängt oder 'herausgekauft' werden. Im Aktienrecht ist dieser Prozess relativ unkompliziert, während er für GmbHs spezielle Zustimmungen erfordert, was ihn komplexer macht. Beispielsweise kann ein Mehrheitsgesellschafter durch einen Squeeze-out versuchen, die Kontrolle zu sichern. Startups sollten daher sorgfältig ihre Gesellschafterstruktur (s. a. Cap-Table) planen, um zukünftige Konflikte zu vermeiden.squezze-outCap-Table
Step-upFinance, Accounting & LawAufstockung (des Buchwerts)Step-up bezeichnet die bilanzielle Aufwertung eines Vermögensgegenstandes, die nicht im Rahmen einer Bilanzerstellung erfolgt, sondern als faire Wertanpassung während eines Unternehmensverkaufs. Ein Beispiel hierfür ist die Neubewertung von Lagerbeständen, die aufgrund gestiegener Produktionsmaterialpreise notwendig wird. Im Kontext eines Asset Deals wird der Wert der Vermögenswerte realistisch angepasst, um den tatsächlichen Marktbedingungen zu entsprechen. Im Gegensatz dazu steht der Write-down, der die Abschreibung von Betriebsvermögen beschreibt. Der Begriff Step-down bezieht sich hingegen nicht auf eine Abschreibung, sondern auf den Rücktritt eines Vorstands.step-upAsset Deals, Write-down, Step-down
Subordinated DebtFinance, Accounting & LawNachrangdarlehen, nachrangiges FremdkapitalSubordinated Debt, auch als nachrangiges oder Junior Debt bekannt, bezeichnet unbesichertes Fremdkapital, das im Insolvenzfall erst nach der Befriedigung aller vorrangigen Gläubiger zurückgezahlt wird. Beispiele hierfür sind Gesellschafterdarlehen und Wandeldarlehen, die jedoch eine spezifische vertragliche Formulierung benötigen, um als nachrangig zu gelten. Diese Klassifizierung ist entscheidend für die Bilanzanalyse und den Überschuldungsgrad eines Unternehmens. In der Nähe verwandte Begriffe sind Senior Debt, das vorrangig behandelt wird, sowie mezzanine Finanzierungen, die eine Mischform darstellen.subordinated-debtJunior Debt, Senior Debt, mezzanine
Sunk CostFinance, Accounting & LawVersunkene KostenSunk Cost bezeichnet unwiederbringliche Ausgaben, die unabhängig von zukünftigen Entscheidungen eines Projekts verloren sind. Beispiele sind Investitionen in Grundstückserwerb oder Machbarkeitsstudien, die auch bei Projektabbruch nicht zurückgeholt werden können. Bei der Bewertung eines Projekts sollten Sunk Costs nicht berücksichtigt werden, um die Sunk Cost Fallacy zu vermeiden, die dazu führt, dass Unternehmen trotz negativer Prognosen weiter investieren.sunk-costSunk Cost Fallacy, Opportunity Costs
Tangible Asset ValueTAVFinance, Accounting & LawMaterieller VermögenswertDer Begriff "Tangible Asset Value" (TAV) bezeichnet den Wert materieller Vermögensgegenstände, wie Immobilien, Maschinen oder Lieferfahrzeuge. TAV wird häufig in Bewertungsprozessen verwendet, etwa zur Ermittlung des Marktwerts von Betriebsimmobilien für steuerliche Zwecke oder zur Preisfindung bei Unternehmensverkäufen. Relevante Nachbarbegriffe sind "Immaterielle Vermögenswerte" (Intangible Assets), die nicht physisch greifbar sind, sowie "Marktwert" (Market Value), der den Preis beschreibt, den Käufer bereit sind zu zahlen.tangible-asset-valueIntangible Assets, Market Value
Target CostingFinance, Accounting & LawZielkostenrechnungTarget Costing ist ein strategischer Ansatz zur Preisgestaltung und internen Kostenstrukturierung eines Produkts oder einer Dienstleistung, der sich am 'erlaubten Marktpreis' orientiert. Dieser Marktpreis kann durch Wettbewerbsanalysen, Benchmarking oder Kundeninterviews ermittelt werden. Ziel ist es, zu prüfen, ob und wie ein eigenes Angebot unter den gegebenen Marktbedingungen wirtschaftlich realisierbar ist. Beispielsweise kann ein Startup, das ein neues Smartphone-Modell plant, die Preise ähnlicher Produkte analysieren, um die eigenen Produktionskosten entsprechend anzupassen. Target Costing unterstützt auch Entscheidungen über Markteintritte oder Make-or-Buy-Strategien, bei denen abgewogen wird, ob eine Leistung intern erbracht oder extern bezogen werden soll.target-costing
Tax ShieldFinance, Accounting & LawSteuerbegünstigungTax Shield bezeichnet den steuerlichen Vorteil, der entsteht, wenn Zinszahlungen auf Fremdkapital von der Besteuerungsgrundlage eines Unternehmens abgezogen werden. Dies führt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalrendite. Beispiel: Ein Unternehmen mit 100. 000 € Volumen, finanziert zu 80 % durch Fremdkapital (6 % Zinsen) und 20 % Eigenkapital, erzielt 20. 000 € Überschuss. Nach Abzug der 6. 000 € Zinsen verbleiben 14. 000 € zu versteuerndes Einkommen. Bei einem Steuersatz von 30 % steigt die Eigenkapitalrendite auf 16 %.tax-shield
Term LoanFinance, Accounting & LawEndfälliges DarlehenEin Term Loan ist ein endfälliges, befristetes Darlehen mit typischerweise einer Laufzeit von 5 bis 8 Jahren. Im Gegensatz zu laufenden Kredittilgungen erfolgt die Rückzahlung der gesamten Kreditsumme erst am Ende der Laufzeit, was die Liquidität des Kreditnehmers entlastet. Beispiele für Term Loans sind Investitionen in Maschinen oder Immobilien. Diese Darlehen haben in der Regel höhere Zinssätze und können eine Bonitätsprüfung erfordern, was sie Anleiheinstrumenten ähnelt, jedoch ohne die übliche Handelbarkeit.term-loan
ThresholdFinance, Accounting & LawSchwellenwert, GrenzbereichThreshold bezeichnet einen Schwellenwert, der das Auslösen eines bestimmten Ereignisses bestimmt. Beispielsweise können automatisierte Käufe oder Verkäufe von Aktien bei Erreichen eines festgelegten Preises erfolgen. Im Kontext von Unternehmen ist der Threshold auch relevant für die Gewinnschwelle (Profitability Threshold), die angibt, ab welcher Absatzmenge ein Unternehmen profitabel wird.thresholdProfitability
TombstoneFinance, Accounting & Law-Ein Tombstone ist eine meist aus transparentem Acryl oder Hartplastik gefertigte Auszeichnung, die den erfolgreichen Abschluss eines Deals, wie einer Firmenübernahme oder eines Börsengangs, dokumentiert. Auf dem Tombstone sind neben dem Namen der betreffenden Firma auch alle wesentlichen Zuarbeiter aufgeführt, darunter Investmentbanken, Anwaltskanzleien und Beratungsunternehmen. Diese Auszeichnungen dienen nicht nur der Anerkennung, sondern auch der Werbung für die beteiligten Dienstleister. Der Begriff „Tombstone“ leitet sich von der Vorstellung ab, dass diese Auszeichnungen wie Grabsteine nebeneinander stehen und im Laufe der Zeit Staub ansetzen.tombstoneDeal-Making, Due Diligence
Trade SaleFinance, Accounting & LawStrategischer UnternehmensverkaufEin Trade Sale bezeichnet einen Exit, bei dem ein Unternehmen verkauft wird, wobei der Käufer nicht nur Renditeabsichten verfolgt, sondern auch strategische Ziele anstrebt. Beispiele hierfür sind der Erwerb eines Startups zur Schließung von Innovationslücken, wie etwa ein Softwareunternehmen, das eine KI-Entwicklung kauft, um seine Produktpalette zu erweitern. Zudem kann ein Trade Sale zur Erschließung neuer Kundengruppen führen, etwa wenn ein etablierter Anbieter ein junges Unternehmen im Bereich nachhaltiger Produkte akquiriert.trade-sale
UnderwriterFinance, Accounting & LawEmissionsbank/VersicherungsträgerEin Underwriter ist eine Vertragspartei, die das Risiko eines Geschäfts oder eines möglichen Geschäftsverlusts bewertet und übernimmt, häufig gegen ein standardisiertes Honorar. In der Versicherungsbranche beispielsweise analysiert der Underwriter potenzielle Risiken, bevor Policen ausgegeben werden. Im Hypothekengeschäft bewertet er die Bonität von Kreditnehmern. Im Aktienmarkt ist der Underwriter für die Preisfestsetzung und den Verkauf von neuen Aktien verantwortlich.underwriter
Unit EconomicsFinance, Accounting & Law-Unit Economics bezieht sich auf die Analyse der Profitabilität der kleinsten, gewinnbringenden Geschäftseinheit eines Unternehmens, häufig einer Business Unit oder eines Profit Centers. Im Kontext von Startups wird häufig eine einzelne Transaktion betrachtet, wie beispielsweise ein spezifischer Online-Kauf. Hierbei werden Kennzahlen wie der durchschnittliche Warenkorb (Average Cart Value) oder der jährliche Vertragswert (Annual Contract Value) verwendet. Die Kundenakquisekosten (Customer Acquisition Cost) werden ermittelt, indem die Marketingausgaben durch die Anzahl der gewonnenen Kunden geteilt werden. Von den Umsatzkennzahlen werden die Einkaufs- oder Herstellungskosten abgezogen, um die Rentabilität zu bestimmen. Ziel ist es, nicht nur die Profitabilität einzelner Transaktionen zu analysieren, sondern auch Schwellenwerte für die Rentabilität zu prognostizieren, basierend auf optimierten Conversion-Raten und wachsender Traction.unit-economics
Value-added TaxVATFinance, Accounting & LawUmsatzsteuerUSt.Die Value-added Tax (Umsatzsteuer) ist eine Steuer, die auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in Deutschland erhoben wird. Im B2C-Bereich ist der gesonderte Ausweis der Umsatzsteuer obligatorisch, während im B2B-Bereich die VAT häufig nicht ausgewiesen wird, da sie steuerneutral 'durchgereicht' wird. Bei grenzüberschreitenden Transaktionen, insbesondere im Softwaresektor, kann es vorkommen, dass keine Umsatzsteuer anfällt, wenn Käufer oder Verkäufer außerhalb der EU ansässig sind. Gründer sollten sich über spezifische Regelungen informieren, um mögliche steuerliche Konsequenzen zu vermeiden, da bei Verstößen gegen die Umsatzsteuervorschriften hohe Nachforderungen durch Finanzämter drohen.value-added-taxB2C, B2B, EU
Variable CostFinance, Accounting & LawVariable KostenVariable Kosten sind Kosten, die direkt mit der Produktionsmenge eines Unternehmens variieren. Sie entstehen beispielsweise bei der Herstellung von Limonade und umfassen Rohstoffkosten (z. B. Zucker, Wasser), Materialkosten (z. B. Flaschen, Etiketten) sowie Hilfsmittel (z. B. Reinigungsmittel). Auch Akkordlöhne, die an die Produktionsmenge gekoppelt sind, sowie Frachtkosten und Provisionen zählen dazu. Die präzise Berechnung dieser Kosten ist entscheidend für die Ermittlung der Rentabilität und der Deckungsbeiträge. Im Gegensatz dazu stehen Fixkosten, wie Mieten für Produktionsstätten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen.variable-cost
Wash SaleFinance, Accounting & LawScheingeschäftEin Wash Sale bezeichnet den zeitnahen Verkauf und anschließenden Rückkauf von Wertpapieren, um steuerliche Vorteile zu realisieren. Diese als Scheingeschäfte geltenden Transaktionen sind in vielen Ländern illegal. Ein Beispiel wäre der Verkauf von Aktien kurz vor Jahresende, gefolgt von einem Rückkauf im neuen Jahr, um Verluste steuerlich geltend zu machen. Verwandt ist der Begriff Wash Trade, bei dem ein Wertpapier gleichzeitig an mehrere Käufer verkauft wird, um beispielsweise höhere Broker-Provisionen zu generieren. Beide Praktiken sind rechtlich umstritten und können zu erheblichen Strafen führen.wash-saleWash Trade, Broker
Weighted Average Cost of CapitalWACCFinance, Accounting & LawGewichtete KapitalkostenDer Weighted Average Cost of Capital (WACC) ist ein zentraler Begriff in der Investitionsbewertung, der die durchschnittlichen Kapitalkosten eines Unternehmens unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung von Eigen- und Fremdkapital ermittelt. Beispielsweise wird bei einem Startup, das 70% Eigenkapital und 30% Fremdkapital aufweist, der WACC durch die gewichteten Kosten dieser Kapitalarten berechnet. Der steuerliche Abzug der Zinsaufwendungen für Fremdkapital (Tax-Shield) reduziert die Steuerlast und erhöht den Free Cashflow, der an Eigenkapitalgeber ausgeschüttet werden kann.weighted-average-cost-of-capitalTax-Shield, Free Cashflow
(Net) Working CapitalNWCFinance, Accounting & Law(Netto-)UmlaufvermögenDas Working Capital (WC) bezeichnet das Umlaufvermögen eines Unternehmens und umfasst alle Vermögenswerte, die im laufenden Geschäftsbetrieb erworben, genutzt und wieder veräußert oder verarbeitet werden. Dazu zählen Vorräte, Lagerbestände, Forderungen gegenüber Kunden sowie Bankguthaben und kurzfristig gehaltene Wertpapiere. Die Überwachung des Working Capitals ist für Startups entscheidend, da es aufgrund schwankender Einnahmen und Ausgaben als Indikator für die kurzfristige Liquidität dient. Das Net Working Capital (NWC) konkretisiert dieses Konzept, indem es die Differenz zwischen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten darstellt. Ein positives NWC zeigt, dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die erwarteten Einnahmen gedeckt sind, was die finanzielle Stabilität des Unternehmens unterstützt.net-working-capital
Write-off/Write-up/Write-downFinance, Accounting & Law(Bilanzielle) Zuschreibung/AbschreibungAfAEin Write-off, Write-up und Write-down beziehen sich auf buchhalterische Wertänderungen von Unternehmensvermögen. Ein Write-off ist eine vollständige Abschreibung, beispielsweise bei einer defekten Produktionsanlage, die nicht mehr repariert werden kann. Im Gegensatz dazu bezeichnet ein Write-down eine Reduzierung des Buchwerts, während ein Write-up eine Erhöhung des Buchwerts darstellt. Diese Begriffe werden häufig für außerplanmäßige Wertveränderungen verwendet, die nicht durch die planmäßige Abschreibung (AfA) abgedeckt sind.write-off-write-up-write-down
Yield CurveFinance, Accounting & LawErtragskurve/ZinsstrukturkurveDie Yield Curve ist ein grafisches Instrument, das das Verhältnis zwischen Laufzeit und Zinsniveau von Anleihen darstellt. In der klassischen Finanzwelt zeigt sie, dass längere Laufzeiten in der Regel mit höheren Zinsen (Kupons) verbunden sind. Im Kontext von Startups beschreibt die Yield Curve jedoch auch den Gesamtumsatz über die Zeit, basierend auf Faktoren wie Kundenanzahl, verkaufte Produkte, Preisgestaltung und Wachstum. Beispielsweise kann ein Startup, das seine Preise anpasst oder neue Produkte einführt, durch eine Yield Curve analysieren, wie sich diese Änderungen auf den Umsatz auswirken. Die Analyse der Preis- und Mengenelastizität in Verbindung mit verschiedenen Wachstumsraten liefert wertvolle Einblicke für strategische Entscheidungen.yield-curve
Z-ScoreFinance, Accounting & LawZ-WertDer Z-Score ist ein finanzielles Kennzahlensystem, das von Robert Altman 1968 entwickelt wurde, um das Insolvenzrisiko von Unternehmen zu prognostizieren. Es integriert interne und externe Variablen wie Umsatzentwicklung, Verschuldung und Eigenkapitalquote. Beispielsweise wird ein Z-Score von unter 1,8 oft als Warnsignal für potenzielle Insolvenz betrachtet. Für Startup-Gründer ist es entscheidend, diese Risikofaktoren zu identifizieren und zu quantifizieren, um fundierte Entscheidungen zu treffen.z-score
Zero-based BudgetingFinance, Accounting & Law-Zero-based Budgeting (ZBB) ist eine Methode der Budgetierung, die bei der Planung von Finanzmitteln für Projekte oder Abteilungen von null beginnt. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die auf historischen Ausgaben basieren, fordert ZBB eine vollständige Rechtfertigung jeder Ausgabe. Beispielsweise könnte ein Startup, das in den Bereichen Marketing und Produktentwicklung tätig ist, ZBB verwenden, um unnötige Ausgaben zu identifizieren und Ressourcen effizienter zuzuweisen.zero-based-budgetingMarketing
Acceptance CriteriaStrategy & Product DevelopmentAnnahmekriterien, AbnahmekriterienAcceptance Criteria sind spezifische Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Produkt von einem Product Owner oder den Nutzern akzeptiert wird. Sie dienen als Maßstab für die Qualität und Funktionalität eines Produkts. Beispiele umfassen: „Um ein Formular absenden zu können, müssen alle Pflichtfelder ausgefüllt sein“ oder „Die Benutzeroberfläche muss auf mobilen Geräten korrekt angezeigt werden. “ Acceptance Criteria sind eng verbunden mit Begriffen wie User Stories und Testfällen, da sie die Grundlage für die Validierung von Funktionen im Entwicklungsprozess bilden.acceptance-criteriaProduct Owner, User Stories
Active UsersAUStrategy & Product DevelopmentAktive NutzerActive Users (Aktive Nutzer) bezeichnen die Anzahl der Personen, die in einem definierten Zeitraum ein Produkt oder eine App aktiv nutzen, im Gegensatz zu reinen Download-Zahlen. Es wird zwischen MAU (Monthly Active Users), WAU (Weekly Active Users) und DAU (Daily Active Users) unterschieden. Ein Vergleich dieser Kennzahlen, beispielsweise DAU zu MAU, ermöglicht eine Einschätzung des Nutzerwachstums; ein Verhältnis zwischen 0,15 und 0,02 gilt als Indikator für Erfolg. Gründer sollten jedoch kritisch hinterfragen, ab wann Nutzer als 'aktiv' gelten, um Manipulationen zu vermeiden, die durch unterschiedliche Conversion-Strategien entstehen können.active-users
Add-OnStrategy & Product Development-Add-On: Ein Add-On bezeichnet ein Hilfs- oder Komplementärprodukt, das auf einem etablierten Hauptprodukt basiert, um eine breite Nutzerbasis zu erreichen. Beispiele sind Browser-Add-Ons wie Website-Recording-Tools oder Social-Media-Analyse-Tools, die auf Plattformen wie Facebook oder Instagram aufbauen. Add-Ons fungieren nicht nur als Produktkategorie, sondern auch als Geschäftsstrategie, die darauf abzielt, durch Übernahmen von großen Unternehmen wie Salesforce oder Google zu profitieren.add-onWebsite-Recording-Tools, Plug-in
Affinity DiagramStrategy & Product DevelopmentAffinitätsdiagrammDas Affinity Diagram ist ein kreatives Werkzeug im Rahmen des Brainstormings, das dazu dient, Ideen und Aspekte zu sammeln und zu strukturieren. In einem Gruppenmeeting werden häufig Post-its verwendet, auf denen einzelne Begriffe oder Konzepte notiert und an einem Board befestigt werden. Diese Methode fördert eine assoziative und wertfreie Ideensammlung. Nach der Sammlung erfolgt eine Gruppierung der Post-its, um thematische Cluster zu bilden, die als Grundlage für die weitere Prozessgestaltung dienen.affinity-diagram
Agile OrganisationStrategy & Product Development-Eine agile Organisation ist ein Unternehmensmodell, das auf agilen Prinzipien basiert, um Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu fördern. Sie zeichnet sich durch Selbstorganisation, flache Hierarchien und eine Kultur des offenen Feedbacks aus. Wichtige agile Werte sind Commitment, Fokus, Offenheit und Experimentierfreude. Zu den gängigen Methoden gehören Scrum, Kanban, Design Thinking und der Lean-Startup-Ansatz. Diese Methoden betonen iterative Prozesse, kleine Zwischenziele und eine lebendige Diskussionskultur, um kontinuierliche Verbesserung und Innovation zu ermöglichen. Agile Organisationen sind besonders in dynamischen Märkten von Bedeutung.agile-organisationScrum, Kanban, Design Thinking
AikidoStrategy & Product Development-Aikido im Startup-Kontext bezeichnet ein innovatives Geschäftsmodell, das auf Geschicklichkeit und strategischer Überraschung basiert, anstatt auf direkter Konfrontation mit Wettbewerbern. Diese Herangehensweise ermöglicht es Unternehmen, kostspielige Kämpfe um Marktanteile zu vermeiden und 'wettbewerbsfreie' Zonen zu schaffen. Beispiele sind der Cirque du Soleil, der den traditionellen Zirkus neu definierte, indem er auf Tiere verzichtete, sowie die Nintendo Wii, die durch ihr einzigartiges Design und Spielkonzept den Konsolenmarkt revolutionierte.aikidoBlue Ocean Strategy, Disruption
Alpha/Beta TestingStrategy & Product DevelopmentAlpha-/Beta-TestAlpha- und Beta-Tests sind entscheidende Phasen in der Produktentwicklung, insbesondere in der Softwarebranche. Alpha-Tests finden statt, wenn ein Produkt noch in der Entwicklungsphase ist und von internen Mitarbeitern sowie ausgewählten externen Testern, den Alpha-Testern, überprüft wird. Ein Beispiel hierfür wäre ein Software-Tool, das von Entwicklern und Projektmanagern getestet wird, um grundlegende Funktionen zu evaluieren. Beta-Tests hingegen beziehen sich auf die Erprobung durch externe Endnutzer, oft sogenannte Heavy Users, die wertvolles Feedback zur Benutzererfahrung geben. Diese Phase ist entscheidend für die Identifizierung von Fehlern und Verbesserungspotenzialen vor dem offiziellen Launch. Es ist wichtig, Alpha- und Beta-Tests von A/B-Tests zu unterscheiden, die zur Optimierung von Marketingstrategien verwendet werden.alpha-beta-testingSoftware, Tool, Heavy Users, Feedback, Launch, Marketing
Amazon MethodStrategy & Product Development-Die 'Amazon-Methode' bezeichnet eine innovative Produktentwicklungstechnik, die den Prozess rückwärts denkt. Dabei wird zunächst ein hypothetischer Produktlaunch konzipiert, der alle Aspekte wie Produkt, Marke, Markenkommunikation und Pressekampagnen umfasst. Ziel ist es, den Entwicklungsprozess aus der Perspektive des Endnutzers zu gestalten, wobei Einfachheit, klare Markenbotschaften und verständlicher Produktnutzen im Vordergrund stehen. Diese Methode fördert die Fokussierung auf den 'Added Value' und die 'Sales Proposition', was für Startups entscheidend ist, um sich im Wettbewerb abzuheben.amazon-methodAdded Value, Sales Proposition
Annual Contract ValueACVStrategy & Product DevelopmentJährlicher VertragswertDer Annual Contract Value (ACV) bezeichnet den monetären Wert eines einzelnen Kundenvertrags über ein Jahr. Er ist entscheidend für die Berechnung des Customer Lifetime Value (CLV) und steht in engem Zusammenhang mit den Kundenakquisekosten (Customer Acquisition Cost, CAC) sowie der Churn Rate. Beispielsweise haben SaaS-Unternehmen oft hohe ACVs, was auf langfristige Verträge und stabile Einnahmen hindeutet. Im Gegensatz dazu weisen B2C-Modelle tendenziell niedrigere ACVs auf, da sie auf höhere Volumina und geringere Akquisitionskosten abzielen. Ein höherer ACV kann zudem zu einer höheren Churn Rate führen, da Kunden bei höheren Investitionen stärkere Erwartungen haben.annual-contract-valueCustomer Lifetime Value, CLV, Customer Acquisition Cost, CAC, Churn Rate, SaaS, B2C
AuctionAucStrategy & Product DevelopmentAuktion/VersteigerungAuktion bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Produkte oder Dienstleistungen nicht zu einem festen Preis, sondern an den Höchstbietenden verkauft werden. Im digitalen Geschäft sind Auktionen häufig mit Gamification-Elementen verbunden, was den Wettbewerb und die Nutzerbindung erhöht. Plattformen wie eBay oder Auction. com veranschaulichen dies, indem sie Bietern ermöglichen, in Echtzeit zu bieten. Anbieter profitieren nicht nur durch Transaktionsgebühren, sondern auch durch Werbung und Premium-Dienste.auctionGamification
Back-EndStrategy & Product Development-Back-End: Das Back-End bezeichnet die Komponenten einer Software-Anwendung, die für den Endnutzer nicht sichtbar sind, wie Datenbanken, Server und APIs. Es ermöglicht die Verarbeitung und Speicherung von Daten sowie die Kommunikation mit dem Front-End, das die Benutzeroberfläche darstellt. Ein Beispiel ist eine E-Commerce-Plattform, bei der das Back-End die Bestellverwaltung und Zahlungsabwicklung steuert, während das Front-End die Produktanzeige und den Warenkorb umfasst. Wichtige Nachbarbegriffe sind Front-End, API (Application Programming Interface) und Datenbankmanagement.back-endAPIs, E-Commerce, Front-End, API, Application Programming Interface
Backlog GroomingStrategy & Product Development-Backlog Grooming, auch als Refinement bezeichnet, ist ein zentraler Bestandteil der Scrum-Methodik. Es umfasst die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Product Backlogs, um Items, User Stories und andere Elemente neu zu ordnen, zu ergänzen und Prioritäten sowie geschätzte Aufwände anzupassen. Beispielsweise könnte ein Team während des Groomings eine User Story, die sich als weniger relevant herausstellt, nach unten priorisieren und eine neue, dringende Anforderung hinzufügen. Diese Pflege des Backlogs optimiert Entwicklungsprozesse und stellt sicher, dass Ressourcen effizient eingesetzt werden.backlog-groomingScrum, Product Backlogs, Items, User Stories, Sprint Planning, User Story Mapping
Balanced ScorecardBSCStrategy & Product Development-Die Balanced Scorecard ist ein strategisches Managementinstrument, das finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen integriert, um die Unternehmensstrategie umfassend zu erfassen. Neben der Finanzperspektive werden die Perspektiven Prozesse, Lernen und Kunden berücksichtigt. Beispielsweise könnte ein Startup seine Kundenperspektive durch Kundenzufriedenheitsumfragen messen. Jede Perspektive wird in die Elemente Ziele, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen unterteilt, um einen kontinuierlichen Strategieprozess zu fördern.balanced-scorecardKey Performance Indicators, KPIs
Barriers to Entry/Barriers to CompetitionStrategy & Product DevelopmentMarkteintrittsbarrierenBarrieren für den Markteintritt, auch als Barrieren für den Wettbewerb bezeichnet, sind Hindernisse, die Startups und potenziellen neuen Wettbewerbern den Zugang zu einem Markt erschweren. Diese Barrieren können wirtschaftlicher Natur sein, wie hohe Kapitalanforderungen in der Automobilproduktion, oder rechtlicher Art, etwa strenge Regulierungen im Bankensektor. Psychologische Faktoren, wie die Kundenreaktion in der Waffenindustrie, sowie technische Hürden, wie spezielle Patentstandards in der Spezialchemie, spielen ebenfalls eine Rolle. Hohe Markteintrittsbarrieren können zu oligopolistischen Marktstrukturen führen, die die Rentabilität bestehender Unternehmen sichern.barriers-to-entry-barriers-to-competition
BarterStrategy & Product DevelopmentTauschhandelBarter bezeichnet den Tausch von Waren oder Dienstleistungen ohne den Einsatz von Geld. Ein typisches Beispiel sind Tauschplattformen, auf denen Nutzer beispielsweise handwerkliche Fähigkeiten gegen Lebensmittel anbieten. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, wie Hyperinflationen, gewinnen Barter-Geschäfte an Bedeutung, da sie eine alternative Zahlungsmethode darstellen. Startups, die Barter-Modelle implementieren, sollten sich jedoch der steuerlichen Herausforderungen bewusst sein, da diese Transaktionen oft als Grundlage für Einkommens- und Umsatzsteuer betrachtet werden.barter
BCG MatrixStrategy & Product Development-Die BCG-Matrix, entwickelt von der Boston Consulting Group, ist ein strategisches Instrument zur Analyse des Produktportfolios eines Unternehmens. Sie kategorisiert Produkte anhand ihres relativen Marktanteils und des Marktwachstums in vier Felder: Question Marks (geringer Marktanteil, hohes Wachstum), Stars (hoher Marktanteil, hohes Wachstum), Cash Cows (hoher Marktanteil, geringes Wachstum) und Poor Dogs (geringer Marktanteil, geringes oder sinkendes Wachstum). Beispielsweise könnte ein innovatives Tech-Startup ein neues Produkt als Star klassifizieren, während ein älteres Produkt als Poor Dog eingestuft wird. Die Matrix unterstützt Unternehmen bei Investitionsentscheidungen und strategischen Planungen, ergänzt durch Konzepte wie Sunsetting und Product Lifecycle.bcg-matrixTech, Sunsetting, Product Lifecycle
BenchmarkStrategy & Product DevelopmentVergleichsgröße, RichtwertBenchmark: Benchmarks sind Richtwerte oder Leistungsziele, die durch den Vergleich mit Wettbewerbern oder Best Practices ermittelt werden. Sie dienen als Maßstab zur Bewertung der eigenen Leistung, beispielsweise im Hinblick auf Umsatz, Kundenzufriedenheit oder Innovationsrate. Während Milestones spezifische, kurzfristige Ziele darstellen, fungiert ein Benchmark als strategische Orientierung. Ein Beispiel ist der Vergleich der Marktanteile eines Startups mit dem Branchendurchschnitt.benchmark
Big Hairy Audacious GoalBHAGStrategy & Product Development-Ein Big Hairy Audacious Goal (BHAG), ausgesprochen 'Bee-Hag', bezeichnet ein mutiges, oft ambitioniertes Ziel, das Startups als übergeordnete Vision formulieren. Ein Beispiel könnte lauten: 'Wir werden das Coca-Cola für Milchmischgetränke. ' BHAGs dienen dazu, sowohl Gründer als auch Mitarbeiter zu inspirieren und zu motivieren, indem sie eine klare Richtung vorgeben, die über alltägliche Ziele hinausgeht.big-hairy-audacious-goalBHAG, Bee-Hag, Vision Statement
Bill of MaterialsBOMStrategy & Product DevelopmentMaterialliste/StücklisteEine Bill of Materials (BOM) ist ein umfassendes Dokument, das alle erforderlichen Bauteile und Materialien für die Herstellung eines Produkts oder Produktbestandteils auflistet. Sie fungiert als präzise Anleitung für die Materialbeschaffung während der Vor- und Endmontage und stellt eine ERP-basierte Schnittstelle zwischen Einkauf, Lagerlogistik, Buchhaltung und Qualitätskontrolle dar. Beispielsweise ermöglicht eine detaillierte BOM bei der Entwicklung eines elektronischen Geräts die genaue Prognose von Herstellungskosten und die Minimierung der Beschaffungskomplexität.bill-of-materialsERP, PLM
Bleeding EdgeStrategy & Product DevelopmentAktuellste TechnikBleeding Edge bezeichnet Technologien, die sich an der vordersten Front der Innovation bewegen, jedoch noch nicht umfassend erprobt sind. Beispiele sind neuartige Halbleiterarchitekturen, innovative drahtlose Kommunikationsprotokolle oder experimentelle Therapien für seltene Krankheiten, die zusätzliche klinische Studien erfordern. Diese Technologien unterliegen häufig Alpha- und Beta-Tests, um ihre Funktionalität und Marktakzeptanz zu evaluieren. Im Gegensatz dazu wird der Begriff Cutting Edge verwendet, wenn diese Technologien erfolgreich im Markt etabliert sind.bleeding-edgeAlpha, Beta, Cutting Edge, Disruptive Innovation, Early Adopter
Bottom-UpStrategy & Product Development-Der Begriff "Bottom-Up" bezieht sich auf einen Management- und Projektansatz, der von den unteren Hierarchieebenen ausgeht und sich nach oben orientiert. Im Gegensatz zum Top-Down-Ansatz, bei dem Entscheidungen von der Führungsebene getroffen werden, fördert der Bottom-Up-Ansatz die Einbeziehung von Mitarbeitern und deren Ideen. Besonders in der agilen Produktentwicklung, wie bei Software-Startups, ist dieser Ansatz entscheidend, da er auf Nutzerfeedback (siehe Customer Development) basiert. Ein Beispiel sind Spieleentwickler, die durch iterative Prozesse von Entwicklern und Designern innovative Konzepte entwickeln, während die Unternehmensführung strategische Ziele vorgibt.bottom-up
BrainstormingStrategy & Product Development-Brainstorming ist eine weit verbreitete Kreativitätstechnik, die in Gruppen eingesetzt wird, um innovative Ideen und Lösungsansätze für spezifische Probleme zu entwickeln. Ein zentrales Prinzip ist die Nichtkritik an den Vorschlägen anderer, was eine offene und kreative Atmosphäre fördert. Teilnehmer werden ermutigt, auch unkonventionelle Ideen zu äußern, um die Vielfalt der Ansätze zu maximieren. Beispiele sind Innovationsworkshops in Startups, wo Teams neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln.brainstorming
Business ModelStrategy & Product DevelopmentGeschäftsmodellDas Business Model bildet das Fundament jeder Unternehmung und beschreibt, wie ein Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen in bestimmten Märkten Einnahmen generiert. Es umfasst nicht nur das Angebot, sondern auch Zielgruppen, Vertriebswege sowie Preis- und Zahlungsmodelle. Beispielsweise kann die Umstellung von einem Verkaufs- auf ein Mietmodell, wie bei Software-as-a-Service (SaaS), ein neues Geschäftsmodell erschaffen. Der Business Model Canvas ist ein hilfreiches Werkzeug zur systematischen Strukturierung der Schlüsselfaktoren eines erfolgreichen Geschäftsmodells.business-modelSaaS
Business Model CanvasBMCStrategy & Product Development-Das Business Model Canvas (BMC) ist ein strategisches Werkzeug, das Startups und Gründerteams ermöglicht, ihr Geschäftsmodell systematisch zu entwerfen, zu analysieren und zu validieren. Es besteht aus neun Bausteinen: Kundensegmente, Wertversprechen, Kanäle, Kundenbeziehungen, Einnahmequellen, Schlüsselressourcen, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselpartnerschaften und Kostenstruktur. Beispielsweise könnte ein Startup im E-Commerce-Bereich die Kundensegmente in „Gelegenheitskäufer“ und „Wiederholungskäufer“ unterteilen. Die Analyse dieser Elemente fördert die Abstimmung zwischen den Bereichen und unterstützt die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie. Ergänzend sollten Preissetzungen und Mindestumsätze betrachtet werden, um eine quantitative Perspektive zu gewährleisten.business-model-canvasE-Commerce
Business Model InnovationBMIStrategy & Product DevelopmentGeschäftsmodellinnovationDie Business Model Innovation (BMI) bezeichnet einen kontinuierlichen Prozess, in dem bestehende Geschäftsmodelle auf ihre Zukunftsfähigkeit und Ertragspotenziale geprüft und weiterentwickelt werden. Dies kann auch die radikale Neugestaltung oder den vollständigen Abbruch bestehender Modelle umfassen. Beispielsweise könnte ein traditionelles Einzelhandelsgeschäft durch die Integration von E-Commerce-Elementen transformiert werden. BMI analysiert spezifische Komponenten wie Kundengruppen oder Wertangebote und kombiniert diese mit innovativen Ansätzen aus der Trendforschung. Ziel ist es, durch gezielte Störungen alte Denkmuster zu überwinden und durch unerwartete Kombinationen neue Innovationschancen zu identifizieren.business-model-innovationE-Commerce, disruptive Innovation
Business PlanBPStrategy & Product DevelopmentBusinessplanBPEin Businessplan ist ein umfassendes Dokument, das die wesentlichen Aspekte eines geschäftlichen Vorhabens detailliert darstellt. Dazu zählen das Leistungsangebot, das Gründerteam, der Zielmarkt sowie die definierten Zielgruppen. Ein effektiver Businessplan beinhaltet auch ein Finanzierungskonzept und einen Milestone-Plan, der wichtige Meilensteine und deren zeitliche Umsetzung festlegt. Ergänzend wird häufig ein Excel-basierter Finanzplan erstellt, der über einen Zeitraum von drei Jahren prognostizierte Umsätze, Kosten und erforderliche Anfangsinvestitionen aufzeigt.business-planPitch Deck
Business to BusinessB2BStrategy & Product Development-Business-to-Business (B2B), auch B-to-B genannt, bezeichnet Geschäftsbeziehungen und -modelle zwischen Unternehmen. Beispiele sind die Entwicklung von Softwarelösungen für die Personalbuchhaltung oder der Großhandel von Waren an den Einzelhandel. B2B-Modelle haben in der Regel eine kleinere Anzahl potenzieller Abnehmer, jedoch höhere Umsätze pro Kunde, was sich in einer höheren Average Revenue Per Account (ARPA) niederschlägt. Marketingstrategien sind oft zielgerichteter, da der Mehrwert für B2B-Kunden quantifizierbare Effizienzgewinne bieten muss, im Gegensatz zu B2C-Modellen, die auf emotionale Kaufentscheidungen abzielen.business-to-businessARPA, B2C
Business to Business to ConsumerB2B2CStrategy & Product Development-B2B2C steht für Business-to-Business-to-Consumer und beschreibt Geschäftsmodelle, in denen Unternehmen Dienstleistungen oder Produkte an andere Unternehmen (B2B) anbieten, die letztlich dem Endkunden (B2C) zugutekommen. Ein Beispiel sind Plattformen wie Amazon, die Einzelhändlern ermöglichen, ihre Produkte direkt an Verbraucher zu verkaufen. Weitere Beispiele sind Softwarelösungen wie Shopify, die es Unternehmen erleichtern, Online-Shops zu betreiben, und Zahlungsdienstleister wie PayPal, die Transaktionen zwischen Unternehmen und Endkunden abwickeln.business-to-business-to-consumer
Business to ConsumerB2CStrategy & Product Development-Der Begriff Business-to-Consumer (B2C), auch B-to-C genannt, beschreibt Geschäftsmodelle, die direkt zwischen Unternehmen und Endverbrauchern operieren. Typische Branchen sind Textilien, Lebensmittel und Kosmetika. Beispiele für B2C-Unternehmen sind Online-Shops wie Zalando oder Amazon, die Produkte direkt an Konsumenten verkaufen. Im Gegensatz dazu steht das Business-to-Business (B2B)-Modell, bei dem Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen an andere Unternehmen anbieten. B2C-Modelle erfordern oft eine starke Markenbildung und Kundenbindung, um im wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich zu sein.business-to-consumerBusiness-to-Business, B2B
Business to GovernmentB2GStrategy & Product Development-Business-to-Government (B2G) bezeichnet Geschäftsmodelle, bei denen Unternehmen Dienstleistungen oder Produkte speziell für staatliche Institutionen anbieten. Beispiele umfassen die Entwicklung von Softwarelösungen zur Pandemiebekämpfung, wie Contact-Tracing-Apps, oder Sicherheitslösungen wie Cybersecurity-Software für nationale Sicherheitsbehörden. B2G steht in engem Zusammenhang mit den Begriffen Public Sector und Government Procurement, da es oft öffentliche Ausschreibungen und Verträge umfasst. Diese Geschäftsbeziehungen erfordern ein tiefes Verständnis der regulatorischen Rahmenbedingungen und der spezifischen Bedürfnisse staatlicher Stellen.business-to-governmentContact-Tracing-Apps, Cybersecurity-Software, Public Sector, Government Procurement
CannibalizationStrategy & Product DevelopmentKannibalisierungKannibalisierung bezeichnet den Prozess, bei dem zwei Produkte innerhalb eines Unternehmensportfolios oder zwei Wettbewerber auf einem Markt beginnen, sich gegenseitig Marktanteile abzujagen, was häufig zu einer Verringerung der Nachfrage führt. Ein Beispiel ist der Launch eines neuen Smartphone-Modells, das die Verkaufszahlen des Vorgängermodells negativ beeinflusst. In manchen Fällen kann Kannibalisierung strategisch gewollt sein, etwa wenn ein Unternehmen plant, ein älteres Produkt schrittweise auslaufen zu lassen (vgl. Sunsetting).cannibalizationSunsetting
Cash MachineStrategy & Product Development-Cash Machine bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden im Voraus für Produkte oder Dienstleistungen bezahlen, bevor diese tatsächlich bereitgestellt werden. Diese Strategie ermöglicht eine planbare Absatzprognose und verbessert die Liquidität des Unternehmens erheblich. Beispielhaft ist das Crowdfunding, bei dem Vorbestellungen und Anzahlungen für zukünftige Produkte generiert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass solche Anzahlungen bilanziell als Verbindlichkeiten gelten, was bedeutet, dass das Geld erst nach Erbringung der Leistung als Unternehmenskapital betrachtet werden kann. Gründer*innen sollten sich der rechtlichen Risiken bewusst sein, insbesondere wenn Anzahlungen für andere betriebliche Ausgaben verwendet werden.cash-machineCrowdfunding
Churn RateStrategy & Product DevelopmentFluktuationsrateDie Churn Rate, ein Kofferwort aus 'Change' (dt. Wechsel) und 'Turn' (dt. Abkehr), misst den Prozentsatz der Kunden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums, typischerweise einem Monat, Quartal oder Jahr, ihre Nutzung von Produkten oder Dienstleistungen einstellen. Ein Beispiel ist ein SaaS-Unternehmen, das eine Churn Rate von 5 % pro Monat aufweist, was bedeutet, dass 5 % seiner Abonnenten nicht verlängern. Diese Kennzahl ist entscheidend für das Verständnis des Netto-Wachstums und der Kundenzufriedenheit. Hohe Churn Rates können auf unzureichenden Product Market Fit oder unangemessene Preisgestaltung hinweisen.churn-rateSaaS, Customer Retention, Net Promoter Score, NPS
CIRCLES MethodStrategy & Product Development-Die CIRCLES-Methode ist ein strukturiertes Framework im Produktentwicklungsprozess, das insbesondere zur Lösung von Designfragen dient. Die Buchstaben CIRCLES repräsentieren sechs zentrale Aufgaben: Comprehend the Situation (erfasse die Situation), Identify the Customer (identifiziere den Kunden), Report the Customer’s Needs (erfasse die essenziellen Kundenbedürfnisse), Cut Through Prioritization (reduziere durch Priorisierung), List Solutions (liste die Lösungen auf), Evaluate Tradeoffs (wäge Kompromisse ab) und Summarize Recommendation (fasse die Lösung zusammen). Diese Methode fördert eine systematische Herangehensweise, indem sie sicherstellt, dass alle relevanten Aspekte der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Beispielsweise kann die Identifikation des Kunden durch Umfragen oder Interviews erfolgen, während die Priorisierung von Lösungen durch Methoden wie die Eisenhower-Matrix unterstützt wird.circles-methodEisenhower-Matrix
CloneStrategy & Product DevelopmentKlonEin Clone bezeichnet eine Eins-zu-eins-Kopie eines Produkts, einer Website oder eines Geschäftsmodells, die oft ohne eigene Innovationen erstellt wird. Der Begriff, ursprünglich aus der Genetik, verdeutlicht das Fehlen individueller Merkmale in der Kopie. Während das Klonen von Webseiten, etwa zur Erstellung mehrerer Landing-Pages, gängige Praxis ist, kann das Klonen von Produkten rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Im Startup-Bereich sind Klon-Wellen verbreitet, bei denen erfolgreiche Modelle wie Airbnb in andere Branchen übertragen werden, was jedoch nicht zwangsläufig zu Rentabilität führt (vgl. Halo-Effekt, Cargo Culting).clone
Competitive PositionStrategy & Product DevelopmentWettbewerbsposition, WettbewerbsstellungDie Competitive Position beschreibt die Stellung eines Unternehmens im Wettbewerb zu anderen Firmen. Sie umfasst nicht nur den relativen Marktanteil und dessen Entwicklung, sondern auch Faktoren wie Produktdifferenzierung, Kostenmanagement und Markenstärke. Beispielsweise könnte ein innovativer Tech-Startup im Vergleich zu etablierten Firmen durch einzigartige Features und niedrigere Preise eine vorteilhafte Position einnehmen. Zudem ist es wichtig, den relevanten Markt zu definieren: Ein Anbieter von Bio-Lebensmitteln konkurriert nicht nur mit anderen Bio-Marken, sondern auch mit konventionellen Lebensmittelherstellern.competitive-position
Competitive StrategyStrategy & Product DevelopmentWettbewerbsstrategieCompetitive Strategy bezeichnet die langfristige Planung, mit der ein Unternehmen seine Produkte und Ressourcen so einsetzt, dass es sich gegenüber der Konkurrenz behauptet. Dazu gehören nicht nur Preisstrategien und Produktentwicklung, sondern auch die Identifikation spezifischer Kundensegmente, die Wahl geeigneter Vertriebswege sowie effektives Markenmanagement. Ein Beispiel ist die Differenzierungsstrategie, bei der Unternehmen wie Apple durch innovative Produkte und starken Markenaufbau Wettbewerbsvorteile erzielen. Zudem ist die Competitive Strategy eng mit der Unternehmenskultur verbunden, da sie die Mitarbeiterbindung und interne Organisation beeinflusst.competitive-strategy
Compound Annual Growth RateCAGRStrategy & Product DevelopmentKumulierte jährliche WachstumsrateDie Compound Annual Growth Rate (CAGR) ist eine wichtige Kennzahl, die das durchschnittliche jährliche Wachstum eines Parameters, wie Umsatz oder Marktgröße, über einen festgelegten Zeitraum quantifiziert. Sie glättet Schwankungen und ermöglicht eine klare Vergleichbarkeit. Ein CAGR von 5 % bedeutet, dass der Wert über x Jahre im Durchschnitt kontinuierlich um 5 % pro Jahr gestiegen ist. Diese Kennzahl ist besonders relevant für Investoren und Gründer, um Wachstumsprognosen zu erstellen.compound-annual-growth-rateYear-over-Year Growth, Total Return
Concentration RatioStrategy & Product DevelopmentKonzentrationsverhältnisDie Concentration Ratio (CR) bezeichnet den kumulierten Marktanteil der drei oder fünf größten Unternehmen innerhalb einer Branche. Ein hoher CR-Wert, beispielsweise über 70%, zeigt eine starke Marktkonzentration an, was auf wenige dominante Anbieter hinweist, wie im Telekommunikationssektor. Im Gegensatz dazu deutet ein niedriger CR-Wert, unter 40%, auf eine fragmentierte Marktstruktur mit vielen kleinen Anbietern hin, wie im Einzelhandel.concentration-ratio
Continuous DeploymentStrategy & Product Development-Continuous Deployment (CD) ist ein zentraler Bestandteil des Software-Entwicklungskonzepts Continuous Integration (CI). Es ermöglicht die fortlaufende Bereitstellung von Software-Updates durch automatisierte Prozesse, die Entwicklern aus verschiedenen Teams standardisierte Werkzeuge zur Verfügung stellen. Ein Beispiel ist die Verwendung von Jenkins oder GitLab CI, um Codeänderungen sofort zu testen und zu integrieren. Dadurch können kleine Änderungen schnell implementiert werden, ohne umfangreiche Testphasen zu durchlaufen.continuous-deploymentCD, CI, Continuous Delivery, DevOps
Cost per AcquisitionCPAStrategy & Product Development-Die Cost per Acquisition (CPA) bezeichnet die Kosten, die für die Akquisition eines neuen Kunden über spezifische Marketingkanäle anfallen, wie beispielsweise Bannerwerbung oder Social-Media-Anzeigen. Im Gegensatz zur Kennzahl Cost per Order (CPO), die sich auf die Kosten pro Bestellung konzentriert, fokussiert sich die CPA auf die Neukundengewinnung. Ein Beispiel: Wenn ein Online-Shop 500 Euro für eine Werbekampagne ausgibt und dadurch 50 neue Kunden gewinnt, beträgt die CPA 10 Euro. Während die CPA kampagnenspezifisch ist, umfasst die Customer Acquisition Cost (CAC alle vertriebsorientierten Ausgaben und die Gesamtzahl neu gewonnener Kunden.cost-per-acquisitionCPA, Cost per Order, CPO, Customer Acquisition Cost, CAC
Cost of DelayCODStrategy & Product DevelopmentVerzögerungskostenCost of Delay (COD) ist ein zentraler Begriff im Lean- und Agile-Management, der die Priorisierung von Entwicklungsprozessen, insbesondere im Produktentwicklungsbereich, unterstützt. Er quantifiziert die Opportunitätskosten, die durch eine Verzögerung entstehen, wie beispielsweise entgangene Umsätze durch eine verspätete Markteinführung. Ein Beispiel ist die Entwicklung einer Software, bei der eine Verzögerung von zwei Monaten zu einem Umsatzverlust von 100. 000 Euro führen könnte. Der COD berücksichtigt auch die Auswirkungen anderer, vorgezogener Schritte, die die Verzögerung verlängern könnten. Das Prinzip des Weighted Shortest Job First (WSJF) leitet sich daraus ab, wonach Projekte mit hohen Opportunitätskosten und kurzer Dauer priorisiert werden sollten.cost-of-delayLean, Agile, Weighted Shortest Job First (WSJF)
Cross-functional TeamXFTStrategy & Product DevelopmentFunktionsübergreifendes TeamCross-functional Teams (XFT) sind interdisziplinäre Gruppen, die aus Mitgliedern verschiedener Fachrichtungen bestehen, um komplexe Projekte, wie beispielsweise die Produktentwicklung, effizienter zu gestalten. Der Vorteil dieser Teamstruktur liegt in der Diversität der Kompetenzen, die unterschiedliche Perspektiven und Lösungsansätze ermöglicht. In der Entwicklung einer Gesundheitssoftware bringen Programmierer, UX-Designer und Mediziner ihre spezifischen Fähigkeiten ein, um eine benutzerfreundliche und fachlich fundierte Anwendung zu schaffen.cross-functional-teamAgile Teams, Scrum-Teams
Cross SellingStrategy & Product DevelopmentKreuzverkauf/QuerverkaufCross Selling bezeichnet zusätzliche Verkäufe oder Geschäftsabschlüsse, die im Rahmen eines ursprünglichen Kaufs generiert werden. Beispiele hierfür sind der Erwerb von Merchandise-Produkten auf einer Musik-Streaming-Plattform oder die Buchung eines Umzugsunternehmens über eine Online-Immobilienbörse. Besonders im digitalen Geschäft ist Cross Selling entscheidend, um hohe Customer Acquisition Costs (CAC) und Cost per Order (CPO) zu kompensieren, da die Leads oft eine hohe Conversion-Rate aufweisen und kostenfrei weiterverwendet werden können. Im Gegensatz zum Affiliate Marketing, bei dem Sekundärtransaktionen außerhalb der Plattform stattfinden, erfolgt Cross Selling direkt auf der originären Plattform und führt zu Umsatzbeteiligungen. Ein verwandter Begriff ist Upselling, bei dem Kunden zu einem teureren Produkt innerhalb des Verkaufsprozesses angeregt werden.cross-sellingCustomer Acquisition Costs, CAC, Cost per Order, CPO, Affiliate Marketing, Upselling
Curiosity ApproachStrategy & Product Development-Der Curiosity-Ansatz ist eine innovative Methode in der Produktentwicklung und im Verkaufsprozess, die auf der natürlichen Neugierde und dem Entdeckerdrang von potenziellen Kunden basiert. Diese Strategie fördert aktives Ausprobieren und Experimentieren, was zu einer tieferen Kundenbindung führt. Beispielsweise können interaktive Prototypen oder Gamification-Elemente eingesetzt werden, um das Interesse zu steigern.curiosity-approachUser Experience, Design Thinking
Customer DevelopmentStrategy & Product Development-Customer Development bezeichnet einen systematischen Ansatz in der Produktentwicklung, bei dem potenzielle Kunden aktiv in den Entwicklungsprozess integriert werden. Dies geschieht beispielsweise durch die Einbeziehung von Panel-Teilnehmern oder Beta-Testern, die wertvolles Feedback zu Prototypen geben. Der Leitsatz „Go Out & Ask the Customer“ ermutigt Gründer, ihre Komfortzone zu verlassen und direktes, ehrliches Feedback einzuholen. In Deutschland wird häufig beobachtet, dass Produkte isoliert entwickelt werden, was die Relevanz dieses Ansatzes unterstreicht.customer-developmentGo Out & Ask the Customer, Lean, Agile Development
Customer ExperienceStrategy & Product DevelopmentKundenerlebnisDie Customer Experience umfasst das gesamte Erlebnis eines Kunden mit einem Produkt, beginnend vor dem Kauf, etwa durch Markeninteraktionen oder Empfehlungen in sozialen Medien. Sie wird bereits im Entwicklungsprozess durch Methoden wie Customer Development, Fokusgruppen und Beta-Tests antizipiert. Ein positives Kundenerlebnis sollte nicht nur auf interne PR-Strategien basieren, sondern auch die Bedürfnisse aller Nutzergruppen berücksichtigen. Beispielsweise sind bei langlebigen Produkten wie Küchengeräten oder Modeartikeln nicht nur aufregende Features entscheidend, sondern auch Zuverlässigkeit und Konsistenz, die langfristigen Erfolg sichern.customer-experienceCustomer Development, Customer Journey, User Experience
Customer FeedbackStrategy & Product DevelopmentKundenreaktionCustomer Feedback bezeichnet die systematische Erfassung von Rückmeldungen von Kunden, die für die Produktentwicklung und das Qualitätsmanagement entscheidend sind. Methoden zur Gewinnung von Feedback umfassen Umfragen, die häufig incentiviert sind, sowie schnelle Impulsbewertungen, wie etwa 1–5 Sterne-Bewertungen über Social-Messaging-Plattformen. Es ist wichtig zu beachten, dass Feedback oft verzerrt ist; Kunden mit extremen Meinungen (positiv oder negativ) äußern sich eher, während neutrale Erfahrungen häufig unberücksichtigt bleiben.customer-feedback
Customer Journey (Map)Strategy & Product Development-Die Customer Journey, auch bekannt als Buyer Journey, beschreibt den gesamten Prozess, den ein potenzieller Kunde durchläuft, um mit einer Marke, einem Produkt oder einem Unternehmen in Kontakt zu treten. Dieser Prozess umfasst verschiedene Touchpoints, wie persönliche Interaktionen auf Messen oder digitale Berührungspunkte über soziale Medien und Online-Werbung. Eine Customer Journey Map visualisiert diese Berührungspunkte und identifiziert häufige Abbruchstellen, etwa durch unzureichende Benutzererfahrung (UX) auf E-Commerce-Webseiten oder unzureichenden Kundenservice im After-Sales-Bereich. Die Analyse dieser Punkte ermöglicht es Unternehmen, gezielte Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Conversion-Rate zu erhöhen.customer-journey-mapCustomer Journey, Buyer Journey, Touchpoints, UX, E-Commerce, After-Sales, Conversion-Rate
Customer NeedsStrategy & Product DevelopmentKundenbedürfnisseCustomer Needs beziehen sich auf die spezifischen Anforderungen und Wünsche von Zielkunden in Bezug auf Produkte oder Dienstleistungen. Ihre Identifikation ist entscheidend für den Product Market Fit, da sie die Grundlage für die Produktentwicklung bildet. Beispiele sind die Nachfrage nach umweltfreundlichen Materialien oder benutzerfreundlichen Schnittstellen. Ein tiefes Verständnis der Customer Needs fördert die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft eines Startups.customer-needsProduct Market Fit, Customer Validation, Needfinding
Customer ValidationStrategy & Product Development-Customer Validation ist eine entscheidende Phase im Customer Development-Prozess, in der die tatsächliche Marktakzeptanz eines Produkts überprüft wird. Hierbei wird ermittelt, ob genügend potenzielle Kunden existieren, die bereit sind, für das Produkt zu zahlen. Im Rahmen dieser Phase werden Hypothesen aufgestellt und durch Interviews oder Umfragen mit Testkunden validiert. Wichtige Fragestellungen sind: a) Ist der Markt groß genug, um wirtschaftlich tragfähig zu sein? b) Zeigen Testkunden eine ausreichende Zahlungsbereitschaft? c) Löst das Produkt tatsächlich bestehende Probleme? Diese Phase ist eng mit Konzepten wie Minimum Viable Product (MVP) und Lean Startup verbunden.customer-validationMinimum Viable Product (MVP), Lean
DACI Decision Making FrameworkDACIStrategy & Product Development-Das DACI-Modell ist ein strukturiertes Entscheidungsfindungs-Framework, das die Effizienz und Geschwindigkeit in bereichsübergreifenden Projekten steigert. Es unterteilt Beteiligte in vier spezifische Rollen: Driver (verantwortliche Person, die das Projekt vorantreibt), Approver (Genehmiger, der finale Entscheidungen trifft), Contributors (Beitragende, deren Expertise oder Ressourcen benötigt werden) und Informed (Informierte, die über Fortschritte informiert bleiben müssen). Beispielsweise könnte in einem Software-Entwicklungsprojekt der Product Owner als Driver fungieren, während das Entwicklungsteam als Contributors agiert.daci-decision-making-frameworkProduct Owner, RACI, Responsible, Accountable, Consulted
(Daily) StandupStrategy & Product Development-Daily Standups, auch als tägliche Scrum-Meetings bekannt, sind kurze, maximal 15 Minuten dauernde Zusammenkünfte, die im Stehen durchgeführt werden. Ziel dieser Meetings ist es, den aktuellen Fortschritt, Herausforderungen und Prioritäten der Teammitglieder zu kommunizieren. Beispielsweise könnte ein Entwickler berichten, dass er an einem spezifischen Feature arbeitet, während ein Tester auf ein aufgetretenes Problem hinweist. Standups fördern die Transparenz und Teamkohäsion und stehen in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Sprint-Planung und Retrospektive, die ebenfalls zentrale Elemente der Scrum-Methodik sind.daily-standupFeature, Tester
Definition of DoneDoDStrategy & Product Development-Die Definition of Done (DoD) ist ein zentraler Begriff in der Scrum-Methode, der die Kriterien festlegt, die erfüllt sein müssen, damit ein Backlog-Item, ein Feature oder eine User Story als vollständig abgeschlossen gilt. Diese Definition fördert die Klarheit und Transparenz im Team, indem sie spezifische Anforderungen wie Code-Reviews, Tests und Dokumentation umfasst. Ein Beispiel könnte sein, dass ein Software-Feature erst dann als 'done' gilt, wenn es erfolgreich getestet und in die Produktionsumgebung integriert wurde. Die DoD steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie 'Sprint Review' und 'Backlog Refinement', da sie die Grundlage für die Bewertung des Fortschritts im Scrum-Prozess bildet.definition-of-doneBacklog-Item, Feature, User Story, Code-Reviews, Tests, Sprint Review, Backlog Refinement
Definition of ReadyDoRStrategy & Product Development-Die Definition of Ready (DoR) ist ein zentraler Bestandteil des Scrum-Prozesses, der sicherstellt, dass das Entwicklungsteam über alle notwendigen Informationen verfügt, um mit der Umsetzung von User Stories zu beginnen. Eine DoR umfasst klare Kriterien, die erfüllt sein müssen, bevor eine Story in den Sprint aufgenommen wird. Beispielsweise sollten Akzeptanzkriterien, technische Anforderungen und Priorisierungen definiert sein.definition-of-readyUser Stories, DoD, Sprint Planning
Design OpsStrategy & Product Development-Design Ops, oder 'Design Operations', bezeichnet die strategische Integration des Designbereichs in Unternehmen, um eine effektive Zusammenarbeit mit anderen Management-Abteilungen zu fördern. Dieser Ansatz umfasst die Optimierung von Arbeitsabläufen, wie z. B. die Zuweisung von Designern zu Projekten (Staffing) und die Entwicklung standardisierter Kommunikationsformate. Ein Beispiel ist die enge Kooperation zwischen Design und Marketing, um konsistente Markenbotschaften zu gewährleisten.design-opsStaffing, Agile Design, User Experience (UX)
DevOpsStrategy & Product Development-DevOps ist eine Kombination aus 'Development' und 'Operations', die eine prozessorientierte Agile-Development-Philosophie beschreibt. Diese Methodik optimiert den gesamten Software-Lebenszyklus, indem sie Entwicklung und Betrieb eng miteinander verknüpft. Ein zentrales Element ist die 'endlose Schleife' (Endless Loop), die kontinuierliche Code-, Build-, Test- und Release-Phasen umfasst. Dies ermöglicht häufige, kleinere Updates anstelle seltener großer Releases. Eng verbunden sind Konzepte wie Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD) sowie agile Techniken wie Scrum und Kanban, die die Effizienz und Flexibilität in der Softwareentwicklung steigern.devopsScrum, Kanban
Do, Defer, Delegate, Delete4DStrategy & Product Development-Das 4D-Konzept ist ein bewährtes Zeitmanagement-Tool, das vier Entscheidungsaktionen umfasst: Do (erledigen), Defer (nach hinten schieben), Delegate (abgeben) und Delete (fallen lassen). Produktmanager nutzen dieses Konzept, um ihre Aufgaben effizient zu priorisieren. Beispielsweise kann eine dringende Kundenanfrage sofort erledigt werden (Do), während weniger wichtige Aufgaben auf später verschoben werden (Defer). Aufgaben, die andere Teammitglieder besser erledigen können, sollten delegiert werden (Delegate), während irrelevante Aufgaben aus der Liste entfernt werden (Delete). Dieses System fördert die Effizienz und Klarheit in der Aufgabenverwaltung.do-defer-delegate-delete4D
Dual-Track Scrum/AgileStrategy & Product Development-Dual-Track Scrum oder Agile ist ein Prozess in der Softwareentwicklung, der den parallelen Ablauf von Development Track und Discovery Track integriert. Während der Development Track den traditionellen agilen Prozess umfasst, konzentriert sich der Discovery Track auf die enge Zusammenarbeit zwischen Product Owner und Usability Engineer. Ziel ist die Optimierung der Scrum-Prozesse durch die Berücksichtigung von UX- und Usability-Aspekten. Ein Beispiel hierfür ist die iterative Entwicklung von Prototypen, die durch Nutzerfeedback in frühen Phasen verbessert werden.dual-track-scrum-agileProduct Owner, Usability Engineer, Scrum, UX, Usability, Design Thinking
Dynamic Systems Development MethodDSDMStrategy & Product Development-Die Dynamic Systems Development Method (DSDM) ist eine agile Softwareentwicklungsmethode, die den gesamten Projektlebenszyklus abdeckt. Sie basiert auf acht Prinzipien: 1) Fokus auf die Geschäftsbedürfnisse, 2) pünktliche Lieferung, 3) Zusammenarbeit, 4) Qualitätssicherung, 5) inkrementeller Aufbau auf soliden Grundlagen, 6) iterative Entwicklung, 7) kontinuierliche und klare Kommunikation sowie 8) Kontrolle über den Prozess. DSDM fördert die Anpassungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit in dynamischen Umgebungen und wird häufig in Kombination mit anderen agilen Methoden wie Scrum oder Kanban eingesetzt.dynamic-systems-development-methodScrum, Kanban
Early AdoptersStrategy & Product Development-Early Adopters sind in der Diffusionsforschung Personen oder Gruppen, die neue Produkte oder Ideen frühzeitig annehmen. Sie zeichnen sich oft durch einen höheren sozialen Status und Mobilität aus, was ihnen Zugang zu Innovationen erleichtert. Beispiele sind technikaffine Nutzer, die neue Smartphones oder Softwarelösungen vor der breiten Masse testen. Nachfolgende Begriffe sind Innovatoren, die als erste neue Produkte einführen, sowie die Early Majority, die nach den Early Adopters folgt und eine breitere Akzeptanz signalisiert.early-adoptersEarly Majority
Economies of ScaleEOSStrategy & Product DevelopmentSkaleneffekteDer Begriff Economies of Scale (EOS) beschreibt das Phänomen, dass die Produktionskosten pro Einheit mit steigendem Output sinken, was zu Preis- und Erlösvorteilen führt. Ein Beispiel hierfür ist die Automobilindustrie, wo große Stückzahlen die Fixkosten pro Fahrzeug reduzieren. Im digitalen Sektor sind Skaleneffekte besonders ausgeprägt, da die Grenzkosten für digitale Produkte, wie Software oder Streaming-Dienste, nahezu null sind, während die Einnahmen konstant bleiben.economies-of-scaleEOS
Eisenhower MatrixStrategy & Product Development-Die Eisenhower-Matrix ist ein strategisches Werkzeug zur Priorisierung von Aufgaben, das in einer Vier-Felder-Matrix organisiert ist. Aufgaben werden nach ihrer Wichtigkeit (Impact) und Dringlichkeit kategorisiert. Beispielsweise können dringende und wichtige Aufgaben wie die Behebung eines kritischen Softwarefehlers priorisiert werden, während nicht dringende, aber wichtige Aufgaben wie die langfristige Marktanalyse in eine spätere Phase eingeplant werden. Die Matrix fördert Effizienz, indem sie hilft, die richtigen Dinge zu tun, im Gegensatz zur Effektivität, die sich auf die korrekte Ausführung von Aufgaben konzentriert.eisenhower-matrix
End-User EraStrategy & Product Development-Die End-User Era bezeichnet einen signifikanten Paradigmenwechsel im Softwarevertrieb, bei dem nicht mehr ausschließlich Unternehmen und Führungskräfte über den Erwerb und die Nutzung von Software entscheiden. Stattdessen wird Software zunehmend in Form von kostenlosen, nutzerfreundlichen Versionen direkt für Endanwender bereitgestellt. Diese können innerhalb ihrer Organisation eigenständig entscheiden, welche Produkte sie verwenden möchten. Ein Beispiel hierfür ist Slack, das als kostenlose Kommunikationsplattform begann und durch die Akzeptanz der Endnutzer in Unternehmen an Popularität gewann. In diesem Kontext sind Begriffe wie "Product-Led Growth" und "Freemium-Modelle" relevant, da sie die Strategien verdeutlichen, die Unternehmen nutzen, um Endanwender zu erreichen und zu binden.end-user-eraProduct-Led Growth
Ex WorksEXWStrategy & Product DevelopmentAb WerkEx Works, abgekürzt EXW, bezeichnet eine Verkaufsbedingung, bei der der Verkäufer die Ware lediglich zur Abholung an seinem Standort bereitstellt. Der Käufer trägt die vollständigen Kosten und Risiken des Transports ab diesem Punkt. Beispielsweise muss der Käufer die Transportmittel organisieren und die Versicherung während des Transports abschließen. Im Vergleich dazu stehen andere Incoterms wie FOB (Free on Board), bei dem der Verkäufer bis zum Verschiffungshafen liefert, und CIF (Cost, Insurance & Freight), wo der Verkäufer die Kosten bis zum endgültigen Zielhafen übernimmt.ex-worksFOB, Free on Board, CIF, Cost, Insurance & Freight
Experience GoodStrategy & Product DevelopmentErfahrungsgüterExperience Goods sind Produkte oder Dienstleistungen, deren Wert in der Regel erst nach dem Kauf vollständig erfasst werden kann. Beispiele umfassen geführte Bildungsreisen, bei denen die Qualität der Erfahrung erst während der Reise erlebbar wird, sowie Beratungsdienstleistungen, deren Nutzen oft erst nach der Implementierung sichtbar wird. Auch rezeptfreie Medikamente fallen in diese Kategorie, da deren Wirksamkeit erst nach der Anwendung beurteilt werden kann.experience-goodSearch Goods, Credence Goods
ExternalityStrategy & Product DevelopmentExterner Effekt, ExternalitätExternalitäten sind Effekte, die außerhalb der direkten Einflussbereiche von Unternehmen und Wirtschaftskreisläufen auftreten, jedoch erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt haben können. Beispiele hierfür sind Naturkatastrophen wie Erdbeben oder gesellschaftliche Konflikte wie Kriege. Im wirtschaftlichen Kontext beziehen sich Externalitäten häufig auf negative Effekte, die Unternehmen verursachen, etwa Umweltverschmutzung durch Industrieanlagen. Diese Kosten werden oft nicht in den Preis der Produkte eingepreist, was zu einer Marktverzerrung führt. Unternehmen streben zunehmend an, Externalitäten durch nachhaltige Praktiken zu minimieren und in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren, um langfristige Schäden zu vermeiden.externality
Fail-Fast/Fail-SafeStrategy & Product Development-Fail-Fast und Fail-Safe sind zentrale Prinzipien in der Software-Entwicklung, die den Umgang mit Fehlern und fehlerhaften Konzepten definieren. Fail-Fast zielt darauf ab, Fehler frühzeitig zu identifizieren, um kostspielige Anpassungen zu vermeiden. Ein Beispiel ist die iterative Entwicklung, bei der Prototypen schnell getestet werden. Im Gegensatz dazu bezieht sich Fail-Safe auf Strategien, die Fehler abfangen, etwa durch modulare Architekturen, die Stabilität gewährleisten. Diese Konzepte sind auch in der Startup-Welt relevant, wo frühes Scheitern als Lernchance betrachtet wird, um langfristigen Erfolg zu sichern.fail-fast-fail-safe
Fast-Moving Consumer GoodsFMCGStrategy & Product DevelopmentVerbrauchs- und KonsumgüterFast-Moving Consumer Goods (FMCG) sind Produkte, die sich schnell und zu relativ niedrigen Preisen verkaufen. Dazu zählen Nahrungsmittel wie Snacks und Getränke, Körperpflegeprodukte wie Shampoo und Seife sowie Reinigungsmittel. Ungewöhnlicherweise gehören auch Tageszeitungen und Magazine zu dieser Kategorie. Der FMCG-Sektor wird häufig von großen Unternehmen dominiert, die über erhebliche finanzielle Ressourcen für Markenbildung und Werbung verfügen. Diese Konzerne haben zudem eine starke Verhandlungsmacht im Einzelhandel. Trotz dieser Marktkonzentration bietet die FMCG-Branche für Startups Chancen, da die Etablierung einer Marke hier besonders wirkungsvoll sein kann.fast-moving-consumer-goods
FeasibilityStrategy & Product DevelopmentDurchführbarkeitFeasibility (Machbarkeit) bezeichnet die prinzipielle Durchführbarkeit eines Projekts oder Vorhabens. Hierbei werden häufig Feasibility-Studien durchgeführt, die Hypothesen zu technischen, regulatorischen und finanziellen Aspekten prüfen. Beispielsweise kann ein Startup im Bereich erneuerbare Energien durch einen Feasibility-Test die Machbarkeit einer neuen Solartechnologie evaluieren.feasibilityBusiness-Plan
Feature BloatStrategy & Product Development-Feature Bloat bezeichnet ein Phänomen, bei dem Softwareprodukte mit übermäßig vielen Funktionen ausgestattet sind, wodurch die Benutzerfreundlichkeit leidet. Ein Beispiel ist eine Projektmanagement-Software, die neben grundlegenden Funktionen auch umfangreiche Reporting-Tools, Zeiterfassung und Kommunikationskanäle integriert, was die Bedienung kompliziert macht. Feature Bloat steht im direkten Zusammenhang mit dem Konzept des Product Market Fit, da eine ausgewogene Funktionalität entscheidend ist. Nutzerfeedback und Usability-Tests sind unerlässlich, um die richtige Balance zwischen Kernfunktionen und Zusatzfeatures zu finden.feature-bloatProduct Market Fit, Usability
Feature Driven DevelopmentFDDStrategy & Product Development-Feature Driven Development (FDD) ist ein agiles Software-Entwicklungsmodell, das sich auf die schrittweise Entwicklung von Funktionen konzentriert. Es umfasst fünf definierte Schritte: 1. Erstellen eines Gesamtmodells, 2. Identifizieren und Planen der Funktionen, 3. Entwerfen der Funktionen, 4. Implementieren der Funktionen und 5. Überprüfen der Ergebnisse. FDD ist besonders anpassungsfähig an bestehende Organisationsstrukturen und wird oft als weniger komplex im Vergleich zu Scrum betrachtet.feature-driven-developmentAgile Development, Iterative Development, Scrum
First Mover (Advantage)FMAStrategy & Product DevelopmentPioniervorteilDer Begriff "First Mover (Advantage)" bezeichnet den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, das als erstes in einen neu entstehenden Markt eintritt. Beispiele hierfür sind Unternehmen wie Amazon im E-Commerce oder Tesla im Bereich Elektrofahrzeuge. Diese Pionierstellung ermöglicht es, die Marke mit Innovation zu verknüpfen und anfänglich höhere Preise von early adopters zu verlangen. Zudem können First Mover technische Standards setzen, die Lock-in-Effekte erzeugen, wodurch Kunden an das Produkt gebunden werden (vgl. auch "Product Adoption" und "Lock-in-Effekte").first-mover-advantageE-Commerce, early adopters, Product Adoption
Flat RateStrategy & Product DevelopmentPauschalpreis/EinheitspreisEine Flat Rate bezeichnet ein Preismodell, bei dem gegen eine feste, meist monatliche Zahlung unbegrenzte Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können. Beispiele sind Streaming-Dienste wie Netflix oder Spotify, die unbegrenzten Zugang zu Filmen und Musik bieten. Auch in Co-Working Spaces können Flat Rates für Getränke und Snacks angeboten werden.flat-ratePay-per-Use
Fractional OwnershipStrategy & Product DevelopmentBruchteilseigentumFractional Ownership bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem hochpreisige Vermögenswerte, wie Ferienimmobilien oder Kunstwerke, in Anteile aufgeteilt und an mehrere Investoren verkauft werden. Jeder Anteilseigner erwirbt einen prozentualen Anteil am Vermögenswert, was den Zugang zu teuren Investitionen erleichtert. Bei Ferienimmobilien sind oft Nutzungsmöglichkeiten integriert, etwa eine garantierte Nutzung von zwei Wochen pro Jahr. Im Gegensatz dazu erfolgt der Erwerb von Kunstwerken häufig zu spekulativen Zwecken, ohne tatsächliche Nutzung.fractional-ownershipCrowdinvesting, Timesharing
FranchisingStrategy & Product Development-Franchising bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem der Franchise-Geber, beispielsweise ein etabliertes Restaurant oder ein Fitnessstudio, seine Marke und sein Geschäftsmodell an selbstständige Franchise-Nehmer lizenziert. Diese führen das Geschäft lokal und eigenverantwortlich. Im Gegenzug entrichtet der Franchise-Nehmer eine jährliche Lizenzgebühr sowie eine Umsatzbeteiligung. Beispiele sind McDonald's im Gastronomiebereich oder Anytime Fitness im Fitnesssektor. Herausforderungen können auftreten, wenn Franchise-Geber zu viele Standorte in einer Region zulassen oder wenn Franchise-Nehmer durch unzureichende Qualität den Markenruf schädigen.franchising
Free CarrierFCAStrategy & Product DevelopmentFrei FrachtführerFree Carrier (FCA) bezeichnet eine Incoterm-Regelung, bei der der Verkäufer die Ware an einen Spediteur übergibt, jedoch nicht für deren Versicherung oder ordnungsgemäßen Versand verantwortlich ist. Das Risiko geht mit der Übergabe an den Spediteur auf den Käufer über. Beispielsweise wird FCA häufig im Containertransport verwendet. Startups im Importsektor sollten sich der Risiken bewusst sein, die mit beschädigter Ware verbunden sind, da die Haftungsklärung oft schwierig ist.free-carrierCPT, DAP
FreemiumStrategy & Product Development-Freemium ist ein Geschäftsmodell, das aus den Begriffen 'Free' und 'Premium' abgeleitet ist. Es ermöglicht Unternehmen, Basisversionen eines Produkts kostenlos anzubieten, um eine breite Nutzerbasis zu gewinnen. Nutzer können bei Bedarf auf kostenpflichtige Premium-Versionen mit erweiterten Funktionen upgraden. Dieses Modell ist besonders verbreitet im Software-as-a-Service (SaaS)-Bereich, wo Funktionen flexibel aktiviert werden können. Beispiele sind Dropbox und Spotify, die kostenlose Grundversionen anbieten. Die optimale Balance zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Leistungen beeinflusst entscheidend die Churn Rate und den Customer Lifetime Value (CLV).freemiumSaaS, Churn Rate, Customer Lifetime Value, CLV, Subscription, Upselling
From Push-to-PullStrategy & Product Development-Der Begriff "From Push-to-Pull" beschreibt einen Paradigmenwechsel im Marketing, bei dem Unternehmen von Push-Strategien, die auf aggressiver Produktbewerbung im Handel basieren, zu Pull-Strategien übergehen, die die Nachfrage direkt beim Endkunden anregen. Ein Beispiel hierfür ist die Anpassung von Produktionsprozessen, um individuellere Kundenwünsche zu erfüllen, wie es bei maßgeschneiderten Produkten der Fall ist.from-push-to-pullDemand Generation, Lean Management
Front-EndStrategy & Product Development-Front-End bezeichnet den sichtbaren Teil einer Software oder Website, auch als Präsentationsebene bekannt. Hier arbeiten hauptsächlich Designer, die für die visuelle Gestaltung verantwortlich sind, während Entwickler im Back-End tätig sind. Wichtige Aspekte des Front-Ends sind User Experience (UX) und User Interface (UI) Design, die sicherstellen, dass Funktionen und Features intuitiv und benutzerfreundlich platziert sind. Beispiele für Front-End-Technologien sind HTML, CSS und JavaScript, die zusammen die Interaktivität und das Layout einer Anwendung definieren.front-end
Game TheoryStrategy & Product DevelopmentSpieltheorieDie Spieltheorie ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das Mathematik, Ökonomie, Soziologie und Psychologie integriert. Sie analysiert Entscheidungsprozesse von Individuen und Gruppen unter bestimmten Rahmenbedingungen und Optionen. Ein Beispiel ist die Vorhersage von Verhaltensmustern in Konfliktsituationen, etwa zwischen Führungskräften und Mitarbeitern oder in Wettbewerbsverhältnissen zwischen Unternehmen. Die Spieltheorie bietet auch Ansätze zur Optimierung von Entscheidungen, wie etwa bei der Implementierung von Anreizsystemen zur Müllvermeidung. Nahe verwandte Begriffe sind „Kooperationsspiel“ und „Nash-Gleichgewicht“.game-theory
GamificationStrategy & Product DevelopmentSpielifizierung, SpielifikationGamification bezeichnet die Anwendung spieltypischer Elemente in nicht-spielerischen Kontexten, um die Motivation und das Engagement der Nutzer zu erhöhen. Durch Mechanismen wie Punktesysteme, Abzeichen und Ranglisten werden Aufgaben unterhaltsamer gestaltet. Beispiele sind Fitness-Apps, die Belohnungen für erreichte Ziele bieten, oder Lernplattformen, die den Fortschritt durch interaktive Quizze und Levels visualisieren.gamificationUser Engagement, Behavioral Design
Gantt ChartStrategy & Product DevelopmentGantt-DiagrammEin Gantt-Diagramm ist ein visuelles Projektmanagement-Werkzeug, das die zeitliche Planung und Überwachung von Projekten darstellt. Es zeigt auf einer horizontalen Zeitachse die untereinander geordneten Projektaufgaben, ihre Abhängigkeiten und den Fortschritt. Beispielsweise kann ein Gantt-Diagramm in einem Softwareentwicklungsprojekt verwendet werden, um Phasen wie Analyse, Design und Implementierung zu visualisieren.gantt-chart
GIST PlanningGISTStrategy & Product Development-GIST-Planung steht für 'Goals, Issues, Strategies, & Tasks Planning' und ist eine strukturierte Methode zur Strategieentwicklung und -umsetzung, die insbesondere in sozialen und gemeinnützigen Organisationen Anwendung findet. Diese Methode hilft, klare Ziele (Goals) zu definieren, relevante Probleme (Issues) zu identifizieren, geeignete Strategien (Strategies) zu entwickeln und spezifische Aufgaben (Tasks) zuzuweisen. Beispielsweise könnte eine Non-Profit-Organisation, die sich für Umweltschutz einsetzt, GIST-Planung verwenden, um ihre Initiativen zu priorisieren.gist-planningGIST, Goals, Issues, Strategies, Tasks, Non-Profit, SWOT
Go-to-MarketGTMStrategy & Product DevelopmentMarkteintrittGo-to-Market (GTM) bezeichnet den strategischen Prozess des Markteintritts von Produkten oder Unternehmen. Dieser umfasst die detaillierte Planung und Umsetzung von Marketing- und Vertriebsstrategien, Preisgestaltung, Produktionsvorlauf sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kundensupport. Ein effektiver GTM-Plan berücksichtigt Zielgruppenanalysen und Wettbewerbsstrategien, um eine optimale Marktpositionierung zu erreichen. Im Kontext des Startup-Lebenszyklus stellt der GTM einen entscheidenden Meilenstein dar, da er eng mit dem Proof-of-Market und der Generierung von Traktion (Traction) verknüpft ist, die für zukünftige Finanzierungsrunden essenziell sind.go-to-marketProof-of-Market
GrassrootsStrategy & Product Development-Der Begriff Grassroots-Strategie beschreibt eine Marketing- und Organisationsstrategie, die sich direkt an die Basis der Gemeinschaft richtet, anstelle von top-down geplanten Maßnahmen. Beispiele hierfür sind lokale Veranstaltungen, die Einbindung von Community-Influencern oder virales Marketing. Grassroots-Initiativen, wie 'Fridays for Future' und 'Black Lives Matter', verdeutlichen diese Strategie. Bei wachsendem Einfluss stehen solche Bewegungen vor der Herausforderung, funktionale Hierarchien und kohärente Strategien zu etablieren.grassroots
Guaranteed AvailabilityStrategy & Product Development-Guaranteed Availability bezeichnet die Zusicherung einer kontinuierlichen Verfügbarkeit bestimmter Produkte oder Dienstleistungen, die für Unternehmen essenziell ist. Dies wird häufig durch Rahmenverträge mit Dienstleistern, wie Wartungsfirmen, realisiert, die die Verfügbarkeit von Ersatzteilen garantieren. Ein Beispiel ist die Automobilindustrie, wo Hersteller sicherstellen, dass Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden verfügbar sind.guaranteed-availabilitySLA, JIT
Heavy UserStrategy & Product DevelopmentIntensivnutzerHeavy User bezeichnet eine Nutzergruppe, die ein Produkt, eine Anwendung oder eine Website mit deutlich höherer Intensität und Frequenz nutzt als andere Nutzergruppen. Diese Nutzer sind vergleichbar mit „Fans“, da sie oft eine starke emotionale Bindung zum Produkt haben. Im Bereich der Produktentwicklung werden Heavy Users häufig als Testpersonen für neue Funktionen eingesetzt, da ihr Feedback aufgrund ihrer umfangreichen Produktkenntnis und emotionalen Verbundenheit besonders wertvoll ist. Beispiele für Heavy Users sind leidenschaftliche Gamer, die regelmäßig neue Spiele testen, oder Social-Media-Nutzer, die aktiv an Plattformänderungen teilnehmen.heavy-userEarly Adopter, Power User
Hidden RevenueStrategy & Product Development-Hidden Revenue bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem die Endnutzer nicht direkt für eine Dienstleistung oder ein Produkt zahlen, sondern Dritte die Kosten übernehmen. Beispiele sind Gratiszeitungen, die durch Anzeigen finanziert werden, sowie Suchmaschinen, die Einnahmen durch Werbung generieren.hidden-revenueCross-Subsidization
Hook ModelStrategy & Product Development-Das Hook-Modell ist ein Konzept in der Wirtschaft, das beschreibt, wie Kunden an ein Produkt oder eine Dienstleistung gebunden werden können. Es umfasst vier Phasen: Auslöser, Handlung, Belohnung und Investition. Ein Beispiel ist die Nutzung von sozialen Medien, wo Benachrichtigungen (Auslöser) Nutzer dazu bringen, die App zu öffnen (Handlung), gefolgt von Likes oder Kommentaren (Belohnung), die Nutzer dazu motivieren, mehr Inhalte zu erstellen (Investition).hook-model
Hypothesis (Testing)Strategy & Product DevelopmentHypothesenprüfungUnter einer Hypothese versteht man eine Annahme, die als Grundlage für weitere Überlegungen dient. Im Kontext von Startups sind Hypothesen entscheidend, da sie beispielsweise ein als drängend empfundenes Problem auf Kundenseite identifizieren. Diese Annahmen bilden das Fundament jedes Geschäftsmodells sowie die Basis für Erfolgs- und Finanzplanung. Beim Hypothesis Testing werden diese Annahmen durch verschiedene Methoden überprüft, wie etwa durch Marktforschung, Experteninterviews oder Kundenumfragen.hypothesis-testingMinimum Viable Product (MVP)
Idea GenerationStrategy & Product DevelopmentIdeenfindungDie Idea Generation bezeichnet den strukturierten Prozess zur Entwicklung innovativer Ansätze zur Problemlösung und Produktentwicklung. Zu den gängigen Techniken zählen Brainstorming, bei dem Ideen in Gruppen gesammelt werden, Rollenspiele zur Perspektivübernahme, Mind Mapping zur visuellen Strukturierung von Gedanken, Kunden-Panels zur Einbeziehung von Zielgruppenfeedback sowie die SCAMPER-Technik, die bestehende Produkte durch Substitution, Kombination, Anpassung, Modifikation, Vergrößerung, Eliminierung und Umkehrung verbessert. Diese Methoden fördern kreative Denkprozesse und sind essenziell für die Innovationsfähigkeit von Startups.idea-generation
Imitative StrategyStrategy & Product DevelopmentImitationsstrategieEine imitative Strategie bezieht sich auf das Nachahmen erfolgreicher Produkte, insbesondere in Branchen wie Mode und Möbel. Unternehmen, die diese Strategie verfolgen, bieten oft ähnliche Produkte zu niedrigeren Preisen an, um preissensible Kunden anzusprechen. Ein Beispiel ist die Nachahmung von Designermöbeln durch Discounter. Diese Strategie wird häufig mit geringeren Marketingausgaben kombiniert, da sie von der Nachfrage nach kostengünstigen Alternativen profitiert.imitative-strategy
Impact MappingStrategy & Product Development-Impact Mapping ist eine zielorientierte Planungsmethode, die es ermöglicht, die Auswirkungen und den Einfluss von Projekten oder Produkten systematisch zu verstehen und zu visualisieren. Diese Technik verbindet strategische Ziele mit den gewünschten Ergebnissen und den notwendigen Schritten zur Umsetzung. Beispielsweise kann ein Startup, das eine neue App entwickelt, Impact Mapping nutzen, um die Nutzerakzeptanz zu steigern und die Funktionalitäten gezielt zu priorisieren.impact-mappingUser Story Mapping, Value Proposition
Implicit RequirementsStrategy & Product DevelopmentBasismerkmaleImplicit Requirements beziehen sich auf grundlegende Merkmale oder Voraussetzungen eines Produkts, die so offensichtlich sind, dass sie häufig in den Anforderungen nicht explizit erwähnt werden. Beispiele sind die Lichtemission von Lampen oder die Fähigkeit von Telefonen zur Kommunikation. Diese Anforderungen sind essenziell für die Nutzererwartung und beeinflussen die Produktentwicklung. Im Kontext der Ideenfindung, insbesondere bei Methoden wie SCAMPER, ist es wichtig, auch mit diesen stillschweigenden Anforderungen zu experimentieren, um innovative Lösungen zu entwickeln.implicit-requirementsSCAMPER
Ingredient BrandingStrategy & Product Development-Ingredient Branding bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der Produkte durch die Verwendung bekannter und geschätzter Bestandteile beworben werden. Ein prominentes Beispiel ist der Slogan „Intel Inside“, der Computerhersteller motiviert, Intel-Prozessoren in ihren Geräten zu integrieren. Ein weiteres Beispiel ist die Piemont-Kirsche, die von einem Süßwarenhersteller zur Aufwertung seiner Pralinen verwendet wird. Diese Strategie fördert die Markenwahrnehmung und kann die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.ingredient-brandingCo-Branding
IntegratorStrategy & Product Development-Integrator: Der Begriff "Integrator" bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen bestrebt ist, verschiedene Bereiche der gesamten Lieferkette einer Branche zu kontrollieren und zu optimieren. Dies kann durch vertikale Integration geschehen, wie bei Textilherstellern, die eigene Verkaufsflächen betreiben, oder bei Steakhausketten, die eigene Viehzucht besitzen.integratorSupply Chain Management
IterationStrategy & Product Development-Iteration bezeichnet einen Prozess, der regelmäßige Schleifen der Überprüfung und Verbesserung umfasst. Dies betrifft sowohl die Anpassung von Marketingstrategien als auch die Produktentwicklung oder das Geschäftsmodell eines Startups. Ein Beispiel ist die Anwendung von A/B-Tests im Marketing, um die Effektivität verschiedener Kampagnen zu vergleichen. Iteration ist ein zentraler Bestandteil des Lean-Startup-Prinzips, das schnelle Anpassungen und Kundenfeedback fördert. Nahe verwandte Begriffe sind Prototyping, Feedback-Schleifen und agile Methoden, die alle iterative Ansätze zur kontinuierlichen Verbesserung unterstützen.iterationA/B-Tests, Prototyping
Kano ModelStrategy & Product DevelopmentKano-ModellDas Kano-Modell ist ein analytisches Framework zur Kundenbefragung und -analyse, das entwickelt wurde, um die Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden zu verstehen und zu priorisieren. Es unterscheidet zwischen Basismerkmalen (z. B. Produktverfügbarkeit), Performance-Merkmalen (z. B. Geschwindigkeit der Lieferung) und Differenzierungsmerkmalen (z. B. innovative Funktionen). Durch die Anwendung des Modells können Unternehmen wie Startups gezielt Kundenbedürfnisse identifizieren und Produkte entwickeln, die diese Anforderungen erfüllen, was zu höherer Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit führt.kano-model
Know Your CustomerKYCStrategy & Product Development-KYC (Know Your Customer) bezeichnet gesetzliche Vorgaben, die Unternehmen, insbesondere im Finanz- und Sicherheitssektor, zur Erfassung grundlegender Kundendaten verpflichten. Diese Regelungen zielen darauf ab, illegale Aktivitäten wie Geldwäsche zu verhindern und den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten. Für Startups, die Zahlungsdienstleister integrieren möchten, können KYC-Anforderungen eine Herausforderung darstellen, da oft die notwendigen Daten und Dokumentationen, wie interne Sicherheitsrichtlinien, fehlen.know-your-customerKYC, AML, Anti-Money Laundering, Compliance
Layer PlayerStrategy & Product Development-Ein Layer Player ist ein Unternehmen, das sich auf eine spezifische Stufe der Wertschöpfungskette spezialisiert hat. Es konzentriert sich auf eine oder wenige Tätigkeiten, um Spezialisierungs- und Größenvorteile zu erzielen. Beispiele für Layer Player sind Outsourcing-Dienstleister wie Buchhaltungsfirmen oder IT-Serviceanbieter, die Funktionen wie Lohnbuchhaltung oder Systemverwaltung übernehmen. Diese Unternehmen schaffen eigene Branchen und ermöglichen es anderen Firmen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren.layer-player
Lock-inStrategy & Product DevelopmentEinschlusseffektDer Lock-in-Effekt beschreibt die Bindung von Kunden an ein spezifisches Produkt oder eine Dienstleistung, die durch getätigte Investitionen oder bestehende Abhängigkeiten verstärkt wird. Ein Beispiel ist eine Architektur- oder Ingenieurfirma, die umfangreiche Projekte in einer bestimmten Software realisiert hat; ein Wechsel zu einer Konkurrenzsoftware könnte den Verlust aller bisherigen Daten und Projekte bedeuten. Netzwerkeffekte sind ebenfalls relevant, wie bei Autoradios, die nur Verkehrsfunk in einem spezifischen, möglicherweise ineffizienten Format empfangen können, da die Nutzerbasis eine Änderung erschwert.lock-in
Loss LeaderStrategy & Product DevelopmentLockvogelangebotDer Begriff "Loss Leader" bezeichnet eine Geschäftsstrategie, bei der Unternehmen ein Produkt unter dem Einkaufspreis anbieten, um Kunden anzuziehen und den Umsatz anderer, höherpreisiger Produkte zu steigern. Ein Beispiel ist ein Lebensmitteleinzelhändler, der Milch oder bestimmte Markenprodukte während einer Verkaufsaktion stark reduziert. Die dadurch entstehenden Verluste werden durch den durchschnittlichen Warenkorb der Kunden, die durch das Angebot angelockt wurden, ausgeglichen. Diese Strategie steht in engem Zusammenhang mit "Mark-downs" und "Cross-Selling", da sie darauf abzielt, den Gesamtumsatz zu erhöhen, trotz kurzfristiger Verluste.loss-leaderMark-downs, Cross-Selling
Make More Of ItMMOIStrategy & Product Development-„Make More Of It“ beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem vorhandenes Fachwissen in einem Kernbereich genutzt wird, um zusätzliche Einnahmequellen zu generieren. Beispielsweise kann ein Maschinenbauunternehmen, das über umfassende Expertise im Qualitätsmanagement verfügt, diese Kenntnisse in Form von Beratungsdienstleistungen an Unternehmen anderer Branchen verkaufen.make-more-of-it
Market DefinitionStrategy & Product DevelopmentMarktdefinierungMarktdefinition bezeichnet die präzise Eingrenzung eines Produkts auf spezifische Kunden oder Absatzmärkte. Dabei liegt der Fokus weniger auf der Marktgröße, sondern auf der Identifikation der relevanten Zielgruppe, um deren Bedürfnisse (vgl. Customer Needs) zu adressieren. Ein Beispiel ist ein Startup, das nachhaltige Mode für umweltbewusste Konsumenten anbietet. Hierbei ist es entscheidend, den Mehrwert (Added Value) des Produkts klar zu kommunizieren, um einen Proof-of-Market zu erzielen.market-definitionCustomer Needs, Added Value, Proof-of-Market
Market SizeStrategy & Product DevelopmentMarktgrößeDie Market Size beschreibt das potenzielle jährliche Umsatzvolumen in Dollar oder Euro für die Produkte oder Dienstleistungen eines Startups. Sie ist ein zentrales Kriterium für Investoren, wie Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften. Die Market Size wird in drei Kategorien unterteilt: Der Total Addressable Market (TAM) repräsentiert das maximale Umsatzpotenzial weltweit. Der Serviceable Available Market (SAM) bezieht sich auf den Markt, den ein Unternehmen theoretisch bedienen kann, während der Serviceable Obtainable Market (SOM) den realistisch erreichbaren Marktanteil angibt. Beispielsweise könnte ein Startup im Bereich nachhaltiger Verpackungen einen TAM von 10 Milliarden Euro, einen SAM von 2 Milliarden Euro und einen SOM von 500 Millionen Euro anstreben.market-sizeBusiness Angels, Venture-Capital, Total Addressable Market, TAM, Serviceable Available Market, SAM, Serviceable Obtainable Market, SOM
MarkupStrategy & Product DevelopmentAufschlag, HandelsspanneMarkup bezeichnet den Preisaufschlag, den Verkäufer auf den Einkaufspreis eines Produkts oder einer Dienstleistung anwenden, um ihre Kosten zu decken und einen Gewinn zu erzielen. Zum Beispiel kann ein Einzelhändler ein Produkt für 50 Euro einkaufen und es für 75 Euro verkaufen, was einen Markup von 50% ergibt. Diese Kennzahl ist eng mit der Bruttomarge (Gross Margin) verbunden, die den Gewinn im Verhältnis zum Umsatz misst. Darüber hinaus wird der Begriff Markup auch verwendet, um Änderungen in Dokumenten zu kennzeichnen, was die Zusammenarbeit mehrerer Autoren erleichtert.markupGross Margin
Mass CustomizationStrategy & Product DevelopmentKundenindividuelle MassenproduktionMass Customization bezeichnet ein Geschäftsmodell, das es Unternehmen ermöglicht, große Mengen an individualisierten Produkten oder Dienstleistungen anzubieten. Es vereint die Effizienz der Massenproduktion mit der Flexibilität, Produkte an spezifische Kundenwünsche anzupassen. Beispiele sind personalisierte Kaffeetassen mit einzigartigen Designs oder die Auswahl von Möbelgriffen bei standardisierten Schrankmaßen.mass-customization
Method of ProcedureMOPStrategy & Product DevelopmentVerfahrensweiseDer Begriff 'Method of Procedure' (MoP) ist im Projektmanagement von zentraler Bedeutung und bezeichnet eine systematische Anleitung zur Durchführung spezifischer Aufgaben oder Prozesse. Ein MoP beinhaltet detaillierte Schritt-für-Schritt-Anweisungen, die sicherstellen, dass Aufgaben transparent und nachvollziehbar ausgeführt werden. Beispielsweise kann ein MoP für die Einführung neuer Software in einem Startup erstellt werden, um die Implementierung zu standardisieren.method-of-procedureStandard Operating Procedure, SOP
Mind-MappingStrategy & Product Development-Mind-Mapping ist eine Technik zur visuellen Darstellung von Gedanken, Ideen und deren Zusammenhängen, die insbesondere in kreativen Prozessen Anwendung findet. Durch den Einsatz von Linien, Farben, Symbolen und anderen visuellen Elementen wird eine strukturierte Übersicht geschaffen, die die Ideenfindung und Problemlösung unterstützt. Beispielsweise können Startups Mind-Mapping verwenden, um Geschäftsmodelle zu entwickeln oder Marktanalysen zu visualisieren.mind-mapping
Minimum Viable ProductMVPStrategy & Product Development-Ein Minimum Viable Product (MVP), zu Deutsch 'minimal brauchbares Produkt', ist eine frühe Version eines Produkts, die trotz rudimentärer Funktionalität und unfertigem Design über eine Kernfunktion verfügt, die das spätere Geschäftsmodell unterstützt. Ein MVP soll eine Minimum Viable Experience (MVE) bieten, indem es grundlegende Kundeninteraktionen ermöglicht. Beispielsweise könnte ein MVP für eine mobile App nur die Hauptfunktionalität zur Nutzerregistrierung und -anmeldung beinhalten, um Feedback zur Benutzerfreundlichkeit zu sammeln. Das Konzept stammt aus der Lean-Startup-Methodik und fördert schnelle Iterationen, um den Product Market Fit zu erreichen.minimum-viable-productMVE, Product Market Fit
MockupStrategy & Product DevelopmentAttrappeEin Mockup ist ein visuelles Modell eines Produkts oder einer Website, das den Eindruck erweckt, als ob es vollständig funktionsfähig wäre, jedoch in der Regel keine tatsächlichen Funktionen bietet. Beispielsweise könnte ein Mockup eines Smartphone-Designs lediglich die äußere Form und das Layout zeigen, während die Software nicht implementiert ist. Mockups sind entscheidend im Produktentwicklungsprozess, da sie Stakeholdern und potenziellen Kunden eine anschauliche Vorstellung des Endprodukts vermitteln und das Interesse von Investoren wecken. Im Gegensatz zu Fake-Produkten, die irreführend sind, sind Mockups absichtlich und legitim, oft mit Zustimmung ihrer Schöpfer.mockupMVP
MoSCoW (Prioritization)Strategy & Product DevelopmentDie MoSCoW-Priorisierung ist ein strukturierter Ansatz zur Priorisierung von Anforderungen in Projekten, der insbesondere im agilen Projektmanagement Anwendung findet. Das Akronym MoSCoW steht für die Kategorien: Must have (unverzichtbar), Should have (wünschenswert), Could have (möglich) und Won't have (nicht erforderlich). Beispielsweise könnte in einem Softwareprojekt die Funktionalität zur Benutzeranmeldung als "Must have" klassifiziert werden, während zusätzliche Designoptionen als "Could have" eingestuft werden.moscow-prioritization
Multi-Sided PlatformMSPStrategy & Product DevelopmentMehrseitige PlattformEine Multi-Sided Platform (MSP) ist eine Plattform, die als Vermittler und Transaktionspartner mindestens zwei unterschiedliche Benutzergruppen verbindet. Beispiele sind Uber, das Fahrgäste und Fahrer zusammenbringt, sowie Amazon, das Konsumenten und Händler vereint. Weitere Beispiele sind Instagram, das Privatpersonen, Künstler und Werbetreibende verknüpft. MSPs profitieren von Netzwerkeffekten, die die Nutzererfahrung verbessern und Transaktionskosten senken, etwa durch vereinfachte Suchprozesse. Ein zentrales Problem ist das Henne-Ei-Prinzip, das die gleichzeitige Schaffung von Wachstum auf Anbieter- und Nutzerseite erfordert.multi-sided-platform
Need-Gap AnalysisStrategy & Product DevelopmentLückenanalyseEine Need-Gap Analysis, auch als Bedarfs- oder Lückenanalyse bekannt, ist ein systematischer Prozess zur Identifikation und Analyse der Differenz zwischen den Bedürfnissen einer Organisation oder Individuums und den tatsächlich verfügbaren Ressourcen oder Angeboten. Diese Analyse findet Anwendung in Bereichen wie Marketing, Produktentwicklung, Kundendienst, Personalwesen und Bildung. Beispielsweise können Kundeninterviews oder Marktstudien durchgeführt werden, um spezifische Lücken in der Bedarfsdeckung zu ermitteln. Die Ergebnisse helfen, Produkte oder Dienstleistungen gezielt anzupassen (vgl. Needfinding, Marktanalyse).need-gap-analysis
NeedfindingStrategy & Product Development-Needfinding bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifizierung und Analyse von Bedürfnissen, Anforderungen und Problemen potenzieller Nutzer, um innovative Lösungen und Produkte zu entwickeln. Dieser Prozess umfasst Techniken wie Beobachtungen, Interviews, Umfragen und Prototyping. Ein Beispiel ist die Anwendung von Needfinding in der Softwareentwicklung, wo Nutzerfeedback zur Verbesserung von Benutzeroberflächen genutzt wird.needfindingPrototyping, Need-Gap Analysis, Customer Development
Network EffectStrategy & Product DevelopmentNetzwerkeffektEin Netzwerkeffekt tritt auf, wenn der Nutzen oder Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung für jeden Nutzer steigt, je mehr Menschen diese ebenfalls nutzen. Dies resultiert aus der Zunahme potenzieller Interaktionen, die das Gesamtnetzwerk attraktiver machen. Beispiele sind soziale Netzwerke wie Facebook, eCommerce-Marktplätze wie Amazon und Peer-to-Peer-Plattformen wie Airbnb. Diese Plattformen gewinnen an Wert mit jeder zusätzlichen Nutzerin oder Nutzer.network-effecteCommerce, Peer-to-Peer, Two-Sided Market
Open Business ModelStrategy & Product Development-Ein Open Business Model bezeichnet ein Geschäftsmodell, das auf der Offenheit und dem Austausch von Ressourcen, Daten und Technologien basiert. Unternehmen, die dieses Modell anwenden, ermöglichen externen Akteuren, ihre Produkte oder Dienstleistungen weiterzuentwickeln, was die Innovationsgeschwindigkeit erhöht. Beispiele sind Open-Source-Software, bei der Entwickler den Quellcode anpassen können, sowie Plattformen wie GitHub, die gemeinschaftliche Softwareentwicklung fördern. Verwandte Konzepte sind Co-Creation und Crowdsourcing, die ebenfalls auf externe Beiträge setzen, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.open-business-modelOpen-Source-Software, Co-Creation, Crowdsourcing
Original Equipment ManufacturerOEMStrategy & Product DevelopmentErstausrüsterDer Begriff Original Equipment Manufacturer (OEM), auf Deutsch Erstausrüster, bezeichnet Unternehmen, die Produkte entwickeln und herstellen, die dann unter einer anderen Marke oder als Teil eines umfassenderen Produkts vertrieben werden. Beispiele sind Automobilzulieferer wie Bosch oder Continental, die Komponenten für Fahrzeuge liefern. OEMs sind entscheidend für die Wertschöpfungskette, da sie oft spezialisierte Teile oder Technologien bereitstellen, die in Endprodukten wie Computern (z. B. Intel für Prozessoren) oder in der Rüstungsindustrie (z. B. Rheinmetall) integriert werden.original-equipment-manufacturer
OverengineeringStrategy & Product Development-Overengineering bezeichnet die unnötige und potenziell schädliche Überkomplexität oder Überdimensionierung eines technischen Systems, Produkts oder einer Anwendung. Dies tritt häufig auf, wenn Entwickler Lösungen schaffen, die die tatsächlichen Anforderungen übersteigen, was zu ineffizienten Ressourcenverwendungen führt. Ein Beispiel ist eine Software, die zahlreiche Funktionen bietet, die von den Nutzern nicht benötigt werden (s. a. Feature Bloat).overengineeringMinimal Viable Product, MVP, Usability
Over-the-CounterOTCStrategy & Product DevelopmentDirekt gehandelte ProdukteOver-the-Counter (OTC) bezeichnet Produkte, die ohne vorherige Genehmigung oder Rezept direkt an Endverbraucher verkauft werden können. Dies umfasst vor allem standardisierte Finanzinstrumente wie öffentliche Anleihen sowie rezeptfreie Medikamente. Im erweiterten Sinne wird der Begriff auch auf Softwareprodukte angewendet, die ohne spezielle Lizenzierung oder Vertriebswege erhältlich sind, wie beispielsweise Unternehmenssoftware. OTC-Produkte bieten oft eine höhere Liquidität und Zugänglichkeit, was sie für Startups und Investoren attraktiv macht.over-the-counter
PanelStrategy & Product Development-Panel: In der Marktforschung bezeichnet ein Panel eine Gruppe von Personen, die regelmäßig zu spezifischen Themen befragt werden. Diese Gruppen liefern Unternehmen kontinuierliche Einblicke in Konsumentenmeinungen und -verhalten, was für die Entwicklung von Produkten und Marketingstrategien entscheidend ist. Ein Beispiel ist ein Konsumgüter-Panel, das Feedback zu neuen Produkten gibt.  a. qualitative Forschung) und Umfrage, die unterschiedliche Methoden zur Datenerhebung darstellen. Panels ermöglichen eine langfristige Analyse von Trends und Veränderungen im Konsumverhalten.panel
Parallel PricingStrategy & Product DevelopmentParallelpreisgestaltungParallel Pricing, auch bekannt als Preisdiskriminierung, bezeichnet die Praxis, dass Unternehmen identische Produkte zu variierenden Preisen anbieten, ohne Mengenrabatte zu gewähren. Ein Beispiel ist die Preisgestaltung von Software-Abonnements, bei denen Premium-Funktionen für Mitglieder günstiger sind. Automobilhersteller können denselben Fahrzeugtyp in verschiedenen Ländern unterschiedlich bepreisen. Diese Preisunterschiede können Dritte anziehen, die durch Arbitrage, oft illegal, Produkte in günstigeren Märkten erwerben und in teureren Märkten weiterverkaufen.parallel-pricingArbitrage
Payback TimeStrategy & Product DevelopmentAmortisationsdauerDie Payback Time bezeichnet den Zeitraum, der benötigt wird, damit ein neu gewonnener Kunde einen positiven Nettobeitrag zum monatlichen Umsatz generiert. Dies ist besonders relevant in Subskriptionsmodellen, wo die anfänglichen Marketingausgaben (s. a. CAC - Customer Acquisition Cost) für die Kundenakquise über die gesamte Nutzungsdauer (s. a. CLV - Customer Lifetime Value) amortisiert werden müssen. Ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen 100 Euro für die Akquise eines Kunden ausgibt und dieser monatlich 20 Euro Umsatz generiert, beträgt die Payback Time fünf Monate. Die Analyse der Payback Time hilft Startups, ihre Finanzierungsstrategien und Wachstumsprognosen zu optimieren.payback-timeCAC, Customer Acquisition Cost, CLV, Customer Lifetime Value
Pay per UsePPUStrategy & Product DevelopmentZahlung für die EinmalnutzungPay per Use (PPU) oder Pay per View (PPV) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden nur für den tatsächlichen Verbrauch einer Dienstleistung oder eines Produkts zahlen. Dies steht im Gegensatz zu Pauschalpreismodellen oder Flat Rates. Beispiele umfassen das einmalige Streamen von Filmen auf Plattformen wie Netflix oder die Bezahlung für die Konvertierung von Dateiformaten über Online-Dienste.pay-per-usePPV
Paying CustomersStrategy & Product DevelopmentZahlende KundenPaying Customers bezeichnet Kunden, die bereit sind, den vollen Preis für ein Produkt zu zahlen, im Gegensatz zu kostenlosen Nutzern, die häufig in der Anfangsphase eines Produkts anzutreffen sind. Diese zahlenden Kunden sind entscheidend für Startups, um einen Proof-of-Market zu erlangen, da sie die tatsächliche Nachfrage und Zahlungsbereitschaft demonstrieren. Ein Beispiel sind SaaS-Unternehmen, die monatliche Abonnements anbieten. Paying Customers sind eng verbunden mit Begriffen wie Umsatzgenerierung und Kundenakquise, da sie essentielle Indikatoren für das Wachstum und die finanzielle Stabilität eines Unternehmens darstellen.paying-customersProof-of-Market
PDCA CycleStrategy & Product DevelopmentPDCA-ZyklusDer PDCA-Zyklus, auch bekannt als Deming-Zyklus, ist ein systematischer, iterativer Prozess zur kontinuierlichen Qualitätskontrolle und -verbesserung. Die vier Phasen sind: Plan (Planung von Maßnahmen), Do (Umsetzung der Maßnahmen), Check (Überprüfung der Ergebnisse) und Act (Anpassung basierend auf den Ergebnissen). Beispielsweise könnte ein Startup, das ein neues Produkt einführt, zunächst Marktanalysen (Plan) durchführen, das Produkt entwickeln (Do), Kundenfeedback sammeln (Check) und dann Anpassungen vornehmen (Act).pdca-cycleSix Sigma, Lean Management
Peer-To-PeerP2PStrategy & Product Development-Peer-to-Peer (P2P) bezeichnet ein Netzwerkmodell, bei dem gleichwertige Computer oder Geräte direkt miteinander kommunizieren und Ressourcen oder Daten austauschen, ohne einen zentralen Server oder eine zentrale Instanz zu durchlaufen. Beispiele sind P2P-Lending-Plattformen wie Auxmoney oder Funding Circle, die es Nutzern ermöglichen, Kredite direkt untereinander zu vergeben. Ein verwandter Begriff ist Distributed Ledger Technology (DLT), der die dezentrale Speicherung von Daten beschreibt. P2P-Modelle finden auch Anwendung in File-Sharing-Diensten wie BitTorrent, wo Nutzer Dateien direkt austauschen.peer-to-peer
PERT ChartStrategy & Product DevelopmentPERT-DiagrammPERT steht für 'Program Evaluation & Review Technique' und bezeichnet eine Methode zur Projektplanung und -kontrolle. Ein PERT-Diagramm visualisiert die Abhängigkeiten zwischen Projektaktivitäten mithilfe von Knotenpunkten (Aktivitäten) und Pfeilen (Abhängigkeiten). Es ermöglicht die Schätzung der voraussichtlichen Dauer jeder Aktivität, was für die Ressourcenplanung entscheidend ist. Beispielsweise kann ein Startup bei der Entwicklung eines neuen Produkts ein PERT-Diagramm nutzen, um die Phasen von der Marktforschung bis zur Produkteinführung zu planen.pert-chart
PESTEL AnalysisStrategy & Product DevelopmentPESTEL-AnalyseEine PESTEL-Analyse ist ein strategisches Instrument zur Bewertung der externen Faktoren, die den Markt eines Unternehmens beeinflussen. PESTEL steht für die Dimensionen Politisch, Wirtschaftlich, Sozial, Technologisch, Ökologisch und Rechtlich. Diese Analyse ermöglicht es Unternehmen, Chancen und Risiken zu identifizieren. Beispielsweise kann die politische Stabilität eines Landes (Politisch) die Investitionsentscheidungen beeinflussen, während technologische Innovationen (Technologisch) neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen.pestel-analysis
PipelineStrategy & Product Development-Pipeline: Der Begriff "Pipeline" bezeichnet in der Software-Entwicklung eine sequenzielle Kette von Verarbeitungselementen, wie Prozesse, Threads oder Funktionen, die zur effizienten Datenverarbeitung genutzt wird. Im Vertrieb beschreibt die Pipeline die verschiedenen Phasen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Abschluss eines Verkaufs. Beispiele sind die Lead-Generierung, Qualifizierung und der Abschluss.pipelineSales Funnel, Workflow
Platform as a ServicePaaSStrategy & Product Development-Platform as a Service (PaaS) ist ein Cloud-Computing-Modell, das es Unternehmen ermöglicht, Anwendungen und Dienste zu entwickeln, bereitzustellen und auszuführen, ohne sich um die zugrunde liegende Infrastruktur kümmern zu müssen. Anbieter wie Google App Engine oder Microsoft Azure bieten integrierte Entwicklungsumgebungen, Datenbanken und Middleware an. PaaS fördert die Agilität, indem es Entwicklern ermöglicht, sich auf die Programmierung zu konzentrieren, während Infrastruktur-Management und Skalierung automatisiert werden.platform-as-a-service
Porter’s 5 ForcesStrategy & Product DevelopmentFünf-Kräfte-ModellPorter's 5 Forces ist ein bewährtes strategisches Management-Tool zur Analyse der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und der Attraktivität von Branchen. Es umfasst fünf zentrale Kräfte: die Verhandlungsmacht der Kunden, die Verhandlungsmacht der Lieferanten, die Bedrohung durch bestehende Wettbewerber, die Bedrohung durch neue Markteintritte und die Gefahr der Substitution durch innovative Produkte (vgl. Disruption). Beispielsweise kann ein Startup im Bereich E-Commerce die Verhandlungsmacht der Kunden durch personalisierte Angebote verringern, während die Bedrohung durch neue Konkurrenten durch starke Markenbindung minimiert werden kann.porter-s-5-forces
Positive CorrelationStrategy & Product DevelopmentPositive KorrelationEine positive Korrelation beschreibt das Verhältnis, bei dem zwei Variablen gemeinsam ansteigen oder fallen. Beispielsweise zeigt die Erfolgswahrscheinlichkeit von Startups, gemessen an ihrem Finanzierungsvolumen, eine positive Korrelation. Ein weiteres Beispiel ist die Innovationskraft einer Volkswirtschaft, die sich in der Anzahl jährlich angemeldeter Patente widerspiegelt. Es ist jedoch wichtig, Kausalitäten korrekt zu interpretieren; so könnte fälschlicherweise angenommen werden, dass ein Anstieg des Bruttosozialprodukts direkt auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen ist. Zudem kann die Stärke der Korrelation variieren, wie bei Werbekampagnen, wo steigende Budgets oft nur zu sinkenden Grenzerträgen führen.positive-correlation
PremiumStrategy & Product DevelopmentAufpreisPremium bezeichnet einen Aufpreis oder eine Prämie, die Kunden oder Unternehmen für zusätzliche Leistungen entrichten. Im Kontext von Software-as-a-Service (SaaS) können Nutzer durch Zahlung eines Aufschlags erweiterte Funktionen freischalten, was als Premium-Modell bekannt ist (vgl. Freemium). Im Personalwesen bezieht sich der Begriff auf Signing Premiums, die bei Neueinstellungen gezahlt werden, um talentierte Fachkräfte zu gewinnen. Weitere verwandte Begriffe sind Zusatzleistungen und Incentives, die ebenfalls zur Steigerung der Attraktivität von Angeboten beitragen.premiumSaaS, Freemium
Price SensitivityStrategy & Product DevelopmentPreissensibilitätDie Preissensibilität eines Produkts beschreibt die Reaktion der Nachfrage auf Preisänderungen und wird häufig durch eine Nachfragekurve dargestellt. Eine hohe Preissensibilität bedeutet, dass bereits geringe Preisänderungen zu signifikanten Änderungen in der Nachfragemenge führen. Beispielsweise zeigen Konsumgüter wie Lebensmittel eine hohe Preissensibilität, während Luxusgüter wie Designerhandtaschen oft eine geringe Preissensibilität aufweisen. Giffen-Güter, wie bestimmte Grundnahrungsmittel in Entwicklungsländern, erhöhen ihre Nachfrage bei steigenden Preisen.price-sensitivity
Price ThresholdStrategy & Product DevelopmentPreisschwelleDie Preisschwelle bezeichnet den Punkt, ab dem ein Kunde bereit ist, ein Produkt nicht mehr zu erwerben, sei es aus ökonomischen oder psychologischen Gründen. Sie definiert den maximalen Preis, den ein Anbieter verlangen kann, ohne Kunden zu verlieren (vgl. Preissensibilität). Anbieter nutzen häufig Preisdiskriminierung, um verschiedene Preisschwellen zu bedienen, indem sie Produkte in unterschiedliche Varianten oder Service-Pakete aufteilen. Ein bekanntes Beispiel sind Preise, die auf 'x,99' enden, um den Eindruck eines günstigeren Angebots zu erwecken.price-threshold
(Principal-)Agency TheoryStrategy & Product DevelopmentAgenturtheorieDie (Principal-)Agentur-Theorie beschreibt die Dynamik zwischen Auftraggebern (Principals) und Ausführenden (Agents) in kooperativen Beziehungen, insbesondere in Unternehmen. Zielkonflikte entstehen, wenn unterschiedliche Motivationen und asymmetrische Informationen vorliegen. Beispielsweise zeigt ein festangestellter Mitarbeiter oft geringeren Einsatz als ein erfolgsabhängig vergüteter Kollege. Dies kann auch in der Gesundheitsbranche beobachtet werden, wo Ärzte unnötige Behandlungen anordnen, um ihre Einnahmen zu maximieren.principal-agency-theory
Prisoner’s DilemmaStrategy & Product DevelopmentGefangenendilemmaDas Gefangenendilemma ist ein zentrales Konzept der Spieltheorie, das die Entscheidungsfindung in Situationen mit Informationsasymmetrie beschreibt. Es illustriert, wie zwei rational handelnde Individuen, die isoliert agieren, zu einem suboptimalen Ergebnis gelangen können. Im ursprünglichen Szenario gestehen zwei Gefangene, wobei derjenige, der schweigt, die Chance auf Freilassung hat, wenn der andere ebenfalls schweigt. In der Wirtschaft zeigt sich dies beispielsweise in Preisstrategien: Wenn zwei konkurrierende Unternehmen auf Rabatte verzichten, maximieren sie ihre Gewinne. Schert jedoch eines aus, zwingt dies die anderen zur Anpassung, was zu Gewinnrückgängen führt.prisoner-s-dilemma
Private LabelPLStrategy & Product DevelopmentEigenmarke, HandelsmarkeEin Private Label bezeichnet eine Eigen- oder Handelsmarke, die von einem Handelsunternehmen entwickelt wird. Diese Produkte, häufig im Lebensmitteleinzelhandel oder Drogeriemarkt zu finden, bieten oft günstigere Alternativen zu etablierten Konsummarken. Beispiele sind die Eigenmarken von Discountern wie Aldi oder Lidl, die identische Produkte unter einem anderen Namen vertreiben. Private Labels ermöglichen es Herstellern, ihre Produktionskapazitäten besser auszuschöpfen, während sie gleichzeitig die Markenbindung und Kundenloyalität des Handelsunternehmens stärken.private-label
Product AuditStrategy & Product DevelopmentProduktauditEin Product Audit ist eine systematische Untersuchung eines Produkts, um dessen Qualität und Konformität mit festgelegten Standards zu überprüfen. Dies geschieht häufig im Rahmen von Produktzertifizierungen, um sicherzustellen, dass Produkte den Anforderungen von Investoren oder regulatorischen Stellen entsprechen. Beispielsweise kann ein Startup, das elektronische Geräte herstellt, einen Product Audit durchführen, um sicherzustellen, dass seine Produkte sicher und funktionsfähig sind. Eng verwandt ist das Prozessaudit (Process Audit), das sich auf die Input-Faktoren wie Maschinen, Rohstoffe und Verfahrenstechniken konzentriert, um die Effizienz und Qualität der Produktionsprozesse zu gewährleisten.product-auditProcess Audit
Product BriefStrategy & Product DevelopmentLastenheftLHEin Product Brief, auch als Lastenheft bekannt, ist ein zentrales Dokument in der Produktentwicklung, das wesentliche Informationen an Entwickler und Stakeholder übermittelt. Es beantwortet Fragen wie: Welches Produkt wird entwickelt und aus welchem Grund? Welche Probleme adressiert es im Anwendungskontext? Wie hebt es sich von Konkurrenzprodukten ab? Zudem definiert es den Zeitrahmen für die Entwicklung und die Erfolgskriterien. Die Detailtiefe kann variieren, von einer einfachen DIN-A4-Seite bis hin zu umfassenden Präsentationen.product-brief
Product CommercializationStrategy & Product DevelopmentKommerzialisierung, VermarktungProduct Commercialization bezeichnet die Gesamtheit der Maßnahmen, die erforderlich sind, um ein Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen. Dazu gehören die Identifikation des Product Market Fit, die Produktionsplanung, Markenbildung und Preisgestaltung. Ein Beispiel ist ein Startup, das eine innovative App entwickelt hat, aber aufgrund unzureichender Marktanalysen und unattraktiver Preisstrategien nicht genügend Nutzer gewinnt.product-commercializationProduct Market Fit, PMF
Product DevelopmentPDStrategy & Product DevelopmentProduktentwicklungPEDie Produktentwicklung umfasst alle Phasen von der Ideenfindung bis zur Markteinführung eines Produkts. Dazu gehören die Konzeptentwicklung, Prototypenerstellung, Tests und Marktforschung. Beispielsweise kann ein Startup, das eine neue App entwickelt, zunächst Nutzerbedürfnisse analysieren, dann ein Minimum Viable Product (MVP) erstellen und schließlich Feedback zur Optimierung einholen.product-developmentMVP
Product LaunchPLStrategy & Product DevelopmentProdukteinführungDer Product Launch bezeichnet den entscheidenden Zeitpunkt der Markteinführung eines Produkts und ist ein kritischer Moment im Produktlebenszyklus (PLC). Er beinhaltet umfassende PR- und Marketingstrategien sowie die offizielle Aktivierung des Vertriebsteams. Im Startup-Umfeld kann ein Product Launch, beispielsweise im Rahmen von Crowdfunding-Kampagnen, häufig verschoben werden, um sicherzustellen, dass die Produktqualität den Erwartungen entspricht oder um Lieferengpässe zu vermeiden.product-launchPLC, PR, MVP
Product-led GrowthPLGStrategy & Product Development-Product-led Growth (PLG) ist eine Wachstumsstrategie, die insbesondere von Software-as-a-Service (SaaS)-Unternehmen verfolgt wird. Bei PLG wird der Produkterfolg nicht durch traditionelle Top-down-Methoden wie Marketing und Vertrieb bestimmt, sondern durch Bottom-up-Ansätze, die auf der Nutzung durch Endbenutzer basieren. Ein Beispiel ist eine Aufgabenmanagement-Software, die durch private Nutzung von Mitarbeitern an Bekanntheit gewinnt. Diese Nutzung führt zu Empfehlungen und beeinflusst die Kaufentscheidungen in Unternehmen, wobei die Popularität innerhalb der Belegschaft entscheidend ist.product-led-growthSaaS, User Experience, UX, Customer Success
Product Life CyclePLCStrategy & Product DevelopmentProduktlebenszyklusDer Produktlebenszyklus beschreibt die Lebenskurve eines Produkts von der Markteinführung bis zum Marktaustritt. Er umfasst fünf Phasen: Einführung, Wachstum, Reife, Sättigung und Rückgang. In der Einführungsphase sind Marketingkosten hoch, während in der Reife- und Sättigungsphase die Margen steigen. Beispielsweise durchläuft ein neues Smartphone diese Phasen, wobei in der Wachstumsphase der Absatz exponentiell ansteigt. Im Gegensatz dazu erreichen Modeartikel oft schnell die Rückgangsphase, während langlebige Produkte wie Parfums auch nach dieser Phase einen stabilen Käuferkreis halten können.product-life-cycle
Product Market FitPMFStrategy & Product Development-Der Product Market Fit (PMF) ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Startups und bezeichnet die Übereinstimmung zwischen einem Produkt und den Bedürfnissen des Marktes. Er wird erreicht, wenn ein Produkt eine signifikante Nachfrage erzeugt und die Zielgruppe es als wertvoll erachtet. Ein Beispiel ist ein SaaS-Produkt, das spezifische Probleme von Unternehmen löst. Im Gegensatz zum Proof-of-Market, der die Vertriebsstärke bewertet, konzentriert sich der PMF auf die Produktakzeptanz und kann zu strategischen Pivots führen, wenn die anfänglichen Hypothesen über Kundenbedürfnisse nicht bestätigt werden.product-market-fitSaaS, Proof-of-Market
Product Requirements DocumentPRDStrategy & Product DevelopmentLastenheftLHEin Product Requirements Document (PRD), im Deutschen als 'Lastenheft' bekannt, dokumentiert umfassend technische und nichttechnische Anforderungen an ein Produkt, insbesondere im Softwarebereich. Es umfasst beispielsweise Spezifikationen zu erforderlichen Schnittstellen, Designvorgaben gemäß der Corporate Identity sowie die Einhaltung externer Sicherheitsstandards. Ein PRD dient als Grundlage für die Entwicklung und ähnelt dem Product Backlog in der Scrum-Methodik, wobei das PRD vom Auftraggeber erstellt wird, während das Product Backlog die Umsetzung dieser Anforderungen durch den Auftragnehmer darstellt.product-requirements-documentCorporate Identity, Product Backlog, Scrum
Product VulnerabilityStrategy & Product DevelopmentProduktanfälligkeitProduktanfälligkeit bezeichnet die Anfälligkeit eines Produkts für Schwachstellen, insbesondere in Form von Sicherheitslücken im Softwarebereich. Ein Beispiel hierfür ist die Entdeckung von Sicherheitslücken in Betriebssystemen, die Cyberangriffe ermöglichen. Darüber hinaus umfasst Produktanfälligkeit die Möglichkeit, Produkte missbräuchlich zu verwenden, etwa als unkonventionelle Waffe in Konfliktsituationen. Die Überprüfung der Produktanfälligkeit ist entscheidend für die Einhaltung von Compliance-Vorgaben, um kostspielige rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.product-vulnerability
(Product) SpecsStrategy & Product DevelopmentTechnische Daten, SpezifikationenProduct Specs beziehen sich im technischen Kontext auf detaillierte technische Spezifikationen eines Produkts, wie beispielsweise Anschlüsse oder Funktionalitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung erweitern sich die Product Specs jedoch auf die gesamte Produktgeschichte, einschließlich der Value Proposition, die den Nutzen für den Kunden beschreibt. Zudem werden verschiedene Buyer Personas und Use Cases berücksichtigt, um die Zielgruppe präzise anzusprechen. Ein Beispiel sind technische Spezifikationen eines Smartphones, die nicht nur die Hardware, sondern auch die Benutzererfahrung und Marktpositionierung umfassen.product-specsValue Proposition, Buyer Personas, Use Cases, Product Roadmap, Minimum Viable Product, MVP
Product AdoptionStrategy & Product DevelopmentProduktakzeptanzProduktakzeptanz beschreibt den Prozess, durch den Kunden ein Produkt oder eine Anwendung kennenlernen, explorativ nutzen und potenziell weiterempfehlen. Dieser Prozess der Diffusion umfasst Phasen von Unsicherheit, Neugierde und wachsender Benutzerakzeptanz, die in Begeisterung münden können. Kunden werden in fünf Gruppen eingeteilt: Innovatoren, Early Adopters, Early Majority, Late Majority und Nachzügler. Beispielsweise sind Innovatoren oft technikaffine Personen, während Nachzügler zögerlich sind und erst nach umfassender Bestätigung durch andere Nutzer kaufen.product-adoption
Proof-of-ConceptPoCStrategy & Product DevelopmentMachbarkeitsnachweisDer Proof-of-Concept (PoC) ist ein entscheidender Schritt im Startup-Prozess, der die Machbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial einer Idee validiert. Dies geschieht häufig durch die Entwicklung eines Prototyps oder durch das Einholen von Feedback von potenziellen Kunden, die ernsthaftes Interesse zeigen. Ein Beispiel für einen PoC könnte ein Software-Startup sein, das eine funktionale Demo seiner Anwendung erstellt, um Investoren zu überzeugen. Der PoC minimiert Risiken für Startups und Investoren und ist eng verbunden mit den Begriffen Early Stage und Later Stage, die unterschiedliche Phasen im Lebenszyklus eines Startups beschreiben.proof-of-concept
Proof-of-MarketPoMStrategy & Product Development-Proof-of-Market (PoM) bezeichnet den Nachweis, dass ein Geschäftsmodell nach der Markteinführung von der Zielgruppe akzeptiert wird. Dies geschieht typischerweise durch die Akquise einer signifikanten Anzahl zahlender Kunden, die das Interesse und die Zahlungsbereitschaft für das Produkt oder die Dienstleistung demonstrieren. Ein Beispiel hierfür wäre ein Startup, das nach der Einführung einer App innerhalb von drei Monaten 1. 000 zahlende Nutzer gewinnt. Der Proof-of-Market ist entscheidend für die nächste Finanzierungsrunde, da Investoren wie Venture Capitalists eine solide Traction erwarten, um das Wachstumspotenzial zu bewerten.proof-of-marketPoM, Venture Capitalists, Traction
PrototypeStrategy & Product DevelopmentPrototypEin Prototyp ist ein frühes Modell oder eine Vorversion eines Produkts oder einer Dienstleistung, das dazu dient, Funktionalität, Design und Benutzerfreundlichkeit zu testen und zu optimieren. Im Startup-Bereich ist das Prototyping ein entscheidender Schritt im Entwicklungsprozess, da es Gründern und Investoren ermöglicht, das Konzept sowie die Umsetzbarkeit zu evaluieren und Risiken zu minimieren. Beispiele sind digitale Prototypen von Apps oder physische Modelle von Geräten.prototypeMVP, Proof-of-Concept
Quality AssuranceQAStrategy & Product DevelopmentQualitätssicherungQSQualitätssicherung (QA) bezeichnet den systematischen Prozess in Organisationen, um sicherzustellen, dass Produkte oder Dienstleistungen den festgelegten Qualitätsstandards entsprechen. Hierbei kommen Methoden wie ISO-Zertifizierungen, Audits und systematische Tests zum Einsatz. Ein Beispiel ist die Implementierung von QA in der Softwareentwicklung, wo automatisierte Tests zur Fehleridentifikation genutzt werden. Im Gegensatz zur qualitätsverwandten Qualitätssicherung (QC), die sich auf die Durchführung von Tests konzentriert, fokussiert sich die QA auf die strategische Planung und Prävention von Fehlern.quality-assurance
Quality Function DeploymentQFDStrategy & Product Development-Quality Function Deployment (QFD) ist ein strukturierter Prozess zur Übertragung von Kundenanforderungen in die Produktentwicklung. Durch eine matrixbasierte Methode werden Anforderungen identifiziert, priorisiert und in technische Spezifikationen übersetzt. Ein Beispiel ist die Anwendung von QFD in der Automobilindustrie, wo Kundenwünsche in Designmerkmale umgesetzt werden. QFD fördert die Kommunikation zwischen Kunden, Auftragnehmern und Entwicklungsabteilungen, was Missverständnisse minimiert und die Produktqualität erhöht.quality-function-deploymentVoC, DFSS
Rapid Application DevelopmentRADStrategy & Product DevelopmentSchnelle AnwendungsentwicklungRapid Application Development (RAD) ist ein agiler Entwicklungsansatz, der es ermöglicht, Anwendungen schnell und iterativ zu erstellen. Durch den Einsatz von Prototyping-Tools, wie z. B. Axure oder Figma, sowie Methoden wie Scrum oder Kanban, wird die Entwicklungszeit signifikant verkürzt. RAD fördert kontinuierliches Feedback von Stakeholdern, was besonders bei Projekten mit dynamischen Anforderungen, wie in der Softwareentwicklung oder bei Startups, von Vorteil ist.rapid-application-developmentScrum, Kanban, Agile Development
Rapid PrototypingStrategy & Product Development-Rapid Prototyping ist ein innovativer Prozess zur schnellen Herstellung von Hardware-Prototypen, der moderne Technologien wie 3D-Druck, CNC-Fräsung und Stereolithografie nutzt. Beispielsweise ermöglicht der 3D-Druck die kostengünstige Produktion komplexer Geometrien in kurzer Zeit. Durch den Einsatz von Rapid Prototyping können Unternehmen wie Startups schnell funktionierende Modelle erstellen, um Benutzerfeedback zu sammeln und Designanpassungen vorzunehmen. Dies verkürzt die Entwicklungszeit erheblich und steigert die Effizienz.rapid-prototypingMinimum Viable Product, MVP, Agile Development
ReachStrategy & Product DevelopmentReichweiteReach bezeichnet die Reichweite von Marketing- und Öffentlichkeitskampagnen, die den potenziellen Einfluss einer Botschaft auf die Zielgruppe misst. Ein Beispiel ist die Reichweite einer Social-Media-Kampagne, die durch Likes und Shares quantifiziert wird. Zudem kann Reach auch die Erreichbarkeit von Investoren oder Partnern umfassen, etwa durch Networking-Events. Abzugrenzen ist der Begriff Reach-out, der sich auf die aktive Kontaktaufnahme zu potenziellen Geschäftspartnern bezieht.reach
Relative Market ShareStrategy & Product DevelopmentMarktanteilDer relative Marktanteil beschreibt den Marktanteil eines Unternehmens im Vergleich zu den führenden Wettbewerbern, oft aggregiert auf den wichtigsten regionalen Markt. Er dient als Indikator für die Marktkonzentration und den direkten Wettbewerb innerhalb eines festgelegten Benchmarks. Beispielsweise könnte ein Startup im Bereich E-Commerce mit einem relativen Marktanteil von 25 % im Vergleich zu einem Marktführer mit 50 % analysiert werden.relative-market-share
Rent Instead of BuyStrategy & Product DevelopmentProduktmieteRent Instead of Buy ist ein Geschäftsmodell, das anstelle von festen Käufen eine flexible Mietstruktur bietet. Beispiele sind Software-as-a-Service (SaaS)-Produkte, die monatliche Abonnements erfordern, sowie physische Güter wie Fernseher, Fahrräder, Autos und Immobilien. Dieses Modell fördert Liquidität und ermöglicht Unternehmen, Kapital für andere Investitionen freizusetzen. Ein verwandtes Konzept ist Sale-and-Lease-Back, bei dem Unternehmen Vermögenswerte verkaufen und sie anschließend zurückmieten, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überwinden.rent-instead-of-buySaaS, Sale-and-Lease-Back
Responsive(ness)Strategy & Product DevelopmentZugänglich, antwortendResponsive(ness) bezeichnet die Fähigkeit von Webseiten, sich automatisch an verschiedene Ausgabeformate anzupassen, wie beispielsweise mobile Browser, Tablets oder unterschiedliche Monitorgrößen. Darüber hinaus beschreibt der Begriff die allgemeine Eigenschaft von Individuen oder Partnerunternehmen, schnell und flexibel auf Angebote oder Veränderungen im Markt zu reagieren. Ein Beispiel hierfür ist ein Startup, das seine Marketingstrategie an aktuelle Trends anpasst.responsive-ness
Retention (Rate)Strategy & Product DevelopmentBindung(srate)Retention (Rate) bezeichnet im Startup-Kontext die Fähigkeit, sowohl Kunden als auch Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Retention Rate wird häufig als Kennzahl für die Kundenbindung (Customer Retention) und Mitarbeiterbindung (Employee Retention) verwendet. Ein Beispiel für eine hohe Kundenretention ist ein Abonnement-Modell, bei dem die Kunden regelmäßig für Dienstleistungen zahlen. In Relation zu den Kosten pro Akquisition (Cost per Acquisition) und den Kosten pro Einstellung (Cost per Hire) zeigt die Retention Rate Einsparpotenziale und Optimierungsmöglichkeiten auf, die für nachhaltiges Wachstum entscheidend sind.retention-rateCost per Acquisition, Cost per Hire
Reverse EngineeringREStrategy & Product Development-Reverse Engineering ist der Prozess, bei dem bestehende Produkte analysiert und deren Funktionsweise sowie Design verstanden werden, um Verbesserungen oder Nachahmungen zu entwickeln. Dieser Vorgang umfasst Techniken wie 3-D-Scans und Ultraschallmessungen, um beispielsweise Maschinen der Konkurrenz zu vermessen und in CAD-Modelle zu überführen. Ein praktisches Beispiel ist die Automobilindustrie, wo Hersteller bestehende Modelle untersuchen, um innovative Features zu integrieren.reverse-engineering3-D, CAD, Prototyping
Reverse InnovationStrategy & Product Development-Reverse Innovation bezeichnet eine Strategie in der Produktentwicklung, bei der Innovationen zunächst für Schwellen- oder Entwicklungsländer konzipiert werden, bevor sie in Industrieländern eingeführt werden. Diese Herangehensweise berücksichtigt die spezifischen Herausforderungen, wie begrenzte Infrastruktur und geringere Kaufkraft, die in diesen Märkten vorherrschen. Ein Beispiel ist die Entwicklung kostengünstiger medizinischer Geräte, die in Indien erfolgreich eingesetzt werden und später auch in westlichen Märkten Anwendung finden. Abzugrenzen ist der Begriff Reverse Engineering, der sich auf die Analyse und Rekonstruktion bestehender Produkte konzentriert, nicht jedoch auf geografische Markteinführungen.reverse-innovation
RICE Scoring ModelRICEStrategy & Product Development-Das RICE-Bewertungsmodell ist ein strukturiertes Priorisierungsinstrument, das Produktmanagern hilft, strategische Entscheidungen über die Integration von Produkten oder Funktionen in ihre Roadmaps zu treffen. Es bewertet Elemente anhand von vier Schlüsselfaktoren: Reach (Reichweite), Impact (Auswirkungen), Confidence (Vertrauen) und Effort (Aufwand). Beispielsweise könnte ein neues Feature, das 10. 000 Nutzer erreicht (Reach), signifikante Umsatzsteigerungen (Impact) verspricht, jedoch mit hohem Entwicklungsaufwand (Effort) verbunden ist. Die Anwendung des RICE-Modells fördert objektive Entscheidungsfindung und ermöglicht eine klare Argumentation gegenüber Stakeholdern, wodurch es sich von ähnlichen Modellen wie dem MoSCoW-Prinzip abhebt.rice-scoring-modelMoSCoW
Sales ProposalStrategy & Product DevelopmentAngebotsunterbreitungEin Sales Proposal ist ein schriftliches Dokument, das potenziellen Kunden und Klienten eines Startups ein Angebot unterbreitet. Es wird häufig von Sales Representatives erstellt und enthält wesentliche Eckdaten sowie spezifische Informationen zu den Vorteilen des Produkts oder der Dienstleistung. In der Seed-Phase ist es ratsam, die entscheidenden Vorteile intern zu definieren und zu bepreisen, um in virtuellen Verkaufsgesprächen vor dem Markteintritt wertvolles Feedback zu erhalten.sales-proposalSales Representatives, Seed-Stage
ScalabilityStrategy & Product DevelopmentSkalierbarkeitSkalierbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Startups oder Geschäftsmodells, nach der Einführung eines Produkts, wie beispielsweise im Software-as-a-Service (SaaS)-Bereich, die Anzahl der Kunden und die Umsätze mit minimalem zusätzlichem Aufwand zu erhöhen. Ein Beispiel hierfür ist ein Cloud-Dienst, der bei steigender Nutzerzahl keine signifikanten Mehrkosten verursacht. Die Formel CLV – CAC (Customer Lifetime Value minus Customer Acquisition Cost) verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Skalierung möglich ist, jedoch oft durch Faktoren wie Marktsättigung, erhöhte Wettbewerbsaktivitäten und interne organisatorische Herausforderungen, auch als "Wachstumsschmerzen" bekannt, beeinträchtigt wird.scalabilityCLV, CAC, Customer Lifetime Value, Customer Acquisition Cost
SCAMPER TechniqueSCAMPERStrategy & Product Development-SCAMPER ist eine kreative Methode zur Ideengenerierung, die darauf abzielt, bestehende Produkte oder Dienstleistungen durch gezielte Modifikationen zu verbessern oder neu zu gestalten. Das Akronym steht für Substitute (Ersatz), Combine (Kombinieren), Adapt (Anpassen), Modify (Verändern), Put to Another Use (Anders verwenden), Eliminate (Entfernen) und Rearrange (Neu anordnen). Beispielsweise könnte ein Startup im Bereich Lebensmittel SCAMPER nutzen, um ein bestehendes Snackprodukt durch Kombination mit gesunden Zutaten zu verbessern oder es für vegane Ernährung anzupassen.scamper-technique
ScrumStrategy & Product Development-Scrum ist ein agiles Projektmanagement-Framework, das insbesondere in der Softwareentwicklung Anwendung findet, um flexible und schnelle Lösungen in komplexen Projekten zu ermöglichen. Der Ansatz basiert auf den Prinzipien der Zusammenarbeit, Iteration und kontinuierlichen Verbesserung. Teams arbeiten in festgelegten Zeitabschnitten, sogenannten Sprints, die typischerweise zwei bis vier Wochen dauern. Während dieser Sprints werden spezifische Ziele verfolgt, und regelmäßige Meetings, wie das Daily Stand-up, fördern den Austausch und die Anpassung der Vorgehensweise. Nach jedem Sprint erfolgt eine Retrospektive, um den Prozess zu optimieren.scrumAgile, Kanban, Lean Management, Daily Stand-up
ScrumBanStrategy & Product Development-ScrumBan ist ein hybrider Ansatz, der Elemente von Scrum und Kanban vereint, um die Vorteile beider Methoden zu nutzen. Diese Methode fördert die Agilität durch iterative Sprints, wie sie in Scrum verwendet werden, und die Flexibilität von Kanban, die durch kontinuierliche Flussoptimierung gekennzeichnet ist. Teams können beispielsweise Aufgaben in einem Kanban-Board visualisieren und gleichzeitig Scrum-Meetings für regelmäßige Fortschrittsüberprüfungen abhalten.scrumbanAgile, Lean Management
Scrum MasterStrategy & Product Development-Der Scrum Master ist eine zentrale Rolle im Scrum-Framework, verantwortlich für die Implementierung und Einhaltung der Scrum-Methodik. Zu den Hauptaufgaben gehören die Unterstützung des Scrum-Teams, die Moderation von Scrum-Events wie Sprint-Planung und Retrospektiven sowie die Identifikation und Lösung von Hindernissen. Ein Scrum Master fördert Transparenz und Zusammenarbeit, indem er Kommunikationsbarrieren abbaut und das Team in der Selbstorganisation unterstützt. Im Gegensatz zu einem Product Owner, der die Produktvision steuert, agiert der Scrum Master als Facilitator, der die Prozesse optimiert und die Teamdynamik stärkt.scrum-master
Sharing EconomyStrategy & Product Development-Die Sharing Economy ist ein Wirtschaftsmodell, das auf der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen basiert, anstatt diese zu besitzen. Beispiele sind Carsharing-Dienste wie Car2Go und Plattformen wie Airbnb, die temporäre Unterkünfte anbieten. Weitere verwandte Konzepte sind die Collaborative Consumption, die den gemeinschaftlichen Verbrauch von Gütern fördert, und Peer-to-Peer-Marktplätze, die den direkten Austausch zwischen Nutzern ermöglichen. Diese Modelle reduzieren Kosten und fördern Nachhaltigkeit, indem sie den Ressourcenverbrauch optimieren.sharing-economy
Sniff TestStrategy & Product Development-Ein Sniff Test ist eine informelle und schnelle Methode zur Überprüfung einer Produktidee, bei der Feedback von Dritten eingeholt oder die Idee anhand spezifischer Kriterien, wie dem Problemlösungspotenzial oder der Größe des adressierbaren Marktes, bewertet wird. Ziel ist es, rasch eine erste Resonanz zu erhalten, um die Marktfähigkeit der Idee einzuschätzen. Beispielsweise könnte ein Gründer seine Idee in einem Netzwerk von Unternehmern präsentieren, um deren Meinungen zu sammeln.sniff-test
Software As a ServiceSaaSStrategy & Product Development-Software as a Service (SaaS) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Softwarelösungen über das Internet bereitgestellt werden, anstatt lokal installiert zu werden. Anbieter hosten die Software zentral in der Cloud, was eine systemunabhängige Nutzung ermöglicht. Beispiele für SaaS sind Salesforce für Customer Relationship Management und Slack für Teamkommunikation. Zu den Vorteilen zählen die Eliminierung individueller Updates, einfache Kundenintegration und flexible Skalierbarkeit, die besonders für wachsende Unternehmen von Bedeutung ist. SaaS steht im Zusammenhang mit verwandten Begriffen wie Cloud Computing und Platform as a Service (PaaS).software-as-a-service
Solution ProviderStrategy & Product DevelopmentLösungsanbieterAls Solution Provider werden Startups oder Unternehmen bezeichnet, die sich als umfassende Lösungsanbieter für komplexe Branchenherausforderungen positionieren, anstatt lediglich Produkte zu vertreiben. Ein Beispiel sind Unternehmen im Bereich Mobilität, die sich als 'Mobility Solution Provider' deklarieren, jedoch oft nur einfache Produkte wie E-Scooter anbieten. Die korrekte Anwendung des Begriffs erfordert eine tatsächliche Integration von Produkten und Dienstleistungen zur Lösung spezifischer Probleme.solution-providerValue Proposition
SprintStrategy & Product Development-Ein Sprint ist ein fest definierter Zeitraum innerhalb der Agile- und Scrum-Methodik, in dem ein Scrum-Team spezifische Aufgaben aus dem Sprint Backlog bearbeitet. Typischerweise dauert ein Sprint zwischen einer und vier Wochen. Während dieses Zeitraums konzentriert sich das Team auf die Umsetzung von Features oder Verbesserungen, um ein funktionsfähiges Produktinkrement zu liefern. Beispiele für Sprints sind die Entwicklung einer neuen App-Funktion oder die Behebung von Bugs.sprint
Sprint BacklogStrategy & Product Development-Ein Sprint Backlog ist eine spezifische To-Do-Liste innerhalb der Scrum-Methodik, die während eines Sprints erstellt wird, um definierte Teilziele in der Produktentwicklung zu erreichen. Im Gegensatz zum Product Backlog, das alle Anforderungen an das Endprodukt umfasst, zerlegt das Sprint Backlog diese Anforderungen in kleinere, handhabbare Aufgaben. Dies fördert einen klaren Fokus und eine verbesserte Koordination der Teams. Beispielsweise könnte ein Sprint Backlog Aufgaben wie "Benutzeroberfläche entwerfen" oder "Datenbankanbindung implementieren" enthalten.sprint-backlogScrum, Product Backlog
Software Requirements SpecificationSRSStrategy & Product DevelopmentSoftware-AnforderungsprofilDie Software Requirements Specification (SRS) ist ein standardisiertes Dokument, das vom IEEE (Institute of Electrical & Electronic Engineers) definiert wurde, um die Anforderungen an Software systematisch zu erfassen. Sie basiert auf Prinzipien wie Korrektheit, Verifizierbarkeit und Modifizierbarkeit. Die SRS unterteilt sich in C-Requirements (Customer Requirements), die das Lastenheft darstellen, und D-Requirements (Development Requirements), die das Pflichtenheft umfassen. Beispielsweise könnte ein Lastenheft die Benutzeroberfläche einer App beschreiben, während das Pflichtenheft technische Details zur Implementierung enthält.software-requirements-specification
StakeholderStrategy & Product DevelopmentInteressensvertreterStakeholder bezeichnet eine Interessengruppe oder Institution, die mit einem Unternehmen durch spezifische Interessen, Ansprüche oder Aufgaben verbunden ist, jedoch nicht notwendigerweise durch Anteile. Zu den häufigsten Stakeholdern zählen Zulieferer, Kunden, Verbraucher- und Umweltschutzverbände sowie Banken und Regulierungsbehörden. Stakeholder Management zielt darauf ab, eine effektive Kommunikation mit diesen Anspruchsgruppen zu etablieren und unterschiedliche Interessen proaktiv zu harmonisieren.stakeholderShareholder, Corporate Social Responsibility (CSR)
Standup (Meeting)Strategy & Product Development-Stand-up Meeting: Ein Stand-up Meeting ist ein kurzes, informelles Treffen, bei dem Mitarbeitende eines Startups oder Unternehmensbereichs im Stehen zusammenkommen, um aktuelle Projektfortschritte und Wochenpläne zu besprechen. Diese Meetings fördern die Effizienz, da sie ohne aufwendige Terminorganisation stattfinden können. Beispielsweise kann ein Softwareteam täglich ein Stand-up Meeting abhalten, um den Fortschritt von Sprints zu überprüfen.standup-meetingAgile Meetings
StickynessStrategy & Product Development-Stickyness (dt. Klebrigkeit) bezeichnet die Fähigkeit eines Produkts oder Mediums, Nutzer langfristig zu binden. Ein Beispiel ist eine Streaming-Plattform, die durch exklusive Inhalte und personalisierte Empfehlungen die Verweildauer der Nutzer erhöht. Im B2B-Bereich ist Stickyness entscheidend, um Kundenloyalität zu fördern und wiederkehrende Einnahmen zu sichern. Eine hohe Stickyness ist oft Teil der „Magic Sauce“, die den Erfolg eines Startups ausmacht.stickynessB2B
StockpilingStrategy & Product DevelopmentVorratsbildungStockpiling bezeichnet eine strategische Maßnahme, bei der Unternehmen in Zeiten steigender Preise oder erwarteter Lieferschwierigkeiten Vorräte anlegen. Beispielsweise können Startups in der Lebensmittelbranche während einer Erntekrise Rohstoffe aufkaufen, um Preisschwankungen zu vermeiden. Auch bei Produkteinführungen, wie etwa bei neuen Technologie-Gadgets, wird oft vorrätig produziert, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Darüber hinaus ist Stockpiling in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, etwa bei der Bevorratung von Öl und Gas, um nationale Sicherheitsinteressen zu wahren.stockpiling
StorymappingStrategy & Product Development-Storymapping ist ein agiles Werkzeug zur Produktentwicklung, das es Teams ermöglicht, die Nutzung eines Produkts aus der Perspektive verschiedener Anwender zu gestalten. Durch die Erstellung von Nutzerprofilen, wie etwa "Gelegenheitskäufer" oder "Wiederholungskäufer", werden spezifische User Flows entwickelt. Diese Flows umfassen konkrete Interaktionen, wie die Produktsuche oder das Hinzufügen von Artikeln zum Warenkorb. Storymapping fördert die Identifikation von Entwicklungsaufgaben und Sprints, die zur Optimierung der Benutzererfahrung beitragen.storymappingUser Flows, User Experience (UX)
StorytellingStrategy & Product Development-Storytelling ist ein strategischer Ansatz in der Produktentwicklung und -vermarktung, der über reine Produktinformationen (s. a. Product Specs) hinausgeht. Es beinhaltet die Schaffung narrativer Elemente, die das Verständnis der Kundenbedürfnisse fördern und die Vermarktung optimieren. Beispielsweise können Geschichten, die auf den Erfahrungen von Zielgruppen (s. a. Buyer Persona) basieren, genutzt werden, um Produkte in realistischen Szenarien zu präsentieren. Dies erhöht die Akzeptanzkriterien und verdeutlicht den Wertbeitrag (Added Value) des Angebots.storytellingProduct Specs, Buyer Persona, Added Value, Brand Story, Customer Journey
Subscription AgreementStrategy & Product DevelopmentZeichnungsvertragDer Begriff "Subscription Agreement" bezieht sich auf einen rechtlichen Vertrag, der den Erwerb von Unternehmensanteilen in Komplementärgesellschaften wie der GmbH & Co. KG oder der LLP regelt. In diesem Vertrag werden spezifische Bedingungen festgelegt, wie beispielsweise die Anzahl der zu erwerbenden Anteile, der Preis pro Anteil und die Rechte und Pflichten der Gesellschafter. Ein Beispiel ist die Beteiligung eines neuen Limited Partners, der durch das Subscription Agreement in die Gesellschaft eintritt.subscription-agreementLimited Partners
Substitute ProductStrategy & Product DevelopmentErsatzproduktEin Substitut ist im wirtschaftlichen Kontext ein Produkt, das ein anderes ersetzt oder dessen Funktion erfüllt. Beispiele hierfür sind kostengünstige Ersatzteile von No-Name-Herstellern (siehe auch OEM, White Label) oder innovative Produkte, die ältere Technologien ablösen, wie der iPod im Vergleich zum Discman. Startups, insbesondere im Lifestyle-Sektor, sollten beachten, dass Substitute nicht identisch in der Funktionalität sein müssen. Sie können auch aus unterschiedlichen Branchen stammen und bestehende Trends ersetzen, wie etwa Fitness-Apps, die traditionelle Fitnessstudios herausfordern.substitute-productOEM, White Label
SunsettingStrategy & Product Development-Sunsetting bezeichnet den Prozess der schrittweisen Einstellung eines Produkts oder einer Marke innerhalb des Produktportfolios, insbesondere im Rahmen des Produktlebenszyklus (s. a. Produktlebenszyklus). Diese Entscheidung kann durch Faktoren wie eine alternde Käuferschaft, wie bei bestimmten Parfums, oder durch eine strategische Markenbereinigung motiviert sein, um Kosten zu optimieren. Im Softwarebereich bedeutet Sunsetting häufig, dass Produkte nur noch in einer Auslaufphase mit minimalen Updates unterstützt werden, was auch als "End-of-Life" (EOL) bezeichnet wird. Ein Beispiel ist die Einstellung älterer Softwareversionen zugunsten neuerer, innovativer Lösungen.sunsettingEnd-of-Life, EOL
Standard Operating ProcedureSOPStrategy & Product DevelopmentBetriebsanweisungEine Standard Operating Procedure (SOP) ist ein dokumentierter Prozess, der spezifische Arbeitsabläufe, wie das Onboarding neuer Kunden oder die Herstellung von Produkten, systematisch festlegt. Jede SOP umfasst detaillierte Checklisten, Arbeitsanweisungen und Prüfvorgaben, beispielsweise das Sechs-Augen-Prinzip, um die Qualitätssicherung zu gewährleisten. SOPs sind entscheidend für die Zertifizierung und Zulassung von Produkten oder Produktionsprozessen und dienen nicht nur internen Zwecken, sondern auch externen Audits.standard-operating-procedureOnboarding, Audits
SWOT-AnalyseStrategy & Product Development-Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Planungsinstrument, das zur Identifikation von Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Risks) eines Projekts dient. Diese Analyse erfolgt häufig in Form einer Vier-Felder-Matrix, wobei interne Ressourcen wie Fachkompetenz oder finanzielle Mittel den Stärken und Schwächen zugeordnet werden. Externe Faktoren, wie Markttrends oder regulatorische Rahmenbedingungen, beeinflussen die Chancen und Risiken. Eine fundierte SWOT-Analyse sollte nicht nur als Marketinginstrument in Pitch Decks verwendet werden, sondern auch potenzielle Hürden, wie Wettbewerbsdruck oder technologische Herausforderungen, klar benennen, um eine realistische Einschätzung des Projekterfolgs zu ermöglichen.swot-analyse
Target The PoorStrategy & Product Development-Target the Poor beschreibt ein Geschäftsmodell, das gezielt einkommensschwache Kundengruppen anspricht. Unternehmen wie Discounter im Bereich Möbel und Textilien, beispielsweise IKEA oder KiK, haben dieses Modell erfolgreich implementiert. Auch Produkte wie modulare Mobiltelefone, die von Nutzern selbst repariert werden können, und solarbetriebene Radios zielen auf Märkte mit geringer Kaufkraft ab.target-the-poorSocial Entrepreneurship
TemplateStrategy & Product DevelopmentMustervorlageEin Template ist eine vorgefertigte inhaltliche oder grafische Vorlage, die für Dokumente, Webseiten oder Designs verwendet wird. Beispiele sind Term Sheets für Investoren oder Webseiten-Layouts. Templates bieten den Vorteil, bei der Erstellung von ersten Entwürfen Zeit und Ressourcen zu sparen, da sie als Ausgangspunkt dienen. Dennoch ist im Vertragswesen Vorsicht geboten: Das bloße Kopieren von Vorlagen kann zu finanziellen und rechtlichen Risiken führen.templateTerm Sheets
The User is drunkStrategy & Product Development-Der Begriff 'Der Nutzer ist betrunken' beschreibt einen Ansatz im Design und in der Entwicklung von Websites und Produkten, der davon ausgeht, dass Nutzer oft unkonzentriert und ablenkbar sind. Diese Annahme führt dazu, dass Designer die Gewohnheiten und das Verhalten der Nutzer berücksichtigen, um die Benutzeroberfläche (UI) und das Nutzererlebnis (UX) zu optimieren. Beispielsweise wird die Komplexität von Navigationsstrukturen reduziert, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen.the-user-is-drunkUI, UX, Usability, User-Centered Design
ThumbnailStrategy & Product DevelopmentVorschaubildEin Thumbnail (dt. Daumennagel) ist eine Miniaturansicht von Bildern oder Videos, die in digitalen Medien wie Webseiten, Apps und Software verwendet wird. Thumbnails erleichtern die Auffindbarkeit von Inhalten, da sie visuelle Informationen bieten, die oft ansprechender sind als bloße Textbezeichnungen. Beispielsweise nutzen E-Commerce-Plattformen Thumbnails zur Präsentation von Produkten, was die Conversion-Rate steigern kann.thumbnailE-Commerce, Conversion-Rate, Preview, User Interface
Tipping PointStrategy & Product Development-Ein Tipping Point bezeichnet den kritischen Moment, an dem eine kleine, oft unbedeutende Veränderung eine signifikante und häufig unumkehrbare Wirkung auf ein System oder einen Trend auslöst. Dieser Punkt markiert den Übergang von einem stabilen Zustand zu einem neuen Zustand, in dem exponentielle Veränderungen eintreten. Ein Beispiel ist das explosive Wachstum von sozialen Netzwerken, wie Facebook, das nach Erreichen einer bestimmten Nutzerzahl einsetzt. Ein weiterer relevanter Begriff ist der Network Effect, der beschreibt, wie der Wert eines Produkts mit der Anzahl der Nutzer steigt.tipping-pointNetwork Effect
Top-DownStrategy & Product Development-Top-Down bezeichnet einen Entscheidungsprozess, bei dem die Initiative und Entscheidungsgewalt von höheren Hierarchieebenen ausgeht. Dieses Vorgehen wird häufig in Unternehmen angewandt, wenn untere Ebenen nicht über ausreichende Befugnisse verfügen oder Angst vor Entscheidungen haben. Beispielsweise können bei Projektabbrüchen oder Personalentlassungen Top-Down-Entscheidungen notwendig sein. Im Gegensatz dazu steht das Bottom-up-Prinzip, das Innovationen fördert, indem Ideen von den unteren Hierarchieebenen eingebracht werden.top-downBottom-up
Total Cost of OwnershipTOCStrategy & Product Development-Total Cost of Ownership (TCO) ist ein umfassendes Abrechnungsverfahren, das alle Kosten einer Investition über deren gesamte Lebensdauer erfasst. Bei der Anschaffung von Software werden neben den Erwerbskosten auch Betriebskosten, Schulungsaufwendungen, Wartungskosten und Ausgaben für notwendige Hardware berücksichtigt. Beispielsweise kann der TCO einer Cloud-basierten Softwarelösung die monatlichen Abonnements, die erforderliche IT-Infrastruktur und die Schulung der Mitarbeiter umfassen. TCO steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Lebenszykluskosten und Wirtschaftlichkeitsanalyse, die ebenfalls zur fundierten Entscheidungsfindung beitragen.total-cost-of-ownership
TractionStrategy & Product DevelopmentTraktionTraction bezeichnet im Startup-Bereich die Fähigkeit eines Unternehmens, kurz nach der Gründung signifikante Nutzerzahlen, Käufer oder Follower zu gewinnen. Diese Leistung wird häufig durch KPIs wie Nutzerwachstum, Umsatz oder Engagement-Rate gemessen. Ein Beispiel für Traction ist ein SaaS-Startup, das innerhalb der ersten drei Monate 1. 000 zahlende Kunden akquiriert. Traction ist eng verbunden mit Begriffen wie "Product-Market Fit", der beschreibt, wie gut ein Produkt die Bedürfnisse des Marktes erfüllt, und "Growth Hacking", eine Strategie zur schnellen Nutzergewinnung.tractionKPIs, SaaS, Product-Market Fit, Growth Hacking
TurnaroundStrategy & Product DevelopmentErfolgreiche WendeEin Turnaround bezeichnet den Prozess, durch den ein Unternehmen, das aufgrund falscher Prognosen, unzureichendem Product Market Fit oder ungünstigen Kostenstrukturen in eine operative oder finanzielle Krise geraten ist, wieder auf Kurs gebracht wird. Dies geschieht häufig durch die Ernennung neuer Führungskräfte, die strategische Maßnahmen wie Portfolio-Bereinigungen, Kostensenkungen und Produktinnovationen umsetzen. Ein Beispiel für einen erfolgreichen Turnaround ist die Transformation von Apple in den frühen 2000er Jahren. Turnaround-Finanzierungen, wie Sanierungskredite, unterstützen Unternehmen in dieser Phase, um notwendige Investitionen zu tätigen und die Liquidität zu sichern.turnaround
Two-Sided MarketStrategy & Product DevelopmentZweiseitiger MarktEin zweiseitiger Markt ist ein Geschäftsmodell, dessen Erfolg von der Interaktion zwischen zwei unterschiedlichen Nutzergruppen abhängt: den Anbietern und den Endkunden. Ein typisches Beispiel ist die Plattform Airbnb, die sowohl Gastgeber (Anbieter) als auch Reisende (Kunden) anzieht. Ein weiteres Beispiel sind Online-Marktplätze wie eBay, wo Verkäufer und Käufer interagieren. In zweiseitigen Märkten sind Netzwerkeffekte entscheidend, da der Nutzen für beide Seiten mit zunehmender Nutzerzahl exponentiell wächst.two-sided-market
UI DesignerStrategy & Product Development-Ein UI (User Interface) Designer ist verantwortlich für die Gestaltung der Benutzeroberflächen digitaler Produkte, wie Websites und Apps. Dabei berücksichtigt er kreative Aspekte sowie ergonomische und psychologische Faktoren, um eine intuitive Nutzererfahrung zu gewährleisten. Beispielsweise kann ein UI Designer Farbschemata und Layouts entwickeln, die die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.ui-designerUI, User Interface, Apps, UX, User Experience
Unfair CompetitionStrategy & Product DevelopmentUnlauterer Wettbewerb,WettbewerbsverzerrungUnfair Competition bezeichnet sowohl moralische als auch gesetzliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, die zu Unterlassungsklagen oder Schadensersatzforderungen führen können. Beispiele sind irreführende Produktangaben wie „die gesündeste Schokolade der Welt“, das Herabsetzen von Mitbewerbern, Preisabsprachen und Kartellbildung. Zudem fällt die unzulässige Nutzung fremder Marken und Patente darunter. Während Patente und Werbung klar geregelt sind, gelten Nachahmerprodukte (Me-Too-Produkte, Copy-Cats) häufig als normale Konkurrenz, insbesondere wenn große Unternehmen auf erfolgreiche Startups reagieren.unfair-competition
User Centered DesignUCDStrategy & Product Development-User-Centered Design (UCD) bezeichnet eine methodische Praxis in der Produktentwicklung, bei der die Nutzer von Beginn an in den Designprozess integriert werden. Ziel ist es, Produkte zu schaffen, die den Bedürfnissen, Erwartungen und Fähigkeiten der Nutzer entsprechen. Ein Beispiel ist die Entwicklung von Smartphone-Apps, bei der Feedback von Nutzern in die Gestaltung der Benutzeroberfläche einfließt. UCD umfasst Phasen wie Strategie, Analyse, Grob- und Detailkonzeption und steht im Gegensatz zu technologiezentrierten Ansätzen.user-centered-designSmartphone-Apps, Usability, User Experience, UX, Prototyping
User ExperienceUXStrategy & Product DevelopmentBenutzererlebnisDie User Experience (UX) beschreibt die Gesamtheit der Eindrücke und Empfindungen, die ein Benutzer während der Interaktion mit einem Produkt oder einer Dienstleistung hat. Sie umfasst nicht nur die Effizienz und den technischen Nutzen, sondern auch emotionale Aspekte wie Freude, Frustration oder Langeweile. Beispielsweise kann eine intuitive Navigation in einer App die Benutzerzufriedenheit steigern, während ein überladenes Design zu Verwirrung führt. UX-Design, eng verwandt mit User-Centered Design, fokussiert sich auf die Bedürfnisse der Benutzer und optimiert deren Erfahrungen durch gezielte Tests und Feedback.user-experience
User FlowStrategy & Product Development-User Flow bezeichnet im UX-Design die definierten Nutzerpfade, die Nutzer beim Interagieren mit einem Produkt oder einer App durchlaufen. Diese Pfade werden oft visuell in User Flow Charts dargestellt, die verschiedene Szenarien und Interaktionen abbilden. Beispielsweise kann ein User Flow für eine E-Commerce-App den Weg vom Produktsuchen über den Warenkorb bis zur Kaufbestätigung skizzieren. Im Gegensatz dazu erfassen User Journey Maps auch emotionale Aspekte und Nutzererfahrungen vor, während und nach der Nutzung. Beide Konzepte sind entscheidend für die Optimierung der Benutzererfahrung und die Steigerung der Nutzerzufriedenheit.user-flowUX-Design, User Flow Charts, E-Commerce-App, User Journey Maps
User-Acceptance (Tests)UATStrategy & Product DevelopmentBenutzerakzeptanz (Tests)User-Acceptance-Tests (UAT) sind entscheidende Prüfungen, die vor der Markteinführung von Softwareanwendungen durchgeführt werden. Sie ermöglichen es Endbenutzern, die entwickelte Lösung in realistischen Nutzungsszenarien zu testen. UAT zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die Anwendung nicht nur funktional, sondern auch benutzerfreundlich und ergonomisch gestaltet ist. Vor der Durchführung sollten technische Fehler behoben und das Design der endgültigen Benutzererfahrung entsprechen. Feedback von Anwendern wird systematisch erfasst, um Anpassungen vor dem Go-to-Market (GTM) vorzunehmen.user-acceptance-testsGo-to-Market, GTM
UX-DesignerStrategy & Product Development-UX-Designer bezeichnet Fachkräfte, die sich auf das User Experience Design (UX-Design) spezialisiert haben. Diese Rolle umfasst die Gestaltung und Optimierung der Benutzererfahrung eines Produkts, wobei Aspekte wie Psychologie, Ergonomie und Haptik berücksichtigt werden. Ein UX-Designer analysiert Nutzerverhalten und -bedürfnisse, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Beispiele sind die Entwicklung intuitiver Navigation in Apps oder die Implementierung von Gestensteuerung, wie dem 'Swipen'.ux-designerUser Experience Design, UX-Design, User Interface, Usability-Tests
ValidationStrategy & Product DevelopmentÜberprüfung/ValidierungValidation bezeichnet im Kontext des Lean-Startup-Ansatzes den Prozess der Überprüfung von Hypothesen und Ideen durch Markt- und Kundenfeedback. Ein Beispiel wäre die Hypothese, dass Verbraucher bereit sind, höhere Preise für hochwertige Kücheneinrichtungen zu zahlen. Die Validierung könnte durch Umfragen oder Marktanalysen erfolgen. Effektive Validierungen berücksichtigen auch gegensätzliche Trends, wie den Trend zu kleineren Wohnräumen, der die Nachfrage nach luxuriösen Küchen beeinflussen könnte. Eine präzise Validierung führt zu einer spezifischeren Hypothese im Sinne von 'Wenn-Dann' und unterstützt die Verfeinerung von Produktideen.validation
Value AnalysisStrategy & Product DevelopmentWertanalyseDie Wertanalyse (Value Analysis) ist ein systematisches Werkzeug zur Untersuchung und Optimierung von Unternehmensprozessen. Sie umfasst nicht nur die direkte Wertschöpfungskette (vgl. Value Chain Analysis), sondern analysiert auch Arbeits-, Kommunikations- und Organisationsprozesse. In Startups zielt die Wertanalyse darauf ab, während der Produkt- und Organisationsentwicklung den Fokus zu wahren und durch regelmäßige Evaluierungen ein Verzetteln auf Nebenbaustellen zu vermeiden. Beispiele sind die Anwendung von Process Mining zur Identifikation ineffizienter Abläufe oder die Implementierung von Lean-Methoden zur Steigerung der Effizienz.value-analysisValue Chain Analysis, Process Mining
Value Chain AnalysisVCAStrategy & Product DevelopmentWertschöpfungskettenanalyseDie Wertschöpfungskettenanalyse (Value Chain Analysis, VCA) ist ein strategisches Instrument zur Identifizierung von Kosten- und Werttreibern sowie von Risiko- und Verzögerungsfaktoren innerhalb eines Marktes und Unternehmens. Sie fokussiert sich auf die detaillierte Untersuchung einzelner Aktivitäten, wie etwa Beschaffung, Produktion und Vertrieb. Beispielsweise kann eine VCA bei Make-or-Buy-Entscheidungen helfen, indem sie die Vor- und Nachteile interner versus externer Produktion abwägt. Zudem können Risiken, wie Lieferausfälle globaler Zulieferer, analysiert werden, um die Resilienz der Wertschöpfungskette zu erhöhen.value-chain-analysisVCA, Make-or-Buy
Value PropositionStrategy & Product DevelopmentWertversprechenDie Value Proposition, auch bekannt als Verkaufsversprechen, ist ein zentrales Element jeder Marketing- und Vertriebsstrategie. Sie beschreibt prägnant den Nutzen, den ein Produkt oder eine Dienstleistung potenziellen Käufern bietet. Im B2C-Bereich wird häufig auf qualitative Aspekte abgestellt, wie etwa: „Endlich keine Rückenschmerzen mehr. “ Im B2B-Sektor hingegen ist es ratsam, quantitative Nutzenindikatoren zu integrieren, beispielsweise: „Sparen Sie nachweislich 20 % Zeit beim Onboarding neuer Mitarbeiter. “ Für Startups ist es entscheidend, bereits in der Pre-Seed-Phase eine belastbare Value Proposition zu entwickeln, da sie maßgeblich den Product Market Fit und den späteren Unternehmenserfolg beeinflusst.value-propositionB2C, B2B, Onboarding, Pre-Seed, Product Market Fit, USP, Unique Selling Proposition, Customer Segmentation
Value-based PricingStrategy & Product DevelopmentNutzen-/wertorientierte PreispolitikValue-based Pricing ist eine Preisgestaltungsstrategie, bei der der Verkaufspreis primär auf der Zahlungsbereitschaft der Kunden basiert, anstatt auf den Herstellungskosten zu beruhen. Diese Methode ist besonders relevant für trendbasierte Konsumgüter und Crowdfunding-Kampagnen, wo Emotionen und Affekte entscheidend sind. Beispielsweise könnte ein innovatives Mode-Startup seine Produkte teurer anbieten, wenn die Zielgruppe bereit ist, für ein einzigartiges Design zu zahlen. In Märkten mit hoher Angebotsknappheit, wie bei Spezialchemikalien oder patentgeschützten Technologien, kann Value-based Pricing ebenfalls angewendet werden. Ziel ist es, den maximalen Umsatz durch die optimale Kombination von Preis und Verkaufsmenge zu erreichen.value-based-pricingCrowdfunding
VaporwareStrategy & Product DevelopmentLuftnummerVaporware bezeichnet Produkte, deren Markteinführung wiederholt verschoben wird, häufig aufgrund technischer oder finanzieller Herausforderungen. Ein Beispiel ist das Crowdfunding-Projekt "Ouya", eine Spielekonsole, die verspätet und in eingeschränkter Form erschien. Vaporware steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie "Crowdfunding", wo unrealistische Zeitpläne oft zu Enttäuschungen führen. Diese Praxis kann das Vertrauen der Investoren und Kunden beeinträchtigen und ist ein wichtiges Thema im Risikomanagement von Startups.vaporware
VerticalStrategy & Product Development-Ein Vertical bezeichnet einen Markt oder ein Unternehmen, das sich auf eine klar definierte Abnehmergruppe konzentriert, die aus derselben Branche stammt. Diese Fokussierung auf eine Nische ermöglicht es, spezifische Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden besser zu bedienen. Beispielsweise sind Hersteller von Dialysegeräten ein klassisches Beispiel für ein Vertical, da ihre Kunden ausschließlich aus dem Gesundheitswesen kommen. Im Gegensatz dazu bedienen Hersteller von Bergstiefeln ein breiteres Publikum, das keine einheitliche Marktdefinition aufweist.vertical
Vertical IntegrationStrategy & Product DevelopmentVertikale IntegrationVertical Integration bezeichnet die Strategie eines Unternehmens, verschiedene Stufen der Wertschöpfungskette, die zuvor ausgelagert waren, selbst zu übernehmen. Ein Beispiel ist ein Handelsunternehmen, das eigene Produkte, wie Schuhe, herstellt (Rückwärtsintegration). Umgekehrt kann ein Zulieferer, wie ein Schuhersteller, eigene Einzelhandelsgeschäfte eröffnen (Vorwärtsintegration). Diese Strategien zielen darauf ab, Margen zu verbessern und Absatzmengen zu steigern, während sie gleichzeitig qualitative Schwankungen in der Lieferkette minimieren.vertical-integrationOutsourcing, Supply Chain Management
Voice of CustomerVoCStrategy & Product DevelopmentKundenstimmeDie Voice of Customer (VoC) bezeichnet das aggregierte Feedback von Kunden, das Unternehmen über einen längeren Zeitraum sammeln. Es umfasst nicht nur strukturierte Umfragen, sondern auch unstrukturierte Daten wie Online-Bewertungen und Beiträge in sozialen Medien. Beispielsweise kann ein Startup durch die Analyse von Kundenrezensionen auf Plattformen wie Trustpilot wertvolle Einblicke in Produktverbesserungen gewinnen. Die VoC ist entscheidend für die Produktentwicklung und das Qualitätsmanagement, da sie sicherstellt, dass auch unaufgeforderte Meinungen, etwa von unzufriedenen Kunden, in Entscheidungsprozesse einfließen.voice-of-customerCustomer Experience, Net Promoter Score
Weighted Shortest Job FirstWSJFStrategy & Product Development-Weighted Shortest Job First (WSJF) ist ein Priorisierungswerkzeug, das im Scaled Agile Framework (SAFe) Anwendung findet. Es hilft Teams und Einzelpersonen, Aufgaben und Feature-Entwicklungen effizient zu bewerten. Der WSJF-Ansatz berücksichtigt den geschätzten Wert einer Aufgabe sowie die Kosten der Verzögerung (Cost of Delay, COD), die sich negativ auf das Gesamtprojekt auswirken können. Beispielsweise könnte ein Feature mit hohem Kundenwert und geringer Implementierungszeit priorisiert werden, um den Markteintritt zu beschleunigen.weighted-shortest-job-firstSAFe, Cost of Delay, COD, Agile, Scrum, Lean Management
WIP-LimitsStrategy & Product Development-WIP-Limits, oder Work-in-Progress-Limits, sind ein zentrales Element der Kanban-Methode. Sie definieren die maximale Anzahl an Aufgaben, die ein Team gleichzeitig bearbeiten darf, um die Qualität und Liefertreue zu gewährleisten. Beispielsweise könnte ein Softwareentwicklungsteam WIP-Limits von drei Aufgaben pro Entwickler festlegen, um Überlastung zu vermeiden.wip-limitsWork-in-Progress-Limits, Kanban-Board, Flow
WireframeStrategy & Product DevelopmentDrahtmodellEin Wireframe ist ein stark vereinfachtes Modell eines zukünftigen IT-Produkts aus der Perspektive des Benutzers. Es fokussiert sich auf die Darstellung grundlegender Funktionalitäten, wie beispielsweise Login-Buttons oder Benutzerprofile, ohne Designaspekte zu berücksichtigen. Im Unterschied zu einem Mock-up, das visuelle Details enthält, bietet ein Wireframe lediglich einen skizzenhaften Rahmen für Funktionalitäten und Benutzerreisen. Wireframes sind essenziell in der frühen Phase der Produktentwicklung, um Benutzerinteraktionen zu planen.wireframe
WorkaroundStrategy & Product DevelopmentBehelfslösungEin Workaround bezeichnet eine temporäre Lösung für ein Problem, insbesondere in der Softwareentwicklung, bei der die eigentliche Problematik nicht direkt behoben wird. Stattdessen wird eine alternative Methode angewendet, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten. Beispielsweise können veraltete Dateiformate nicht in modernen Softwareversionen geöffnet werden. Ein typischer Workaround besteht darin, die Datei in ein anderes Format zu konvertieren, etwa durch Nutzung von Konvertierungssoftware oder älteren Programmen, um sie anschließend im gewünschten Programm bearbeiten zu können.workaroundPatch, Hotfix
A/B TestingMarketing, Pricing & SalesA/B-TestA/B Testing ist eine empirische Methode zur Optimierung von Produkten oder Websites, bei der zwei Varianten (A und B) direkt miteinander verglichen werden. Beispielsweise könnte ein Online-Shop unterschiedliche Farben oder Platzierungen von Warenkorb-Buttons testen, um die Nutzerinteraktion zu analysieren. Die Nutzer werden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe eine der Varianten sieht. Die gesammelten Daten ermöglichen es, die Variante mit der höheren Conversion-Rate zu identifizieren. Eine verwandte Methode ist das Multivariate Testing (MVT), bei dem mehrere Variablen gleichzeitig getestet werden, um komplexere Nutzerverhalten zu verstehen.a-b-testingConversion-Rate, Multivariate Testing, MVT
ABC AnalysisMarketing, Pricing & SalesABC-AnalyseDie ABC-Analyse ist ein strategisches Instrument zur Segmentierung von Produkten oder Kunden, das Unternehmen hilft, Ressourcen effizient zu verteilen. Produkte oder Kunden werden in drei Kategorien eingeteilt: A (hohe Wertschöpfung), B (mittlere Wertschöpfung) und C (niedrige Wertschöpfung). Beispielsweise könnte ein Unternehmen feststellen, dass 20% der Produkte 80% des Umsatzes generieren. Im Vertrieb ermöglicht die ABC-Analyse, die Vertriebsressourcen gezielt auf die A-Kunden zu konzentrieren, basierend auf Abschlusswahrscheinlichkeit und Customer Lifetime Value (CLV).abc-analysisCustomer Lifetime Value (CLV)
Above-the-Line MarketingATLMarketing, Pricing & Sales-Above-the-Line Marketing bezeichnet Marketingstrategien, die sichtbar und direkt an eine breite Zielgruppe gerichtet sind. Dazu zählen Printwerbung (z. B. Zeitungsanzeigen), Radio- und Kinowerbung sowie Online-Werbung (z. B. Banner-Ads, Social Media Kampagnen). Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Markenbekanntheit zu steigern und eine breite Reichweite zu erzielen. Im Gegensatz dazu steht Below-the-Line Marketing, das gezielte, oft personalisierte Ansätze wie Direktmailings oder Event-Sponsoring umfasst. Beide Ansätze sind komplementär und können synergistisch eingesetzt werden, um die Marketingziele zu erreichen.above-the-line-marketingBanner-Ads, Social Media, Below-the-Line, Event-Sponsoring
Ad AwarenessMarketing, Pricing & Sales-Ad Awareness, auch bekannt als Ad Recall, ist eine prozentuale Kennzahl, die misst, wie viele nicht vorinformierte Werbeempfänger sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums aktiv an eine geschaltete Anzeige erinnern. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Bewertung der Effektivität von Marketingkampagnen, insbesondere im digitalen Raum. Beispielsweise zeigen Studien, dass mobile Werbung, wie Banner-Ads oder Social Media-Anzeigen, in der Regel höhere Awareness-Werte erzielt als stationäre Anzeigen, etwa Printmedien.ad-awarenessAd Recall, Marketing, Banner-Ads, Social Media, Brand Awareness, Engagement Rate
Ad FatigueMarketing, Pricing & Sales-Ad Fatigue bezeichnet ein Phänomen, bei dem Werbeanzeigen die Aufmerksamkeit der Zielgruppe nicht mehr erhöhen, sondern zu Ermüdung und Ablehnung führen. Dies tritt häufig in sozialen Medien auf, insbesondere bei aggressiven Kampagnen, und äußert sich in stark sinkenden Klickraten (CTR). Ein Beispiel ist die wiederholte Anzeige derselben Bannerwerbung, die Nutzer überfordert.ad-fatigueCTR, Targeting, Retargeting
Adopter CategoriesMarketing, Pricing & Sales-Adopter Categories sind ein zentraler Begriff der Innovationstheorie, der fünf unterschiedliche Kundentypen beschreibt, die sich hinsichtlich ihrer Aufgeschlossenheit gegenüber Innovationen unterscheiden. Diese Kategorien umfassen: Innovators (z. B. Technikbegeisterte, die neue Produkte als Erste testen), Early Adopters (Frühanwender, die Trends setzen), Early Majority (Durchschnittsnutzer, die nach Empfehlungen suchen), Late Majority (skeptische Nutzer, die erst nach breiter Akzeptanz kaufen) und Laggards (Spätzünder, die Innovationen nur zögerlich annehmen). Diese Gruppen sind oft mit verschiedenen sozioökonomischen und Bildungsmerkmalen verknüpft und helfen, das Innovationsverhalten in Märkten zu analysieren.adopter-categories
AdvertorialMarketing, Pricing & Sales-Advertorials sind eine Form des Native Advertising, die redaktionelle Inhalte mit bezahlter Werbung kombiniert. Diese Artikel müssen gemäß Presserecht als 'werblich' gekennzeichnet sein, was jedoch in der Praxis häufig nicht erfolgt. Besonders im Vlogging- und Blogging-Sektor entstehen oft Grauzonen, da gesponserte Inhalte dort häufig das Geschäftsmodell bilden. Beispiele für Advertorials finden sich in Lifestyle-Blogs, wo Produkte subtil beworben werden.advertorialSponsored Content, Influencer Marketing
Affiliate MarketingMarketing, Pricing & Sales-Affiliate Marketing ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Vertriebsstrategien, der auf Empfehlungskooperationen basiert. Blogger, Influencer und Vergleichsportale empfehlen Produkte oder Dienstleistungen und erhalten eine Provision bei erfolgreicher Conversion, wie etwa einem Klick oder einem Kauf. Beispiele sind Amazon Associates oder Partnerprogramme von Reiseanbietern. Neben monetären Vergütungen können auch Gutscheine oder kostenlose Testversionen als Anreize dienen. Der Vorteil liegt in der gezielten Ansprache interessierter Zielgruppen, was Streuverluste minimiert und die Markenwahrnehmung stärkt.affiliate-marketingPerformance Marketing, Influencer Marketing
AftermarketMarketing, Pricing & SalesSekundärmarktAftermarket bezeichnet den Markt für Folgekäufe und -investitionen, der nach dem Erwerb eines Primärprodukts entsteht. Ein typisches Beispiel ist die Tuning- und Ersatzteilbranche, die auf dem Kauf eines Originalfahrzeugs basiert. Hierbei wird zwischen Originalteilherstellern (OEMs) und dem unabhängigen Aftermarket (IAM) differenziert. OEMs versuchen oft, durch Patente und Lizenzen den Zugang zum Aftermarket zu regulieren, während andere Unternehmen durch offene Schnittstellen und Kooperationen mit Drittanbietern die Attraktivität ihrer Produkte steigern. Dies fördert Customizing-Optionen und ein umfassendes Ersatzteilangebot, um Kundenbindung zu erhöhen.aftermarketOEMs
AIDA-ModellMarketing, Pricing & Sales-Das AIDA-Modell ist ein etabliertes Marketingmodell, das die Phasen beschreibt, die potenzielle Kunden von der ersten Produktinformation bis zur Kaufentscheidung durchlaufen. Die vier Hauptphasen sind Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung). In der Praxis könnte ein Startup beispielsweise durch gezielte Social-Media-Kampagnen Aufmerksamkeit erzeugen, gefolgt von informativen Webinaren, um Interesse zu wecken. Die Phase des Verlangens könnte durch Kundenbewertungen und Testimonials verstärkt werden, bevor die Handlung durch einen klaren Call-to-Action auf der Website erfolgt. Manchmal wird eine fünfte Phase, Satisfaction (Zufriedenheit), hinzugefügt, um die Kundenbindung zu fördern.aida-modellCall-to-Action, Conversion-Rate, Customer Journey
Alexa RankMarketing, Pricing & SalesAlexa RankAlexa Rank ist ein globales Online-Ranking-System für Websites, das auf Web-Traffic-Daten basiert, um die beliebtesten Websites zu listen. Es verwendet Daten zu täglichen Besuchen und aufgerufenen Seiten, um eine Rangfolge zu erstellen. Obwohl die Zahlen nicht absolut genau sind, bietet der Alexa Rank eine nützliche erste Quelle zur Einschätzung der Popularität einer Website im internationalen Kontext. Vergleichbare Begriffe sind "Traffic" und "SEO-Ranking", die ebenfalls zur Analyse der Sichtbarkeit und Reichweite von Websites dienen.alexa-rankTraffic, SEO-Ranking
Ambush MarketingMarketing, Pricing & SalesSchmarotzer'- oder 'Trittbrettfahrer' MarketingAmbush Marketing (engl. Ambush = Hinterhalt) bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen, häufig kleinere, versuchen, die mediale Aufmerksamkeit großer Veranstaltungen zu nutzen, ohne offizielle Sponsoren zu sein. Beispiele sind das Sponsoring von Athleten während einer Sportveranstaltung oder kreative Guerilla-Marketing-Aktionen, die nicht im Rahmen offizieller Sponsorenaktivitäten stattfinden. Diese Taktik zielt darauf ab, die Sichtbarkeit der Marke zu erhöhen und die Zielgruppe zu erreichen, ohne die hohen Kosten eines offiziellen Sponsorings zu tragen.ambush-marketing
Balloon TestMarketing, Pricing & SalesBallontestBalloon Test: Im Marketing und der Marktforschung bezeichnet der Balloon Test eine Interviewtechnik, die mithilfe eines Zeichentrick-Cartoons durchgeführt wird. In diesem Cartoon führen zwei Charaktere eine Konversation, wobei eine Sprechblase ausgefüllt und die andere leer bleibt. Die Probanden sind aufgefordert, die leere Sprechblase mit einer eigenen, passenden Antwort zu füllen. Ein Beispiel könnte ein Dialog zwischen Freunden sein: 'Warum gehe ich nur so ungern Schuhe kaufen? ' – '. '. Diese Methode ermöglicht es, unbewusste Gedanken und Emotionen der Befragten zu erfassen.balloon-test
BannerAdMarketing, Pricing & SalesBannerwerbungEin Banner (Ad) ist eine flächenbegrenzte Werbung im Internet, die häufig mit bewegten Inhalten und interaktiven Elementen, wie einem Call-to-Action (CTA), verknüpft ist. Standardformate, wie Leaderboards oder Skyscrapers, erleichtern den Einsatz über verschiedene Plattformen. Die Kosten für Bannerwerbung können entweder als feste Preise pro Laufzeit oder als variable Kosten pro Klick (CPC) bzw. pro Impression (CPM) abgerechnet werden. Die Effektivität wird durch die Performance der Kampagne gemessen, wodurch eine präzise Zielgruppenansprache und Budgetkontrolle ermöglicht wird.bannerCTA, CPC, CPM
BacklinksMarketing, Pricing & Sales-Backlinks sind URL-Verknüpfungen zwischen verschiedenen Webseiten, die eine wichtige Rolle in der Off-Page-SEO-Optimierung spielen. Ein Beispiel ist ein Blogger, der auf die Webseite eines Startups verweist. Backlinks von hochrangigen Seiten erhöhen den sogenannten Link Juice, was die Sichtbarkeit des Startups in Suchmaschinen verbessert. Es ist wichtig, zwischen Do-Follow- und No-Follow-Links zu unterscheiden, da nicht alle Links von Suchmaschinen indiziert werden. Startups sollten regelmäßig analysieren, von welchen Seiten sie verlinkt werden, um ihre SEO-Strategie zu optimieren.backlinks
Black Hat SEOMarketing, Pricing & Sales-Black Hat SEO bezeichnet alle unlauteren Praktiken zur Suchmaschinenoptimierung, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen, insbesondere die Webmaster-Richtlinien von Google, verstoßen. Beispiele hierfür sind Cookie Dropping, bei dem Nutzerinformationen ohne Zustimmung gesammelt werden, Brand Bidding, das die Markenrechte anderer missbraucht, sowie Cloaking, wo unterschiedliche Inhalte für Suchmaschinen und Nutzer angezeigt werden. Diese Methoden können zu einer Abwertung oder vollständigen Ausschluss aus den Suchergebnissen führen. Im Gegensatz dazu steht White Hat SEO, das ethische Optimierungstechniken umfasst.black-hat-seoBrand Bidding, White Hat SEO
Bounce Back OfferMarketing, Pricing & Sales-Ein Bounceback Offer ist ein gezieltes Marketinginstrument, das Kunden unmittelbar nach einem Kauf in einem Online-Shop oder einem stationären Geschäft, wie einem Fast-Food-Restaurant, angeboten wird. Beispiele sind: „15 % Rabatt auf Ihren nächsten Einkauf bei XY“ oder „Kaufen Sie ein Dessert, erhalten Sie das zweite gratis“. Diese Angebote fördern die Kundenbindung, indem sie den Käufer psychologisch belohnen und Anreize für Wiederholungskäufe schaffen. Wiederholungskunden sind entscheidend, da sie die Akquisekosten (s. a. CPA) senken und somit die Rentabilität eines Unternehmens steigern.bounce-back-offerCPA, Upselling
Bounce RateBRMarketing, Pricing & SalesAbsprungrateDie Bounce Rate ist eine wichtige Kennzahl im Online-Marketing, die angibt, wie viele Prozent der Besucher eine Webseite verlassen, ohne mit ihr zu interagieren, beispielsweise durch das Klicken auf Links oder das Ausfüllen von Formularen. Eine hohe Bounce Rate kann auf unzureichende Inhalte oder eine unattraktive Gestaltung hinweisen. Ursachen können inkorrekte Meta Descriptions, störende Pop-ups oder lange Scrollwege sein. Im Gegensatz dazu misst die Exit Rate das Verlassen einzelner Seiten innerhalb einer Domain. Beide Metriken sind entscheidend für die Optimierung der Nutzererfahrung und die Conversion-Rate.bounce-rateOnline-Marketing, Meta Descriptions, Pop-ups, Exit Rate, Domain, Conversion-Rate
BrandMarketing, Pricing & SalesMarkeDer Begriff "Brand" bezeichnet eine Produkt-, Handels- oder Unternehmensmarke. Im deutschen Kontext umfasst er rechtliche Aspekte und wird oft als 'Etikett' verstanden. Im Gegensatz dazu betont der englische Begriff die Strahlkraft und 'Power' einer Marke, einschließlich Brand Management, das für klare Botschaften, Assoziationen sowie Attraktivität, Bekanntheit und Vertrauenswürdigkeit sorgt. Beispiele sind Apple und Nike, die durch gezielte Markenstrategien hohe Markenloyalität erreichen.brand
Brand ActivationMarketing, Pricing & SalesMarkenaktivierungBrand Activation bezeichnet Marketing-, PR- und Kommunikationsstrategien, die darauf abzielen, eine Marke emotional zu verankern und ihre Wahrnehmung im Markt zu stärken, anstatt lediglich produktbezogene Kaufanreize zu schaffen. Beispiele sind die Kampagnen von Microsoft, die durch interaktive Erlebnisse und Community-Engagement die Markenidentität fördern, oder Coca-Cola, die durch emotionale Geschichten und Erlebnisse eine starke Markenbindung erzeugen. In der Brand Activation finden zunehmend innovative Ansätze wie Guerilla-Marketing und virales Marketing Anwendung, wobei Kampagnen oft nur durch Farben oder Symbole der Marke erkennbar sind, was die Assoziation zur Marke verstärkt, ohne sie direkt zu benennen.brand-activation
Brand AwarenessMarketing, Pricing & SalesMarkenbekanntheit/-bewusstseinBrand Awareness bezeichnet in der Marktforschung die Bekanntheit einer Marke, ermittelt als prozentualer Wert basierend auf Befragungen. Die Kategorien umfassen 'Top of Mind', bei der Konsumenten die Marke sofort nennen, wie bei Coca-Cola. 'Unaided Recall' beschreibt Marken, die nach einer gewissen Zeit erkannt werden, etwa bei Nike. 'Aided Recall/Recognition' erfordert Unterstützung, beispielsweise durch Logos oder Slogans. Diese Begriffe sind entscheidend für die Markenstrategie und beeinflussen Marketingmaßnahmen sowie die Positionierung im Wettbewerbsumfeld.brand-awareness
Brand DifferentiationMarketing, Pricing & SalesMarkendifferenzierungBrand Differentiation bezeichnet Strategien, die eine Marke von Wettbewerbern abheben, um sie für potenzielle Kunden erkennbar und einzigartig zu machen. Hierbei spielen sowohl substanzielle Inhalte als auch kreative Elemente eine Rolle. Beispiele sind die „gelbe“ Strommarke oder das Möbelhaus mit dem „roten Fenster“, die durch visuelle Identität und emotionale Ansprache auffallen. Ziel ist es, Assoziationen zu schaffen, die über rationale Überlegungen hinausgehen, um eine tiefere emotionale Bindung zur Marke zu fördern.brand-differentiation
Brand EngagementMarketing, Pricing & SalesMarkenbindungBrand Engagement bezeichnet die aktive Bereitschaft von Nutzern, mit Inhalten einer Marke zu interagieren, und wird im Brand Marketing als entscheidender Erfolgsfaktor betrachtet. Beispiele hierfür sind das Teilen von Markeninhalten auf sozialen Medien, das Tagging der Marke in Beiträgen oder Empfehlungen in Online-Foren. Brand Engagement steht in enger Verbindung zu Customer Engagement, das die Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen umfasst, sowie zur Customer Experience, die die Gesamtheit der Erfahrungen eines Nutzers mit einer Marke beschreibt. Ein hohes Maß an Brand Engagement kann die Markenloyalität und den Umsatz steigern.brand-engagementBrand Marketing, Customer Engagement, Customer Experience
Brand EquityMarketing, Pricing & SalesMarkenwertBrand Equity bezeichnet den Wert und die Einflusskraft einer Marke, die über den rein finanziellen Markenwert hinausgeht. Sie umfasst dynamische Aspekte wie Bekanntheit (Brand Awareness), Assoziationskraft, Kundenloyalität (Brand Loyalty), Interaktionsfreude (Brand Engagement) und Glaubwürdigkeit (Credibility). Ein Beispiel ist die Marke „Tesla“, die durch Innovation und Authentizität eine starke Brand Equity entwickelt hat. Startups können durch kreative Marketingstrategien und authentische Kommunikation ebenfalls Brand Equity aufbauen, ohne große Budgets.brand-equityBrand Awareness, Brand Loyalty, Brand Engagement
Brand LoyaltyMarketing, Pricing & SalesMarkentreueBrand Loyalty bezeichnet die Markentreue und Bindung von Kunden an eine Marke. Sie umfasst die Fähigkeit, über Generationen hinweg weitergegeben zu werden, wie bei Pflege- und Hygieneprodukten (z. B. Nivea). Zudem kann Brand Loyalty bei besonderen Anlässen (z. B. Weihnachten, Geburt eines Kindes, Liebeskummer) reaktiviert werden. Wichtige Nachbarbegriffe sind Markenidentität, Kundenbindung und Wiederkaufverhalten, die alle zur langfristigen Stabilität und Profitabilität eines Unternehmens beitragen.brand-loyalty
Brand-BiddingMarketing, Pricing & Sales-Brand-Bidding bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der Werbetreibende gezielt auf Keywords konkurrierender Marken bieten, um ihre eigenen Anzeigen bei Suchanfragen nach diesen Marken zu platzieren. Ein Beispiel ist, wenn ein Unternehmen, das Sportbekleidung verkauft, Anzeigen für die Marke "Nike" schaltet, sodass die eigene Anzeige erscheint, wenn Nutzer "Nike Schuhe" suchen. Diese Praxis kann rechtliche Risiken bergen, da sie in den Bereich des Markenrechts fällt. Unternehmen sollten daher sorgfältig prüfen, ob ihre Brand-Bidding-Strategie rechtlich zulässig ist. Monitoring-Tools wie SEMrush oder Ahrefs helfen, Wettbewerber zu identifizieren, die auf die eigene Marke bieten, und ermöglichen eine strategische Anpassung der eigenen Marketingmaßnahmen.brand-bidding
Buyer PersonaMarketing, Pricing & Sales(Fiktive) KäuferpersönlichkeitEine Buyer Persona, auch als Persona bekannt, ist eine detaillierte, fiktive Kundenrepräsentation, die auf Marktforschung und realen Daten basiert. Sie hilft Unternehmen, die Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Ziele ihrer Zielgruppen zu verstehen. Beispielsweise könnte eine Buyer Persona für ein nachhaltiges Mode-Startup eine umweltbewusste, 30-jährige Frau umfassen, die Wert auf ethische Produktionsmethoden legt. Buyer Personas sind entscheidend für die Gestaltung der Customer Journey und die Entwicklung zielgerichteter Marketingstrategien.buyer-personaPersona, Customer Journey, Marketing
Buy One, Get One FreeBOGOFMarketing, Pricing & SalesZwei zum Preis von einemBuy One, Get One Free (BOGOF) ist ein Verkaufsförderungsangebot, bei dem der Käufer beim Erwerb eines Produkts, wie beispielsweise einer Flasche Shampoo, ein zweites Exemplar kostenlos erhält. BOGOF-Aktionen werden häufig als Anreiz zur Steigerung des Absatzes eingesetzt, insbesondere in der Gastronomie oder im Einzelhandel. Ein Beispiel wäre: "Kaufe ein Hauptgericht und erhalte ein Dessert gratis. " Verwandte Begriffe sind „Rabattaktionen“ und „Kundenbindungsprogramme“, die ebenfalls darauf abzielen, den Umsatz zu erhöhen und die Kundenloyalität zu fördern.buy-one-get-one-free
Call-to-ActionCTAMarketing, Pricing & SalesHandlungsaufforderungCall-to-Action (CTA) ist eine gezielte Aufforderung, die Nutzer auf Webseiten oder in E-Mails zu einer bestimmten Handlung anregen soll, beispielsweise durch das Klicken eines Buttons. Beispiele für CTAs sind Formulierungen wie „Jetzt kostenlos testen“ oder „Mehr erfahren“. CTAs sind oft strategisch platziert und können in Verbindung mit Conversion-Optimierung stehen, um die Nutzerinteraktion zu erhöhen.call-to-actionConversion Rate, Landing Page
ChannelMarketing, Pricing & SalesKanalDer Begriff "Channel" bezieht sich im Startup-Kontext auf Marketing- und Vertriebskanäle (Distribution Channels), die entscheidend für die Erreichung von Kunden sind. Ein effektives Channel-Management integriert Werbung, Distribution und Preisgestaltung und analysiert kontinuierlich neue Verkaufs- und Kommunikationsformen. Beispiele hierfür sind Online-Marktplätze wie Amazon oder soziale Medien wie Instagram, die als Vertriebskanäle fungieren. Nahe verwandte Begriffe sind "Customer Journey" und "Sales Funnel", die beide die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden während des Kaufprozesses beschreiben.channelCustomer Journey, Sales Funnel
Churn RateMarketing, Pricing & SalesKundenabwanderungsrate/KündigungsrateDie Churn Rate bezeichnet den Prozentsatz der Kunden, Abonnenten oder Nutzer, die ein Unternehmen innerhalb eines definierten Zeitraums verlassen. Sie ist besonders relevant in Branchen wie Telekommunikation, Software as a Service (SaaS) und Abonnementdiensten. Beispielsweise kann ein SaaS-Anbieter eine Churn Rate von 5% pro Monat aufweisen, was bedeutet, dass 5% seiner Kunden diesen Monat kündigen. Eine hohe Churn Rate kann auf unzureichende Kundenzufriedenheit oder starke Konkurrenz hinweisen.churn-rateSaaS
ClickbaitMarketing, Pricing & Sales-Clickbait bezeichnet Formulierungen, insbesondere von Überschriften in digitalen Medien, die durch reißerische oder irreführende Inhalte eine hohe Klickrate erzielen, ohne substanzielle Informationen zu bieten. Ein Beispiel ist die Überschrift 'Kate verlässt Prince William', die lediglich eine harmlose Arztfahrt beschreibt. Clickbait nutzt emotionale Trigger wie Neugier und Angst, um Nutzer zum Klicken zu bewegen, oft indem der eigentliche Inhalt bis zum Klick verborgen bleibt.clickbaitContent Marketing, SEO
Click BotMarketing, Pricing & Sales-Ein Click Bot ist ein automatisiertes Programm, das dazu dient, die Anzahl der Klicks auf Webseiten oder Online-Anzeigen künstlich zu erhöhen. Dies geschieht häufig, um die Einnahmen aus Pay-per-Click-Werbung zu steigern oder um Suchmaschinen wie Google eine höhere Relevanz vorzutäuschen. Click Bots operieren oft über Botnets, die aus infizierten Geräten bestehen, und können auch in Form von Klickfarmen in Niedriglohnländern auftreten. Diese Praktiken sind eng verbunden mit Begriffen wie "Malware" und "Ad Fraud", die ebenfalls illegale Methoden zur Manipulation von Online-Daten beschreiben.click-botPay-per-Click, Ad Fraud
Click-Through RateCTRMarketing, Pricing & Sales-Die Click-Through Rate (CTR) ist eine wichtige Kennzahl im digitalen Marketing, die den Prozentsatz der Nutzer angibt, die auf eine Anzeige oder einen Link klicken, im Verhältnis zu den gesamten Impressionen. Beispielsweise kann eine Facebook-Ad mit 1. 000 Impressionen und 50 Klicks eine CTR von 5 % aufweisen. Die CTR variiert je nach Plattform und Inhalt, wobei hohe Werte auf effektive Ansprache und Relevanz hinweisen. Sie ist ein zentraler Bestandteil des Funnel-Marketings und der Conversion-Optimierung, eng verbunden mit Begriffen wie Conversion Rate und Engagement Rate.click-through-rateFunnel-Marketings, Conversion Rate, Engagement Rate
CloakingMarketing, Pricing & Sales-Cloaking bezeichnet eine nicht genehmigte Praxis im Bereich der Suchmaschinenoptimierung, bei der Suchmaschinen-Bots, wie die von Google, andere Inhalte einer Website angezeigt bekommen als reguläre Nutzer. Ein Beispiel hierfür ist, wenn ein Bot einen optimierten HTML-Text vorfindet, während die tatsächlichen Inhalte aus Bildern bestehen, die thematisch abweichen. Diese Technik steht im Widerspruch zu den Richtlinien von Suchmaschinen und kann zu einer Abstrafung oder Deindexierung der Website führen.cloakingBlack Hat SEO, Keyword Stuffing
CohortMarketing, Pricing & SalesGruppeEine Kohorte bezeichnet in der Forschung eine Gruppe von Individuen, die durch gemeinsame Merkmale, wie Geburtsjahr oder spezifische Verhaltensweisen, definiert sind. Im Startup-Bereich ist der Einsatz von Kohorten besonders relevant bei der Analyse von Nutzerverhalten, beispielsweise bei der Entwicklung von Apps. Hierbei können Testnutzer in Kohorten wie Senioren oder Jugendliche eingeteilt werden, um unterschiedliche Reaktionen auf Funktionen oder Designs zu untersuchen.cohortA/B-Testing
Cold CallingMarketing, Pricing & SalesKaltakquiseCold Calling, oder Cold Canvassing, bezeichnet die unaufgeforderte Ansprache potenzieller Kunden, ohne dass eine vorherige Beziehung oder Auswahl stattgefunden hat. Diese Methode war in den 1980er Jahren in den USA weit verbreitet, als massenhafte Telefonanrufe zur Bewerbung von Produkten, wie Büchern, genutzt wurden. Heutzutage ist Cold Calling rechtlich stark reguliert; im B2B-Bereich sind gezielte Ansprachen erlaubt, während sie im B2C-Bereich gesetzlich eingeschränkt sind.cold-callingCold Canvassing, USA, B2B, B2C
Content MarketingMarketing, Pricing & Sales-Content Marketing ist ein strategischer Marketingansatz, der darauf abzielt, Zielgruppen durch wertvolle, informative und unterhaltsame Inhalte anzusprechen, anstatt sie mit direkten Verkaufsaufforderungen zu konfrontieren. Beispiele hierfür sind Blog-Beiträge, Infografiken, Whitepapers und interaktive Inhalte wie Mini-Spiele. Ziel ist es, eine langfristige Kundenbindung zu schaffen, indem die Markenwahrnehmung durch relevante Themen und unterhaltsame Formate gestärkt wird. Während Content Marketing traditionell im B2C-Bereich verbreitet war, findet es zunehmend Anwendung im B2B-Sektor, um Fachkompetenz zu demonstrieren und Leads zu generieren. Die Herausforderung der Ad Fatigue, die durch die Überflutung mit Inhalten entsteht, erfordert innovative Ansätze zur Steigerung der Nutzerinteraktion.content-marketingB2C, B2B, Ad Fatigue
Content TheftMarketing, Pricing & SalesContent-DiebstahlContent-Diebstahl bezeichnet die unautorisierte digitale Verwendung oder Übernahme von geistigem Eigentum. Dies umfasst Praktiken wie das Kopieren von Texten, Bildern oder Videos ohne Zustimmung des Urhebers. Beispiele sind das unerlaubte Einfügen von Inhalten in Blogs oder sozialen Medien, sowie das Crawlen von Datenbanken, wie etwa Adressverzeichnissen. In der Ära von viralen Inhalten und Memes verschwimmen oft die Grenzen zwischen legitimer Verbreitung und illegalem Diebstahl, was auch zur Verbreitung von Fehlinformationen (siehe Fake News) führen kann.content-theft
Conversion RateCVRMarketing, Pricing & SalesKonversionsrateDie Conversion Rate (CVR oder CR) ist ein zentraler Bestandteil des KPI-orientierten Managements und misst den Prozentsatz der Nutzer, die innerhalb des Marketing Funnels eine definierte Aktion durchführen, wie beispielsweise einen Klick auf einen Link. Typischerweise bezieht sich die CR auf Käufe im Verhältnis zu den einzigartigen Besuchern (Unique Visits) über einen festgelegten Zeitraum, etwa monatlich. In der Funnel-Optimierung kann die CR jedoch auch für spezifische Teilschritte verwendet werden, wie Klicks auf Umfragen oder Anmeldungen zu Newslettern.conversion-rateKPI, Unique Visits, Click-Through-Rate, CTR, Customer Acquisition Cost, CAC
CopywriterCWMarketing, Pricing & SalesWerbetexterEin Copywriter ist ein spezialisierter Texter, der Marketing- und Markenstrategien in prägnante Texte umsetzt, beispielsweise für Werbebroschüren, Social-Media-Posts oder Stellenanzeigen. Die Herausforderung besteht darin, kreative Ideen zu entwickeln und eine konsistente Unternehmenssprache zu etablieren, die in verschiedenen Kontexten, wie der Rekrutierung eines Chief Marketing Officers (CMO) oder in Printanzeigen, erkennbar bleibt.copywriterCMO, Content-Marketing, Brand Voice
Core ProductMarketing, Pricing & SalesKernproduktCore Product bezeichnet den zentralen Nutzen, den ein Konsument durch den Erwerb eines Produkts erhält. Beispielsweise kaufen Verbraucher keine Glühbirnen, sondern das Licht, das sie erzeugen. Dieser Ansatz hilft, Käufermotivationen und den relevanten Markt (vgl. Marktdefinition) präzise zu analysieren. Ein Beispiel ist die Aussage: „Wir verkaufen Erlebnisse – und keine Reisen“. Allerdings birgt eine zu starke Fokussierung auf den Core Product das Risiko, wesentliche Wettbewerbsvorteile wie Preis-Leistungs-Verhältnis aus den Augen zu verlieren.core-productValue Proposition, Customer Needs
Corporate BrandMarketing, Pricing & SalesUnternehmensmarkeCorporate Brand bezeichnet die übergreifende Markenidentität eines Unternehmens, die sich durch Werte, Ziele und das Selbstverständnis von spezifischen Produktmarken unterscheidet. Ein Beispiel ist Beiersdorf, wo Nivea als Produktmarke fungiert. Corporate Branding ist für Großunternehmen wie Microsoft und Amazon essenziell und integriert Elemente aus Public Relations, Employer Branding, Corporate Responsibility, Content Marketing sowie klassischer Produktwerbung.corporate-brandCorporate Branding, Public Relations, Employer Branding, Corporate Responsibility, Content Marketing
Corporate Vertical Marketing SystemVMSMarketing, Pricing & SalesVertikales MarketingsystemCorporate Vertical Marketing System (CVMS) bezeichnet ein integriertes Marketingkonzept, das Unternehmen anstreben, um ihre Produkte effizient über verschiedene Vertriebskanäle zu vermarkten. Dies umfasst nicht nur die Zusammenarbeit mit Einzelhändlern, sondern auch die direkte Ansprache von Endkunden. Ein Beispiel ist ein Hersteller von Elektronikkomponenten, der sowohl Großhändler als auch Einzelhändler mit speziellen Rabatten und Verkaufsförderungsmaßnahmen anzieht. Zu den Nachbarbegriffen zählen „Horizontal Marketing“ und „Multi-Channel-Marketing“, die unterschiedliche Ansätze zur Marktbearbeitung darstellen.corporate-vertical-marketing-systemHorizontal Marketing, Multi-Channel-Marketing
Cost AnalysisMarketing, Pricing & SalesKostenanalyseDie Kostenanalyse ist ein systematischer Prozess zur Untersuchung und Zuordnung von Kosten, wie Material, Personal und Werbung, zu spezifischen Produkten oder Produktgruppen. Diese Analyse erfolgt häufig in verschiedenen Wertschöpfungsstufen, um versteckte Kostentreiber zu identifizieren und Einsparungspotenziale zu erschließen. Beispielsweise kann ein Produkt mit niedrigen Handelsspannen dennoch signifikante Wertbeiträge leisten, wenn es langfristig ohne zusätzlichen Werbeaufwand verkauft wird. Im Gegensatz dazu kann ein Produkt mit geringen Produktionskosten hohe After-Sales-Kosten verursachen. Die Herausforderung besteht darin, Gemeinkosten (z. B. Miete, Verwaltung) angemessen auf das Angebotsportfolio zu verteilen. Verwandte Konzepte sind die Theory of Constraints (TOC), Zero-based Costing und die ABC-Analyse.cost-analysisTheory of Constraints (TOC), Zero-based Costing
Cost Per ClickCPCMarketing, Pricing & Sales-Der Cost Per Click (CPC) bezeichnet die Kosten, die einem Unternehmen für jeden Klick auf eine Online-Werbeanzeige entstehen. Der CPC kann im Voraus mit Plattformen wie Google Ads oder Facebook Ads vereinbart werden, um Budgetkontrolle und Performance-Management zu gewährleisten. Alternativ wird der CPC retrospektiv ermittelt, indem die Gesamtkosten der Kampagne durch die Anzahl der Klicks geteilt werden. Im Gegensatz zum Cost Per Impression (CPI), der lediglich die Sichtbarkeit misst, bietet der CPC eine direkte Indikation der Kampagneninteraktion und -effektivität, insbesondere in Bezug auf die Generierung von Leads und Conversions.cost-per-clickPerformance-Management, Cost Per Impression, CPI, Leads, Conversions
Cost per ConversionCPCMarketing, Pricing & Sales-Cost per Conversion (CPC) ist ein zentraler KPI im Performance Measurement, der die Marketingkosten pro einzelner Conversion, wie einem Kauf im Webshop, misst. Der Gesamtaufwand wird nach Marketingkanälen, etwa E-Mail-Marketing oder Bannerwerbung, aufgeschlüsselt und durch die Anzahl der Käufe in einem bestimmten Zeitraum geteilt. CPC-Werte variieren stark je nach Branche und Kanal und können zwischen zwei- und dreistelligen Beträgen liegen. Eine Senkung der CPC erfolgt häufig durch erhöhten organischen Traffic, Empfehlungsmarketing und wiederkehrende Kunden.cost-per-conversionCPC, KPI
Cost per LeadCPLMarketing, Pricing & SalesKontaktvergütungDie Kosten pro Lead (CPL) sind ein zentraler Leistungsindikator im Marketing und Vertrieb, der die finanziellen Aufwendungen für die Generierung eines einzelnen Leads misst. Ein Lead kann beispielsweise durch das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder das Abonnieren eines Newsletters entstehen. Die CPL variiert je nach Qualität des Leads; so kann ein Lead, der durch gezielte Werbung generiert wird, höhere Kosten verursachen als ein organischer Lead. Um die Effizienz der Marketingstrategien zu bewerten, sollten CPLs im Kontext des gesamten Conversion-Funnels analysiert werden, wobei verwandte Begriffe wie Customer Acquisition Cost (CAC) und Return on Investment (ROI) ebenfalls berücksichtigt werden sollten.cost-per-leadLead, Conversion-Funnel, Customer Acquisition Cost, CAC, Return on Investment, ROI
Cost per OrderCPOMarketing, Pricing & SalesBestellkostenCost per Order (CPO) bezeichnet die anteiligen Marketingkosten, die pro tatsächlich erfolgter Bestellung anfallen. Diese Kennzahl wird ermittelt, indem die gesamten Marketingausgaben, häufig nach Kanälen wie Social Media oder Suchmaschinenmarketing aufgeteilt, durch die Anzahl der über diese Kanäle generierten Bestellungen geteilt werden. Im Gegensatz zur Click-Through Rate (CTR) und Page Impressions fokussiert sich die CPO auf umsatzwirksame Erfolge. Wichtig ist die Abgrenzung zu den Customer Acquisition Costs (CAC), die die Kosten für die Akquisition eines neuen Kunden über dessen gesamte Lebensdauer betrachten.cost-per-orderCTR, Page Impressions, Customer Acquisition Costs, CAC
Cost per Thousand/Cost per MilleCPT/CPMMarketing, Pricing & SalesTausend-Kontakt-PreisTKPCost per Mille (CPM), auch bekannt als Cost per Thousand (CPT), bezeichnet die Marketingkosten pro tausend Impressionen oder Rezipienten. Diese Kennzahl ermöglicht den Vergleich verschiedener Werbeformen, wie Printanzeigen und Online-Banner, die auf Impressions basieren. Zur Berechnung wird die Gesamtsumme der Werbekosten durch die Anzahl der erreichten Impressionen geteilt. Beispielsweise könnte eine Online-Kampagne mit 1. 000 Euro Budget und 500. 000 Impressionen einen CPM von 2 Euro aufweisen. Allerdings liefert der CPM keine Informationen über die demografischen Merkmale der Rezipienten, wie Haushaltseinkommen, und berücksichtigt nicht die tatsächlichen Conversions, was für die Bewertung der Kampagnenqualität entscheidend ist.cost-per-thousand-cost-per-milleImpressions, Cost per Click, CPC, Return on Investment, ROI
CouponMarketing, Pricing & SalesGutscheinEin Coupon ist im Startup-Bereich ein Gutschein, der den Erwerb eines bestimmten Produkts, wie z. B. einer Flugreise, zu einem reduzierten Preis ermöglicht, oft unter bestimmten Bedingungen, wie einer zeitlichen Frist. Coupons sind ein gängiges Marketinginstrument in der New Economy, insbesondere im Konsumsektor (Mode, Lebensmittel, Reisen). Unternehmen wie Groupon haben das Coupon-Management zu einem eigenständigen Geschäftsmodell entwickelt, ohne eigene Produkte anzubieten. Gründer sollten beachten, dass verkaufte Gutscheine, etwa für Handy-Guthaben, als Verbindlichkeiten gelten und nicht als Umsatz erfasst werden können. Zudem sind Rückstellungen für nicht eingelöste Gutscheine erforderlich, was das Jahresergebnis beeinflussen kann.coupon
Creative CommonsCCMarketing, Pricing & SalesKreativallmendeCreative Commons bezeichnet ein System von Lizenzen, das die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten, wie Bildern und Musik, regelt. Gegründet 2001, ermöglicht die gemeinnützige Organisation die einfache Vergabe und Verwaltung dieser Lizenzen. CC-Lizenzen erlauben in der Regel die kostenlose, nichtkommerzielle Nutzung, jedoch können Mischformen, etwa im Bildungsbereich oder durch Sampling, rechtliche Unsicherheiten hervorrufen. Startup-Gründer sollten besonders darauf achten, ob die Verwendung von Inhalten, beispielsweise auf Influencer-Blogs, als privat oder kommerziell eingestuft wird.creative-commons
Customer Acquisition CostCACMarketing, Pricing & SalesKundengewinnungskostenDie Customer Acquisition Costs (CAC) sind ein zentraler KPI zur Bewertung von Startups und deren Geschäftsmodellen. Sie repräsentieren die Gesamtkosten, die zur Akquise eines durchschnittlichen Kunden anfallen, einschließlich Marketing- und Vertriebsausgaben. Beispielsweise können digitale Marketingkampagnen, Werbeanzeigen und Promotions in die Berechnung einfließen. Der Vergleich der CAC mit dem Customer Lifetime Value (CLV) ermöglicht eine Einschätzung der Rentabilität pro Kunde. Hohe CAC können auf ineffiziente Marketingstrategien hinweisen, während niedrige Werte auf ein effektives Kundenmanagement hindeuten. Die Berücksichtigung von Churn Rates ist essenziell, um die Nachhaltigkeit der CAC zu evaluieren.customer-acquisition-costKPI, Customer Lifetime Value, CLV, Churn Rates
Customer Lifetime ValueCLVMarketing, Pricing & SalesKundenertragswertDer Customer Lifetime Value (CLV) ist eine entscheidende Kennzahl (KPI) im Performance-Marketing und der Rentabilitätsprognose von Geschäftsmodellen. Er quantifiziert den monetären Wert eines Kunden über den gesamten Lebenszyklus, sowohl für ein Produkt als auch für das Unternehmen. Im digitalen Geschäft sollte der Customer Acquisition Cost (CAC) stets unter dem CLV liegen, um eine profitable Kundenakquise zu gewährleisten. Bei physischen Produkten sind zusätzlich Herstellungs- und Lagerkosten zu berücksichtigen. Startups schätzen den CLV häufig hypothetisch, wobei auch die Churn Rate (Kündigungsrate) in die Berechnung einfließen sollte, um realistische Prognosen zu ermöglichen.customer-lifetime-valueKPI, Customer Acquisition Cost, CAC, Churn Rate
Customer LoyaltyMarketing, Pricing & SalesKundentreueCustomer Loyalty (Kundenloyalität) bezeichnet die Bindung von Kunden an ein Produkt oder Unternehmen, die durch verschiedene Maßnahmen wie Treueprogramme, Rabatte oder exklusive Angebote gefördert wird. Beispiele sind Bonuspunkte, die beim Kauf gesammelt werden können, oder spezielle Aktionen für Stammkunden. Angesichts der hohen Akquisekosten (Cost per Acquisition, CPA), die im Online-Marketing bis zu 30 % des Umsatzes ausmachen können, ist ein effektives Customer Loyalty Management entscheidend zur Senkung der Kosten pro Order (CPO) durch wiederholte Käufe. Es trägt zudem zur Steigerung des Customer Lifetime Value (CLV) und der allgemeinen Kundenzufriedenheit (Customer Satisfaction) bei.customer-loyaltyCost per Acquisition, CPA, Customer Loyalty Management, CPO, Customer Lifetime Value, CLV, Customer Satisfaction
Customer SatisfactionCSMarketing, Pricing & SalesKundenzufriedenheitDie Customer Satisfaction, häufig als Customer Satisfaction Score (CSAT) in prozentualen Quoten erfasst, ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Sie ist nicht nur ein Indikator für die Zufriedenheit, sondern auch ein eigenständiger Management-Bereich, der darauf abzielt, den Customer Lifetime Value (CLV) zu maximieren. Ein hoher CSAT fördert Wiederholungskäufe und die Weiterempfehlungsrate (Net Promoter Score, NPS). Im digitalen Geschäft sind neben direkten Verkaufs- und Support-Kontakten auch automatisierte Feedbacksysteme, wie Umfragen per E-Mail, entscheidend für die Messung und Optimierung der Zufriedenheit.customer-satisfactionCustomer Satisfaction Score, CSAT, Customer Lifetime Value, CLV, Net Promoter Score, NPS
Delphi TechniqueMarketing, Pricing & SalesDelphi-MethodeDie Delphi-Methode, benannt nach dem 'Orakel von Delphi', ist eine strukturierte Technik zur Prognostizierung von Zukunftsszenarien, die auf mehreren iterativen Befragungen von Experten basiert. Zunächst werden Fachleute aus relevanten Bereichen ausgewählt, um qualitative Einschätzungen zu spezifischen Themen abzugeben, beispielsweise zur Marktentwicklung oder technologischen Trends. Diese Einschätzungen werden gesammelt, analysiert und in weiteren Runden diskutiert, um zu konsensbasierten Vorhersagen zu gelangen. Kritiker bemängeln, dass die Auswahl der Experten und deren persönliche Überzeugungen die Objektivität der Ergebnisse beeinträchtigen können.delphi-technique
Demand AnalysisMarketing, Pricing & SalesBedarfsanalyseDie Bedarfsanalyse ist ein systematischer Prozess zur Identifikation der tatsächlichen Bedürfnisse potenzieller Kunden in einem Zielmarkt. Sie umfasst Methoden wie Umfragen und Interviews, um qualitative und quantitative Daten zu sammeln. Eng verbunden ist die Wettbewerbsanalyse, die bewertet, wie gut bestehende Produkte oder Dienstleistungen diese Bedürfnisse erfüllen. Ein Beispiel ist die Analyse von Kundenfeedback zu bestehenden Apps, um Lücken im Angebot zu erkennen. Zudem ist die Bedarfsanalyse ein zentraler Bestandteil des Customer Development-Ansatzes, der durch direkte Kundeninteraktionen wertvolle Einblicke liefert.demand-analysisCustomer Development
Demand Side PlatformDSPMarketing, Pricing & Sales-Eine Demand Side Platform (DSP) ist eine technologische Plattform, die es Werbetreibenden ermöglicht, Werbeplätze bei Publishern automatisiert zu erwerben. Durch den Vergleich von Preisen und Zielgruppendaten, wie etwa demografischen Merkmalen oder Interessen, optimieren DSPs die Gebotsstrategien. Ein Beispiel ist die Nutzung von Echtzeit-Bietverfahren, um Werbeanzeigen gezielt an Nutzer auszuspielen. DSPs sind integraler Bestandteil des Programmatic Advertising und arbeiten häufig mit Data Management Platforms (DMPs) zusammen, um umfassende Zielgruppendaten zu analysieren und zu verarbeiten.demand-side-platformProgrammatic Advertising, DMPs
DeplatformingMarketing, Pricing & Sales-Deplatforming bezeichnet eine Strategie, die darauf abzielt, Nutzer, die gegen die Nutzungsbedingungen oder die Netiquette einer Plattform verstoßen, von dieser auszuschließen. Dies kann durch temporäre oder permanente Sperrungen geschehen. Ein Beispiel ist die Sperrung von Accounts, die Fake News verbreiten. Deplatforming kann auch Teil von Kampagnen sein, bei denen andere Nutzer Druck auf den Plattformbetreiber ausüben, um einen bestimmten Account zu sperren.deplatforming
DerailingMarketing, Pricing & Sales-Derailing bezeichnet Strategien in (Netz-)Debatten, bei denen eine Partei absichtlich versucht, die Diskussion zu entgleisen und zu eskalieren. Beispiele hierfür sind platte Vergleiche, das Verdrehen von Worten oder das Persönlich-Werden, um die Argumentation zu untergraben. Auch das Zerren von Argumenten ins Private sowie die Verwendung von Fake Accounts, um künstliche Mehrheiten zu schaffen, fallen darunter.derailing
Direct MarketingDMMarketing, Pricing & Sales-Direct Marketing bezeichnet eine Vielzahl von Werbemaßnahmen und -strategien, bei denen Unternehmen ihre Kunden direkt ansprechen, ohne Zwischenhändler. Dazu zählen Dialogmarketing-Tools wie personalisierte E-Mails, Kundenumfragen zur Marktforschung sowie Mailings und Flyer-Aktionen. Beispiele sind die Nutzung von Social Media für gezielte Werbeanzeigen oder die Durchführung von Telefonumfragen.direct-marketingSocial Media, Outbound-Marketing, Customer Relationship Management, CRM
Direct SellingMarketing, Pricing & SalesDirektverkaufDirect Selling ist ein Geschäftsmodell, bei dem der Produzent oder Hersteller den Zwischenhandel umgeht und direkt an Endverbraucher verkauft. Dies ermöglicht höhere Gewinnmargen und reduziert den Wettbewerb, erfordert jedoch ein effektives Vertriebsnetzwerk. Beispiele sind Tupperware, bekannt für Küchenprodukte, und Vorwerk, das Haushaltsgeräte vertreibt. Im Gegensatz zum stationären Handel wird Direct Selling häufig bei physischen Produkten angewendet. Im Softwarebereich nutzen viele SaaS-Unternehmen ebenfalls direkte Vertriebsstrategien, um ihre Produkte effizient zu vermarkten.direct-sellingSaaS, Multilevel-Marketing, E-Commerce
Direct to ConsumerDtCMarketing, Pricing & Sales-Direct to Consumer (D2C) bezeichnet Vertriebs- und Marketingstrategien, bei denen Unternehmen direkt an Endverbraucher verkaufen, ohne Zwischenhändler. Beispiele sind Abonnements für Produkte wie Rasierklingen oder Kosmetik, die direkt vom Hersteller bezogen werden. Ein weiteres Beispiel sind direkte Marketingkampagnen von Pharmaunternehmen, die Patienten ansprechen, obwohl Apotheken die traditionellen Vertriebskanäle sind. D2C fördert Kundenbindung und ermöglicht personalisierte Angebote.direct-to-consumerE-Commerce, Omnichannel, Customer Relationship Management, CRM
Distress MerchandiseMarketing, Pricing & Sales-Distress Merchandise bezeichnet den Verkauf von Waren, die sich in einem kritischen Zustand befinden, häufig kurz vor dem Verfallsdatum oder in einem finanziellen Engpass. Beispiele sind Lebensmittelverkäufe kurz vor Ablauf oder Lagerbestände von Modeartikeln, die schnell abverkauft werden müssen. In einem weiteren Sinne kann der Begriff auch auf Unternehmen angewendet werden, die sich in finanzieller Notlage befinden und zum Verkauf angeboten werden, um Liquidität zu generieren.distress-merchandise
Distribution ChannelMarketing, Pricing & SalesAbsatzkanalDer Absatzkanal bezeichnet den Weg eines Produkts vom Hersteller bis zum Endkunden. Er umfasst verschiedene Vertriebswege, wie den Direktvertrieb über Online-Plattformen (z. B. eigene Websites oder Marktplätze wie Amazon) sowie den indirekten Vertrieb über Groß- und Einzelhändler. Handelsvertretungen, Broker und Strukturvertriebler sind ebenfalls relevante Akteure. Wichtige Nachbarbegriffe sind „Vertrieb“ (allgemeiner Prozess der Warenverteilung) und „Logistik“ (Planung und Durchführung der Warenbewegung). Ein effektiver Absatzkanal ist entscheidend für den Markterfolg eines Startups.distribution-channel
Doing it for the gramMarketing, Pricing & Sales-Doing it for the Gram bezeichnet Aktivitäten, die primär darauf abzielen, Inhalte für Instagram zu erstellen oder zu dokumentieren. Beispiele hierfür sind der Besuch von trendigen Cafés oder Events, die speziell für ihre Fotogenität ausgewählt werden. Dieser Begriff ist eng verbunden mit Instagramability, das die Attraktivität eines Ortes oder Ereignisses für soziale Medien beschreibt. Unternehmen nutzen diese Konzepte, um ihre Markenpräsenz zu stärken und virale Marketingstrategien zu entwickeln.doing-it-for-the-gram
Double DippingMarketing, Pricing & Sales-Double Dipping bezeichnet die Praxis, bei der Investoren beim Verkauf eines Startups durch die Liquidationspräferenz (LQ) doppelt profitieren. Zunächst erhalten sie eine vorrangige Ausschüttung, die in der Regel neuen Investoren zugesichert ist. Anschließend partizipieren sie am verbleibenden Exit-Erlös entsprechend ihrer Anteile. Ein Beispiel ist ein Investor, der sowohl die LQ als auch die Quotenbeteiligung erhält. Darüber hinaus kann Double Dipping auch Gehaltszahlungen und Pensionsansprüche von Mitarbeitern betreffen oder auf eine Volkswirtschaft zutreffen, die erneut in eine Rezession eintritt.double-dippingLQ, Exit, Waterfall Payout
DoxingMarketing, Pricing & Sales-Doxing bezeichnet das gezielte Veröffentlichen privater Informationen über Einzelpersonen im Internet, abgeleitet von den englischen Begriffen 'Docs' (Dokumente) und 'Toxic' (giftig). Dies kann durch intensive Recherche oder Social Engineering geschehen, ohne dass ein unerlaubter Zugriff auf geschützte Daten erforderlich ist. Beispiele sind das Offenlegen von Adressen oder Kontaktdaten von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen oder umstrittene Meinungen vertreten. Doxing kann zur Enttarnung von Tätern von Online-Hasskriminalität beitragen, birgt jedoch das Risiko von Selbstjustiz und rechtlichen Konsequenzen.doxing
DummyMarketing, Pricing & Sales-Ein Dummy ist ein Platzhalter, der in verschiedenen Kontexten wie Layouts (Dummy-Layout), Produkten (Dummy-Product) oder Nutzer-Reviews (Dummy-Review) verwendet wird. Er hat keine funktionale Bedeutung, sondern dient lediglich als visuelle oder strukturelle Vorlage für zukünftige Inhalte. Beispielsweise nutzen Gründer in Pitch Decks oft Dummy-Designs, um potenziellen Investoren ein 'Als-ob-Produkt' zu präsentieren, das deren Vorstellungskraft anregt.dummyPitch Decks, Minimum Viable Product, MVP, Mockup
Duplicate ContentMarketing, Pricing & SalesDoppelte InhalteDuplicate Content bezeichnet Inhalte auf Webseiten, die mehrfach vorhanden sind. Dies kann sowohl innerhalb einer Webseite, wie identische Call-to-Action-Textblöcke, als auch zwischen verschiedenen Webseiten, etwa identische Pressemitteilungen, auftreten. Suchmaschinen wie Google bewerten Duplicate Content negativ, was zu einer niedrigeren Platzierung in den Suchergebnissen führt. Relevante Nachbarbegriffe sind "SEO" (Suchmaschinenoptimierung) und "Content Marketing", da beide Bereiche stark von der Einzigartigkeit der Inhalte abhängen. Ein Beispiel für die Vermeidung von Duplicate Content ist die Verwendung von Canonical-Tags.duplicate-contentCall-to-Action, SEO, Content Marketing, Canonical-Tags
Durable GoodsMarketing, Pricing & SalesLanglebige GebrauchsgüterDurable Goods (langlebige Gebrauchsgüter) sind Produkte, die eine Lebensdauer von mehr als drei Jahren aufweisen. Beispiele hierfür sind Autos, Fahrräder, Waschmaschinen und Möbel. Diese Güter sind in der Regel mit höheren Anschaffungskosten verbunden und werden über einen längeren Zeitraum genutzt. Im Gegensatz dazu stehen Consumable Goods (Verbrauchsgüter), wie Benzin, Zigaretten oder Lebensmittel, die schnell verbraucht werden. Durable Goods sind oft auch Teil der Investitionsgüter, die Unternehmen zur Produktion benötigen. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Wirtschaft, da ihre Nachfrage auf wirtschaftliche Stabilität hinweist.durable-goodsConsumable Goods
Dwell TimeMarketing, Pricing & Sales-Dwell Time bezeichnet die Zeitspanne, die ein Internet-Nutzer auf einer Webseite verbringt, nachdem er von einer Suchmaschine auf diese weitergeleitet wurde, bevor er zu den Suchergebnissen zurückkehrt. Eine längere Dwell Time signalisiert Suchmaschinen, dass die Inhalte relevant sind, was die SEO-Rankings positiv beeinflussen kann. Um die Dwell Time zu erhöhen, sollten Webseiten ansprechende Inhalte bieten, die bereits im oberen Bereich der Seite wichtige Informationen präsentieren und den Nutzer dazu anregen, weiterzulesen. Relevante Begriffe sind Bounce Rate, die die Absprungrate misst, sowie Engagement, das die Interaktion der Nutzer mit Inhalten beschreibt.dwell-timeSEO, Bounce Rate, Engagement
Dynamic Keyword InsertionDKIMarketing, Pricing & Sales-Die Dynamic Keyword Insertion (DKI) ist eine Funktion in Google Ads, die es ermöglicht, das vom Nutzer eingegebene Keyword dynamisch in einen vordefinierten Platzhalter der Anzeige einzufügen. Dies erhöht die Relevanz der Anzeige, da sie direkt auf die Suchanfrage des Nutzers abgestimmt ist, wie beispielsweise 'gebrauchte Waschmaschine in Köln'. DKI kann jedoch auch zu einer Diskrepanz zwischen Anzeige und Zielseite führen, wenn die Inhalte nicht übereinstimmen.dynamic-keyword-insertionSEM, CRO
(Early) MarkdownMarketing, Pricing & SalesPreisabschlagEin (Early) Markdown bezeichnet einen frühen Preisnachlass, der von einem Anbieter gewährt wird, um den Absatz eines Produkts während einer aktiven Marketingpromotion zu fördern. Dieser Preisabschlag kann in verschiedenen Branchen, wie beispielsweise im Einzelhandel oder in der Technologie, Anwendung finden. Ein Beispiel ist der vorzeitige Rabatt auf ein neues Smartphone-Modell, um die Verkaufszahlen zu steigern.early-markdown
Effective (Marketing) FrequencyMarketing, Pricing & SalesEffektive MarketingfrequenzEffective Marketing Frequency bezeichnet die optimale Häufigkeit der Ausstrahlung von Werbeanzeigen, die erforderlich ist, damit der Empfänger eine spezifische Handlung, wie den Kauf eines Produkts oder die Anmeldung zu einem Newsletter, vornimmt. Diese Frequenz variiert stark, abhängig von der Art der Kampagne und dem gewählten Kanal, beispielsweise Social Media oder E-Mail-Marketing. Zu hohe Frequenzen können zu Ermüdungserscheinungen führen, was die Effektivität mindert.effective-marketing-frequencySocial Media, E-Mail-Marketing, Conversion Rate, Customer Journey
(Effective) Marketing ReachMarketing, Pricing & Sales(Effektive) ReichweiteDie effektive Reichweite im Marketing bezeichnet die Anzahl der Personen, die durch eine Kampagne mit einer bestimmten Frequenz erreicht wurden, um eine signifikante Beeinflussung zu erzielen. Beispielsweise kann eine Social-Media-Kampagne, die dreimal pro Woche geschaltet wird, eine höhere effektive Reichweite haben, wenn sie die Zielgruppe regelmäßig anspricht. Eine hohe effektive Reichweite ist entscheidend für den Kampagnenerfolg und die Markenbekanntheit.effective-marketing-reach
End UserEUMarketing, Pricing & SalesEndbenutzerEin End User, oder Endbenutzer, ist die Person, die ein Produkt, insbesondere eine Softwareanwendung, direkt nutzt. Das 'End' verdeutlicht, dass der Endbenutzer am Ende einer Wertschöpfungskette steht, die Entwickler, Designer und Systemadministratoren umfasst. Diese Gruppen sind verantwortlich für die Optimierung der Anwendung im Sinne des Endbenutzers. Oft ist der Endbenutzer nicht der direkte Käufer, wie bei Unternehmenssoftware, was zu Spannungen zwischen Vertrieb und Entwicklung führen kann.end-userValue Proposition, User Experience
EngagementMarketing, Pricing & SalesInteraktionEngagement bezeichnet die Interaktionen von Nutzern mit einem Produkt sowie deren Intensität, gemessen durch KPIs wie Sitzungsdauer, Seitenaufrufe, Bounce Rate, Downloads, Klicks oder Shares. Ein hohes Engagement kann auf eine starke Nutzerbindung hinweisen, jedoch ist der Zusammenhang zwischen User Engagement und Conversions nicht immer linear. Beispielsweise können Nutzer von Luxusautos stark engagiert sein, ohne tatsächlich Käufer zu werden.engagementKPIs, Bounce Rate, Downloads, Shares, User Experience, Conversion Rate
Engagement RateERMarketing, Pricing & SalesInteraktionsrateDie Engagement Rate (ER) ist eine wichtige Kennzahl (KPI), die die Interaktionen auf Social-Media-Posts misst. Sie wird berechnet, indem die Summe aller Interaktionen, wie Likes, Kommentare und Shares, durch die Gesamtzahl der Follower dividiert wird. Ein Beispiel: Bei 100 Followern und 10 Interaktionen beträgt die ER 10%. Eine hohe ER deutet auf eine aktive Community hin und steht im Zusammenhang mit Begriffen wie Reichweite und Conversion Rate, die ebenfalls die Effektivität von Marketingstrategien bewerten.engagement-rate
Evergreen ContentMarketing, Pricing & SalesDauerhafter InhaltEvergreen Content bezeichnet Inhalte auf Websites, die zeitlos relevant sind und kontinuierlich hohe Platzierungen in Suchmaschinen erzielen. Beispiele hierfür sind umfassende Anleitungen, historische Analysen oder Lexikon-Einträge, die unabhängig von aktuellen Trends von Interesse bleiben. Diese Art von Inhalten fördert die Nutzerbindung und verbessert die Sichtbarkeit in organischen Suchergebnissen.evergreen-contentContent Marketing, SEO
Experiential MarketingMarketing, Pricing & SalesErlebnismarketingErlebnismarketing, auch bekannt als Experiential Marketing, ist eine Marketingstrategie, die darauf abzielt, durch interaktive und emotionale Erlebnisse eine direkte Verbindung zwischen der Zielgruppe und der Marke herzustellen. Beispiele hierfür sind Pop-up-Events, bei denen Teilnehmer Produkte ausprobieren können, oder immersive Markeninstallationen, die das Markenerlebnis intensivieren. Ziel ist es, die Markenwerte mit positiven Emotionen zu verknüpfen.experiential-marketingPop-up-Events, Brand Engagement
Fake AccountFinstaMarketing, Pricing & SalesGefälschter (Instagram-)KanalEin Fake Account, oft auch als Finsta bezeichnet, ist ein gefälschter Social-Media-Account, der beispielsweise vorgibt, einer bekannten Persönlichkeit zu gehören oder Inhalte zu verbreiten, die irreführend oder illegal sind. Diese Konten können zur Verbreitung von Desinformation, Cybermobbing oder Identitätsdiebstahl genutzt werden. Die Identifikation und Bekämpfung von Fake Accounts ist für Unternehmen und Plattformen von zentraler Bedeutung, um die Integrität ihrer Online-Community zu wahren.fake-account
Fear, Uncertainty and DoubtFUDMarketing, Pricing & SalesAngst, Unsicherheit und ZweifelFear, Uncertainty & Doubt (FUD) bezeichnet eine strategische Taktik im Marketing, die darauf abzielt, potenzielle Kunden durch das Schüren von Ängsten und Unsicherheiten zu beeinflussen. Beispielsweise kann ein Unternehmen die Risiken eines Konkurrenzprodukts übertreiben, um dessen Marktanteil zu verringern. Ein klassisches Beispiel ist die Darstellung von Lebensmitteln als gesundheitsschädlich, um eine eigene, als sicherere Alternative anzubieten. FUD findet sich auch in Clickbait-Überschriften, die Leser anziehen sollen, sowie in anonymen Foren, wo Diskussionen polarisiert werden (vgl. Derailing).fear-uncertainty-and-doubt
Frequently Asked QuestionsFAQMarketing, Pricing & SalesHäufig gestellte FragenFAQ steht für Frequently Asked Questions und bezeichnet eine Sammlung häufig gestellter Fragen und deren Antworten, die typischerweise in Zusammenhang mit Produkten oder Dienstleistungen stehen. Diese Texte ermöglichen es potenziellen Kunden, sich eigenständig über Angebote zu informieren, bevor sie Kontakt mit dem Vertrieb oder Kundenservice aufnehmen. Ein Beispiel sind FAQs auf E-Commerce-Websites, die Fragen zu Versand, Rückgabe oder Produktdetails beantworten. Durch die Bereitstellung von FAQs können Unternehmen die Conversion-Rate erhöhen und gleichzeitig die Arbeitslast der Vertriebs- und Supportteams reduzieren.frequently-asked-questionsE-Commerce, Conversion-Rate
FunnelMarketing, Pricing & SalesTrichterEin Funnel, oder Trichter, beschreibt den Prozess, den potenzielle Kunden vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen bis zum Kauf oder einer anderen gewünschten Handlung durchlaufen. Dieser Prozess umfasst mehrere Touchpoints, wie beispielsweise die Unternehmenswebsite, Social-Media-Kanäle und E-Mail-Marketing. Ziel ist es, die Abbruchrate zu minimieren und die Conversion-Rate zu maximieren. Wichtige Aspekte sind die Benutzererfahrung (UX), der Kundenservice während des Kaufprozesses sowie Preisstrategien und Retargeting-Maßnahmen, etwa bei verlassenen Warenkörben. Automatisiertes A/B-Testing wird häufig eingesetzt, um die effektivsten Kundenpfade zu identifizieren und zu optimieren.funnelTouchpoints, Social-Media, E-Mail-Marketing, Conversion-Rate, UX, A/B-Testing
General-Line WholesalerMarketing, Pricing & SalesVollsortiment-GroßhändlerEin General-Line Wholesaler ist ein Unternehmen, das ein umfangreiches Sortiment an Waren einer bestimmten Kategorie führt, um die Bedürfnisse seiner Kunden in einer Branche umfassend zu decken. Beispiele sind Großhändler für Lebensmittel, Bekleidung oder Elektronik, die eine Vielzahl von Produkten anbieten. Diese Großhändler betreiben oft Stockpiling, um jederzeit eine bedarfsgerechte Versorgung zu gewährleisten.general-line-wholesaler
Generic AdvertisingMarketing, Pricing & Sales-Generic Advertising bezeichnet eine Form der Werbung, die nicht auf spezifische Produkte oder Marken fokussiert ist, sondern eine gesamte Produktkategorie oder Branche bewirbt, wie beispielsweise die Lebensmittel- oder Automobilindustrie. Ziel ist es, das allgemeine Bewusstsein und die Akzeptanz für bestimmte Produkte zu fördern. Ein Beispiel hierfür ist die Werbung für gesunde Ernährung, die von Verbänden der Lebensmittelindustrie unterstützt wird. Generic Advertising wird häufig von Branchenverbänden genutzt, um ein breites Publikum anzusprechen und die Marktakzeptanz zu steigern.generic-advertising
Google E-A-TEATMarketing, Pricing & Sales-E-E-A-T ist ein elementar wichtiges Konzept aus den 'Google Search Evaluator Guidelines', das die Bewertung von Webseiten hinsichtlich ihrer Attraktivität für Suchmaschinen beschreibt. Es umfasst vier Dimensionen: Experience (nachweisbare praktische Erfahrung), Expertise (fachliche Kompetenz), Authoritativeness (Reputation der Quelle innerhalb ihres Themengebiets) und Trustworthiness (Vertrauen in Inhalte, Transparenz und technische Sicherheit). Diese Prinzipien sind entscheidend für die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Beispielsweise sollte eine medizinische Webseite von qualifizierten Fachleuten verfasst sein (Expertise) und über positive Nutzerbewertungen verfügen (Trustworthiness). E-E-A-T ist auch eine Säule der sogenannten Domain Authoritygoogle-e-a-tDomain Authority
Google Tag ManagerGTMMarketing, Pricing & Sales-Der Google Tag Manager ist eine kostenlose Plattform, die Unternehmen die Verwaltung ihrer Marketing- und Analyse-Tags auf Websites und mobilen Apps ermöglicht. Er unterstützt Tracking-Tags wie Google Analytics, AdWords-Conversion-Tracking und Remarketing-Tags. Durch die Nutzung des Tag Managers können Unternehmen Änderungen an Tracking-Implementierungen vornehmen, ohne den Quellcode ihrer Seiten anpassen zu müssen. Dies fördert die Effizienz und Flexibilität im Marketing.google-tag-managerConversion-Tracking, Remarketing
GreenwashingMarketing, Pricing & Sales-Greenwashing bezeichnet die irreführende Praxis, bei der Unternehmen versuchen, ihre Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftspraktiken umweltfreundlicher darzustellen, als sie tatsächlich sind. Dies geschieht häufig durch übertriebene Umweltversprechen, unzureichende Transparenz oder den Einsatz von umweltfreundlicher Symbolik, wie etwa grüner Farbe. Beispiele sind Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen als "neutral" deklarieren, ohne dies durch verlässliche Maßnahmen zu untermauern.greenwashingCSR, Sustainability Reporting
Grey-Hat SEOMarketing, Pricing & Sales-Grey-Hat SEO bezieht sich auf Suchmaschinenoptimierungsmethoden, die sich zwischen den legalen Praktiken des White-Hat SEO und den unethischen Techniken des Black-Hat SEO bewegen. Beispiele für Grey-Hat-Techniken sind das übermäßige Einsetzen von Keywords, das Kaufen von Backlinks oder der Einsatz automatisierter Tools zur Inhaltserstellung, wie etwa ChatGPT. Diese Methoden können kurzfristig Vorteile bringen, bergen jedoch Risiken, da Suchmaschinenalgorithmen sie möglicherweise als manipulative Praktiken werten.grey-hat-seoSEO, White-Hat, Black-Hat, Content-Marketing
Guerilla MarketingMarketing, Pricing & Sales-Guerilla-Marketing bezeichnet eine unkonventionelle, kosteneffiziente und kreative Marketingstrategie, die darauf abzielt, Aufmerksamkeit und Interesse für ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen zu erzeugen. Diese Strategie nutzt innovative Ansätze, um sich von traditionellen Werbemethoden abzuheben. Beispiele sind Sticker-Kampagnen mit humorvollen oder rätselhaften Botschaften, Flashmobs oder überraschende Aktionen bei öffentlichen Veranstaltungen.guerilla-marketingViral Marketing, Ambient Marketing
Halo EffectMarketing, Pricing & SalesHalo-EffektDer Halo-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, bei dem positive Wahrnehmungen eines bestimmten Aspekts, wie etwa einer Marke oder einer Person, die Bewertungen anderer, damit verbundener Merkmale beeinflussen. Beispielsweise kann ein Unternehmen, das für seine umweltfreundlichen Praktiken bekannt ist, auch in anderen Bereichen wie Produktqualität oder Kundenservice positiver wahrgenommen werden. Im Marketing wird der Halo-Effekt strategisch genutzt, etwa durch Sponsoring von Events, um die eigene Marke mit positiven Assoziationen zu verknüpfen.halo-effect
Hard SellingMarketing, Pricing & SalesAggressive VerkaufsstrategieHard Selling bezeichnet Verkaufstechniken, die darauf abzielen, potenzielle Kunden durch aggressives und drängendes Verhalten zum Kauf eines Produkts zu bewegen. Während solche Methoden in bestimmten Kontexten, wie bei zeitlich begrenzten Rabattaktionen oder Produktvorführungen, positiv wahrgenommen werden können, wird Hard Selling häufig negativ assoziiert, da es als aufdringlich gilt.hard-sellingSoft Selling, Closing
Harvesting StrategyMarketing, Pricing & Sales-Harvesting-Strategie bezeichnet eine Produkt-Preis-Strategie, die in der Abschwungphase des Produktlebenszyklus angewendet wird. In dieser Phase werden Marketinginvestitionen reduziert, um bei stabilen Preisen und geringeren Verkaufszahlen höhere Margen pro Produkt zu erzielen. Ein Beispiel ist die Preisgestaltung von klassischen Konsumgütern, wie etwa älteren Smartphone-Modellen, die trotz sinkender Nachfrage weiterhin profitabel verkauft werden.harvesting-strategy
HashtagMarketing, Pricing & Sales-Ein Hashtag ist ein Schlagwort oder eine Kennzeichnung, die in sozialen Medien verwendet wird, um Inhalte oder Themen zu kategorisieren. Er beginnt mit dem Symbol '#', gefolgt von einem Wort oder einer Phrase, wie beispielsweise #Startup oder #Innovation. Hashtags erleichtern das Auffinden von Diskussionen und Inhalten, die für bestimmte Themen relevant sind, unabhängig von einzelnen Nutzerkonten. Sie fördern die Sichtbarkeit und Interaktion, indem sie Nutzer zu spezifischen Themen wie #Nachhaltigkeit oder #Technologie zusammenbringen.hashtag
Heavy Usage IndexHUIMarketing, Pricing & Sales-Der Heavy Usage Index (HUI) ist ein quantitativer Indikator, der die Häufigkeit der Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung durch definierte Kundengruppen misst. Er wird häufig durch Methoden wie Umfragen, Analyse von Nutzungsdaten von Apps oder GPS-Tracking, beispielsweise bei Fahrzeugen, ermittelt. Ein hoher HUI kann auf eine starke Kundenbindung hinweisen und ist entscheidend für die Marktforschung. In Verbindung mit Begriffen wie Customer Lifetime Value (CLV) und Net Promoter Score (NPS) ermöglicht der HUI eine umfassende Analyse des Nutzerverhaltens und der Marktakzeptanz.heavy-usage-indexCustomer Lifetime Value, CLV, Net Promoter Score, NPS
Hilltop AlgorithmMarketing, Pricing & SalesHilltop-AlgorithmusDer Hilltop-Algorithmus ist ein von Google entwickelter Suchmaschinenalgorithmus, der zur Bewertung der Qualität von Websites und deren Inhalten dient. Er basiert auf der Klassifizierung relevanter Informationen, insbesondere von Expertenseiten, die als vertrauenswürdig gelten. Ein Beispiel für die Anwendung ist die Bewertung von wissenschaftlichen Artikeln, die häufig auf spezialisierten Plattformen veröffentlicht werden. Obwohl der Algorithmus seit seiner Einführung modifiziert und verfeinert wurde, bleibt die Grundidee, Inhalte nach ihrer vermuteten Relevanz zu ordnen, zentral.hilltop-algorithmPageRank, SEO
Inbound/Outbound MarketingIM/OMMarketing, Pricing & Sales-Inbound-Marketing bezieht sich auf Strategien zur Kundenakquise, die auf relevanten Inhalten und Kanälen basieren, um potenzielle Kunden anzuziehen. Techniken wie Blogging, Social Media, Suchmaschinenoptimierung (SEO), E-Mail-Marketing und Content-Marketing sind zentral. Beispielsweise kann ein Startup durch informative Blogbeiträge über seine Produkte das Interesse der Zielgruppe wecken. Im Gegensatz dazu steht das Outbound-Marketing, das direkte Ansprache durch Werbung in Fernsehen, Radio, Print, Telemarketing und Direktwerbung umfasst. Hierbei wird die Marketingbotschaft aktiv an potenzielle Kunden gesendet, ohne dass diese zuvor nach Informationen suchen.inbound-outbound-marketingSEO
Influencer MarketingMarketing, Pricing & Sales-Influencer Marketing bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen mit Influencern kooperieren, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Influencer sind Personen mit einer signifikanten Anhängerschaft auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok, die durch ihre Authentizität und Reichweite Vertrauen bei ihrer Zielgruppe genießen. Diese Form des Marketings ist besonders im Beauty- und Lifestyle-Sektor verbreitet. Es ist wichtig, rechtliche Aspekte wie die Kennzeichnungspflicht von Werbung und die Abgrenzung zu unlauterem Product Placement zu beachten.influencer-marketingSocial Media Marketing, Content Marketing
Key AccountMarketing, Pricing & SalesSchlüsselkundeEin Key Account ist ein bedeutender Großkunde eines Unternehmens, der sowohl im Geschäftsanbahnungsprozess als auch in der laufenden Beziehung, einschließlich Support und After-Sales, eine besondere Behandlung erhält. Beispiele für Key Accounts sind große Einzelhandelsketten oder internationale Unternehmen, die einen erheblichen Umsatzanteil ausmachen. Auch wichtige Lieferanten können als Key Accounts betrachtet werden, da sie entscheidend für den Unternehmenserfolg sind. In diesem Zusammenhang spielt der Key Account Manager eine zentrale Rolle, indem er maßgeschneiderte Lösungen und Dienstleistungen für diese Schlüsselpartner entwickelt.key-account
(Key) Account ManagerMarketing, Pricing & SalesVertriebsmanagerEin (Key) Account Manager ist eine zentrale Rolle im Vertrieb eines Unternehmens, die sich auf die Betreuung von (Schlüssel-)Kunden spezialisiert. Im Gegensatz zu Sales Managern, die sich auf die Akquise neuer Kunden konzentrieren, fokussiert sich der (Key) Account Manager auf die Pflege bestehender Kundenbeziehungen, um Fehler zu vermeiden und langfristige Bindungen zu schaffen. Dies umfasst Strategien wie Cross-Selling, bei dem zusätzliche Produkte an bestehende Kunden verkauft werden, und Upselling, bei dem Kunden zu höherwertigen Produkten oder Dienstleistungen angeregt werden. In Branchen wie der Luftfahrtindustrie, wo die Umsätze erheblich von der Leistung der Account Manager abhängen, sind diese Positionen häufig mit hohen Gehältern verbunden.key-account-managerAccount, Sales, Cross-Selling, Upselling, CRM
Key Performance IndicatorKPIMarketing, Pricing & SalesLeistungskennzahlKey Performance Indicators (KPIs) sind quantitativ messbare Werte, die den Fortschritt eines Unternehmens in Bezug auf spezifische Ziele und Geschäftsziele widerspiegeln. Sie sind entscheidend für Startups, da sie eine prägnante Übersicht über die Unternehmensleistung bieten und sowohl Fortschritte als auch Optimierungspotenziale identifizieren. Zu den wichtigen KPIs zählen beispielsweise die Nutzerzahlen von Websites, Conversion Rates, die den Anteil der Interessenten, die zu zahlenden Kunden werden, messen, sowie das monatliche Umsatzwachstum (MoM Growth). Weitere verwandte Begriffe sind Return on Investment (ROI) und Customer Acquisition Cost (CAC), die ebenfalls zur Leistungsbewertung herangezogen werden.key-performance-indicator
KeywordKWMarketing, Pricing & SalesSchlüsselwortKeywords sind zentrale Elemente der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und des Suchmaschinenmarketings (SEA) von Webseiten. Sie fungieren als Schlüsselbegriffe für Suchanfragen und Inhalte. Eine präzise Auswahl und Platzierung von Keywords verbessert die Sichtbarkeit in Suchergebnissen, was durch den Google Quality Score und den Hilltop Algorithmus beeinflusst wird. Die Keyword-Dichte, also die Häufigkeit eines Keywords im Content, spielt ebenfalls eine Rolle. Negative Keywords verhindern, dass Inhalte bei irrelevanten Suchanfragen angezeigt werden, wodurch Kosten für Klicks auf nicht passende Anzeigen reduziert werden.keyword
Keyword ResearchMarketing, Pricing & SalesSchlüsselwort-RechercheKeyword-Recherche bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifizierung und Analyse von Schlüsselbegriffen, die potenzielle Kunden in Suchmaschinen verwenden. Im Rahmen von Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) umfasst sie die Analyse der Zielgruppe, die Wettbewerbsbeobachtung sowie die Generierung und Bewertung von Keyword-Ideen. Ein Beispiel ist die Verwendung von Tools wie Google Keyword Planner oder SEMrush, um relevante Begriffe zu finden. Die Auswahl geeigneter Keywords ist entscheidend, um die Sichtbarkeit in Suchergebnissen zu erhöhen und die Conversion-Rate zu optimieren.keyword-researchSEO, SEA
Keyword StuffingMarketing, Pricing & Sales-Keyword Stuffing bezeichnet eine suboptimale Praxis der Suchmaschinenoptimierung (SEO), bei der übermäßig viele Schlüsselwörter auf einer Webseite oder in deren Metadaten platziert werden, um die Sichtbarkeit in den Suchmaschinenergebnissen zu erhöhen. Beispiele sind das wiederholte Einfügen von Begriffen wie „Startup“ oder „Investition“ in den Text. Diese Methode kann kurzfristig Traffic generieren, wird jedoch von Suchmaschinen wie Google erkannt und bestraft, was zu einem schlechteren Ranking führen kann.keyword-stuffingSEO, Traffic, On-Page-SEO
Landing PageMarketing, Pricing & SalesAnkunftsseite/Lande-SeiteEine Landing Page ist eine gezielt gestaltete Webseite, die auf ein spezifisches Keyword oder Thema ausgerichtet ist und potenziellen Kunden eine fokussierte Anlaufstelle für bestimmte Anfragen bietet. Ein Beispiel ist eine Landing Page eines Anbieters von Projektmanagement-Software, die spezifische Anwendungsszenarien für Ingenieurs- und Bauprojekte behandelt. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbessert eine Landing Page die Sichtbarkeit und Relevanz einer Domain für Long-Tail-Keywords. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Lead-Generierung und ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Marketing Funnels, der auch Begriffe wie Conversion-Rate und Call-to-Action umfasst.landing-pageSEO, Long-Tail-Keywords, Marketing Funnels, Call-to-Action
Lead (Generation)Lead GenMarketing, Pricing & SalesLead-GenerierungLead Generation, abgekürzt Lead Gen, ist ein zentraler Bestandteil des Online-Marketings, der darauf abzielt, automatisiert neue Interessenten oder Kundenkontakte zu identifizieren. Der Begriff 'Lead' bezeichnet eine potenzielle Verkaufschance, die nach dem ersten Kontakt durch den Marketing Funnel in einen zahlenden Kunden umgewandelt werden soll (siehe auch Conversion). Zu den Methoden des Lead Gen zählen die Erstellung von Landing Pages, das Angebot von White Papers und Online-Umfragen. Zudem sind Fachmessen effektive Plattformen, um in kurzer Zeit zahlreiche Leads zu generieren.lead-generationOnline-Marketing, Marketing Funnel, Conversion, Landing Pages, White Papers, Customer Relationship Management, CRM, Sales Funnel
Lead UsersMarketing, Pricing & Sales-Lead Users sind Personen oder Unternehmen, die als frühe und aktiv interessierte Adopter neuer Technologien oder Produkte gelten, vergleichbar mit Early Adopters. Sie spielen eine entscheidende Rolle im Produktentwicklungsprozess, indem sie wertvolles Feedback während Produkttests im Rahmen des Customer Development bereitstellen. Ein Beispiel sind technikaffine Nutzer, die innovative Softwarelösungen testen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Startups sollten jedoch beachten, dass Lead Users, obwohl sie als präferierte Kunden gelten, schnell das Interesse verlieren können. Alternativ können weniger trendbewusste, aber loyalere Kundengruppen, wie beispielsweise Unternehmen mit stabilen Bedürfnissen, langfristig profitabler sein.lead-usersEarly Adopters, Customer Development
Link FarmMarketing, Pricing & SalesLinkfarmLinkfarmen sind Websites, die eine Vielzahl von Links auf einer einzigen Seite aggregieren, um das Ranking in Suchmaschinen wie Google zu manipulieren. Diese Links sind häufig automatisch generiert oder käuflich erworben und stehen in keinem relevanten inhaltlichen Zusammenhang zu den verlinkten Seiten. Die Praxis der Linkfarmen fällt unter Black-Hat SEO, was als unethische Suchmaschinenoptimierung gilt. Suchmaschinen haben Mechanismen entwickelt, um solche Praktiken zu erkennen und bestrafen betroffene Webseiten durch Abwertung in den Suchergebnissen. Alternativen sind White-Hat SEO-Strategien, die auf qualitativ hochwertigen Inhalten basieren.link-farmBlack-Hat SEO, SEO, White-Hat SEO
LinkbaitMarketing, Pricing & Sales-Linkbait (dt. Link-Köder) ist eine bewährte Strategie im Online-Marketing und der Suchmaschinenoptimierung (SEO), die darauf abzielt, eine hohe Anzahl von Besuchern auf eine Webseite zu lenken. Linkbaits generieren Backlinks, die die Sichtbarkeit und Autorität einer Website erhöhen. Beispiele für Linkbaits sind interaktive Inhalte wie Umfragen, unterhaltsame Videos oder informative E-Books.linkbaitSEO, Backlinks, Content-Marketing
LinkjuiceMarketing, Pricing & Sales-Linkjuice ist ein zentraler Begriff in der Suchmaschinenoptimierung (SEO), der die Übertragung von Ranking-Stärke zwischen Webseiten beschreibt. Er entsteht durch eingehende Links von einer Link gebenden auf eine Link empfangende Webseite. Die Qualität des Linkjuices wird durch Faktoren wie die Anzahl, Autorität und Relevanz der verlinkenden Seiten bestimmt. Beispielsweise erhält eine Startup-Webseite, die von einer angesehenen Publikation verlinkt wird, signifikant mehr Linkjuice als von einer weniger bekannten Seite.linkjuiceSEO, Backlink, Domain Authority
Long TailMarketing, Pricing & Sales-Der Begriff Long Tail bezeichnet eine Strategie, die auf den Erfolg durch spezialisierte Nischenprodukte abzielt, die zwar geringere Nachfrage, jedoch auch weniger Wettbewerbsdruck aufweisen. Ein Beispiel sind Verlage, die seltene Werke neu auflegen und somit eine Zielgruppe ansprechen, die spezifische Interessen hat. Die Digitalisierung hat diese Strategie begünstigt, da Online-Plattformen den Zugang zu solchen Produkten erleichtern, ohne dass physische Lagerhaltung erforderlich ist. Im Kontext der Suchmaschinenoptimierung (SEO) bezieht sich der Begriff auf Long-Tail-Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen, wie etwa „Businessplan für Friseure kostenlos“, im Gegensatz zu allgemeinen Begriffen wie „Business Plan“.long-tailSEO, Business Plan
LurkerMarketing, Pricing & Sales-Lurker (dt. Schleicher) bezeichnet im Internet-Slang passive Teilnehmer an Diskussionsplattformen wie Newsgruppen, Foren oder Mailinglisten, die Inhalte konsumieren, jedoch keine aktiven Beiträge leisten. Ein Beispiel sind Nutzer in Startup-Foren, die Informationen sammeln, ohne Fragen zu stellen oder Kommentare abzugeben. Lurker können wertvolle Marktinformationen aufnehmen, jedoch fehlt ihnen die Interaktion, die zur Community-Bildung beiträgt.lurkerContributor, Engager
Marketing-Mix4 PsMarketing, Pricing & Sales-Der Marketing-Mix ist ein zentrales Konzept in der Betriebswirtschaft, das die wesentlichen Elemente des Marketingprozesses definiert. Er umfasst die vier Hauptkomponenten, bekannt als die '4 P': Product (Produkt), Price (Preis), Place (Absatzkanal) und Promotion (Kommunikation). 1. Product: Hierzu zählen Produktmerkmale, Design, Qualität und Markenidentität. Beispielsweise könnte ein Startup im Bereich nachhaltiger Mode umweltfreundliche Materialien verwenden. 2. Price: Dieser Aspekt behandelt die Preisgestaltung unter Berücksichtigung von Kosten, Wettbewerb und Wertwahrnehmung. Ein SaaS-Startup könnte ein Abonnement-Modell wählen, um den Kundenwert zu maximieren. 3. Place: Dies bezieht sich auf Vertriebskanäle, wie Online-Shops oder Einzelhandel. Ein E-Commerce-Startup könnte Plattformen wie Amazon oder eigene Webseiten nutzen. 4. Promotion: Hierunter fallen Werbemaßnahmen, PR und Verkaufsförderung. Ein neues Produkt könnte durch Social Media Kampagnen und Influencer-Marketing beworben werden. Der Marketing-Mix ist entscheidend für die strategische Planung und Positionierung im Markt.marketing-mixSaaS, E-Commerce, Social Media, Influencer-Marketing
Market ChannelMarketing, Pricing & SalesMarktkanalDer Begriff 'Market Channel' (dt. Vertriebskanal) bezeichnet den Weg, über den Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen an Kunden vertreiben. Beispiele für Market Channels sind Großhändler, Online-Auktionen, Direktvertrieb und Messeverkauf. Neben diesen Kanälen existieren Methoden wie Party Selling, Strukturvertrieb und Abonnement-Modelle, die in Kombination mit den gewählten Vertriebskanälen die Sales-Strategie eines Unternehmens prägen. Wichtige Nachbarbegriffe sind 'Distribution', die sich auf die Verteilung von Waren bezieht, und 'Customer Journey', die den gesamten Prozess der Kundeninteraktion beschreibt.market-channelParty Selling, Distribution, Customer Journey
Market EvaluationMarketing, Pricing & SalesMarktuntersuchungDie Marktuntersuchung (Market Evaluation) bezieht sich auf die umfassende Analyse und Beurteilung eines Marktes hinsichtlich der Eignung für ein spezifisches Produkt oder eine Dienstleistung sowie der Entwicklung einer geeigneten Markteintrittsstrategie (GTM). Sie umfasst nicht nur die Marktgröße, sondern auch die Marktstruktur, Wettbewerbsbedingungen, regulatorische Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Zielgruppe. Beispielsweise könnte eine Marktuntersuchung für ein neues Tech-Produkt die Analyse von Wettbewerbern wie Apple oder Samsung sowie die Identifikation von Zielgruppenpräferenzen beinhalten.market-evaluationGTM, Tech
Market Penetration (Rate)Marketing, Pricing & SalesMarktdurchdringungDie Market Penetration (Rate) beschreibt den Anteil eines Unternehmens am gesamten potenziellen Markt, einschließlich Nichtkunden und zukünftiger Kunden. Sie wird in Prozent angegeben und ist entscheidend für die Wachstumsstrategie von Startups. Im Gegensatz zum Marktanteil (Market Share), der den relativen Anteil im Wettbewerb misst, fokussiert die Marktdurchdringung auf die gesamte Kundenbasis. Strategien wie Growth Hacking zielen darauf ab, die Market Penetration zu erhöhen, um Kundenbindung (Customer Lock-in) zu schaffen und Wettbewerber abzuschrecken.market-penetration-rateMarket Share, Growth Hacking, Customer Lock-in, First Mover
Market SegmentationMarketing, Pricing & SalesMarktsegmentierung, MarktaufteilungDie Marktsegmentierung ist ein strategischer Prozess, bei dem Unternehmen einen umfassenden Markt in kleinere, homogene Kundengruppen unterteilen, um gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse und Präferenzen jeder Gruppe einzugehen. Diese Segmentierung kann anhand demografischer Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Einkommen sowie geografischer Faktoren wie Region oder Stadt erfolgen. Zusätzlich wird häufig das Nutzerverhalten, etwa durch die Identifizierung von Heavy Usern, berücksichtigt. Unternehmen setzen Marktsegmentierung ein, um ihre Marketing- und Vertriebsstrategien zu optimieren, beispielsweise durch maßgeschneiderte Landing Pages oder differenzierte Preisstrategien, um Übergewinne bei stark nachgefragten Produkten zu erzielen.market-segmentation
Market ShareMSMarketing, Pricing & SalesMarktanteilDer Marktanteil (Market Share) bezeichnet den prozentualen Anteil eines Unternehmens am Gesamtumsatz eines Marktes. Ein hoher Marktanteil kann zu Skaleneffekten führen und ist entscheidend für Produkte mit Netzwerkeffekten, wie beispielsweise soziale Medien oder Plattformen. Bei der Berechnung des Marktanteils ist es wichtig, verschiedene Methoden zur Bestimmung der Marktgröße zu berücksichtigen, einschließlich des Total Addressable Market (TAM). Zudem sollten Substitute, wie direkte Wettbewerber oder alternative Lösungen, in die Analyse einbezogen werden, um strategische Entscheidungen zu optimieren und realistischere Marktprognosen zu erstellen.market-shareTotal Addressable Market, TAM
Native AdvertisingMarketing, Pricing & Sales-Native Advertising bezeichnet eine Form der Online-Werbung, die so gestaltet ist, dass sie das Design und die Benutzererfahrung der Plattform, auf der sie erscheint, harmonisch integriert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Werbeanzeigen, die sofort als solche erkennbar sind, zielt Native Advertising darauf ab, die Werbung so unauffällig wie möglich zu präsentieren, um die Akzeptanz bei den Nutzern zu erhöhen. Beispiele hierfür sind bezahlte Artikel, Sponsored Content und Advertorials, die oft wie authentische journalistische Inhalte wirken.native-advertisingSponsored Content, Advertorials, Content Marketing, Influencer Marketing
Net Promoter ScoreNPSMarketing, Pricing & SalesNettoempfehlungsquoteDer Net Promoter Score (NPS) ist eine zentrale Kennzahl in der Marktforschung, die die Kundenloyalität misst. Er wird üblicherweise durch eine einfache Umfrage ermittelt, in der Befragte angeben, wie wahrscheinlich es ist, dass sie ein Unternehmen, Produkt oder eine Dienstleistung einem Freund oder Kollegen empfehlen würden. Der NPS reicht von -100 bis +100 und wird häufig zur Bewertung der Kundenzufriedenheit und zur Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten verwendet. Unternehmen wie Apple und Amazon nutzen den NPS, um ihre Kundenbindung zu optimieren.net-promoter-scoreNPS, Customer Satisfaction Score, CSAT, Customer Effort Score, CES
Open RateMarketing, Pricing & SalesÖffnungsrateDie Open Rate ist eine zentrale Kennzahl (KPI) im E-Mail-Marketing, die den Anteil der Empfänger misst, die eine versandte E-Mail geöffnet haben, im Verhältnis zur Gesamtzahl der gesendeten E-Mails. Eine hohe Open Rate deutet auf die Effektivität der Betreffzeile und die Relevanz der Inhalte hin. Beispielsweise kann eine Open Rate von 25% als erfolgreich gelten, während eine Rate unter 15% auf Optimierungsbedarf hinweist. Die Open Rate ist entscheidend für die Analyse von Kampagnen und steht in Verbindung mit weiteren Metriken wie Click-Through-Rate (CTR) und Conversion-Rate, die die Gesamtleistung einer Marketingstrategie bewerten.open-rateKPI, Click-Through-Rate, CTR, Conversion-Rate
Opportunity to SeeOTSMarketing, Pricing & SalesDurchschnittskontaktDie Opportunity to See (OTS), auch als Durchschnittskontakt bekannt, ist eine zentrale Kennzahl im Marketing, die die Anzahl der Gelegenheiten misst, bei denen ein potenzieller Kunde eine Werbung wahrnehmen kann. OTS quantifiziert die Exposition einer Zielgruppe gegenüber einer spezifischen Werbekampagne. Die Berechnung erfolgt durch die Division der Gesamtzahl der Werbekontakte durch die Größe der Zielgruppe. Zum Beispiel, wenn eine Werbung während einer Fernsehsendung, die 100. 000 Zuschauer hat, zehnmal ausgestrahlt wird, ergibt sich eine OTS von 1. 000 (100. 000 / 100). Diese Kennzahl ist eng verbunden mit Begriffen wie Reichweite und Frequenz, die ebenfalls wichtige Aspekte der Werbewirkung darstellen.opportunity-to-see
Organic SearchMarketing, Pricing & SalesOrganische SucheOrganic Search bezieht sich auf die natürlichen, nicht bezahlten Suchergebnisse, die in Suchmaschinen wie Google erscheinen, wenn Nutzer spezifische Keywords oder Phrasen eingeben. Diese Ergebnisse basieren auf Algorithmen, die Relevanz und Qualität der Inhalte bewerten. Im Gegensatz zu Paid Search, bei dem Unternehmen für Sichtbarkeit zahlen, erfordert Organic Search strategische Maßnahmen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO). Beispiele für verwandte Begriffe sind Keyword-Recherche, Backlinks und Content-Marketing, die alle entscheidend sind, um die Sichtbarkeit und Reichweite einer Website zu erhöhen.organic-searchPaid Search, SEO, Backlinks
Outbound MarketingMarketing, Pricing & Sales-Outbound Marketing bezieht sich auf Marketingaktivitäten, bei denen Unternehmen proaktiv auf potenzielle Kunden zugehen. Dazu zählen Direktwerbung, Telefonmarketing, Fernseh- und Radioanzeigen sowie Messeauftritte und Promotion-Aktionen wie Pop-up Stores. Diese Methoden zielen darauf ab, die Markenbekanntheit zu steigern und Leads zu generieren. Im Gegensatz dazu steht das Inbound Marketing, bei dem Unternehmen auf eingehende Kundenanfragen reagieren. Weitere verwandte Begriffe sind Lead Generation und Customer Acquisition, die beide zentrale Aspekte der Kundenansprache darstellen.outbound-marketingLead Generation, Customer Acquisition
(Page) ImpressionMarketing, Pricing & SalesSeitenimpressionEine Impression bezeichnet das einmalige Ausspielen einer Medienkampagne mit Sichtkontakt, beispielsweise als Videobeitrag auf Social-Media-Kanälen oder einer Website (sog. Page Impression). Sie ist entscheidend für die Messung der Engagement-Rate einer Kampagne und der Erfolgsmessung einer Website. Impressions geben jedoch keine Auskunft über die Anzahl der einzigartigen Nutzer (s. a. Unique Visitors), die die Inhalte konsumieren. Im Kontext von Online-Werbung sind Impressionen ein Schlüsselindikator, der in Verbindung mit Click-Through-Rate (CTR) und Conversion-Rate analysiert wird, um die Effektivität von Marketingstrategien zu bewerten.page-impressionUnique Visitors, Click-Through-Rate, CTR, Conversion-Rate
Page ViewPVMarketing, Pricing & SalesSeitenaufrufEin Page View (zu Deutsch Seitenaufruf) ist eine zentrale Kennzahl (KPI), die die Anzahl der Ansichten einer spezifischen Webseite misst. Jeder Seitenaufruf wird gezählt, wenn die Webseite von einem Benutzer geladen und angezeigt wird. Page Views sind entscheidend für die Monetarisierung von Online-Inhalten, insbesondere bei der Preisgestaltung von Werbung, wie Banneranzeigen. Im Gegensatz zu Impressions, die die Sichtkontakte mit Anzeigen zählen, können Page Views variieren, da unterschiedliche Anzeigen bei wiederholten Besuchen angezeigt werden.page-viewKPI, Page Views, Impressions, Unique Visitors, Click-Through-Rate, CTR
Paid SearchMarketing, Pricing & SalesBezahlte SucheBezahlte Suche (Paid Search) ist eine Form des Online-Marketings, bei der Unternehmen für die Platzierung von Anzeigen auf Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) bezahlen. Diese Anzeigen zielen darauf ab, relevante Keywords abzudecken, die von potenziellen Kunden eingegeben werden. Ein Beispiel ist Google Ads, wo Unternehmen für Klicks auf ihre Anzeigen zahlen. Wichtige Nachbarbegriffe sind Suchmaschinenmarketing (SEM), Suchmaschinenwerbung (SEA) und der Google Quality Score, der die Effizienz der Anzeigen bewertet.paid-searchSERPs, SEM, SEA
Party SellingMarketing, Pricing & SalesParty-VerkaufParty Selling bezeichnet ein Verkaufsmodell, bei dem Produkte während sozialer Veranstaltungen, wie Hauspartys oder Geschäftstreffen, direkt an die Teilnehmer verkauft werden. Der Gastgeber fungiert oft als Verkäufer und organisiert die Veranstaltung. Typische Produkte sind Schmuck, Kosmetika, Haushaltswaren, Gesundheitsprodukte und Sex-Toys. Dieses Modell ist eng mit dem Strukturvertrieb verbunden, bei dem Verkäufer ein Netzwerk aufbauen, um ihre Produkte zu vertreiben. Beispiele für Unternehmen, die Party Selling nutzen, sind Tupperware und Avon.party-selling
Pay What You WantPWYWMarketing, Pricing & Sales-Pay What You Want (PWYW) bezeichnet ein flexibles Geschäftsmodell, bei dem Kunden den Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung selbst festlegen. Beispiele sind Live-Auftritte in Cafés oder digitale Inhalte wie Musik und Software. PWYW fördert die Freiwilligkeit und kann durch sozialen Druck unter Konsumenten unterstützt werden, was die Zahlungsbereitschaft erhöhen kann. Zudem wird dieses Modell häufig gewählt, um rechtliche Hürden, wie die Notwendigkeit einer Auftrittslizenz oder Gewerbeanmeldung, zu umgehen.pay-what-you-wantFreemium, Crowdfunding
Pay per ClickPPCMarketing, Pricing & SalesZahlung pro KlickPay per Click (PPC) bezeichnet ein Online-Werbemodell, bei dem Werbetreibende für jeden Klick auf ihre Anzeigen zahlen. Im Gegensatz zu Modellen wie Cost per Mille (CPM), bei denen die Abrechnung nach Impressionen erfolgt, zahlen Unternehmen nur bei tatsächlichem Nutzerinteresse. Beispiele für PPC-Plattformen sind Google Ads und Facebook Ads. PPC ermöglicht eine präzise Zielgruppenansprache und eine messbare Rendite. Nahe verwandte Begriffe sind Conversion Rate, die den Prozentsatz der Nutzer beschreibt, die nach einem Klick eine gewünschte Aktion ausführen, und Cost per Acquisition (CPA), das die Kosten zur Gewinnung eines Kunden angibt.pay-per-clickCost per Mille, CPM, Conversion Rate, Cost per Acquisition, CPA
PinkwashingMarketing, Pricing & Sales-Pinkwashing bezeichnet Marketing-, PR- und Employer Branding-Strategien, bei denen Unternehmen sich als besonders tolerant und divers gegenüber ethnischen, sexuellen und anderen Minderheiten präsentieren, während intern diskriminierende Praktiken bestehen bleiben. Ein Beispiel ist die gezielte Ansprache von Frauen in Rekrutierungsmaßnahmen, während im Top-Management weiterhin 'gläserne Decken' (Glass Ceilings) existieren.pinkwashingDiversity Management, Corporate Social Responsibility, CSR
Pop-Up AdMarketing, Pricing & Sales-Pop-up-Ads, kurz Pop-ups, sind visuelle und interaktive Fenster, die plötzlich über der geöffneten Webseite erscheinen, um Informationen oder Werbung zu präsentieren. Diese Anzeigen sind häufig unerwünscht, weshalb viele Browser Pop-up-Blocker integrieren. Dennoch nutzen zahlreiche Webseiten, insbesondere im E-Commerce, harmlose Exit-Intent-Pop-ups, die Nutzer mit Anreizen wie Gutscheincodes dazu bewegen sollen, die Seite nicht vorzeitig zu verlassen.pop-up-ad
Private Blogging NetworkMarketing, Pricing & SalesPBNEin Private Blogging Network (PBN) ist eine strategische Ansammlung von privaten Blogs, die gezielt zur Generierung von Backlinks für Suchmaschinenoptimierung (SEO) eingesetzt wird. Diese Blogs sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich und werden von einer Einzelperson oder Organisation kontrolliert, um eine präzise Steuerung der Linkaufbau-Strategie zu gewährleisten. Beispiele für PBNs sind Netzwerke, die aus thematisch verwandten Nischenblogs bestehen. Die Nutzung von PBNs steht im Widerspruch zu den Richtlinien führender Suchmaschinen wie Google, was zu möglichen Abstrafungen und einem Verlust der Sichtbarkeit führen kann.private-blogging-networkSEO, Backlink, Linkbuilding
Programmatic AdvertisingPAMarketing, Pricing & SalesProgrammatische WerbungProgrammatic Advertising, oder programmatische Werbung, bezeichnet im Online-Marketing den automatisierten und individualisierten Kauf und Verkauf von Werbeplatzierungen in Echtzeit. Der Prozess erfolgt häufig über Real-Time Bidding (RTB), bei dem Werbetreibende in Millisekunden Gebote abgeben, basierend auf Nutzer- und Preisdaten. Beispiele sind die Verwendung von Demand-Side Platforms (DSPs) zur Optimierung von Kampagnen und die Integration von Data Management Platforms (DMPs) zur Zielgruppensegmentierung.programmatic-advertisingReal-Time Bidding, RTB, Demand-Side Platforms, DSPs, Data Management Platforms, DMPs, Ad Exchange, Attribution, Targeting
Public RelationsPRMarketing, Pricing & SalesÖffentlichkeitsarbeitPublic Relations (PR) bezeichnet den strategischen Prozess, durch den Unternehmen ihr öffentliches Image und ihre Beziehungen zu verschiedenen Stakeholdern, wie Kunden, Investoren und der breiten Öffentlichkeit, aktiv gestalten und verbessern. Zu den zentralen Aufgaben der PR zählen die Überwachung des Markenimages, die Pressearbeit, das Veranstaltungsmanagement sowie die professionelle Krisenkommunikation. Beispielsweise kann eine PR-Kampagne zur Einführung eines neuen Produkts durch gezielte Medienarbeit und Events unterstützt werden.public-relations
Pull MarketingMarketing, Pricing & Sales-Pull-Marketing bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen gezielt bei Kunden platzieren, die sich aktiv ihrer Bedürfnisse bewusst sind und nach Lösungen suchen. Beispiele hierfür sind gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social-Media-Kampagnen, die potenzielle Kunden ansprechen. Mundpropaganda und Empfehlungsmarketing sind ebenfalls zentrale Elemente, die die Ad-hoc-Nachfrage erhöhen.pull-marketingSEO, Social-Media, Push-Marketing, Inbound-Marketing
Push MarketingMarketing, Pricing & Sales-Push-Marketing bezeichnet die aktive Vermarktung eines Produkts oder einer Dienstleistung durch intensive Werbung, insbesondere am Point of Sale (POS). Diese Strategie wird häufig für innovative Produkte eingesetzt, wie beispielsweise neuartige Küchengeräte, die noch keine etablierte Nachfrage besitzen. Push-Marketing umfasst Maßnahmen wie Promotions, Rabatte und Verkaufsaktionen, um Konsumenten zum Kauf zu bewegen. Im Gegensatz dazu steht das Pull-Marketing, das auf die Schaffung einer Nachfrage durch gezielte Positionierung in Suchmaschinen und sozialen Medien abzielt. Beide Ansätze sind entscheidend für die Markteinführung neuer Produkte.push-marketingPOS
Quality ScoreMarketing, Pricing & SalesQualitätskennzahlDer Quality Score ist ein entscheidender Ranking-Faktor, den Suchmaschinen wie Google und Bing zur Bewertung der Relevanz und Qualität von Keywords, Anzeigen und Landing Pages in ihren Werbesystemen verwenden. Ein höherer Quality Score führt zu niedrigeren Kosten pro Klick (CPC) und einer höheren Anzeigenplatzierung. Beispielsweise kann ein Startup, das für das Keyword "Nachhaltige Mode" wirbt, durch relevante Inhalte und optimierte Landing Pages einen hohen Quality Score erzielen.quality-scoreCPC, Cost-per-Click, Conversion-Rate
Razor And BladeMarketing, Pricing & Sales-Razor & Blade bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein Hauptprodukt, wie ein manueller Rasierapparat, zu einem niedrigen Preis angeboten wird, während kontinuierlich ergänzende Produkte, wie Rasierklingen, zu höheren Margen verkauft werden. Beispiele sind Drucker, die günstig angeboten werden, während die Druckerpatronen profitabel sind. Diese Strategie fördert die Kundenbindung (Lock-in), da Verbraucher auf die Ergänzungsprodukte angewiesen sind. Ähnliche Modelle finden sich bei Kaffeekapselmaschinen oder Spielkonsolen, wo Zubehör und Spiele zusätzliche Einnahmen generieren.razor-and-blade
Referral MarketingMarketing, Pricing & SalesEmpfehlung(smarketing)Empfehlungsmarketing, auch bekannt als Referral Marketing, ist ein Marketingansatz, der auf persönlichen, nicht monetär entlohnten Produktempfehlungen basiert. Zentral sind dabei Mund-zu-Mund-Propaganda (Word-of-Mouth, WoM) und die Verbreitung von Inhalten über soziale Medien, was zu einer erhöhten Markenbindung (Brand Engagement) führt. Beispiele umfassen Fitnessstudios, die Mitglieder für Empfehlungen belohnen, oder Kosmetikmarken, die durch Influencer-Marketing agieren. In der Alltagssprache bezeichnet ein 'Referral' oft die Empfehlung eines Geschäftspartners, häufig in Form einer Einleitung (Intro).referral-marketingWord-of-Mouth, WoM, Brand Engagement, Referral, Influencer-Marketing
Relationship MarketingCRMMarketing, Pricing & SalesBeziehungsmarketingBeziehungsmarketing, auch bekannt als Customer Relationship Marketing (CRM), fokussiert sich auf die Pflege und den Ausbau langfristiger Beziehungen zu Bestandskunden, Schlüssellieferanten und Geschäftspartnern. Im Gegensatz zu kurzfristigen Verkaufsstrategien zielt es darauf ab, die Bedürfnisse und Erwartungen der Partner kontinuierlich zu ermitteln und zu erfüllen. Beispiele hierfür sind personalisierte Angebote und regelmäßige Feedbackgespräche. Naheliegende Begriffe sind Kundenbindung, Vertriebsmanagement und Stakeholder-Management, die alle zur Optimierung der Geschäftsbeziehungen beitragen.relationship-marketingCRM, Stakeholder-Management
Return on Ad SpendROASMarketing, Pricing & Sales-ROAS, oder Return on Advertising Spend, ist eine zentrale Kennzahl im Marketing, die die Effizienz von Werbeausgaben misst. Die Berechnung erfolgt durch die Formel Umsatz/Ausgaben = ROAS. Ein ROAS von 4 bedeutet beispielsweise, dass für jeden Euro, der ausgegeben wird, vier Euro Umsatz generiert werden. Diese Kennzahl ist besonders relevant für digitale Marketingkampagnen, wo die Zuordnung von Einnahmen zu spezifischen Kanälen wie Social Media oder Google Ads eine Herausforderung darstellt.return-on-ad-spendCPA, CLV
Return on Marketing InvestmentROMIMarketing, Pricing & Sales-Der Return on Marketing Investment (ROMI), auch bekannt als Marketing Return on Investment (MROI), quantifiziert die Effizienz von Marketingausgaben im Verhältnis zum generierten Gewinn. Die Berechnung erfolgt durch die Formel: ROMI = (Netto Umsatz – Marketingkosten – Produktkosten) / Marketingkosten. Ein praktisches Beispiel ist ein Startup, das 10. 000 Euro in eine Marketingkampagne investiert und dadurch 50. 000 Euro Umsatz erzielt. Hierbei wären die Marketingkosten 10. 000 Euro und die Produktkosten 20. 000 Euro, was zu einem ROMI von 2,0 führen würde. Im Gegensatz dazu fokussiert der Return on Advertising Spend (ROAS) auf die Rentabilität spezifischer Werbemaßnahmen, etwa innerhalb einzelner Kanäle wie Social Media oder Suchmaschinenmarketing.return-on-marketing-investmentROI, ROAS
SalesMarketing, Pricing & SalesVerkaufSales bezeichnet den Vertriebsbereich eines Unternehmens oder Startups und umfasst sämtliche Aktivitäten, die mit dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen verbunden sind. Dazu zählen Positionen wie Innenvertriebler, Außendienstmitarbeiter und Key Account Manager. Ein erfolgreicher Vertrieb erfordert nicht nur Produktkenntnis, sondern auch ausgeprägte Verkaufsfähigkeiten, die oft nicht jedem Gründer eigen sind. Es ist ratsam, im Gründungsteam einen erfahrenen Verkäufer zu integrieren, um die Umsatzgenerierung sicherzustellen.salesKey Account Manager, Marketing
Search Engine MarketingSEMMarketing, Pricing & SalesSuchmaschinenmarketingSuchmaschinenmarketing (SEM) ist eine umfassende Online-Marketing-Strategie zur Steigerung der Sichtbarkeit von Websites in Suchmaschinenergebnissen. SEM setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). SEO fokussiert sich auf die Verbesserung der organischen Platzierung durch qualitativ hochwertigen Content und technische Optimierungen, während SEA bezahlte Anzeigen umfasst, die durch ein Bietverfahren für spezifische Keywords geschaltet werden, wie etwa Google Ads. Beide Ansätze sind entscheidend für die Maximierung der Reichweite und den Traffic einer Website.search-engine-marketing
Search Engine OptimizationSEOMarketing, Pricing & SalesSuchmaschinenoptimierungSuchmaschinenoptimierung (SEO) umfasst technische und inhaltliche Maßnahmen zur Verbesserung der Rankings einer Website in Suchmaschinenergebnissen. Die On-Page-Optimierung beinhaltet Aspekte wie sauberen Code, schnelle Ladezeiten und relevante, gut lesbare Inhalte. Beispiele sind die Verwendung von Meta-Tags und Alt-Texten. Off-Page-Optimierung bezieht sich auf externe Faktoren, wie die Generierung von Backlinks durch Gastbeiträge oder Social-Media-Aktivitäten. SEO wird weiter unterteilt in White-Hat SEO, das ethische Praktiken verfolgt, und Black-Hat SEO, das gegen Suchmaschinenrichtlinien verstößt, etwa durch Keyword-Stuffing oder Cloaking.search-engine-optimizationOn-Page, Meta-Tags, Off-Page, Backlinks, Social-Media, White-Hat, Black-Hat, Keyword-Stuffing, Cloaking
Shopping Cart Abandonment RateMarketing, Pricing & Sales-Die Shopping Cart Abandonment Rate ist eine entscheidende Kennzahl im E-Commerce, die angibt, wie häufig eine Transaktion abgebrochen wird, nachdem Produkte in den Warenkorb gelegt wurden. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der tatsächlichen Käufe durch die Gesamtzahl der erzeugten Warenkörbe geteilt wird. Eine hohe Abbruchrate, insbesondere im mobilen Bereich, kann über 80 % betragen. Maßnahmen zur Reduzierung dieser Rate umfassen gezielte Preisnachlässe, Gutscheine und Erinnerungs-E-Mails. Eng verwandte Begriffe sind Conversion-Optimierung und Remarketing, die ebenfalls darauf abzielen, den Kaufabschluss zu fördern.shopping-cart-abandonment-rateE-Commerce, Remarketing
Single Income No KidsSINKMarketing, Pricing & Sales-Der Begriff SINK (Single Income No Kids) bezeichnet einen Ein-Personen-Haushalt ohne Kinder und wird sowohl in der Marktforschung als auch im Alltag verwendet. SINK-Haushalte sind oft Zielgruppen für Produkte und Dienstleistungen, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind, wie z. B. Freizeitangebote oder Wohnraum. SINK-Haushalte haben häufig höhere verfügbare Einkommen, was sie zu attraktiven Konsumenten macht.single-income-no-kidsSINK, DINK, Dual Income No Kids, YUPPIE, Young Urban Professional
Sinus-MilieusMarketing, Pricing & Sales-Sinus-Milieus sind ein Modell der Marktforschung zur Zielgruppenanalyse, das soziale und kulturelle Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft beschreibt. Sie segmentieren die Bevölkerung in verschiedene Gruppen, die sich durch ähnliche Werte, Lebensstile und Einstellungen auszeichnen. Beispielsweise umfasst das Sinus-Modell Gruppen wie "Traditionelle" und "Moderne Performer". Diese Milieus sind wichtig für Marketingstrategien, da sie helfen, zielgerichtete Kampagnen zu entwickeln.sinus-milieus
Slashed PricesMarketing, Pricing & SalesStreichpreiseUnter Streichpreisen versteht man Preisreduzierungen (Markdowns), bei denen der neue, reduzierte Preis einem durchgestrichenen 'alten' Preis, häufig der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP), gegenübergestellt wird. Diese Form der 'Vorher-Nachher-Werbung' wird als aggressive Marketingmaßnahme klassifiziert und ist insbesondere im Online-Handel gesetzlich streng reguliert. Ziel ist es, Kunden vor irreführenden Fantasiepreisen zu schützen. Ein Beispiel sind E-Commerce-Plattformen, die während saisonaler Sales Streichpreise verwenden, um Kaufanreize zu schaffen.slashed-prices
Structured SaleMarketing, Pricing & SalesStrukturvertriebEin Strukturvertrieb, auch bekannt als Multi-Level-Marketing (MLM), ist ein Vertriebsmodell, bei dem Kunden nicht nur Produkte kaufen, sondern auch als Vertriebspartner agieren. Diese Partner werden ermutigt, weitere Vertriebspartner zu rekrutieren, wodurch eine hierarchische Struktur entsteht. Ein Beispiel ist das Unternehmen Amway, das durch seine Vertriebspartner Produkte vertreibt und gleichzeitig Provisionen an höhere Ebenen ausschüttet. Strukturvertriebe können Pyramidenstrukturen bilden, die in einigen Fällen zu illegalen Schneeballsystemen (s. a. Ponzi Scheme) führen. Es ist wichtig, sich der rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst zu sein.structured-saleMLM, Ponzi Scheme
Subscription ModelMarketing, Pricing & SalesAbo-ModellEin Subscription Model ist ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden gegen eine regelmäßige Gebühr (monatlich oder jährlich) Zugang zu Dienstleistungen oder Produkten erhalten, ohne diese zu besitzen. Beispiele sind Musik-Streaming-Dienste wie Spotify oder Video-Plattformen wie Netflix. Die Attraktivität solcher Modelle liegt in der niedrigen Einstiegshürde für Nutzer, die durch Gewöhnungseffekte und mögliche Vergesslichkeit zu einer kumulierten Gesamtausgabe führen können, die den einmaligen Kaufpreis übersteigt.subscription-modelRecurring Revenue
Take-RateMarketing, Pricing & Sales-Die Take-Rate bezeichnet im Startup-Kontext den Prozentsatz der Webbesucher, die auf eine Lead-Kampagne reagieren, sowie die Gebühr, die Zahlungsanbieter von der Kaufsumme abziehen (Transaktionsgebühr). Beispielsweise kann eine E-Commerce-Plattform eine Take-Rate von 5 % auf Verkäufe erheben.take-rateE-Commerce, Conversion-Rate, Merchant Fee
Target MarketMarketing, Pricing & SalesZielmarktDer Target Market bezeichnet die spezifische Kundengruppe oder geografische Region, die ein Unternehmen gezielt anspricht. Im B2B-Sektor erfolgt die Definition häufig abstrakt, beispielsweise als „Zulieferer im Medizintechnik-Bereich“. Im B2C-Sektor hingegen wird der Target Market oft durch detaillierte Personas differenziert, um spezifische Bedürfnisse zu adressieren. Startups müssen jedoch beachten, dass auch indirekte Wettbewerber ähnliche Zielgruppen ansprechen können, wie etwa Smoothie-Hersteller oder Schuhmarken. Dies führt zu einem Wettbewerb nicht nur zwischen Produkten, sondern auch zwischen Konsumoptionen, was sich negativ auf das Absatzvolumen auswirken kann (vgl. Market Definition, Market Evaluation).target-marketB2B, B2C, Market Definition, Market Evaluation
TargetingMarketing, Pricing & SalesZielgruppenmarketingTargeting bezeichnet die gezielte Ansprache spezifischer Zielgruppen für unternehmenseigene Produkte oder Dienstleistungen. Dies erfolgt durch die Definition von Milieuprofilen, wie etwa den Sinus-Milieus, sowie durch die Analyse von Lebenswelten (Customer Worlds). Regionale Eingrenzungen und technische Aspekte, wie thematische Umfelder im Search Engine Advertising (SEA), spielen ebenfalls eine Rolle. Beispielsweise kann ein Startup, das nachhaltige Mode vertreibt, gezielt umweltbewusste Konsumenten ansprechen, indem es relevante Online-Plattformen und soziale Medien nutzt.targetingSearch Engine Advertising, SEA
Target Return PricingMarketing, Pricing & Sales-Target Return Pricing ist eine spezifische Form des Target Pricing, bei der die interne Renditeanforderung im Vordergrund steht, anstatt eines externen Marktpreises. Unternehmen, insbesondere im Bereich der Konsumgüter (s. a. FMCG), setzen häufig eine Kombination aus beiden Ansätzen ein. Beispielsweise könnte die Forschungs- und Entwicklungsabteilung die maximalen Endkundenpreise ermitteln, während die Finanzabteilung eine Mindest-Renditeschwelle (s. a. ROI) für neue Produkte festlegt. Diese Methode ermöglicht es, sowohl Marktbedingungen als auch interne Renditeziele zu berücksichtigen.target-return-pricingFMCG, ROI
TestimonialMarketing, Pricing & Sales-Im Marketingkontext bezeichnet ein Testimonial eine Empfehlung oder einen Erfahrungsbericht von Kunden, Prominenten oder Experten, die ein Produkt oder eine Dienstleistung positiv bewerten und ihre persönlichen Erfahrungen teilen. Beispiele sind Videotestimonials von zufriedenen Kunden oder schriftliche Empfehlungen von Branchenexperten. Testimonials werden häufig in Werbung und auf Websites eingesetzt, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei potenziellen Kunden zu schaffen. Sie stehen in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Influencer Marketing und Kundenbewertungen, die ebenfalls zur Vertrauensbildung beitragen.testimonialInfluencer Marketing
ThreadMarketing, Pricing & SalesBeitrag(sstrang)Ein Thread bezeichnet eine zusammenhängende Abfolge von Beiträgen in Online-Diskussionsforen oder sozialen Medien, die durch Nutzerinteraktionen, wie Kommentare und Antworten, entstehen. Diese Struktur ermöglicht eine hierarchische Gliederung, wobei Einrückungen die Beziehung zwischen den Beiträgen verdeutlichen. Beispiele sind Diskussionen auf Plattformen wie Reddit oder Twitter, wo Nutzer auf spezifische Aussagen reagieren. Threads fördern den Austausch von Meinungen und Informationen, was für Startups wertvolle Einblicke in Kundenfeedback bietet.thread
Trade ShowMarketing, Pricing & SalesMesse/HandelsausstellungEine Trade Show, auch Fachmesse genannt, ist eine Veranstaltung, bei der Unternehmen aus einer bestimmten Branche ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Beispiele sind die CeBIT für IT und die IFA für Consumer Electronics. Neben Produktpräsentationen finden Fachvorträge und Networking-Möglichkeiten statt, die den Austausch von Wissen und Erfahrungen fördern.trade-showIT, Consumer Electronics, Networking
TrademarkTMMarketing, Pricing & SalesHandelsmarkeDer Begriff "Trademark" bezeichnet rechtlich geschützte Zeichen, Wörter oder Symbole, die eine Marke eindeutig identifizieren. Diese Elemente sind Teil des geistigen Eigentums eines Unternehmens und werden in einem Markenregister eingetragen, um rechtliche Ansprüche gegen Markenverletzungen durch Dritte durchzusetzen. Beispiele für Trademarks sind Logos wie das von Nike oder der Schriftzug von Coca-Cola. Im Gegensatz zum Begriff "Brand", der das gesamte Markenimage umfasst, fokussiert sich "Trademark" auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und den Schutz dieser spezifischen Identifikatoren.trademark
Trash-To-CashMarketing, Pricing & Sales-Trash-to-Cash bezeichnet ein Geschäftsmodell, das aus vermeintlichem 'Müll' neue, wertvolle Produkte generiert. Beispiele sind Schuhe aus alten Textilien oder Möbel aus recycelten Plastikflaschen. Solche Modelle können Teil des Impact Investing und der Nachhaltigkeitsökonomie sein, indem sie Abfall reduzieren und Ressourcen schonen. Allerdings verwenden viele Unternehmen nur einen geringen Anteil echten Abfalls, was zu Vorwürfen des Greenwashings führen kann.trash-to-cash
Unique Selling PropositionUSPMarketing, Pricing & SalesAlleinstellungsmerkmalUnique Selling Proposition (USP) bezeichnet eine einzigartige Eigenschaft eines Produkts oder einer Dienstleistung, die es von Wettbewerbern abhebt und schwer kopierbar ist. Ein USP kombiniert oft ein Alleinstellungsmerkmal mit einem hohen Nutzenversprechen (Value Proposition). Beispiele sind „Lieferung in 30 Minuten“ oder „keine nicht mechanisch reparierbaren Teile bei Autos“. Im erweiterten Sinne können auch besondere Markenbotschaften oder innovative Vertriebskanäle, wie Individualreisen über Social Media, als USPs gelten.unique-selling-propositionValue Proposition, Social Media
Unique VisitorMarketing, Pricing & SalesUnique VisitorDie Anzahl der Unique Visitors bezeichnet die Anzahl der eindeutig identifizierbaren Personen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine Website besuchen. Im Gegensatz zu den Site Visits, bei denen wiederholte Besuche eines Nutzers gezählt werden, wird jeder Unique Visit nur einmal erfasst. Dies ermöglicht eine realistischere Einschätzung der Attraktivität einer Website. Beispielsweise kann eine Website mit 1. 000 Unique Visitors und 5. 000 Site Visits darauf hindeuten, dass Nutzer häufig zurückkehren.unique-visitorTraffic, Conversion Rate
Use-up RateMarketing, Pricing & SalesVerbrauchsdauerDie Use-up Rate bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Kauf und dem Verbrauch eines Produkts bis zum nächsten Kauf. Sie ist entscheidend für die Analyse des Kaufverhaltens und die Planung von Lagerbeständen. Beispielsweise kann ein Unternehmen mit einer hohen Use-up Rate bei Lebensmitteln die Nachbestellungen optimieren. In Verbindung mit der Wiederkaufrate und der Kundenbindung ermöglicht die Use-up Rate eine präzisere Prognose des Umsatzes und der Marktstrategie.use-up-rate
User InterfaceUIMarketing, Pricing & SalesBedienoberflächeUser Interface (UI) bezeichnet die Schnittstelle zwischen Nutzer und Applikation, die eine Interaktion ermöglicht. Diese kann visuell gestaltet sein, wie bei Graphical User Interfaces (GUIs) in mobilen Apps, oder akustisch, wie bei Voice User Interfaces (VUIs) in Sprachassistenten. Auch Command Line Interfaces (CLIs), wie im DOS oder Apple Terminal, fallen unter diesen Begriff. Angesichts des Phänomens des Design Fatigue, bei dem Nutzer durch ständige Designänderungen ermüden, gewinnen einfache und intuitive UIs zunehmend an Bedeutung.user-interfaceDOS
Value Added MarketingVAMMarketing, Pricing & Sales-Value-added Marketing bezeichnet ein strategisches Konzept, das über die reine Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung hinausgeht. Es integriert Zusatzleistungen (Value-added Services) wie Kundenberatung, After-Sales-Support oder maßgeschneiderte Lösungen, um den Kunden einen umfassenden Mehrwert zu bieten. Beispiele sind personalisierte Marketingkampagnen oder exklusive Veranstaltungen, die das Markenerlebnis intensivieren.value-added-marketingValue-added Services, Customer Experience
Value DriverMarketing, Pricing & SalesWerttreiberWerttreiber (engl. Value Driver) bezeichnet spezifische Faktoren, die in einem Markt oder Unternehmen entscheidend sind und einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Beispiele sind die Innovationsgeschwindigkeit eines Technologie-Startups oder die Kundenzufriedenheit in einem Dienstleistungssektor. Werttreiber können auch in Verbindung mit Begriffen wie "Wettbewerbsfähigkeit" oder "Marktanteil" stehen, da sie direkt die Leistungsfähigkeit und das Wachstumspotenzial eines Unternehmens beeinflussen. Ein effektives Management von Werttreibern ist essenziell für den langfristigen Erfolg.value-driver
Vanity MetricsMarketing, Pricing & Sales-Vanity Metrics (von engl. Vanity = Eitelkeit) sind Kennzahlen, die in Unternehmensdarstellungen überbetont werden, jedoch nur begrenzte Aussagekraft über den tatsächlichen Geschäftserfolg besitzen. Sie können Gründer in die Irre führen, indem sie den Fokus auf oberflächliche Erfolge lenken. Ein Beispiel ist die Behauptung, 'wir haben jeden Monat 200 % Wachstum auf Social-Media-Kanälen', während das Produkt im B2B-Bereich angesiedelt ist und das Wachstum lediglich von 10 auf 40 Follower bei Facebook resultiert. Im Gegensatz dazu stehen relevante KPIs wie Umsatzwachstum oder Kundenakquise, die echte Leistungsindikatoren darstellen.vanity-metricsB2B, KPIs
VendorMarketing, Pricing & SalesLieferant/AnbieterVendor bezeichnet einen Anbieter oder Verkäufer von Waren, häufig in einem stationären Kontext. Der Begriff ist historisch geprägt und impliziert oft eine Verkaufsstelle, im Gegensatz zum Begriff 'Seller', der eine Person beschreibt. Ein Vendor kann beispielsweise ein Einzelhändler sein, der Produkte direkt an Endverbraucher verkauft, oder eine Verkaufsstelle für Dienstleistungen wie Konzertkarten. Im B2B-Bereich wird der verwandte Begriff 'Supplier' verwendet, der sich auf Unternehmen bezieht, die Rohstoffe oder Komponenten an andere Firmen liefern.vendorB2B, Supplier
Video BloggingVlogMarketing, Pricing & Sales-Der Begriff 'Vlog' ist ein Kofferwort aus 'Video' und 'Blog' (engl. für Tagebuch) und bezeichnet regelmäßig veröffentlichte, selbstproduzierte Kurzvideos, die von Einzelpersonen zu vielfältigen Themen wie Gesundheit, Funsport oder Fotoausrüstung erstellt werden. Diese Inhalte werden häufig über Plattformen wie YouTube verbreitet und abonniert. Die Produktionsqualität von Vlogs hat sich stark verbessert und ähnelt oft professionellen Formaten. Vlogs gewinnen durch ihre Authentizität und Glaubwürdigkeit an Bedeutung im Affiliate- und Testimonial-Marketing, wobei die Trennung zwischen Empfehlung und unzulässigem Product Placement zunehmend verschwimmt.video-bloggingAffiliate, Testimonial, Influencer Marketing, Content Marketing
Viral MarketingMarketing, Pricing & SalesVirales Marketing/ViralmarketingViral Marketing bezeichnet Marketingstrategien, die darauf abzielen, Inhalte durch Nutzer in sozialen Netzwerken schnell zu verbreiten. Diese Praktiken nutzen häufig Überraschungseffekte und emotionale Ansprache, um das Engagement zu fördern. Beispiele sind virale Videos, interaktive Game-Apps oder fiktive Dokumentationen, bei denen der Werbeträger erst spät erkennbar ist.viral-marketingInfluencer Marketing, Content Marketing
WarrantyMarketing, Pricing & SalesGewährleistungsgarantieWarranty bezeichnet im Kaufrecht eine Garantie oder Gewährleistung, die ein Verkäufer übernimmt, wenn die zugesicherte Produkteigenschaft oder -qualität nicht erfüllt wird. Im Rahmen des Vertragsrechts, insbesondere beim Unternehmenskauf, wird der Begriff häufig in der Kombination 'Representations & Warranties' verwendet. Diese umfasst neben einklagbaren Garantien auch Zusagen, die im deutschen Recht oft schwer zu definieren sind. Beispiele sind die Garantie für die Funktionsfähigkeit eines Produkts oder die Zusicherung, dass ein Unternehmen keine ausstehenden Rechtsstreitigkeiten hat.warrantyRepresentations
WDF*IDFMarketing, Pricing & Sales-WDF*IDF ist ein wichtiges Konzept im On-Page-SEO, das die Relevanz eines Keywords und seiner verwandten Begriffe auf einer Webseite im Vergleich zu anderen Seiten mit demselben Keyword analysiert. WDF (Within Document Frequency) misst die Häufigkeit des Keywords im eigenen Text, während IDF (Inverse Document Frequency) die allgemeine Häufigkeit innerhalb einer Vergleichsgruppe betrachtet. Beispielsweise könnte eine Analyse des Keywords "E-Commerce" zeigen, dass es in einem Text 5 Mal vorkommt (WDF), während es in 1000 anderen Dokumenten insgesamt 2000 Mal erscheint (IDF). Durch die Kombination dieser Werte können Gründer die Keyword-Dichte optimieren und verwandte Begriffe wie "Online-Handel" oder "Webshop" identifizieren, um die Einzigartigkeit und das Ranking ihrer Inhalte zu verbessern.wdf-idfWDF, IDF, E-Commerce, WDF, IDF
Web MetricsMarketing, Pricing & SalesWebsite-MetrikenWeb Metrics bezeichnen die systematische Erfassung und Analyse von Kennzahlen zur Nutzung von Webseiten, wie beispielsweise Besucherzahlen, Conversion-Funnels und Absprungrate (Bounce Rate). Diese Metriken ermöglichen es Unternehmen, das Nutzerverhalten zu verstehen und Optimierungspotenziale im User Flow zu identifizieren. Methoden wie A/B-Tests oder die Erstellung differenzierter Landing Pages sind gängige Ansätze zur Verbesserung der Nutzererfahrung. Während grundlegende Parameter oft mit internen Werkzeugen erfasst werden können, erfordert die umfassende Analyse, etwa durch Heatmaps, den Einsatz spezialisierter Web-Analytics-Tools, deren Nutzung in Deutschland jedoch datenschutzrechtliche Herausforderungen mit sich bringt.web-metrics
Web-Crawler / Web-SpiderMarketing, Pricing & Sales-Ein Webcrawler, auch bekannt als Spider, Searchbot, Bot oder Robot, ist ein autonom agierendes Computerprogramm, das das Internet systematisch analysiert und gezielt nach spezifischen Inhalten durchsucht. Primär werden Webcrawler von Suchmaschinen wie Google oder Bing eingesetzt, um eine Vielzahl von Webseiten hinsichtlich Themen (z. B. Finanzberatung), inhaltlicher Relevanz und technischer Integrität zu indizieren. Neben der Suchmaschinenoptimierung (SEO) können Crawler auch für Datenextraktion, Marktanalysen oder Wettbewerbsbeobachtungen verwendet werden. Ein verwandter Begriff ist der "Web-Scraper", der gezielt Daten von Webseiten extrahiert.web-crawler-web-spiderSEO
White LabelMarketing, Pricing & Sales-White Label bezeichnet Produkte, die ohne die Markenkennzeichnung des Herstellers angeboten werden und stattdessen von anderen Marken im Handel oder in der Weiterverarbeitung mit eigenen Labels versehen werden. Ein typisches Beispiel sind Lebensmittel im Einzelhandel, die unter den Handelsmarken von Supermärkten verkauft werden, obwohl diese die Produkte nicht selbst herstellen. Im Importbereich sind White-Label-Produkte ebenfalls verbreitet, etwa Elektronikgeräte, die unter der Marke des Importeurs vertrieben werden.white-labelPrivate Label, OEM, Original Equipment Manufacturer
Word of MouthWOMMarketing, Pricing & SalesMundpropagandaWord of Mouth bezeichnet einen Marketing- und Vertriebskanal, der durch Empfehlungen (Referrals) entsteht, die in der Regel nicht vom Unternehmen bezahlt oder incentiviert werden. Diese Art der Mund-zu-Mund-Propaganda ist ein kostenloser Vertriebskanal und ein entscheidender Indikator für die freiwillige Akzeptanz und Bekanntheit von Produkten. Beispiele sind persönliche Empfehlungen von Freunden oder positiven Bewertungen auf sozialen Medien. Im Zusammenhang mit dem Net Promoter Score (NPS) zeigt Word of Mouth die Kundenzufriedenheit und Loyalität an.word-of-mouthReferrals, Net Promoter Score, NPS
AcceleratorOrganisation, Work Life & Startup Culture-Accelerator: Ein Accelerator ist ein strukturiertes Programm, das gezielt ausgewählte Startups in frühen Entwicklungsphasen, insbesondere während der Seed Stage, unterstützt. Diese Programme bieten intensives Training, Mentoring und Netzwerkzugänge, häufig unter der Schirmherrschaft von Investoren oder etablierten Unternehmen. Typischerweise erhalten Startups ein Investment von bis zu 50. 000 €, während der Accelerator im Gegenzug 4 % bis 6 % der Unternehmensanteile erwirbt. Beispiele für bekannte Accelerator sind Y Combinator und Techstars. Die Wirksamkeit solcher Programme wird jedoch zunehmend kritisch betrachtet, da Gründer oft nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten suchen.acceleratorSeed Stage, Investment, %
AdvisorOrganisation, Work Life & Startup CultureBerater/BetreuerAdvisor: Ein Advisor ist ein externer Berater oder Netzwerker, der Unternehmen strategische Unterstützung bietet, jedoch ohne einen festen Anstellungsvertrag. Im Gegensatz zu einem Consultant, der oft spezifische Projekte bearbeitet, agiert ein Advisor in einem breiteren Rahmen. Beispielsweise kann ein Advisor für einen Venture Capital Fonds tätig sein, indem er potenzielle Investitionsmöglichkeiten identifiziert und bewertet. Advisors unterscheiden sich von Mentoren, die in persönlicherer Weise beraten und oft eine langfristige Beziehung zu den Gründern pflegen. Weitere verwandte Begriffe sind "Consultant" und "Mentor".advisor
Agile (Management)Organisation, Work Life & Startup CultureAgiles ManagementAgilität, Agile Management oder Agile Methoden beziehen sich auf eine in den 1990er-Jahren entstandene Bewegung, die flexible, proaktive und kommunikative Strukturen in Unternehmen fördert. Im Mittelpunkt steht die Bildung kleiner, autonomer Teams, die iterativ arbeiten und durch Lernschleifen komplexe Projekte erfolgreich umsetzen. Beispiele sind die Scrum-Methode, die auf Sprints und regelmäßige Meetings setzt, sowie die Kanban-Methode, die den Workflow visualisiert.agile-managementDevOps
All-NighterOrganisation, Work Life & Startup CultureNächtliches DurchmachenEin All-Nighter bezeichnet einen durchgehenden Arbeitseinsatz, der typischerweise über Nacht im Büro stattfindet und nahtlos in den nächsten Arbeitstag übergeht. Ursprünglich aus dem Investment-Banking stammend, sind solche nächtlichen Arbeitsstunden dort häufig, was zur Ausstattung der Büros mit Duschräumen und Spinden für frische Kleidung führt. Ein verwandter Begriff ist der 'Magic Roundabout', der beschreibt, wenn Mitarbeiter morgens kurz nach Hause gehen, um sich frisch zu machen, bevor sie zurück ins Büro kommen. All-Nighters sind in Startups ebenfalls verbreitet, insbesondere in der Produktentwicklung und bei der Vorbereitung auf wichtige Präsentationen oder Deadlines.all-nighterMagic Roundabout, Deadlines
AmbidexterityOrganisation, Work Life & Startup CultureBeidhändigkeitAmbidextrie bezeichnet die Fähigkeit einer Organisation, gleichzeitig innovative Ideen zu entwickeln (Exploration) und bestehende Ressourcen effizient zu nutzen (Exploitation). Ein Beispiel hierfür ist ein Technologie-Startup, das neue Softwarelösungen erforscht, während es gleichzeitig bestehende Produkte optimiert. Ambidextrie ist entscheidend für nachhaltigen Unternehmenserfolg in dynamischen Märkten.ambidexterity
ApéroOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff Apéro, abgeleitet vom französischen Apéritif, beschreibt eine informelle Zusammenkunft, die oft vor einem formellen Event wie einem After-Work-Dinner oder einer Feier stattfindet. Teilnehmer nutzen diese Gelegenheit, um in einer halb beruflichen, halb privaten Atmosphäre bei Getränken und Häppchen zu netzwerken. Beispiele für Apéros sind Startup-Meetups oder Networking-Events, bei denen Gründer und Investoren Kontakte knüpfen.ap-roEvent-Management, Business-Casual
Ask Me AnythingAMAOrganisation, Work Life & Startup CultureFragerundeDer Begriff AMA (Ask Me Anything) bezeichnet eine interaktive Fragerunde, in der eine Person, häufig eine öffentliche Figur oder ein Experte, Fragen von Zuschauern oder Lesern beantwortet. Diese Formate finden oft in sozialen Medien oder auf Plattformen wie Reddit statt. Varianten sind AUA (Ask Us Anything) und AMAA (Ask Me Almost Anything). Beispiele für erfolgreiche AMAs sind die Sessions von Barack Obama oder Elon Musk, die durch persönliche Einblicke und spontane Antworten das Publikum fesseln. Ähnliche Formate sind Q&A-Sessions und Webinare, die ebenfalls den Austausch zwischen Experten und Interessierten fördern.ask-me-anything
Assessment CenterOrganisation, Work Life & Startup CultureAuswahlseminarAssessment Center: Ein Assessment Center ist ein strukturiertes Auswahlverfahren, in dem ausgewählte Bewerber für eine Position zusammenkommen, um in Gruppen- oder Einzelübungen ihre Fachkompetenz und Teamfähigkeit zu demonstrieren. Typische Aufgaben können Rollenspiele, Fallstudien oder Gruppendiskussionen sein. Assessment Centers sind besonders in großen Unternehmen und Startups verbreitet, um die besten Talente zu identifizieren und zu fördern.assessment-center
Attrition RateOrganisation, Work Life & Startup CultureFluktuationsrateDie Attrition Rate, auch Fluktuationsrate genannt, bezeichnet den Prozentsatz der Mitarbeiter, die ein Unternehmen innerhalb eines festgelegten Zeitraums verlassen. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Mitarbeiterbindung und die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Beispielsweise kann eine hohe Attrition Rate auf unzufriedene Mitarbeiter oder unzureichende Arbeitsbedingungen hinweisen. Im Vergleich zur Mitarbeiterbindungsrate, die den Anteil der verbleibenden Mitarbeiter misst, bietet die Attrition Rate wertvolle Einblicke in die Personalpolitik und das Betriebsklima eines Unternehmens.attrition-rate
B-CorpOrganisation, Work Life & Startup Culture-B-Corp ist ein Unternehmenssiegel, das von der Organisation B-Lab an Unternehmen vergeben wird, die neben der Gewinnausrichtung auch einen nachgewiesenen Mindeststandard an sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit erfüllen. Beispiele für B-Corps sind Patagonia und Ben & Jerry's, die sich durch umweltfreundliche Praktiken und soziale Verantwortung auszeichnen. B-Corps unterscheiden sich von herkömmlichen Unternehmen durch ihre rechtliche Verpflichtung, das Wohl von Gesellschaft und Umwelt in ihre Geschäftsentscheidungen einzubeziehen.b-corpCorporate Social Responsibility, CSR
Bake-off/Beauty Pageant/Beauty ContestOrganisation, Work Life & Startup CultureSchönheitswettbewerbEin Bake-off, auch bekannt als Beauty Pageant oder Beauty Contest, bezeichnet einen strukturierten Auswahlprozess, bei dem Unternehmen, häufig Consulting-Firmen, um die Beauftragung für ein spezifisches Projekt konkurrieren. In diesem Wettbewerb müssen die Teilnehmer innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens ihre Fähigkeiten und Lösungen präsentieren, um als der geeignetste Partner für das ausschreibende Unternehmen wahrgenommen zu werden. Der Druck ist hoch, da die Bewerber sich nicht nur durch innovative Ansätze, sondern auch durch ihre Präsentationsfähigkeiten hervorheben müssen.bake-off-beauty-pageant-beauty-contest
Below the BarOrganisation, Work Life & Startup CultureUnterhalb des MindestkriteriumsBelow the Bar bezeichnet den Zustand, in dem eine Person oder ein Unternehmen nicht die erforderlichen Kriterien erfüllt, um bestimmte Dienstleistungen oder Produkte in Anspruch zu nehmen. Dies kann sich auf Mindestumsatzgrößen beziehen, die notwendig sind, um von renommierten Beratungsfirmen wie McKinsey oder BCG betreut zu werden. Ein Beispiel ist ein Startup, das unter 1 Million Euro Jahresumsatz bleibt und somit nicht für hochpreisige Strategieberatungen in Frage kommt.below-the-barMinimum Viable Product, MVP
Black SwanOrganisation, Work Life & Startup CultureSchwarzer SchwanEin Black Swan (dt. schwarzer Schwan) bezeichnet ein externes, weitgehend unvorhersehbares Ereignis, das erhebliche negative Auswirkungen auf eine Branche oder die globale Wirtschaft hat. Beispiele hierfür sind plötzliche politische Umwälzungen, wie der Arabische Frühling, Naturkatastrophen wie der Tsunami von 2004, Terroranschläge wie der 11. September oder Epidemien wie COVID-19. Black-Swan-Events sind oft mit hoher Unsicherheit verbunden und stehen im Gegensatz zu vorhersehbaren Ereignissen, die durch Risikomanagement und Planung adressiert werden können.black-swan
Blended LearningOrganisation, Work Life & Startup CultureIntegriertes LernenBlended Learning bezeichnet ein integriertes Lehrkonzept, das Präsenz- und Online-Lernmethoden kombiniert. Beispiele sind hybride Formate, bei denen traditionelle Vorlesungen mit digitalen Lernplattformen wie Moodle oder Coursera verknüpft werden. Diese Methodik fördert individuelles Lernen durch Selbststudium und angeleitete Sessions. Multimediainhalte, wie Videos und interaktive Tutorials, unterstützen den Lernprozess und sind oft mit Wissens-Checks verbunden, die die Lernkontrolle erleichtern.blended-learning
(Blind) Carbon CopyCC, BCCOrganisation, Work Life & Startup CultureKopie, BlindkopieDie Abkürzungen CC (Carbon Copy) und BCC (Blind Carbon Copy) beziehen sich auf die Funktionalität in E-Mails, die es ermöglicht, mehrere Empfänger zu informieren. CC zeigt, dass der Inhalt für alle Adressaten sichtbar ist, was nützlich ist, um Transparenz zu fördern, beispielsweise bei Team-Updates. BCC hingegen verbirgt die Empfänger, was sinnvoll ist, um Datenschutz zu gewährleisten, etwa bei Massenmailings. Der Begriff 'Moved to BCC' wird verwendet, wenn der ursprüngliche Absender nach einer Vorstellung zwischen Kontakten nicht mehr in der Korrespondenz sichtbar sein möchte, um den Fokus auf die Hauptkommunikation zu lenken.blind-carbon-copy
Blue CollarOrganisation, Work Life & Startup CultureArbeiterBlue Collar, wörtlich 'Blaukragen', bezeichnet Arbeitnehmer in industriellen Berufen, die körperliche Arbeit verrichten. Beispiele sind Lageristen, Schweißer und Lkw-Fahrer. Im Gegensatz zu White Collar-Jobs, die typischerweise Bürotätigkeiten umfassen, repräsentiert Blue Collar eine spezifische Lebenswelt und politische Perspektive. Historisch sind Konflikte zwischen Blue Collar- und White Collar-Arbeitnehmern signifikant, wie die Entstehung der ersten Gewerkschaften in den USA oder die gesellschaftlichen Unruhen in Großbritannien in den 1980er-Jahren unter Margaret Thatcher.blue-collarUSA
Brick and MortarB&MOrganisation, Work Life & Startup CultureBrot und Butter'-UnternehmenBrick & Mortar (dt. Ziegel und Mörtel) bezeichnet Unternehmen, die primär durch traditionelle Offline-Geschäftsmodelle Umsatz generieren, obwohl sie möglicherweise auch online präsent sind. Beispiele hierfür sind lokale Einzelhändler, Gastronomiebetriebe oder Dienstleister wie Reinigungsketten und Farbenhersteller. Diese Unternehmen sind häufig im klassischen Mittelstand und im B2B-Bereich angesiedelt. Im Gegensatz dazu stehen Online-Startups, die ihre Geschäfte ausschließlich über digitale Plattformen abwickeln. Brick & Mortar-Geschäfte profitieren von direktem Kundenkontakt und persönlichem Service.brick-and-mortarB2B
Bullshit BingoOrganisation, Work Life & Startup CulturePhrasendreschenBullshit Bingo bezeichnet eine Rede oder Präsentation, die übermäßige Verwendung von populären Buzzwords wie "Disruption", "Skalierung" oder "Ecosystem" aufweist, jedoch keine substantiellen Inhalte bietet. Diese Praxis wird häufig in der Startup-Szene kritisiert, da sie den Fokus auf echte Innovationen und Lösungen verlagert. Kreative Individuen erstellen Bingo-Karten, die diese Phrasen humorvoll aufgreifen, um die Absurdität solcher Redewendungen zu verdeutlichen.bullshit-bingo
BuzzwordOrganisation, Work Life & Startup CultureSchlagwortEin Buzzword ist ein Schlagwort oder eine Worthülse, die häufig in Präsentationen oder Reden verwendet wird, um komplexe Konzepte zu vereinfachen oder Aufmerksamkeit zu erzeugen. Im Startup-Bereich sind gängige Buzzwords wie Disruption, Skalierung und Ökosystem anzutreffen. Diese Begriffe sind oft mit aktuellen Trends und Innovationen verbunden. Ein übermäßiger Gebrauch solcher Begriffe kann zu Missverständnissen führen und wird manchmal als Buzzword Bingo oder Bullshit Bingo bezeichnet, was auf eine oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen hinweist.buzzword
Candidate JourneyOrganisation, Work Life & Startup CultureBewerberpfadDie Candidate Journey beschreibt den gesamten Prozess, den Bewerber von der ersten Interaktion mit einem Unternehmen bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens durchlaufen. Wichtige Touchpoints sind Online-Stellenanzeigen, Bewerbungsschreiben und die Kommunikation während des Auswahlprozesses. Neben formalen Aspekten spielen auch weiche Faktoren wie die Reaktionszeit des Unternehmens, der Kommunikationsstil und die Atmosphäre beim Vorstellungsgespräch eine entscheidende Rolle. Die Candidate Journey ist eng verbunden mit Begriffen wie "Candidate Experience" und "Employer Branding", die beide die Wahrnehmung und das Image eines Unternehmens als Arbeitgeber beeinflussen.candidate-journeyTouchpoints, Candidate Experience, Employer Branding
Cargo CultingOrganisation, Work Life & Startup CultureKultische ImitationCargo Culting bezeichnet das Phänomen, bei dem Individuen oder Organisationen Verhaltensweisen und Praktiken nachahmen, ohne die zugrunde liegenden Prinzipien zu verstehen. Der Begriff stammt aus ethnologischen Beobachtungen, in denen indigene Völker Rituale von Hilfsorganisationen kopierten, in der Hoffnung, ähnliche materielle Güter zu erhalten. Im Kontext von Innovation und Unternehmertum beschreibt Cargo Culting den Versuch, erfolgreiche Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Flatrate-Preissysteme, zu replizieren, ohne deren strategische Grundlagen zu begreifen.cargo-cultingCopy Cats, Best Practices
Career PlateauOrganisation, Work Life & Startup CultureKarriereknickCareer Plateau (Karriereplateau): Ein Karriereplateau beschreibt eine Phase in der beruflichen Laufbahn, in der eine Person aufgrund ihrer Qualifikationen und Erfahrungen die höchste erreichbare Position innerhalb einer Organisation erreicht hat. In dieser Situation sind Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt, was zu Frustration und Demotivation führen kann. Ein Beispiel ist ein talentierter Vertriebsmitarbeiter, der zum Teamleiter befördert wird, jedoch keine weiteren Aufstiegschancen hat. Das Peter-Prinzip beschreibt die Gefahr, dass Mitarbeiter in Positionen befördert werden, für die sie nicht geeignet sind, was zu Ineffizienz führen kann.career-plateau
Catfish EffectOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der 'Catfish-Effekt' beschreibt die positive Wettbewerbsdynamik in Teams, bei der starke Persönlichkeiten oder Mitbewerber die Leistung und Kreativität ihrer Kollegen fördern. Ein Beispiel ist ein Vertriebsteam, in dem leistungsstarke Mitglieder andere motivieren, ihre Verkaufszahlen zu steigern. Im Gegensatz dazu bezieht sich der Begriff 'Catfish' im Internet auf Personen, die unter falschen Identitäten agieren, etwa in Online-Dating-Plattformen.catfish-effect
Chemistry CheckOrganisation, Work Life & Startup Culture-Chemistry Check: Der Begriff "Chemistry Check" beschreibt in einem Einstellungsprozess ein informelles, vorab stattfindendes Gespräch, das darauf abzielt, die zwischenmenschliche Kompatibilität der beteiligten Parteien zu evaluieren. In der deutschen Sprache wird häufig die Redewendung "die Chemie stimmt" verwendet, um diese Beziehung zu charakterisieren. Ein positives Ergebnis ist entscheidend, da es das Fundament für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bildet. Ähnliche Konzepte sind das "Gut Feeling" und "Cultural Fit", die beide ebenfalls die Bedeutung von Soft Skills und persönlichen Präferenzen in der Unternehmensführung und beim Fundraising unterstreichen.chemistry-check
Cherry PickingOrganisation, Work Life & Startup CultureRosinenpickenCherry Picking bezeichnet die Praxis, in Geschäftsverhandlungen oder Entscheidungsprozessen selektiv nur die vorteilhaftesten Aspekte auszuwählen, während weniger attraktive Optionen ignoriert werden. Bei Venture-Capital-Investoren ist dies üblich, da sie gezielt in vielversprechende Startups investieren. Allerdings kann Cherry Picking auch ein kognitionspsychologisches Problem darstellen, wenn Gründer beispielsweise in Diskussionen nur Bestätigungen ihrer eigenen Ansichten suchen. Dies kann zu einer einseitigen Wahrnehmung führen und die Innovationsfähigkeit beeinträchtigen.cherry-pickingVenture-Capital
Chief Accounting OfficerCAOOrganisation, Work Life & Startup CultureChefbuchhalterEin Chief Accounting Officer (CAO) ist verantwortlich für die Buchhaltungsabteilung und den Jahresabschluss eines Unternehmens. Diese Position umfasst die Überwachung der Finanzberichterstattung, die Einhaltung von Rechnungslegungsstandards und die Implementierung interner Kontrollen. Der CAO arbeitet eng mit dem Chief Financial Officer (CFO) zusammen, um strategische Finanzentscheidungen zu unterstützen. Beispiele für Aufgaben sind die Erstellung von Monats- und Jahresabschlüssen sowie die Koordination von externen Prüfungen. Der CAO spielt eine entscheidende Rolle in der finanziellen Transparenz und Integrität des Unternehmens.chief-accounting-officerCFO
Chief Analytics OfficerCAOOrganisation, Work Life & Startup Culture-Chief Analytics Officer (CAO) ist die Position eines leitenden Managers, der für die Aggregation und Analyse von Daten innerhalb eines Unternehmens verantwortlich ist. Der CAO nutzt Daten, um strategische Entscheidungen zu unterstützen und Geschäftsprozesse zu optimieren. Im Vergleich dazu fokussiert sich der Chief Information Officer (CIO) auf die IT-Infrastruktur und externe Informationsbeschaffung, während der Chief Data Officer (CDO) die Datenstrategie und -governance leitet. Ein Beispiel für die Rolle des CAO ist die Implementierung von Datenanalytik zur Verbesserung der Kundenbindung in einem E-Commerce-Startup.chief-analytics-officerCIO, CDO, E-Commerce
Chief Development OfficerCDOOrganisation, Work Life & Startup Culture-Chief Development Officer (CDO) ist eine leitende Position, die sich auf Spenden, Charity Fundraising und Corporate Philanthropics konzentriert. Der CDO entwickelt Strategien zur Mittelbeschaffung und pflegt Beziehungen zu Spendern und Partnern. Beispiele sind die Organisation von Fundraising-Events oder die Implementierung von Corporate Social Responsibility (CSR)-Initiativen.chief-development-officerCharity Fundraising, Corporate Philanthropics, Fundraising-Events, Corporate Social Responsibility, CSR, Chief Marketing Officer, CMO, Chief Financial Officer, CFO
Chief Executive OfficerCEOOrganisation, Work Life & Startup CultureHauptgeschäftsführer*inEin Chief Executive Officer (CEO) ist der ranghöchste Manager eines Unternehmens, verantwortlich für strategische Entscheidungen und die Umsetzung der Unternehmensvision. Er agiert als zentrale Schnittstelle zwischen dem Management, dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern oder Aktionären. Beispielsweise leitet der CEO die Entwicklung von Geschäftsstrategien und ist oft in Investorengespräche involviert.chief-executive-officerChief Financial Officer, CFO, Chief Operating Officer, COO
Chief Financial OfficerCFOOrganisation, Work Life & Startup CultureLeiter*in FinanzwesenDer Chief Financial Officer (CFO) ist verantwortlich für die strategische Planung und Überwachung der finanziellen Aktivitäten eines Unternehmens. Dazu gehören die Erstellung von Finanzprognosen, das Liquiditätsmanagement und die Verwaltung von Investitionen. Der CFO spielt eine zentrale Rolle in der Kommunikation mit Investoren und Stakeholdern, um Vertrauen und Transparenz zu gewährleisten. Beispiele für benachbarte Begriffe sind Finanzanalyse, Budgetierung und Risikomanagement, die alle entscheidend für die finanzielle Gesundheit eines Startups sind.chief-financial-officerCFO
Chief Marketing OfficerCMOOrganisation, Work Life & Startup CultureMarketingchefEin Chief Marketing Officer (CMO) ist eine Führungskraft, die für die strategische Planung und Umsetzung aller Marketingaktivitäten eines Unternehmens verantwortlich ist. Zu den Kernaufgaben gehören das Brand Management, das die Markenidentität und -wahrnehmung umfasst, sowie die Marktforschung zur Analyse von Zielgruppen und Trends. Der CMO steuert auch das Produktmarketing, um Produkte erfolgreich zu positionieren, und verwaltet Social-Media-Kampagnen zur Kundenbindung. Zudem spielt der CMO eine entscheidende Rolle in der Kundenbeziehungspflege (Customer Relations), um langfristige Kundenloyalität zu fördern.chief-marketing-officerBrand Management, Customer Relations
Chief Operating OfficerCOOOrganisation, Work Life & Startup CultureBetriebsvorstandEin Chief Operating Officer (COO) ist ein Mitglied der Unternehmensführung, das sich auf die operative Effizienz und die Umsetzung strategischer Initiativen konzentriert. Im Gegensatz zum CEO, der die Gesamtstrategie und Vision des Unternehmens leitet, ist der COO für die tägliche Betriebsführung verantwortlich. Dies umfasst die Optimierung von Prozessen, das Management von Ressourcen und die Implementierung von Change-Management-Strategien. In Startups kann ein effektiver COO entscheidend für das Wachstum sein, indem er beispielsweise agile Methoden einführt oder die Skalierung von Geschäftsmodellen unterstützt.chief-operating-officerCEO, CFO
Chief Product OfficerCPOOrganisation, Work Life & Startup CultureProduktvorstandEin Chief Product Officer (CPO) ist die Hauptverantwortliche für die strategische Entwicklung und das Portfolio-Management der Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens. Während der Chief Technology Officer (CTO) sich auf die technische Umsetzung konzentriert, analysiert der CPO Markttrends und Kundenbedürfnisse, um innovative Produktstrategien zu entwickeln. Ein Beispiel ist ein CPO, der in einem Software-Startup neue Funktionen basierend auf Nutzerfeedback priorisiert. Der Chief Product & Technology Officer (CPTO) vereint beide Rollen, was in hybriden Organisationen häufig anzutreffen ist.chief-product-officerCTO
Chief Sales OfficerCSOOrganisation, Work Life & Startup CultureVertriebsvorstandDer Chief Sales Officer (CSO) ist der verantwortliche Manager für sämtliche Vertriebsaktivitäten eines Unternehmens. Zu seinen Aufgaben zählen die Entwicklung und Implementierung der Vertriebsstrategie, das Vertriebs-Controlling sowie die Rekrutierung und Schulung von Vertriebsmitarbeitern und Key Accounts. Der CSO analysiert kontinuierlich Markt- und Wettbewerbsbedingungen, um die Verkaufsziele zu erreichen. Ein Beispiel für einen CSO könnte der Leiter eines Software-Startups sein, der neue Kundenakquise und Umsatzsteigerung priorisiert.chief-sales-officerCSO, Chief Marketing Officer, CMO, Sales Manager
Chief Security OfficerCSOOrganisation, Work Life & Startup CultureSicherheitschefEin Chief Security Officer (CSO) ist verantwortlich für die Sicherheitsstrategie eines Unternehmens, die sowohl physische als auch digitale Risiken umfasst. Dazu gehören der Schutz von Betriebsstätten, die Verhinderung von Diebstahl geistigen Eigentums und die Sicherstellung der IT-Sicherheit. Der CSO koordiniert Mitarbeiterschulungen zur Sicherheitsbewusstseinsbildung und arbeitet eng mit dem Chief Legal Officer (CLO) zusammen, um Compliance-Vorgaben zu überwachen. Eine verwandte Position ist der Chief Information Security Officer (CISO), der sich speziell auf Informations- und Kommunikationssicherheit konzentriert.chief-security-officerIT, CLO
Chief Technical OfficerCTOOrganisation, Work Life & Startup CultureTechnischer LeiterEin Chief Technical Officer (CTO) ist ein Mitglied der Unternehmensführung, das für die IT-Infrastruktur und -Strategie verantwortlich ist. Der CTO spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Implementierung technologischer Lösungen, insbesondere in Software- und IT-Projekten. Im Gegensatz zu einem Chief Information Officer (CIO), der sich auf die Verwaltung von Informationen und Daten konzentriert, und einem Chief Data Officer (CDO), der für Datenmanagement und -analyse zuständig ist, fokussiert sich der CTO auf die technische Umsetzung und Innovation. Beispiele für Aufgaben eines CTO sind die Leitung von Entwicklungsteams, die Auswahl geeigneter Technologien und die Sicherstellung der IT-Sicherheit.chief-technical-officerCTO, CIO, CDO
(Cocktail Party) One LinerOrganisation, Work Life & Startup CultureEinzeilerEin Cocktail Party One Liner ist ein prägnanter Satz, der potenziellen Geschäftspartnern in kurzer Form die Kernidee eines Startups vermittelt. Er wird häufig in Networking-Situationen verwendet, wie bei einem Apéro, wo Zeit begrenzt ist. Ein Beispiel könnte sein: „Wir revolutionieren die Lebensmittelindustrie durch nachhaltige Verpackungslösungen. “ Verwandte Begriffe sind Elevator Pitch, der eine ähnliche Funktion hat, jedoch oft in formelleren Kontexten eingesetzt wird, sowie Value Proposition, die den spezifischen Nutzen für Kunden beschreibt.cocktail-party-one-linerElevator Pitch, Value Proposition
Code of ConductOrganisation, Work Life & Startup CultureVerhaltenskodexDer Code of Conduct ist ein schriftliches Regelwerk, das Verhaltensrichtlinien für alle Mitarbeitenden eines Unternehmens festlegt. Er umfasst grundlegende Werte wie Respekt gegenüber Vielfalt und Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen. Beispiele für spezifische Bestimmungen sind Anti-Diskriminierungsrichtlinien oder Verhaltensnormen im Umgang mit vertraulichen Informationen. Verstöße können zu Abmahnungen oder Kündigungen führen. Während ein klar definierter Code die Unternehmenskultur stärkt, besteht die Gefahr, dass ungenaue Formulierungen, wie etwa „moralisch einwandfreies Verhalten“, missbraucht werden, um unliebsame Mitarbeitende zu entlassen.code-of-conductCompliance
ComplianceOrganisation, Work Life & Startup CultureRechtskonformitätCompliance bezeichnet im Unternehmenskontext die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, interner Richtlinien und ethischer Standards. Dazu zählen Aspekte wie Datenschutz, Betrugsprävention (siehe auch KYC - Know Your Customer) und die Gewährleistung von Chancengleichheit, um Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter oder ethnischer Zugehörigkeit zu vermeiden. Ein effektives Compliance Management umfasst Schulungen, regelmäßige Audits und Mechanismen zur Meldung und Untersuchung von Verstößen.complianceKYC, Know Your Customer, Corporate Governance
Compassion FatigueOrganisation, Work Life & Startup CultureMitgefühlsmüdigkeitCompassion Fatigue bezeichnet den Verlust an Mitgefühl, der häufig bei Fachkräften in helfenden Berufen auftritt, wie Pflegekräften oder Therapeuten, die regelmäßig mit traumatisierten Personen arbeiten. Diese Erschöpfung kann auch im Medienbereich beobachtet werden, wo Konsumenten aufgrund ständiger Reizüberflutung und negativer Nachrichten eine emotionale Abstumpfung erfahren. Beispiele sind Journalisten, die über Krisen berichten, oder Nutzer sozialer Medien, die auf katastrophale Ereignisse nur noch indifferent reagieren.compassion-fatigue
CorporatesOrganisation, Work Life & Startup CultureGroßunternehmenCorporates bezeichnen etablierte Großunternehmen und Konzerne, die in der Startup-Ökonomie sowohl als potenzielle Käufer als auch als Investoren auftreten können (siehe auch CVC - Corporate Venture Capital). Sie stehen jedoch oft in der Kritik, da ihre traditionellen Strukturen und Innovationskulturen als hinderlich für Agilität und Kreativität wahrgenommen werden. Dies führt dazu, dass talentierte Fachkräfte zunehmend zu dynamischen Startups tendieren, was Corporates im Wettbewerb um Talente vor Herausforderungen stellt (siehe auch New Work). Beispiele für Corporates sind Siemens, Bayer und Volkswagen, die durch Innovationsinitiativen versuchen, ihre Attraktivität zu steigern.corporates
Cost per HireOrganisation, Work Life & Startup CultureKosten pro EinstellungCost per Hire (CpH) bezeichnet die Gesamtkosten, die ein Unternehmen aufwendet, um eine oder mehrere Stellen zu besetzen. Diese Kosten setzen sich aus externen und internen Aufwendungen zusammen und variieren je nach Hierarchieebene. Für Einstiegspositionen fließen häufig Mittel in Employer Branding, Workshops und Assessment Center, während für höhere Positionen oft Headhunter-Kosten anfallen. Ein präzises CpH berücksichtigt nicht nur erfolgreiche Einstellungen, sondern auch die Fluktuation neuer Mitarbeiter innerhalb einer Karenzzeit, wie der Probezeit.cost-per-hireEmployer Branding, Assessment Center, Time to Hire
Cottage BusinessOrganisation, Work Life & Startup CultureHerkömmliches UnternehmenCottage Business bezeichnet Unternehmen, die primär mit nicht-digitalen Produkten und Dienstleistungen, wie beispielsweise Dachziegeln oder Futtermischungen, Einnahmen erzielen. Diese Geschäftsmodelle zeichnen sich durch ein traditionelles Vorgehen aus, das Stabilität und Deckungsbeiträge priorisiert, anstatt auf hohe Risiken und Skalierung zu setzen. In der heutigen Digital Economy kombinieren viele Startups und klassische KMUs digitale Angebote mit traditionellen Vertriebswegen. Beispiele hierfür sind lokale Handwerksbetriebe, die Online-Plattformen für ihre Dienstleistungen nutzen, oder Hersteller, die digitale Marketingstrategien implementieren, um ihre physischen Produkte zu vertreiben.cottage-businessDigital Economy
Creator EconomyOrganisation, Work Life & Startup Culture-Creator Economy, auch als „Age of the Creator“ bekannt, beschreibt einen bedeutenden Trend in digitalen Volkswirtschaften, bei dem private Produzenten von Inhalten, wie Blogger, Vlogger und Influencer, durch ihre große Reichweite erhebliche Einkünfte generieren. Diese Akteure benötigen im Gegensatz zur traditionellen Wirtschaft, die oft hohe Investitionen in Technik und Vermarktung erfordert, keine Vermittler wie Filmproduktionsfirmen oder Plattenlabels. Beispiele sind YouTube-Kanäle oder Instagram-Accounts, die durch Werbung und Sponsoring monetarisiert werden. Die Creator Economy fördert die Demokratisierung des kreativen Schaffens, indem sie es jedem ermöglicht, als Produzent aktiv zu werden und die gesamte Wertschöpfungskette selbst zu steuern.creator-economy
Cultural FitOrganisation, Work Life & Startup Culture-Cultural Fit bezeichnet die Eignung eines Bewerbers hinsichtlich seiner Werte und seines Charakters im Kontext der Unternehmens-kultur. Wichtige Faktoren sind Motivation, Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit. Beispielsweise könnte ein Bewerber, der in einem innovationsgetriebenen Startup arbeitet, eine hohe Risikobereitschaft und Kreativität aufweisen, um die dynamische Kultur zu unterstützen. Die Berücksichtigung des Cultural Fit ist besonders relevant, um Fluktuation zu minimieren und die Kosten pro Einstellung (Cost per Employment, CPE) zu senken.cultural-fitCost per Employment, CPE
Customised EmploymentCEOrganisation, Work Life & Startup Culture-Customized Employment bezeichnet einen maßgeschneiderten Einstellungsprozess, bei dem Arbeitgeber und Bewerber, häufig mit Behinderungen, in einem kooperativen Erwartungsmanagement ermitteln, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Beispiele sind Arbeitnehmer mit Asperger-Syndrom oder Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen. Dieser Ansatz fördert Inklusion und Diversität am Arbeitsplatz und steht im Zusammenhang mit Begriffen wie „Inklusionsmanagement“ und „Barrierefreiheit“. Customized Employment ermöglicht es Unternehmen, talentierte Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.customised-employmentCustomized Employment
Deep WorkOrganisation, Work Life & Startup CultureVertiefte ArbeitDer Begriff 'Deep Work', geprägt von Cal Newport, beschreibt eine Phase intensiven, ungestörten Arbeitens, die es ermöglicht, komplexe Probleme zu lösen und kreative Ideen zu entwickeln. Beispiele sind das Schreiben eines Forschungsartikels oder das Programmieren eines Software-Projekts. Im Gegensatz dazu steht 'Shallow Work', das alltägliche, weniger anspruchsvolle Aufgaben wie das Beantworten von E-Mails oder Telefonanrufe umfasst. Die Fähigkeit, Deep Work zu praktizieren, ist entscheidend für die Produktivität und Innovationskraft in Startups, da sie tiefere Konzentration und qualitativ hochwertigere Ergebnisse fördert.deep-workCal Newport, Shallow Work
Déformation ProfessionnelleOrganisation, Work Life & Startup Culture-Déformation Professionnelle bezeichnet die Tendenz, dass Fachleute durch ihre berufliche Tätigkeit spezifische Verhaltensweisen oder Denkweisen entwickeln, die auch im privaten Umfeld sichtbar werden. Beispielsweise kann ein Unternehmensberater in sozialen Situationen unaufgefordert Ratschläge erteilen, was als übermäßige Beratung wahrgenommen wird. Diese Verhaltensauffälligkeit geht über Betriebsblindheit hinaus, da sie auch alltägliche Interaktionen beeinflusst. Ähnliche Begriffe sind „Betriebsblindheit“ und „Berufskrankheit“, die jeweils unterschiedliche Aspekte der beruflichen Prägung thematisieren.d-formation-professionnelle
DelayeringOrganisation, Work Life & Startup Culture-Delayering bezeichnet die gezielte Reduzierung von Hierarchieebenen innerhalb einer Organisation, insbesondere im mittleren Management. Dies fördert die direkte Zusammenarbeit zwischen Senior Managern und Mitarbeitern auf operativer Ebene, was Entscheidungsprozesse beschleunigen kann. Ein Beispiel ist die Umstrukturierung eines Unternehmens, bei der Abteilungsleiter direkt mit Teammitgliedern kommunizieren, um Innovationsprozesse zu fördern. Während die Effizienz gesteigert werden kann, besteht das Risiko einer erhöhten Arbeitslast für Führungskräfte und einer möglichen Unkenntnis über die operativen Abläufe.delayering
Demo DayOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Demo Day ist der Abschluss eines Inkubators, Workshops oder Accelerators, an dem Startups ihre Ideen, Produkte oder Dienstleistungen vor einem Publikum aus Investoren, Branchenvertretern und der Öffentlichkeit präsentieren. Diese Veranstaltung dient nicht nur der Sichtbarkeit, sondern auch als wertvoller Reality Check, bei dem Gründer*innen direktes Feedback erhalten. Beispiele erfolgreicher Demo Days sind die Pitch-Veranstaltungen von Y Combinator oder Techstars.demo-dayPitch, Pitch Deck, Investor Relations, Feedback-Loop
Dependent ContractorOrganisation, Work Life & Startup CultureScheinselbstständigkeitEine Scheinselbstständigkeit, auch als abhängiger Auftragnehmer bezeichnet, tritt auf, wenn Unternehmen externe Freelancer engagieren, jedoch die Merkmale einer Festanstellung vorliegen. Dies ist häufig der Fall, wenn ein erheblicher Teil der Arbeitszeit oder des Umsatzes auf ein oder zwei Auftraggeber entfällt. Beispielsweise könnte ein Grafikdesigner, der ausschließlich für eine Werbeagentur arbeitet, als scheinselbstständig eingestuft werden. Die rechtlichen Konsequenzen für den Auftraggeber umfassen Nachzahlungen von Sozialabgaben und die Gewährung von Urlaubstagen. Im Gegensatz dazu profitieren echte Selbstständige anfangs von einer 'Schonfrist', da sie in der Regel mehrere Kunden bedienen.dependent-contractor
Diversity ManagementOrganisation, Work Life & Startup CultureDiversitätsmanagementDiversity Management ist ein strategisches Instrument des Personalwesens, das darauf abzielt, Diskriminierungen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung zu minimieren. Es fördert die Vielfalt und das Verständnis für unterschiedliche Identitäten und Lebensauffassungen. Unternehmen wie SAP und Deutsche Telekom implementieren Diversity-Programme, um gemischte Teams zu bilden, die nachweislich höhere Innovationskraft und Kreativität aufweisen.diversity-management
DisruptiveOrganisation, Work Life & Startup CultureDisruptivDisruptiv, ursprünglich als 'Disruptive Innovation' bekannt, beschreibt einen Geschäftsansatz, bei dem kleinere Unternehmen durch radikale Innovationen etablierte, kostenintensive Wettbewerber umgehen und schnell eine Führungsposition einnehmen. Dies geschieht, indem sie traditionelle Geschäftsmodelle in Frage stellen und deren lineare Weiterentwicklung unterbrechen (lat. disrumpere = zerreißen). Beispiele sind Google Maps, das physische Straßenkarten obsolet macht, sowie Airbnb und Uber, die als Plattformen für Ferienwohnungen und Taxis agieren, ohne selbst Eigentum zu besitzen.disruptive
Donut EconomyOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die Donut Economy ist ein Konzept der britischen Ökonomin Kate Raworth, das eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung beschreibt. Es visualisiert einen inneren Ring, der soziale Grundbedürfnisse wie Zugang zu Nahrung, Bildung und Gesundheitsversorgung abdeckt, und einen äußeren Ring, der die planetarischen Grenzen, wie Ressourcenverfügbarkeit und Klimawandel, darstellt. Ziel ist es, innerhalb dieses „Donuts“ zu operieren, um sowohl soziale Gerechtigkeit als auch ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten.donut-economy
Dry IncomeOrganisation, Work Life & Startup CultureIlliquides EinkommenDry Income bezeichnet Einkommensbestandteile, die aufgrund von Lock-ups (Haltefristen) oder steuerlichen Regelungen, wie bei Employee Stocks, VSOP oder Sachbezügen wie Firmenwagen, monetär oder negativ wirken. Diese Einkünfte erhöhen nicht die Liquidität eines Unternehmens, da sie nicht sofort in Bargeld umgewandelt werden können. Beispiele sind Aktienoptionen, die erst nach einer bestimmten Frist ausgeübt werden dürfen, sowie steuerlich begünstigte Sachleistungen. Im Gegensatz dazu steht der Begriff "Liquid Income", der sofort verfügbare Einnahmen beschreibt.dry-incomeEmployee Stocks, VSOP, Liquid Income
Early StageOrganisation, Work Life & Startup CultureFrühphase eines StartupssFrühe Phase' bezeichnet die initiale Entwicklungsstufe eines Startups, in der zentrale Elemente des Geschäftsmodells und der Produktidee formuliert und erprobt werden. In dieser Phase erfolgt die Erstellung von Prototypen, wie beispielsweise MVPs (Minimum Viable Products), und die erste Kundengewinnung durch gezielte Marketingstrategien. Oft ist die Beschaffung von Risikokapital oder Seed-Finanzierung erforderlich, um diese frühen Entwicklungs- und Marketingaktivitäten zu unterstützen.early-stageMVPs, Minimum Viable Products
EcosystemOrganisation, Work Life & Startup CultureÖkosystemEin Ökosystem im Startup-Bereich beschreibt ein Netzwerk von Unternehmen, Institutionen und Individuen, die interagieren, um Innovationen voranzutreiben. Diese Gemeinschaft umfasst Startups, Investoren, Forschungseinrichtungen und Unterstützungsorganisationen, die gemeinsame Ziele und Werte teilen. Ein Beispiel ist das Silicon Valley, wo Unternehmen wie Google und Facebook als Marktbegleiter fungieren und gleichzeitig Zulieferer und Nachfrager sind. Der Begriff wird auch auf Produkte angewandt, die als Multifunktionsplattformen fungieren, wie etwa Apple, das verschiedene Dienstleistungen und Geräte integriert, um eine umfassende Nutzererfahrung zu bieten.ecosystem
Elevator PitchOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Elevator Pitch ist eine prägnante Präsentation eines Geschäftsmodells, die in 30 bis 60 Sekunden erfolgt und darauf abzielt, potenzielle Investoren oder Interessenten zu überzeugen. Er vermittelt zentrale Informationen über das Unternehmen, wie das Wertangebot, die Zielgruppe und die Marktstrategie. Ein Beispiel wäre ein Startup im Bereich nachhaltiger Mode, das in kurzer Zeit die Einzigartigkeit seiner Produkte und den positiven ökologischen Einfluss darstellt.elevator-pitchPitch Deck, Business Model Canvas
Employee SilenceOrganisation, Work Life & Startup Culture-Mitarbeiterschweigen bezeichnet das Phänomen, bei dem Angestellte aus Angst vor negativen Konsequenzen oder Bestrafungen über Probleme und Missstände in der Organisation schweigen. Ursachen sind häufig eine feindliche Unternehmenskultur, in der Fehler bestraft werden, oder die Tatsache, dass Vorgesetzte selbst Teil des Problems sind. Beispielsweise können Mitarbeiter zögern, auf ineffiziente Prozesse hinzuweisen, wenn sie befürchten, dass dies ihre Karrierechancen beeinträchtigt.employee-silence
Employee Stock Option PlanESOPOrganisation, Work Life & Startup CultureMitarbeiteraktien-ProgrammEin Employee Stock Option Plan (ESOP) ermöglicht es Mitarbeitern, im Laufe ihrer Anstellung Anteile am Unternehmen zu erwerben, häufig als Anreiz zur Leistungssteigerung. In Deutschland wird aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der GmbH und steuerlicher Komplexität oft auf Anteilsoptionen (Shadow Stocks) zurückgegriffen. Diese virtuellen Anteile gewähren den Mitarbeitern einen Anspruch auf zukünftige Gewinne oder Unternehmenswertsteigerungen, die erst bei Ausscheiden oder einem Exit realisiert werden.employee-stock-option-planShadow Stocks
Employer BrandingOrganisation, Work Life & Startup CultureArbeitgeber-MarketingEmployer Branding bezeichnet die strategischen Maßnahmen eines Unternehmens, um die eigene Marke sowohl für Kunden als auch für potenzielle Mitarbeiter attraktiv zu gestalten. Dazu gehören gezielte Kampagnen, die die Unternehmenskultur und Werte kommunizieren. Beispielhaft agieren Unternehmensberatungen oft an der Schnittstelle von Produkt- und Arbeitskultur, während Technologieunternehmen wie Google ihre Innovationskraft betonen.employer-branding
Encore CareerOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die Encore Career bezeichnet eine zweite Karriere, die nach der Pensionierung oder dem bewussten Ausscheiden aus rein wirtschaftlich orientierten Unternehmen angestrebt wird. Diese Karriere legt den Fokus auf sozial oder ökologisch förderliche Arbeitsinhalte. Beispiele hierfür sind der Vorsitz in einer Stiftung oder der Wechsel in einen pädagogischen Beruf, etwa von der Unternehmensberatung in den Bildungssektor.encore-careerCorporate Social Responsibility
End of MessageEOMOrganisation, Work Life & Startup CultureEnde der NachrichtEOM, kurz für 'Ende der Nachricht', wird im Kontext von E-Mails oder Messaging verwendet, um anzuzeigen, dass keine weiteren Informationen außerhalb des Betreffs enthalten sind. Diese Abkürzung findet häufig Anwendung in geschäftlichen Kommunikationen, um Zeit zu sparen und Klarheit zu schaffen. Beispielsweise könnte ein Betreff lauten: „Meeting um 14 Uhr – EOM“.end-of-message
End of MonthEOMOrganisation, Work Life & Startup CultureMonatsendeEOM (End of Month) bezeichnet im Bereich Accounting und Controlling den Abschluss eines Monats und wird häufig in Verbindung mit Key Performance Indicators (KPIs) verwendet, die auf das Monatsende hin prognostiziert werden. Beispiele sind EOM Sales, EOM Cash Flow und EOM Inventory. Diese Kennzahlen sind entscheidend für die finanzielle Planung und Analyse, da sie Einblicke in die monatliche Leistung eines Unternehmens bieten.end-of-monthKey Performance Indicators, KPIs
EntrepreneurOrganisation, Work Life & Startup CultureUnternehmer*inAls Entrepreneur wird ein Unternehmer bezeichnet, der innovative Geschäftsideen verfolgt und bereit ist, Risiken einzugehen, um dynamisches Wachstum zu erzielen. Typischerweise handelt es sich um jüngere Gründer, die oft in technologiegetriebenen Branchen tätig sind. Ein Beispiel sind Gründer von Startups im Bereich Künstliche Intelligenz. Seriengründer, auch Serial Entrepreneurs genannt, gründen mehrere Unternehmen nacheinander und zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, aus vorherigen Erfahrungen zu lernen.entrepreneur
EpicOrganisation, Work Life & Startup Culture-Epic bezeichnet eine außergewöhnliche Qualität oder ein beeindruckendes Ausmaß einer Handlung oder eines Ergebnisses, oft mit einem dramatischen oder erinnerungswürdigen Charakter. Im Startup-Kontext kann dies sowohl positive Erfolge, wie bahnbrechende Innovationen, als auch negative Ereignisse, wie „Epic Fails“, die massive Misserfolge darstellen, umfassen.epicPivot
Evangelist/Thought LeaderOrganisation, Work Life & Startup CultureVordenker/MeinungsbildnerEvangelisten oder Thought Leader sind Meinungsführer und Experten in spezifischen Fachgebieten, deren Einfluss oft durch ihre eigene Selbstbezeichnung entsteht, anstatt durch eine formelle Anerkennung. Beispiele sind Branchenexperten, die durch Blogs, Vorträge oder Social Media ihre Ansichten verbreiten. Die Rolle eines Evangelisten ist entscheidend für die Markenbildung und das Vertrauen in innovative Produkte oder Dienstleistungen.evangelist-thought-leader
Executive SummaryOrganisation, Work Life & Startup CultureZusammenfassungEin Executive Summary ist ein prägnanter Abschnitt eines Dokuments oder ein einseitiges Schriftstück, das einen Überblick über den Inhalt, die Ziele und die Beteiligten eines Projekts bietet. Es ermöglicht Lesern, schnell zu entscheiden, ob die nachfolgenden Informationen für sie von Interesse sind. Für Gründer ist es entscheidend, das Executive Summary klar und ansprechend zu gestalten, um das Interesse potenzieller Partner oder Investoren zu wecken.executive-summaryBusiness Plan, Pitch Deck
Extrensic MotivationOrganisation, Work Life & Startup CultureExtrinsische MotivationExtrinsische Motivation bezeichnet Anreize, die nicht aus der Tätigkeit selbst stammen, sondern von externen Faktoren wie Gehalt, Anerkennung oder Status beeinflusst werden. Beispiele hierfür sind Boni, Beförderungen oder öffentliche Auszeichnungen. Im Kontext von Startups kann extrinsische Motivation entscheidend sein, um Talente zu gewinnen und zu halten. Dennoch zeigt der Trend im 'New Work'-Ansatz, dass viele Mitarbeiter zunehmend Wert auf intrinsische Motivation legen, die durch persönliche Erfüllung und Sinnhaftigkeit in der Arbeit geprägt ist.extrensic-motivationNew Work
Face-to-FaceF2FOrganisation, Work Life & Startup CultureVon Angesicht zu AngesichtFace-to-Face (F2F) bezeichnet persönliche Treffen oder Meetings, die in physischer Präsenz stattfinden, im Gegensatz zu virtuellen Formaten wie Telefonkonferenzen oder Webinaren. Diese Interaktionen fördern den direkten Austausch von Ideen und stärken Beziehungen. Beispiele sind Networking-Events, Pitch-Präsentationen oder Team-Meetings. F2F-Meetings sind besonders wertvoll für den Aufbau von Vertrauen und die Förderung von Kreativität.face-to-face
FacetimeOrganisation, Work Life & Startup CultureAnwesenheit(spflicht)Facetime bezeichnet nicht nur eine Videotelefonie-Software, sondern auch ein Arbeitsphänomen, bei dem Mitarbeiter im Büro bleiben, um Engagement und Präsenz zu demonstrieren, selbst wenn ihre Aufgaben abgeschlossen sind. Ursprünglich aus dem Investment-Banking stammend, wird Facetime oft als Zeichen von Hingabe und Loyalität interpretiert. In Startups kann dies zu einer Kultur führen, die Überstunden fördert, was im Gegensatz zu Konzepten wie Work-Life-Balance steht.facetime
Fallback (Solution)Organisation, Work Life & Startup CulturePlan BIm Startup-Kontext bezeichnet 'Fallback' eine alternative Strategie, die aktiviert wird, wenn die ursprüngliche Vorgehensweise nicht den gewünschten Erfolg bringt. Beispiele für Fallbacks sind das Pivotieren zu einem neuen Geschäftsmodell oder der Zugang zu zusätzlichen Finanzierungsquellen, wie Gesellschafterdarlehen oder Crowdfunding. Fallbacks sind eng verbunden mit Risikomanagement und strategischer Planung, da sie es Gründern ermöglichen, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern.fallback-solution
Fair EnoughOrganisation, Work Life & Startup Culture-„Fair Enough“ ist ein gebräuchlicher englischer Ausdruck, der in der Geschäftskommunikation verwendet wird, um die Argumentation des Gesprächspartners anzuerkennen, auch wenn man selbst eine andere Sichtweise hat. Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter erklären, warum er nicht an einem Teamevent teilnehmen kann, und der Vorgesetzte könnte mit „Fair Enough“ reagieren, um Verständnis zu zeigen. Dieser Ausdruck fördert eine respektvolle Kommunikation und kann in Verhandlungen oder Konfliktgesprächen hilfreich sein.fair-enough
Fear of Missing OutFOMOOrganisation, Work Life & Startup CultureAngst, etwas zu verpassenDie Fear of Missing Out (FOMO) beschreibt das Phänomen, bei dem zurückhaltende Investoren aus Angst, ein lukratives Investment zu verpassen, plötzlich aktiv werden. Dies tritt häufig auf, wenn ein Startup zunächst Absagen erhält, aber dann durch das Engagement prominenter Investoren (siehe Signaling) das Interesse anderer weckt. Ein Beispiel ist die Finanzierung von Tech-Startups, die nach einer ersten Finanzierungsrunde schnell weitere Investoren anziehen. FOMO kann zu irrationalen Entscheidungen führen, da Investoren möglicherweise nicht alle relevanten Informationen berücksichtigen.fear-of-missing-outSignaling
Feelgood ManagerOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein Feelgood Manager ist eine Schlüsselposition im Human Resource Management, die sich auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter konzentriert. Im Gegensatz zu traditionellen HR-Managern, die für Rekrutierung und Personalverwaltung zuständig sind, fördert der Feelgood Manager eine positive Unternehmenskultur. Beispiele für seine Aufgaben sind die Organisation von Teamevents, die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze und die Durchführung von Mitarbeiterumfragen zur Zufriedenheit.feelgood-managerEmployee Engagement, Workplace Culture
Fishbowl DiscussionOrganisation, Work Life & Startup CultureInnenkreis-Außenkreis-MethodeEine Fishbowl-Diskussion ist eine interaktive Methode zur Durchführung von Gesprächskreisen, die häufig in Workshops und Konferenzen eingesetzt wird. In dieser Struktur sitzen aktive Teilnehmer im Innenkreis, während passive Beobachter im Außenkreis verweilen. Ein Beispiel ist eine Diskussion über Innovationsstrategien, bei der Fachleute im Innenkreis ihre Ansichten austauschen, während Studierende im Außenkreis zuhören. Möchte ein Außenstehender aktiv teilnehmen, kann er einen Platz im Innenkreis einnehmen oder einen aktiven Teilnehmer durch ein Zeichen ablösen. Diese Methode fördert den Austausch und die Einbindung aller Beteiligten, ähnlich wie bei einer Podiumsdiskussion.fishbowl-discussion
Fringe BenefitsOrganisation, Work Life & Startup CultureLohnzulagen, freiwillige LohnnebenleistungenFringe Benefits beziehen sich auf außergehaltliche, freiwillige Zusatzleistungen eines Arbeitgebers, die über das reguläre Gehalt hinausgehen. Beispiele hierfür sind kostenlose oder subventionierte Verpflegung, Betriebskindergärten, Gesundheitsprogramme sowie Sabbaticals. Diese Leistungen sind besonders relevant im War for Talents, insbesondere für die Generation Z, und tragen zur Stärkung von HR-Strategien und Employer Branding bei. Gründer sollten sicherstellen, dass solche Benefits in Arbeitsverträgen als freiwillig und widerrufbar gekennzeichnet sind, um rechtliche Ansprüche zu vermeiden.fringe-benefits
Full-Time EmployeeFTEOrganisation, Work Life & Startup CultureVollzeitbeschäftigte, VollzeitäquivalentEin Full-Time Employee (FTE) bezeichnet eine Vollzeitstelle in einem Unternehmen, die in der Regel 40 Stunden pro Woche umfasst. Im Kontext von Startups ist es wichtig zu beachten, dass nicht alle Positionen dieser Norm entsprechen. Beispielsweise können mehrere Teilzeitkräfte, die jeweils 20 Stunden arbeiten, zusammen als 1 FTE gezählt werden. Dies bedeutet, dass die jährlichen Personalkosten nicht nur auf der Anzahl der Mitarbeiter basieren, sondern auch auf deren Arbeitszeit.full-time-employee
Get out of the BuildingGOOBOrganisation, Work Life & Startup Culture-Get out of the Building (GOOB) bezeichnet ein fundamentales Prinzip im Startup-Umfeld, das besagt, dass neue Produkte und Geschäftsmodelle nicht isoliert entwickelt werden sollten. Stattdessen sollten Gründer aktiv mit potenziellen Kunden interagieren, um deren Bedürfnisse und Feedback zu verstehen. Ein Beispiel ist die Durchführung von Kundeninterviews oder Prototypentests außerhalb des Unternehmens. GOOB steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Lean Startup und Customer Development, die beide die iterative Entwicklung und Validierung von Geschäftsideen betonen.get-out-of-the-buildingCustomer Development
Gig EconomyOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die Gig Economy bezeichnet ein Arbeitsmodell, in dem kurzfristige Aufträge oder Tätigkeiten ('Gigs') über digitale Plattformen wie Uber, Fiverr oder TaskRabbit vermittelt werden. Beispiele hierfür sind Fahrer, Grafikdesigner oder Softwareentwickler, die projektbasiert arbeiten. Diese Form der Beschäftigung bietet Vorteile wie Flexibilität und schnelle Einkommensmöglichkeiten, steht jedoch auch in der Kritik wegen fehlender Sozialversicherungen, Preisdumping und unsicherer Lebensbedingungen für die Dienstleister.gig-economyCrowdsourcing
Growth-HackingOrganisation, Work Life & Startup Culture-Growth Hacking bezeichnet unkonventionelle, datengestützte Methoden zur Maximierung des Wachstums eines Unternehmens mit minimalen Ressourcen. Beispiele sind virale Marketingkampagnen, wie die von Dropbox, die durch Empfehlungsprogramme Nutzer anziehen, oder Guerilla-Marketing-Aktionen, wie die von Red Bull, die durch kreative Events Aufmerksamkeit erzeugen. Wichtige Nachbarbegriffe sind „Lean Startup“, das iterative Testen von Ideen, und „Customer Acquisition Cost (CAC)“, die Kosten zur Gewinnung eines neuen Kunden.growth-hackingLean, Customer Acquisition Cost (CAC)
Gut FeelingOrganisation, Work Life & Startup CultureBauchgefühlDer Begriff "Gut Feeling" beschreibt das intuitive Bauchgefühl, das Entscheidungsträger bei der Bewertung von Geschäftsmöglichkeiten leitet. Beispielsweise kann ein Investor ein positives Gut Feeling entwickeln, wenn er die Vision und Leidenschaft eines Gründers spürt, was die Wahrscheinlichkeit eines Investments erhöht. Ebenso kann ein Startup-Gründer durch ein gutes Gefühl entscheiden, ob eine Partnerschaft mit einem potenziellen Partner sinnvoll ist.gut-feelingDue Diligence
HardballOrganisation, Work Life & Startup CultureKampf mit harten BandagenDer Begriff 'Hardball' oder 'Hardball spielen' beschreibt eine aggressive Verhandlungsstrategie, die darauf abzielt, den Gegner unter Druck zu setzen und die eigenen Interessen durchzusetzen. Ursprünglich aus dem Baseball entlehnt, wird dieser Begriff häufig in geschäftlichen Kontexten verwendet, um zu signalisieren, dass man bereit ist, auch unkonventionelle oder harte Maßnahmen zu ergreifen. Beispiele hierfür sind das Setzen ultimativer Fristen oder das Einbringen von Drohungen.hardball
Hard Facts/Soft FactsOrganisation, Work Life & Startup CultureHarte Faktoren/Weiche FaktorenHarte und weiche Faktoren sind entscheidende Kriterien in geschäftlichen Prozessen, insbesondere bei der Aufnahme eines Startups in ein Investoren-Portfolio. Harte Fakten beziehen sich auf quantifizierbare Daten wie Umsatzentwicklung, Marktanteil und KPIs, die objektiv messbar sind. Im Gegensatz dazu umfassen weiche Faktoren subjektive Elemente wie die Gründerstory, zwischenmenschliche Chemie (siehe auch Gut Feeling, Chemistry Check) und Vertrauen. Diese Aspekte beeinflussen maßgeblich Entscheidungen von Investoren und Partnern, da sie die langfristige Zusammenarbeit und das Potenzial des Startups reflektieren.hard-facts-soft-factsKPIs
HEART FrameworkOrganisation, Work Life & Startup Culture-Das HEART Framework ist ein strukturiertes Modell zur Evaluierung von Verhaltensänderungen und deren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Der Begriff HEART setzt sich aus den Komponenten Habits (Gewohnheiten), Emotions (Emotionen), Attitudes (Einstellungen), Routines (Routinen) und Thoughts (Gedanken) zusammen. Anwendungsbeispiele umfassen öffentliche Kampagnen zur Gesundheitsförderung, therapeutische Trainings sowie edukative Programme in der Verhaltensmedizin.heart-framework
Hockey StickOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff "Hockey Stick" beschreibt die charakteristische Verlaufskurve von Umsatz- und Geschäftsprognosen bei Startups, die zunächst einen Rückgang zeigt, gefolgt von einem abrupten Anstieg der Gewinne. Diese Prognosen basieren häufig auf optimistischen Hypothesen und unrealistischen Erwartungen, was den Begriff oft ironisch konnotiert. Ein verwandter Ausdruck ist die "J-Curve", die ähnliche Muster in der Entwicklung von Werten darstellt. Beispiele für Hockey-Stick-Kurven finden sich häufig in der Technologiebranche, wo Unternehmen wie Uber oder Airbnb nach anfänglichen Verlusten exponentielles Wachstum verzeichneten.hockey-stickJ-Curve
HolocracyOrganisation, Work Life & Startup CultureHolokratieHolokratie ist ein innovativer Organisationsansatz, der darauf abzielt, flexible und selbstorganisierende Strukturen zu schaffen. Durch die Auflösung traditioneller Top-down-Hierarchien werden kleinere, autonome Teams gebildet, die über Entscheidungsbefugnisse verfügen. Dies fördert Kreativität und Zusammenarbeit, wodurch Unternehmen agiler auf dynamische Marktbedingungen reagieren können. Ein Beispiel ist die Softwarefirma Zappos, die Holokratie implementiert hat, um die Mitarbeiterbeteiligung zu erhöhen.holocracyAgile Management, VUCA
Human ResourcesHROrganisation, Work Life & Startup CulturePersonalabteilungHuman Resources (HR) oder Human Relations bezeichnet den Bereich der Personalarbeit, der sich mit der Organisation von Arbeitsprozessen und den sozialen Interaktionen innerhalb eines Unternehmens befasst. Zu den zentralen Aufgaben zählen die Rekrutierung von Talenten, das Onboarding neuer Mitarbeiter sowie die Förderung einer positiven Unternehmenskultur. Beispiele hierfür sind Teambuilding-Maßnahmen und regelmäßige Mitarbeiterumfragen. Zudem umfasst HR das Konfliktmanagement und die Mitarbeitermotivation, etwa durch individuelle Entwicklungspläne und Weiterbildungsprogramme.human-resourcesHR, Onboarding, Teambuilding
In Case You Missed ItICYMIOrganisation, Work Life & Startup Culture-ICYMI steht für 'In Case You Missed It' (zu Deutsch 'falls du es verpasst hast') und ist eine Abkürzung, die in der digitalen Kommunikation verwendet wird, um auf zuvor geteilte Inhalte hinzuweisen. Diese Praxis ist besonders verbreitet auf Social-Media-Plattformen wie Twitter, wo Nutzer wichtige Nachrichten oder interessante Artikel erneut hervorheben. Beispielsweise könnte ein Startup nach einer Produktankündigung einen ICYMI-Post erstellen, um die wichtigsten Informationen für neue Follower zusammenzufassen.in-case-you-missed-itSocial-Media, Content Recycling, Engagement
IncubatorOrganisation, Work Life & Startup CultureInkubatorEin Startup-Inkubator ist eine Organisation oder ein Programm, das junge Unternehmen in der frühen Phase unterstützt, um deren Wachstum und Erfolg zu fördern. Inkubatoren bieten Ressourcen wie technische Infrastruktur, administrative Unterstützung, Mentoring und Zugang zu Netzwerken. Beispiele für bekannte Inkubatoren sind Y Combinator und Techstars. Während einige Inkubatoren vorrangig interne Projekte fördern, müssen externe Startups darauf achten, nicht durch finanzielle oder strategische Bedingungen benachteiligt zu werden.incubatorAccelerator, Co-Working-Spaces
Insecure OverachieverOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff "Insecure Overachiever" bezeichnet unsichere Leistungsträger, die trotz ihrer Erfolge, wie Auszeichnungen oder Führungspositionen, stark unter dem Druck stehen, kontinuierlich hohe Leistungen zu erbringen. Diese Personen sind häufig in leistungsintensiven Branchen wie Consulting, Investment-Banking sowie in der Medien- und Startup-Branche anzutreffen. Ein Beispiel ist ein Startup-Gründer, der trotz erfolgreicher Finanzierungsrunden an Selbstzweifeln leidet. Eng verwandt ist das Imposter-Syndrom, bei dem hochqualifizierte Individuen ihre Erfolge als Zufall wahrnehmen und Angst vor Entlarvung haben.insecure-overachieverConsulting, Investment-Banking
IntroOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein Intro (Abkürzung für Introduction, dt. Einführung) bezeichnet die Vorstellung von Personen, insbesondere von Startup-Gründern gegenüber Investoren oder Geschäftspartnern, häufig durch eine dritte, vertrauenswürdige Person. Diese Einführungen erfolgen meist per E-Mail und sind entscheidend für den Erfolg eines Startups, da sie die Vernetzung und Glaubwürdigkeit des Gründers demonstrieren. Beispielsweise kann ein Gründer, der von einem renommierten Mentor oder Investor vorgestellt wird, höhere Chancen auf Finanzierung haben. Intros sind eng verbunden mit Begriffen wie Networking und Cold Call, wobei letztere oft weniger effektiv sind, da viele Venture Capitalists (VCs) nur auf Empfehlungen aus ihrem Netzwerk reagieren.introVCs
Invention Assignment AgreementOrganisation, Work Life & Startup CultureErfindungsübertragungsvertragEin Erfindungsübertragungsvereinbarung (Invention Assignment Agreement) ist ein rechtlicher Vertrag, der die Übertragung der Rechte an einer Erfindung vom Arbeitnehmer an den Arbeitgeber regelt. Solche Vereinbarungen sind insbesondere in Branchen wie Technologie, Ingenieurwesen und Kreativwirtschaft verbreitet. Beispielsweise könnte ein Softwareentwickler, der während seiner Anstellung eine innovative App entwickelt, durch diesen Vertrag sicherstellen, dass die Rechte an der App dem Unternehmen zustehen.invention-assignment-agreement
Job EnlargementOrganisation, Work Life & Startup Culture-Job Enlargement bezieht sich auf eine Arbeitsplatzgestaltung, bei der einem Mitarbeiter zusätzliche Aufgaben übertragen werden, um seine Routinen zu erweitern und die Arbeitsplatzzufriedenheit zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist die Übertragung von Projektmanagement-Aufgaben an einen Marketingmitarbeiter, wodurch dessen Fähigkeiten anerkannt werden. Job Enlargement kann auch in Situationen von Unterbeschäftigung oder Konflikten auftreten, um die Zusammenarbeit zu fördern und ein besseres Verständnis für die Perspektiven anderer Teammitglieder zu entwickeln.job-enlargement
Job EnrichmentOrganisation, Work Life & Startup Culture-Job Enrichment bezeichnet eine gezielte Form der Arbeitsgestaltung, die darauf abzielt, Arbeitnehmern mehr Verantwortung und Autonomie in ihren Aufgaben zu übertragen. Beispiele hierfür sind die Übertragung von Projektleitungsaufgaben oder die Möglichkeit, eigene Entscheidungen im Arbeitsprozess zu treffen. Im Gegensatz zum Job Enlargement, das lediglich die Anzahl der Aufgaben erhöht, fördert Job Enrichment die persönliche Entwicklung und Motivation der Mitarbeiter. Es steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Empowerment und Selbstmanagement, die ebenfalls die Eigenverantwortung der Mitarbeiter stärken.job-enrichment
Job SharingOrganisation, Work Life & Startup Culture-Job Sharing bezeichnet ein Arbeitsmodell, bei dem mehrere Personen eine Stelle teilen, um Verantwortung und Arbeitszeit zu verteilen. Dieses Modell wird häufig eingesetzt, wenn eine Mitarbeiterin nach einer Babypause schrittweise in ihren Job zurückkehren möchte oder um eine nahtlose Übergabe bei einem Sabbatical zu gewährleisten. Ein Beispiel ist das Job Tandem, bei dem zwei Personen sich die Aufgaben eines Projektmanagers teilen, um Flexibilität und Work-Life-Balance zu fördern. Job Sharing kann auch zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beitragen.job-sharingSabbatical
Job TandemOrganisation, Work Life & Startup Culture-Job Tandem bezeichnet eine spezielle Form des Job Sharing, bei der zwei Mitarbeiter eine Stelle gemeinsam besetzen und eng zusammenarbeiten. Im Gegensatz zum traditionellen Job Sharing, wo Aufgabenbereiche getrennt sind, teilen sich die Tandem-Partner die Verantwortung und Aufgaben. Ein Beispiel ist die Position eines Vertrauenspersonenteams, das aus zwei Mitarbeitern besteht, die gemeinsam die Anliegen der Belegschaft bearbeiten. Job Tandem fördert Teamarbeit und Flexibilität und ist eng verwandt mit Begriffen wie "Job Sharing" und "Teamarbeit".job-tandemJob Sharing
Johari-WindowOrganisation, Work Life & Startup Culture-Das 'Johari Window' ist ein Kommunikationsmodell, das die Interaktion zwischen Individuen analysiert. Es besteht aus vier Dimensionen: 1. Öffentliches Selbstbild: Eigenschaften, die wir aktiv kommunizieren, wie Teamarbeit oder Kreativität. 2. Verborgenes Selbstbild: Eigenschaften, die wir zurückhalten, etwa persönliche Ängste oder Unsicherheiten. 3. Bekanntes Selbstbild: Eigenschaften, die sowohl wir als auch andere wahrnehmen, wie Zuverlässigkeit. 4. Unbekanntes Selbstbild: Eigenschaften, die uns beiden unbekannt sind, beispielsweise unentdeckte Talente. Das Modell fördert die Kommunikation in Teams und verbessert das Verständnis, indem es Selbst- und Fremdbilder in einem respektvollen Rahmen offenbart.johari-window
Keep it Simple StupidKISSOrganisation, Work Life & Startup Culture-Das KISS-Prinzip (Keep it Simple Stupid) ist eine zentrale Maxime in der Produktentwicklung und Kommunikation, die darauf abzielt, Komplexität zu vermeiden. Es fordert Gründer auf, ihre Produkte, Funktionen und Präsentationen so einfach wie möglich zu gestalten, um die Verständlichkeit für Kunden und Investoren zu gewährleisten. Beispielsweise kann ein technisches Produkt, das zu viele Funktionen bietet, potenzielle Nutzer überfordern. Ein klarer Fokus auf die Kernfunktionalität erhöht die Akzeptanz und das Interesse.keep-it-simple-stupidUsability, MVP, Minimum Viable Product
Key EmployeesOrganisation, Work Life & Startup CultureSchlüsselmitarbeiterKey Employees sind Mitarbeiter eines Unternehmens, die einen entscheidenden Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Im Startup-Bereich sind dies insbesondere Positionen wie Chief Technology Officer (CTO) und Lead Developer, die für die technische Umsetzung und Innovation verantwortlich sind. Ebenso wichtig sind talentierte Vertriebsmitarbeiter, die das Wachstum des Unternehmens durch Kundenakquise vorantreiben. Key Employees sollten häufig durch Unternehmensanteile oder Employee Stock Option Plans (ESOPs) incentiviert werden, um ihre Bindung und Motivation zu fördern.key-employeesCTO, Lead Developer, ESOPs, Talent Management
Later StageOrganisation, Work Life & Startup Culture-Later Stage bezeichnet eine fortgeschrittene Phase im Wachstum eines Unternehmens, in der das Wachstum stabilisiert ist und nicht mehr exponentiell ansteigt. Startups in dieser Phase haben sich erfolgreich am Markt etabliert, oft mit einem soliden Kundenstamm und stabilen Einnahmen. Beispiele sind Unternehmen wie Zalando oder N26, die von Startups zu etablierten Akteuren im Markt gewachsen sind. Diese Phase wird auch als Grown-up bezeichnet und steht im Gegensatz zu den frühen Phasen wie Seed oder Early Stage, in denen das Wachstum noch stark variabel ist.later-stage
Lean StartupOrganisation, Work Life & Startup Culture-Lean Startup bezeichnet eine zentrale Entwicklungs- und Innovationsmethode für Startups und Unternehmen, die darauf abzielt, Risiken bei der Produkteinführung zu minimieren. Der Fokus liegt auf schnellen, iterativen Tests von Geschäftsideen, um frühzeitig Kundenfeedback zu erhalten und Produkte oder Dienstleistungen an den optimalen Product Market Fit anzupassen. Zentrale Instrumente der Lean-Startup-Methode sind das Minimum Viable Product (MVP), das Customer Development, das Business Model Canvas, Split Tests und Pivots. Ein Beispiel für einen Pivot wäre ein Unternehmen, das von einem B2C- auf ein B2B-Geschäftsmodell umschaltet, nachdem erste Marktanalysen negative Rückmeldungen ergeben haben.lean-startupB2C, B2B
Low Hanging FruitsLHFOrganisation, Work Life & Startup CultureEinfach erreichbares ZielLow Hanging Fruits (dt. 'tief hängende Früchte') bezeichnen leicht erreichbare Ziele oder Maßnahmen, die schnell zu positiven Ergebnissen führen. Ein Beispiel ist der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte eines Unternehmens, um den Kauf für potenzielle Käufer attraktiver zu gestalten. Im Kontext von Startups könnte eine unzureichend gestaltete Website während des Fundraising-Prozesses als Low Hanging Fruit betrachtet werden. Eine rasche Überarbeitung dieser Website kann den Unternehmenswert erheblich steigern.low-hanging-fruits
Lucky ShotOrganisation, Work Life & Startup Culture-Im Kontext des Startup-Investierens bezeichnet der Begriff 'Lucky Shot' eine Situation, in der ein Investor zufällig oder durch Glück in ein Unternehmen investiert, das unerwartet an Wert gewinnt. Ein Beispiel hierfür könnte ein frühes Investment in ein Tech-Startup sein, das durch eine bahnbrechende Innovation plötzliche Marktanteile gewinnt. 'Lucky Shot' steht im Zusammenhang mit Begriffen wie 'Serendipität', die unvorhergesehene positive Ereignisse beschreibt, und 'Risikokapital', das Investitionen in vielversprechende, aber unsichere Unternehmen umfasst.lucky-shot
Magic RoundaboutOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff "Magic Roundabout" bezeichnet einen Arbeitseinsatz, bei dem Mitarbeiter nach einer durchgearbeiteten Nacht lediglich kurz nach Hause zurückkehren, um sich zu duschen und frische Kleidung anzuziehen, bevor sie erneut im Büro erscheinen. Diese Praxis war insbesondere im Investment Banking verbreitet und galt lange Zeit als Teil einer 'heroischen Arbeitskultur'. Beispiele hierfür sind Überstunden während wichtiger Finanztransaktionen oder bei der Vorbereitung auf IPOs. In jüngerer Zeit haben Berichte über erschöpfungsbedingte Todesfälle bei jungen Mitarbeitern dazu geführt, dass solche Überbeanspruchungen kritisch hinterfragt werden.magic-roundaboutInvestment Banking, IPOs
Magic SauceOrganisation, Work Life & Startup CultureErfolgsrezeptDie 'Magic Sauce' im Startup-Kontext bezeichnet ein einzigartiges Verkaufsversprechen (USP), das den Geschäftsansatz eines Unternehmens hervorhebt. Sie umfasst sowohl Produktmerkmale als auch Preisstrategien, die ein unwiderstehliches Argument für potenzielle Kunden darstellen. Beispiele hierfür sind innovative Funktionen, die den Nutzern einen klaren Mehrwert (Added Value) bieten, oder Preisstrukturen, die eine Kundenbindung (Lock-in) fördern. Ähnlich wie der Begriff 'Disruption' wird 'Magic Sauce' häufig verwendet, um die besonderen Eigenschaften eines Geschäftsmodells zu beschreiben, die es von Wettbewerbern abheben.magic-sauceUSP, Added Value, Lock-in, Disruption
MeetupOrganisation, Work Life & Startup CultureZusammenkunftEin Meetup bezeichnet eine organisierte Zusammenkunft von Gleichgesinnten, häufig im Rahmen von (virtuellen) Stammtischen oder Live-Webmeetings. Diese Veranstaltungen ermöglichen den Austausch über spezifische Themen, wie beispielsweise Technologien, Unternehmertum oder Hobbys. Die Plattform Meetup. com erleichtert es, solche Treffen über soziale und geografische Grenzen hinweg zu organisieren. Beispiele sind lokale Gründer-Meetups oder Spieleabende.meetup
MentoringOrganisation, Work Life & Startup Culture-Mentoring im Startup-Kontext beschreibt die strategische Beziehung zwischen einem erfahrenen Fachmann (Mentor) und einem weniger erfahrenen Gründer oder Teammitglied (Mentee). Der Mentor bietet gezielte Ratschläge, Unterstützung und Fachwissen, um dem Mentee bei der Überwindung spezifischer Herausforderungen, wie der Markteinführung oder der Finanzierung, zu helfen. Beispiele für Mentoring-Programme sind die Unterstützung durch Business Angels oder Accelerator-Programme, die oft wertvolle Netzwerke und Ressourcen bereitstellen. Es ist wichtig, zwischen qualitativ hochwertigem Mentoring und oberflächlichen Ratschlägen zu unterscheiden, um den maximalen Nutzen für das Startup zu gewährleisten.mentoringBusiness Angels
Month over MonthMOMOrganisation, Work Life & Startup Culture-Month over Month, abgekürzt MoM, bezeichnet die monatliche Veränderung eines bestimmten Wertes, häufig verwendet zur Analyse des Umsatzwachstums. Ein Beispiel ist ein MoM-Umsatzwachstum von 5 %, was bedeutet, dass der Umsatz im aktuellen Monat um 5 % im Vergleich zum Vormonat gestiegen ist. Startups nutzen MoM, um kurzfristige Trends zu identifizieren, während die CAGR (Compound Annual Growth Rate) langfristige Wachstumsraten darstellt.month-over-monthQoQ
Month to DateMTDOrganisation, Work Life & Startup Culture-Monat bis heute, meist abgekürzt als MtD, bezeichnet eine spezifische Kennzahl, die die Leistung eines Unternehmens seit Beginn des laufenden Monats misst. Ein Beispiel ist der Umsatz MtD, der den kumulierten Ertrag bis zum aktuellen Datum darstellt. Diese Kennzahl ist entscheidend für die kurzfristige Finanzanalyse und wird häufig in Verbindung mit anderen Zeitrahmen wie "Year to Date" (YtD) oder "Quarter to Date" (QtD) verwendet, um Trends und saisonale Schwankungen zu identifizieren.month-to-dateYtD, QtD
MoonshootOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein Moonshot bezeichnet eine außergewöhnliche, oft einmalige Leistung, die signifikante Auswirkungen auf ein Unternehmen oder die Branche hat. Beispiele hierfür sind der Eintritt eines renommierten Investors, der das Wachstum eines Startups exponentiell steigern kann, oder die Bildung einer strategischen Allianz mit einem Marktführer, die Ressourcen und Expertise bündelt. Moonshots sind oft mit hohen Risiken verbunden, können jedoch transformative Veränderungen bewirken.moonshootDisruptive Innovation
Networking, Openness, Participation & AgilityNOPAOrganisation, Work Life & Startup CultureVernetzung, Offenheit, Partizipation & AgilitätVOPAVOPA ist eine Abkürzung für 'Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität'. Diese vier Eigenschaften ermöglichen es Unternehmen, effektiv auf die Herausforderungen der VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) zu reagieren. Beispielsweise fördert Vernetzung den Austausch von Ideen, während Offenheit eine transparente Kommunikation innerhalb des Teams unterstützt. Partizipation bezieht Mitarbeitende aktiv in Entscheidungsprozesse ein, was die Motivation steigert. Agilität ermöglicht es Unternehmen, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.networking-openness-participation-agilityVUCA, Lean Management, Scrum
New EconomyOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die New Economy bezeichnet moderne, technologiegetriebene Wirtschaftssektoren, die sich von der Old Economy abgrenzen. Dazu zählen Unternehmen, die digitale Produkte und Dienstleistungen anbieten, wie Software- und Hardware-Entwickler, Internetplattformen, E-Commerce-Firmen und Streaming-Dienste (vgl. SaaS). Charakteristisch sind hohe Innovationsgeschwindigkeiten, schneller Markteintritt und überdurchschnittliches Wachstum. Die New Economy fördert globale Vernetzung und eine flexible Arbeitskultur (vgl. New Work). Beispiele sind Unternehmen wie Amazon, Google und Spotify, die durch disruptive Geschäftsmodelle geprägt sind.new-economySaaS, New Work
New PayOrganisation, Work Life & Startup Culture-New Pay bezeichnet ein innovatives Zahlungskonzept, das traditionelle Zahlungsmethoden wie Bargeld, Schecks oder Kreditkarten ersetzt. Dazu zählen mobile Zahlungslösungen wie Apple Pay oder Google Pay, die biometrische Sicherheitsmerkmale nutzen. Micro-Payment-Verfahren ermöglichen das einfache Übertragen kleiner Beträge, beispielsweise für digitale Inhalte oder Abonnements. Wallets, wie etwa die von PayPal oder Revolut, bieten die Möglichkeit, Kryptowährungen zu speichern, zu handeln und zu bezahlen. Diese Entwicklungen fördern die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und die Integration von FinTech-Lösungen.new-payMicro-Payment, Wallets, FinTech
NewCoOrganisation, Work Life & Startup CultureNeugesellschaftDer Begriff NewCo bezeichnet rechtlich-technisch neu gegründete Unternehmen, die im Rahmen von Ausgründungen, wie Carve-outs oder Spin-offs, ins Leben gerufen werden. Diese Unternehmen haben oft noch keinen eigenen Namen und nutzen gelegentlich Mantel- oder Vorratsgesellschaften, auch bekannt als Shell Companies. Diese bereits registrierten Gesellschaften dienen als 'leere Hülle' und werden gegen Gebühr für den neuen Zweck verwendet. Ein Beispiel sind SPACs (Special Purpose Acquisition Companies), die Kapital für die Akquisition von NewCos bereitstellen.newcoCarve-outs, Spin-offs, Shell Companies, SPACs, Special Purpose Acquisition Companies
No-BrainerOrganisation, Work Life & Startup Culture-No-Brainer: Ein No-Brainer bezeichnet eine Entscheidung oder Handlung, die so offensichtlich ist, dass sie keine tiefere Überlegung erfordert. In der Geschäftswelt wird dieser Begriff häufig verwendet, um Produkte oder Dienstleistungen zu beschreiben, deren Nutzen sofort erkennbar ist, wie beispielsweise ein kostenloses Testangebot für Software. Solche Angebote fördern die Kundenakzeptanz und minimieren die Entscheidungsbarriere.no-brainer
No FrillsOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff 'No Frills' bezeichnet eine pragmatische Herangehensweise an Geschäftsaktivitäten, die sich durch Einfachheit und Effizienz auszeichnet. Er impliziert, dass bei der Umsetzung von Plänen auf überflüssige Formalitäten verzichtet wird. Beispielsweise könnte ein Startup einen potenziellen Investor direkt kontaktieren, ohne umfangreiche Präsentationen oder formelle Einladungen. Im Gegensatz dazu beschreibt 'Hands-on' einen allgemein aktiven, ergebnisorientierten Arbeitsstil. 'No Frills' wird häufig in der Produktentwicklung verwendet, um kostengünstige Lösungen anzubieten, die den Fokus auf wesentliche Funktionen legen, wie es bei Discounter-Modellen der Fall ist.no-frills
No Strings AttachedOrganisation, Work Life & Startup CultureKeine FallstrickeDer Ausdruck "No Strings Attached" beschreibt ein Angebot oder eine geschäftliche Gelegenheit, bei der keine versteckten Verpflichtungen oder Bedingungen bestehen. Beispielsweise kann ein Startup eine kostenlose Testversion seiner Software anbieten, ohne dass der Nutzer sich zu einem späteren Kauf verpflichten muss. Dieser Begriff steht im Zusammenhang mit Transparenz und Vertrauen in Geschäftsbeziehungen. Ähnliche Begriffe sind "unverbindliches Angebot" und "risikofreies Testen", die ebenfalls darauf abzielen, potenziellen Kunden Sicherheit zu geben.no-strings-attached
Non-Compete ClauseNCCOrganisation, Work Life & Startup CultureWettbewerbsklauselEine Wettbewerbsverbotsvereinbarung ist ein rechtlicher Vertrag, der es einem Mitarbeiter oder Partner untersagt, innerhalb eines festgelegten Zeitraums (typischerweise 6 bis 24 Monate) für ein konkurrierendes Unternehmen tätig zu werden oder ein eigenes Wettbewerbsunternehmen zu gründen. Diese Klausel ist besonders relevant für Schlüsselmitarbeiter (Key Employees), die über spezifisches Know-how verfügen. Beispielsweise könnte ein Softwareentwickler, der an einem innovativen Produkt arbeitet, durch ein solches Verbot daran gehindert werden, für ein konkurrierendes Startup zu arbeiten. Im deutschen Arbeitsrecht kann der Arbeitgeber verpflichtet sein, während der Dauer des Wettbewerbsverbots 50 % des Gehalts weiterzuzahlen, falls der Mitarbeiter keine neue Anstellung findet.non-compete-clauseKey Employees, Know-how
North StarOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der 'North Star' (dt. Polarstern) ist ein strategisches Leitbild, das Startups als Orientierungshilfe dient, um langfristige Ziele zu definieren. Ähnlich wie Seefahrer sich an Sternen orientieren, hilft der North Star, den Fokus auf wesentliche Unternehmensziele zu richten. Die North Star Metric ist eine zentrale Kennzahl, die den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich bestimmt, beispielsweise die monatlich aktiven Nutzer (MAUs) bei digitalen Plattformen. Im Gegensatz dazu stehen Vanity Metrics, die zwar beeindruckend erscheinen, jedoch keinen echten Wert für das Wachstum bieten.north-starNorth Star Metric, MAUs, Vanity Metrics
Old EconomyOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die Old Economy bezeichnet traditionelle Industriezweige und Geschäftsmodelle, die primär physische Güter herstellen und vertreiben. Dazu zählen beispielsweise die Automobilindustrie, die Stahlproduktion, die Öl- und Gasindustrie sowie der Bergbau. Charakteristisch sind hohe Investitionen in Anlagen, Maschinen und Infrastruktur, wodurch die Innovationszyklen langsamer verlaufen. Im Gegensatz zur dynamischen Startup-Welt sind die Arbeitskultur und Entscheidungsprozesse in der Old Economy oft hierarchisch und starr.old-economy
OnboardingOrganisation, Work Life & Startup Culture-Onboarding bezeichnet den strukturierten Prozess, durch den neue Mitarbeiter oder Kunden in ein Unternehmen integriert werden. Dazu gehören die Erfassung personenbezogener Daten, die Bereitstellung notwendiger Arbeitsmittel wie Computer und Software sowie die Einführung in die Unternehmenskultur. Beispielsweise nutzen SaaS-Unternehmen häufig interaktive Walk-Throughs, um Nutzern die Funktionen ihrer Produkte näherzubringen. Im Gegensatz dazu steht das Offboarding, der geplante und respektvolle Austritt von Mitarbeitern. Die Qualität beider Prozesse ist entscheidend für die Mitarbeiterbindung und -motivation sowie für die allgemeine Arbeitgebermarke.onboardingSaaS, Offboarding
Out of OfficeOOOOrganisation, Work Life & Startup CultureAbwesenheitDie Abkürzung OOO steht für "Out of Office" und bezieht sich auf automatische Abwesenheitsnachrichten im E-Mail-Verkehr. Diese Funktion informiert Absender über die Abwesenheit des Empfängers, beispielsweise während Urlaubszeiten oder Geschäftsreisen. Ein Beispiel wäre: "Ich bin bis zum 15. Oktober nicht erreichbar. " Nachbarbegriffe sind "Abwesenheitsnotiz" und "E-Mail-Management", die beide im Kontext der effizienten Kommunikation und Zeitmanagement in Unternehmen relevant sind.out-of-office
OutplacementOrganisation, Work Life & Startup Culture-Outplacement bezeichnet die Unterstützung von Mitarbeitern, die im Rahmen einer freiwilligen Aufhebung des Arbeitsverhältnisses aus dem Unternehmen ausscheiden, ohne dass eine Kündigung ausgesprochen wird. Diese Maßnahme wird häufig mit Abfindungen und externem Karrierecoaching kombiniert, um den Übergang in eine neue berufliche Phase zu erleichtern. Ziel ist es, die berufliche Neuorientierung zu fördern und den psychologischen Druck eines 'Rausschmisses' zu minimieren. Beispiele für Outplacement-Programme sind Beratungsdienste, die individuelle Karrierepläne erstellen, sowie Workshops zur Verbesserung von Bewerbungskompetenzen.outplacement
OutsourcingOrganisation, Work Life & Startup Culture-Outsourcing bezeichnet die strategische Auslagerung von Geschäftsprozessen oder -funktionen an externe Dienstleister, um Kosten zu senken und Effizienz zu steigern. Ein Beispiel ist die Auslagerung der IT-Dienstleistungen an spezialisierte Unternehmen, um Zugang zu Fachwissen zu erhalten. In diesem Zusammenhang sind die Begriffe Near-Shoring, bei dem Dienstleistungen in nahegelegene Länder wie Polen erbracht werden, sowie Offshoring, das die Auslagerung in weit entfernte Niedriglohnländer wie Indien oder Bangladesch umfasst, relevant. Outsourcing kann auch mit Begriffen wie Insourcing und Co-Sourcing in Verbindung stehen, die unterschiedliche Ansätze zur Ressourcenverwaltung darstellen.outsourcingIT, Near-Shoring, Offshoring, Insourcing, Co-Sourcing
Part-Time EmployeePTEOrganisation, Work Life & Startup CultureTeilzeitbeschäftigte*rEin Part-Time Employee (PTE) ist ein Teilzeitbeschäftigter, der in der Regel weniger als 30 Wochenarbeitsstunden für ein Unternehmen tätig ist, im Gegensatz zum Full-Time Employee (FTE), der Vollzeit arbeitet. PTEs sind besonders relevant für Headcounts, da ihre Arbeitszeiten zur Gesamtleistung des Unternehmens beitragen. Beispielsweise können PTEs in Startups eingesetzt werden, um flexible Arbeitsmodelle zu fördern oder saisonale Nachfragespitzen abzudecken.part-time-employeeFull-Time Employee, FTE, Headcounts, Freelancer
PivotOrganisation, Work Life & Startup Culture-Pivot bezeichnet eine signifikante Änderung des Produkt- oder Geschäftsmodells, um besser auf Marktbedürfnisse zu reagieren. Dies geschieht häufig, wenn ein Unternehmen innerhalb des Product Market Fit erkennt, dass die allgemeine Kundenakzeptanz gering ist, jedoch bestimmte Produktmerkmale für andere Zielgruppen von hohem Wert sind. Beispiele für erfolgreiche Pivots sind Netflix, das ursprünglich als DVD-Verleih begann, und Twitter, das aus einem Podcasting-Dienst hervorging.pivotProduct Market Fit, Business Model Canvas
Plain VanillaOrganisation, Work Life & Startup Culture-Plain Vanilla bezeichnet Produkte oder Dienstleistungen, die keine besonderen Merkmale oder innovativen Features aufweisen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Eisdielenbranche und beschreibt den einfachsten Geschmack, nämlich 'einfache Vanille', ohne zusätzliche Zutaten. In der Geschäftswelt wird Plain Vanilla häufig verwendet, um Standardlösungen zu kennzeichnen, die keine Differenzierung bieten, wie etwa Basissoftware oder generische Finanzprodukte. Im Gegensatz dazu stehen Begriffe wie 'Differenzierung' oder 'Innovation', die auf die Entwicklung einzigartiger Merkmale abzielen.plain-vanilla
Pomodoro-TechniqueOrganisation, Work Life & Startup Culture-Die Pomodoro-Technik ist eine Zeitmanagement-Methode, die auf der strukturierten Trennung von Arbeits- und Pausenphasen basiert. Sie umfasst Arbeitsintervalle von 25 Minuten (Pomodori), gefolgt von fünfminütigen Pausen. Diese Technik zielt darauf ab, die Konzentration zu steigern und die Produktivität zu erhöhen, insbesondere bei Personen mit Aufmerksamkeitsproblemen. Ein Beispiel für die Anwendung ist die Nutzung von Apps wie "Focus Booster", die die Pomodoro-Technik unterstützen.pomodoro-technique
ProbationOrganisation, Work Life & Startup CultureProbezeitDie Probezeit im deutschen Arbeitsrecht ist ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Eignung des Arbeitsverhältnisses testen können. Während dieser Zeit kann der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 14 Tagen kündigen. Arbeitnehmer haben jedoch das Recht, anteiligen Urlaub zu nehmen, was oft missverstanden wird. Bei Auszubildenden ist die maximale Probezeit auf vier Monate begrenzt. Nach der Probezeit gelten erweiterte Kündigungsschutzregelungen, die in den Begriffen „Kündigungsschutz“ und „Festanstellung“ relevant sind.probation
Project ManagerPMOrganisation, Work Life & Startup CultureProjektmanagerPMEin Project Manager ist verantwortlich für die erfolgreiche Planung, Durchführung und Überwachung eines Projekts. Er führt das Team, koordiniert Ressourcen und stellt die Einhaltung von Zeitrahmen und Budgets sicher. Projekte können von der Entwicklung neuer Softwarelösungen bis zur Eröffnung neuer Filialen reichen. Wichtige Nachbarbegriffe sind „Agiles Projektmanagement“, das flexible Anpassungen ermöglicht, und „Stakeholder-Management“, das die Kommunikation mit allen Projektbeteiligten umfasst. Ein effektiver Project Manager trägt entscheidend zum Projekterfolg und zur Zielerreichung bei.project-manager
Quarter over QuarterQoQOrganisation, Work Life & Startup Culture-Quarter over Quarter (QoQ) bezeichnet die vergleichende Analyse von Kennzahlen über aufeinanderfolgende Quartale. Diese Methode wird häufig verwendet, um Trends in der finanziellen Leistung, wie z. B. Umsatzwachstum oder Gewinnmargen, zu identifizieren. Ein Beispiel ist die Analyse der Umsatzentwicklung eines Startups, das im ersten Quartal 100. 000 Euro und im zweiten Quartal 150. 000 Euro erwirtschaftet hat, was einem QoQ-Wachstum von 50 % entspricht.quarter-over-quarter
Questions and AnswersQ&AOrganisation, Work Life & Startup CultureFragen und AntwortenF&AUnter einer Q&A (Fragen und Antworten) versteht man in der Regel eine strukturierte Fragerunde, in der Experten oder Investoren zu spezifischen Themen befragt werden. Beispielsweise können Startups bei Veranstaltungen die Gelegenheit nutzen, um Investoren gezielt Fragen zu stellen und deren Expertise zu nutzen. Umgekehrt sollten Startups gut vorbereitet sein, wenn ein potenzieller Investor eine Q&A-Session anberaumt, um relevante Informationen zu präsentieren und Bedenken auszuräumen.questions-and-answersPitch
Ramen ProfitableOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ramen Profitable bezeichnet Startups, die einen positiven Cashflow generieren, jedoch lediglich ausreichend Einnahmen erzielen, um den Lebensunterhalt ihrer Gründer zu sichern. Diese Situation, metaphorisch als „heiße Suppe“ beschrieben, kann als Indikator für finanzielle Stabilität interpretiert werden. Beispielsweise könnte ein Software-Startup, das monatlich 5. 000 Euro verdient, Ramen Profitable sein, wenn die Betriebskosten und Gehälter in diesem Rahmen liegen. Für Investoren signalisiert dies oft ein begrenztes Wachstumspotenzial, weshalb Begriffe wie „Skalierbarkeit“ und „Wachstumsstrategie“ in diesem Kontext wichtig sind.ramen-profitableCashflow
RationalOrganisation, Work Life & Startup Culture-Rational bezeichnet den zielorientierten Handlungsstrang eines Akteurs, der dessen grundlegende Motivation beschreibt. Beispielsweise könnte das Rational eines Investors darin bestehen, in mehrere Startups einer Branche zu investieren, um Netzwerkeffekte zu erzielen, die den Wert seiner Beteiligungen steigern. Für Startups ist es entscheidend, das Rational von potenziellen Partnern oder Investoren zu erkennen und in Sales Proposals, Investment Decks oder strategischen Überlegungen zu adressieren.rationalSales Proposals, Investment Decks
Reality SpreadOrganisation, Work Life & Startup CultureRealitätslückeDer Reality Spread bezeichnet die Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung eines Startups und der objektiven Realität. Beispielsweise kann ein Startup sich als globales Erfolgsmodell betrachten, während es in Bereichen wie Geschäftsmodell, Teamstruktur und Performance signifikante Schwächen aufweist. Diese Überbewertung ist häufig, da Gründer oft optimistisch sind, was als „Gründerwahn“ bekannt ist. Es ist entscheidend, dass Gründer diese unterschiedlichen Wahrnehmungen erkennen und aktiv managen, um Vertrauen bei Investoren und Mitarbeitern zu fördern.reality-spread
Research and DevelopmentR&DOrganisation, Work Life & Startup CultureForschung und EntwicklungF&EResearch & Development, im Alltag häufig als R&D abgekürzt, bezieht sich auf die Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines Unternehmens, die in der Regel intern organisiert ist. Große Unternehmen verfügen oft über eigene R&D-Abteilungen, während der Begriff F&E auch externe Forschungskooperationen mit Universitäten oder (halb-)staatlichen Forschungsinstituten umfasst. Beispiele hierfür sind Innovationszentren oder Technologietransferstellen, die neue Produkte oder Verfahren entwickeln. R&D ist eng verbunden mit Begriffen wie Produktentwicklung, Innovationsmanagement und Technologieforschung, die alle entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sind.research-and-development
Revenue SharesOrganisation, Work Life & Startup CultureUmsatzbeteiligungRevenue Shares beziehen sich auf eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente, die es Mitarbeitern oder Kooperationspartnern ermöglicht, am Umsatz eines Unternehmens teilzuhaben. Diese Struktur fördert die Motivation und Bindung, da die finanzielle Entlohnung direkt an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist. Beispielsweise können Vertriebsmitarbeiter durch Umsatzbeteiligungen incentiviert werden, ihre Verkaufszahlen zu steigern.revenue-shares
RoadmapOrganisation, Work Life & Startup CultureMeilensteinplanEine Roadmap ist ein strategischer Fahrplan, der den Weg zur Erreichung spezifischer Zwischenziele (Milestones) skizziert. Sie umfasst sowohl kurzfristige Meilensteine, wie den Markteintritt (s. a. Go-to-Market-Strategie, GTM), als auch langfristige Ziele bis zum Exit. Im Gegensatz zu Action Plans, die detaillierte Umsetzungsschritte enthalten, bietet die Roadmap eine übergeordnete Perspektive und integriert häufig narrative Elemente, um Investoren und Gründer zu inspirieren.roadmapGTM, Business Model Canvas
Rocket ScienceOrganisation, Work Life & Startup CultureRaketenwissenschaftRocket Science, häufig im negativen Sinne verwendet, beschreibt Aufgaben oder Geschäftsmodelle, die nicht komplex oder unverständlich sind. Der Ausdruck 'das ist keine Rocket Science' verdeutlicht, dass viele Herausforderungen im Geschäftsleben mit gesundem Menschenverstand und logischem Denken gelöst werden können. Beispiele sind die Entwicklung eines einfachen Marketingplans oder die Durchführung von Marktanalysen.rocket-science
SabbaticalOrganisation, Work Life & Startup CultureBezahlte AuszeitEin Sabbatical bezeichnet eine berufliche Auszeit eines angestellten Mitarbeiters, die häufig mit der Verfolgung persönlicher oder beruflicher Bildungsziele verbunden ist. Diese Phase kann auch der Pflege privater Interessen, wie beispielsweise familiärer Verpflichtungen, dienen. Ein Sabbatical kann durch die Nutzung von Zeitarbeitskonten innerhalb eines Teilzeitarbeitsvertrags finanziert werden oder in Abstimmung mit dem Arbeitgeber, etwa im Rahmen einer Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer, als bezahlter Sonderurlaub gewährt werden.sabbatical
Self-Fulfilling ProphecyOrganisation, Work Life & Startup CultureSelbsterfüllende ProphezeiungEine Self-Fulfilling Prophecy ist eine Vorhersage, die sich durch die bloße Erwartung ihrer Verwirklichung erfüllt. Ein Beispiel sind Empfehlungen von prominenten Investoren, die den Kurs einer Aktie beeinflussen, weil Anleger aufgrund dieser Empfehlungen kaufen. In der Politik können negative Umfragen, die eine Partei unter die 5-Prozent-Hürde prognostizieren, Wähler dazu bringen, ihre Stimme als 'verloren' zu betrachten, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie tatsächlich nicht wählen.self-fulfilling-prophecy
Serial EntrepreneurOrganisation, Work Life & Startup CultureSeriengründerEin Serial Entrepreneur, auch Seriengründer oder Serienunternehmer genannt, ist eine Person, die nacheinander oder parallel mehrere Unternehmen gründet oder leitet. Prominente Beispiele sind Elon Musk und Richard Branson, die erfolgreiche Unternehmen in verschiedenen Branchen etabliert haben. Im Gegensatz dazu verfolgen viele selbsternannte Serial Entrepreneurs mehrere Ideen gleichzeitig, ohne signifikante Erfolge zu erzielen, was sie oft als Wantrepreneurs klassifiziert. Wichtige Nachbarbegriffe sind Gründergeist und Risikokapital, die die Dynamik und Finanzierung von Startups betreffen.serial-entrepreneur
Shallow WorkOrganisation, Work Life & Startup Culture-Shallow Work bezeichnet oberflächliche, oft repetitive Tätigkeiten, die wenig kognitive Anstrengung erfordern, wie das Beantworten von E-Mails oder das Durchführen von Routineaufgaben. Im Gegensatz dazu steht Deep Work, das intensive, fokussierte Arbeit umfasst, die zur Schaffung von neuem Wissen oder zur Lösung komplexer Probleme führt. Cal Newport, der Begründer des Begriffs, kritisiert die Überhandnahme von Shallow Work in der heutigen Wirtschaft, da sie die Produktivität und Kreativität von Fachkräften einschränkt.shallow-workDeep Work, Cal Newport
Shit-SandwichOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein Shit-Sandwich bezeichnet eine negative Rückmeldung, die in wohlwollende Formulierungen gehüllt ist. Ein typisches Beispiel ist die Absage eines Investors, die mit einem Dank für die Präsentation und besten Wünschen für die Zukunft versehen ist. Diese Technik wird häufig in Feedback-Gesprächen verwendet, um die Empfänger nicht zu demotivieren.shit-sandwich
Slash-CareerOrganisation, Work Life & Startup Culture-Eine Slash Career, auch als Portfolio Career bekannt, bezeichnet ein Berufsmodell, bei dem eine Hauptanstellung mit mehreren freiberuflichen Tätigkeiten kombiniert wird. Diese Struktur ermöglicht es Fachkräften, ihre kreativen und unternehmerischen Ambitionen zu verfolgen, beispielsweise als Musiker, Coach oder Berater. Oft resultiert eine Slash Career aus unzureichenden Einkünften im Hauptjob, was die Notwendigkeit zusätzlicher Einkommensquellen hervorhebt.slash-careerFreelancing, Gig Economy, Multiple Income Streams
Small and Medium EnterprisesSMEOrganisation, Work Life & Startup CultureKleine und mittlere UnternehmenKMUKleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind Firmen, die in der Regel weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro erzielen. Sie umfassen häufig traditionelle Branchen wie Handwerk und verarbeitende Industrie. Im B2B-Vertrieb müssen KMUs anders angesprochen werden als Großunternehmen, was sich auch auf die Akquise von Fördermitteln auswirkt, da diese oft Umsatz- und Mitarbeitergrenzen setzen. Startups, obwohl sie technisch als KMUs gelten können, unterscheiden sich durch ihre Innovationskultur und Wachstumsorientierung, weshalb sie in der Regel nicht als solche klassifiziert werden.small-and-medium-enterprisesB2B
Social VentureOrganisation, Work Life & Startup CultureSozialunternehmenEin Social Venture ist ein Unternehmen, das über die Erzielung von Gewinn hinausgeht und sich auf soziale Verbesserungen fokussiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Startups verfolgt es ein Geschäftsmodell, das gezielt gesellschaftliche Herausforderungen adressiert, wie Armut, Bildung oder Umweltprobleme. Beispiele sind Unternehmen, die nachhaltige Produkte anbieten oder soziale Dienstleistungen bereitstellen. Oft orientiert sich die wirtschaftliche Ausrichtung an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, die eine globale Agenda zur Verbesserung sozialer und ökologischer Bedingungen darstellen.social-ventureImpact Investing
Stealth ModeOrganisation, Work Life & Startup Culture-Stealth Mode bezeichnet den Zustand eines Startups, in dem die Entwicklung eines Produkts oder einer Dienstleistung geheim gehalten wird. Der Begriff leitet sich von den amerikanischen Tarnkappenbombern ab und impliziert eine strategische Zurückhaltung. Beispiele für Startups im Stealth Mode sind Unternehmen wie Magic Leap, die innovative Technologien entwickeln, ohne Details preiszugeben. Häufig wird dieser Zustand auch genutzt, um Hype zu generieren, was in der Startup-Szene als „Hype-Cycle“ bekannt ist.stealth-mode
Sweet SpotOrganisation, Work Life & Startup CultureEffektiver PunktDer Begriff "Sweet Spot" bezeichnet im Startup-Kontext den optimalen Punkt, an dem eine Botschaft oder ein Argument beim Gegenüber maximale Resonanz erzeugt. Dieser Punkt ist entscheidend in Verhandlungen, Vertriebsgesprächen oder Investmentangeboten, da er dazu führt, dass das Gegenüber die Perspektive des Anbieters annimmt. Ein Beispiel ist die Preisgestaltung: Ein Produkt, das zu einem Preis angeboten wird, der sowohl den Wert für den Kunden als auch die Kosten des Unternehmens berücksichtigt, erreicht diesen Sweet Spot.sweet-spotValue Proposition, Customer Journey
Too Long Didn't ReadTL;DROrganisation, Work Life & Startup Culture-TL;DR steht für "Too Long; Didn’t Read" (dt. "zu lang; nicht gelesen"). Diese Abkürzung wird häufig verwendet, um Lesern eine prägnante Zusammenfassung eines längeren Textes anzubieten, insbesondere in digitalen Medien. Beispielsweise kann ein Artikel über Marktanalysen mit einem TL;DR-Abschnitt beginnen, der die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst. In einem ironischen Kontext wird TL;DR auch verwendet, um auszudrücken, dass der Verfasser selbst den Text nicht gelesen hat.too-long-didn-t-read
To the MoonOrganisation, Work Life & Startup Culture-Der Begriff 'To the Moon' beschreibt die Erwartung, dass bestimmte Startups oder Kryptowährungen in kurzer Zeit eine exorbitante Bewertung erreichen. Dies ist häufig in der Tech-Branche zu beobachten, wie bei Unternehmen wie Tesla oder Bitcoin, die in kurzer Zeit signifikante Kursgewinne verzeichneten. Der verwandte Begriff 'Moonshot' bezieht sich auf ambitionierte Projekte mit hohem Risiko und potenziell hohen Erträgen. Im deutschen Sprachraum wird der Ausdruck 'etwas zum Mond schießen' verwendet, um unrealistische Erwartungen zu kennzeichnen, was die Dualität der Hoffnung und Skepsis in der Startup-Welt verdeutlicht.to-the-moonTech
Track RecordOrganisation, Work Life & Startup CultureErfolgshistorieDer Begriff "Track Record" bezeichnet die Erfolgshistorie einer Person, wie beispielsweise eines Gründers oder einer Investmentgesellschaft, die deren Fähigkeiten und Erfolge dokumentiert. Ein ausgezeichneter Track Record erleichtert die Akquise von Investoren und Unterstützern, da er Vertrauen schafft. Beispiele für relevante Nachbarbegriffe sind "Due Diligence", der Prozess der sorgfältigen Prüfung von Investitionsmöglichkeiten, und "Pitch Deck", eine Präsentation, die potenziellen Investoren die Geschäftsidee vorstellt. Ein starker Track Record kann somit als Katalysator für zukünftige Erfolge fungieren.track-recordDue Diligence, Pitch Deck
True NorthOrganisation, Work Life & Startup Culture-True North bezeichnet im Startup-Kontext die essenziellen Leistungskennzahlen (KPIs), die die tatsächliche Entwicklung eines Unternehmens präzise widerspiegeln. Diese Metriken sind frei von Verzerrungen und kosmetischen Anpassungen, im Gegensatz zu sogenannten Vanity Metrics, die oft nur oberflächliche Erfolge darstellen. Beispiele für True North KPIs sind der Customer Lifetime Value (CLV) und die monatlich wiederkehrenden Einnahmen (MRR). Diese Kennzahlen ermöglichen es Gründern, fundierte Entscheidungen zu treffen und strategische Ausrichtungen zu überprüfen.true-northKPIs, Vanity Metrics, Customer Lifetime Value, CLV, MRR
UnderperformerOrganisation, Work Life & Startup Culture-Unter einem Underperformer versteht man ein Unternehmen oder eine Person, die im Vergleich zu anderen, wie etwa anderen Portfolio-Unternehmen oder Kollegen, unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Im Startup-Kontext wird dieser Begriff häufig ironisch oder spöttisch verwendet, um auf mangelnde Leistung hinzuweisen. Beispiele für Underperformer sind Startups, die ihre Wachstumsziele nicht erreichen oder Marktanteile verlieren. Im Gegensatz dazu steht der Outperformer, der innerhalb einer Gruppe herausragende Leistungen erbringt und über dem Leistungsdurchschnitt liegt. Weitere verwandte Begriffe sind „Benchmarking“ und „Performance Management“.underperformerPortfolio, Outperformer, Benchmarking, Performance Management
UnicornOrganisation, Work Life & Startup CultureEinhornEin Unicorn (dt. Einhorn) bezeichnet Startups, die in einer Finanzierungsrunde eine Bewertung von über 1 Milliarde Dollar oder Euro erreichen. Beispiele hierfür sind Unternehmen wie Airbnb und SpaceX. Bei höheren Bewertungen spricht man von Decacorns (über 10 Milliarden), Dragons (über 12 Milliarden) und Hectacorns (über 100 Milliarden). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Startup diese Bewertung erreicht, ist gering; Schätzungen zufolge schaffen es nur drei bis fünf von einer Million Gründungen, die Unicorn-Status zu erlangen.unicornDecacorns, Dragons, Hectacorns, Venture Capital
Up or OutOrganisation, Work Life & Startup Culture-„Up or Out“, auch als „Grow or Go“ bekannt, beschreibt eine Personalstrategie, die häufig in Unternehmensberatungen und leistungsorientierten Organisationen Anwendung findet. Mitarbeiter sind verpflichtet, sich kontinuierlich für höhere Positionen zu qualifizieren oder das Unternehmen zu verlassen. Diese Praxis fördert eine dynamische Unternehmenskultur, in der stagnierende Leistungen vermieden werden. Beispiele sind Beratungsfirmen wie McKinsey oder BCG, die diese Strategie implementieren, um Talente zu fördern und Fluktuation zu steuern.up-or-out
Valley of DeathVoDOrganisation, Work Life & Startup CultureTal des TodesDer Begriff 'Valley of Death' (dt. Tal des Todes) beschreibt eine kritische Phase, in der Startups zwar ein marktfähiges Produkt entwickelt haben, jedoch noch keine signifikanten Umsätze generieren. Diese Phase kann mehrere Monate bis Jahre andauern und stellt eine existenzielle Bedrohung dar, da die zuvor erhaltene Seed-Finanzierung oft für den Produktlaunch aufgebraucht wurde. In dieser Zeit sind zusätzliche Mittel für Marketing und Vertrieb unerlässlich, um das Umsatzwachstum zu fördern und somit die nächste Finanzierungsrunde zu sichern. Investoren verlangen nach dem Markteintritt konkrete Leistungskennzahlen (KPIs) und Traction, um weitere Investitionen zu rechtfertigen.valley-of-deathSeed, Marketing, KPIs, Traction
Value-addedOrganisation, Work Life & Startup CultureWirtschaftlicher MehrwertDer Begriff „Value-added“ bezeichnet den Wertzuwachs, der durch eine Entscheidung oder ein Produkt entsteht. Ursprünglich aus der Finanzwirtschaft stammend, bezieht er sich auf den wirtschaftlichen Gewinn nach Abzug der Kapitalkosten (vgl. ROI). In der Startup-Szene wird „Value-added“ auch verwendet, um den Nutzen einer Mitarbeitereinstellung oder einer strategischen Partnerschaft zu bewerten. Beispielsweise kann die Einführung eines neuen Produkts den Umsatz steigern und somit einen signifikanten Value-added generieren.value-addedROI
VentureOrganisation, Work Life & Startup CultureWagnis-UnternehmenVenture bezeichnet ein unternehmerisches Wagnis, das historisch aus der Handels- und Seeschifffahrt stammt, wo jede Expedition ein Risiko darstellte. In der modernen Geschäftswelt bezieht sich der Begriff auf innovative Projekte oder Startups, die mit Unsicherheiten und Chancen verbunden sind. Beispiele sind Technologie-Startups, die disruptive Lösungen entwickeln. Im Zusammenhang mit Venture steht auch der Begriff Venture Capital, der sich auf Investitionen in solche risikobehafteten Unternehmungen bezieht.ventureEntrepreneurship, Innovation
Virtual Stock Option ProgramVSOPOrganisation, Work Life & Startup CultureVirtuelles MitarbeiterbeteiligungsprogrammEin Virtual Stock Option Program (VSOP) ist ein virtuelles Mitarbeiteraktienprogramm, das Angestellten eine Beteiligung am Unternehmen simuliert, ohne dass tatsächliche Anteile ausgegeben werden. Stattdessen wird ein schuldrechtlicher Vertrag geschlossen, der im Falle eines Exits eine Vergütung vorsieht, die der eines festgelegten Anteils entspricht. Beispielsweise kann ein Mitarbeiter, der 1% der Unternehmensanteile simuliert, bei einem Verkauf des Unternehmens entsprechend entlohnt werden. VSOPs bieten steuerliche und gesellschaftsrechtliche Vorteile, da sie weniger administrativen Aufwand erfordern und eine breitere Mitarbeiterbasis einbeziehen können.virtual-stock-option-program
Volatility, Uncertainty, Complexity & AmbiguityVUCAOrganisation, Work Life & Startup Culture-VUCA ist ein Konzept, das in der Organisationsentwicklung verwendet wird, um die Herausforderungen einer dynamischen Geschäftswelt zu beschreiben. Es setzt sich aus den Begriffen Volatilität (dt. Volatilität), Unsicherheit (dt. Unsicherheit), Komplexität (dt. Komplexität) und Mehrdeutigkeit (dt. Mehrdeutigkeit) zusammen. In einer VUCA-Welt, in der sich Kundenbedürfnisse und Marktbedingungen rapide ändern, sind starre Strategien oft ineffektiv. Unternehmen müssen agile Strukturen und Entscheidungsprozesse implementieren, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Beispiele hierfür sind die Einführung von Scrum-Methoden oder die Nutzung von Datenanalysen zur Vorhersage von Trends.volatility-uncertainty-complexity-ambiguityScrum
Walking DeadOrganisation, Work Life & Startup CultureLebende LeichenDer Begriff 'Walking Dead' beschreibt Startups, die zwar weiterhin öffentlich sichtbar sind, beispielsweise durch eine aktive Website, jedoch in Bezug auf geplantes Wachstum als 'tot' gelten. Diese Situation tritt häufig nach internen Konflikten im Gründerteam auf, bei denen Schlüsselgründer das Unternehmen verlassen haben. Zurück bleiben oft einzelne Gründer, die aus finanziellen Gründen nebenbei arbeiten müssen, um das Unternehmen am Leben zu halten. Beispiele sind Startups, die trotz fehlender Innovationen oder Marktinteresse weiterhin ihre Dienstleistungen anbieten.walking-deadPivot
WantrepreneurOrganisation, Work Life & Startup CultureMöchtegern-UnternehmerEin Wantrepreneur bezeichnet Personen, die den Eindruck erwecken, ein Startup gründen zu wollen, jedoch keine substantiellen Schritte in Richtung Gründung oder erfolgreiches Fundraising unternehmen. Diese Personen sind häufig auf Networking-Veranstaltungen anzutreffen und werden dort als 'Gründungsinteressierte' bezeichnet. Die Grenze zum 'Schaumschläger' ist fließend, da Wantrepreneure oft nur theoretische Ideen präsentieren, ohne diese in die Praxis umzusetzen.wantrepreneurFundraising, Networking, Entrepreneur, Intrapreneur
War for TalentsOrganisation, Work Life & Startup CultureKampf um TalenteDer Begriff "War for Talents" beschreibt den intensiven Wettbewerb zwischen Startups und etablierten Unternehmen um die besten Fachkräfte, insbesondere in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). In Deutschland herrscht ein akuter Fachkräftemangel, der dazu führt, dass Unternehmen gezwungen sind, ihre Rekrutierungsstrategien zu überdenken. Beispielsweise setzen viele Startups auf attraktive Arbeitsbedingungen und flexible Arbeitsmodelle, um Talente zu gewinnen. Dies steht im Zusammenhang mit Begriffen wie "Employer Branding" und "Talent Acquisition", die Strategien zur Anwerbung und Bindung von Mitarbeitern umfassen.war-for-talentsEmployer Branding, Talent Acquisition
Week over WeekWoWOrganisation, Work Life & Startup CultureWoche für WocheWoW (Woche über Woche) bezeichnet die Analyse von Leistungskennzahlen (KPIs) innerhalb eines Unternehmens, die wöchentlich aktualisiert werden. Ein Beispiel ist das WoW-Wachstum der Nutzerzahlen, das zeigt, wie viele neue Nutzer in einer bestimmten Woche im Vergleich zur Vorwoche gewonnen wurden. Diese Metrik ist entscheidend für die Bewertung der Geschäftsentwicklung und wird häufig in Verbindung mit anderen KPIs wie Monat über Monat (MoM) oder Jahr über Jahr (YoY) verwendet, um Trends und saisonale Schwankungen zu identifizieren.week-over-weekKPIs, MoM, YoY
White CollarOrganisation, Work Life & Startup CultureBerufliche Tätigkeit in der WirtschaftDer Begriff "White Collar" bezeichnet Berufe, die typischerweise im Büro, in der Verwaltung oder im Management ausgeübt werden, im Gegensatz zu "Blue Collar"-Berufen, die handwerkliche oder industrielle Tätigkeiten umfassen. White-Collar-Arbeiter tragen oft formelle Kleidung und sind in Bereichen wie Finanzen, Marketing oder Personalwesen tätig. Ein Beispiel ist der Finanzanalyst, der strategische Entscheidungen auf Basis von Daten trifft. In Verbindung mit "White Collar Crime" wird deutlich, dass illegale Aktivitäten in diesen Berufen oft weniger offensichtlich sind, jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können.white-collar
White PaperOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein White Paper ist eine prägnante thematische Abhandlung, die ein spezifisches Thema behandelt, wie beispielsweise den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Ursprünglich stammt der Begriff 'White' von der Farbe des Papiers, das in angelsächsischen Behörden für öffentliche Dokumente verwendet wurde. White Papers finden zunehmend Anwendung im Content Marketing und Native Advertising, um Unternehmensleistungen in einem thematischen Kontext zu positionieren. Sie dienen als Leitfaden oder persönliche Meinung und sind eng verwandt mit Begriffen wie Fallstudien und Forschungsberichten, die ebenfalls zur Wissensvermittlung und Markenpositionierung beitragen.white-paperContent Marketing, Native Advertising
WokenessOrganisation, Work Life & Startup Culture-Wokeness bezeichnet das Bewusstsein für eigene Privilegien und deren Einordnung in gesellschaftliche Strukturen. Beispiele für Privilegien sind Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung oder Hautfarbe, sowie Zugang zu finanziellen Ressourcen und Bildung. In der Startup-Welt ist Wokeness eng mit Diversity Management verknüpft, das Vielfalt fördert und Diskriminierung abbaut. Unternehmen, die Wokeness integrieren, schaffen inklusivere Arbeitsumgebungen, was sich positiv auf Innovation und Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt.wokenessDiversity Management
WorkationOrganisation, Work Life & Startup Culture-Workation: Eine Workation kombiniert Arbeit und Erholung an einem selbstgewählten Ort, wobei die Begriffe 'Work' und 'Vacation' fusioniert werden. Diese Praxis ermöglicht es Mitarbeitern, ihre beruflichen Aufgaben in einem inspirierenden Umfeld zu erledigen, oft in Ferienwohnungen oder Co-Working-Spaces. Beispiele sind digitale Nomaden, die in Strandresorts arbeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichem Urlaub, der durch das Arbeitsgesetz reguliert ist, fördert eine Workation Kreativität und Produktivität.workation
Workforce ManagementOrganisation, Work Life & Startup CulturePersonaleinsatzplanungIm Workforce Management geht es um die strategische Planung und Steuerung des Personaleinsatzes zur Optimierung der Betriebsabläufe, insbesondere in Bereichen wie Lagerlogistik oder Kundenservice. Durch Bedarfsanalysen und Prognosen werden präzise Schichtpläne erstellt, die saisonale Spitzen, etwa während des Weihnachtsgeschäfts oder an Valentinstag, berücksichtigen. Effektives Workforce Management beinhaltet zudem die Zusammenstellung von fachlich und persönlich passenden Teams sowie die Identifizierung von Fallback-Mitarbeitern, um Ausfälle abzufedern.workforce-management
Year over YearYoYOrganisation, Work Life & Startup CultureJahr für JahrDer Begriff Year over Year (YoY) beschreibt die jährliche Veränderung eines Unternehmensparameters, häufig in Form von Key Performance Indicators (KPIs). Ein Beispiel ist das YoY-Wachstum, das die prozentuale Veränderung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Kennzahl ermöglicht es, saisonale Schwankungen zu berücksichtigen und langfristige Trends zu identifizieren. YoY-Analysen sind entscheidend für Investoren und Unternehmensstrategen.year-over-yearKey Performance Indicators, KPIs, Quarter over Quarter, QoQ, Month over Month, MoM
Year to DateYtDOrganisation, Work Life & Startup CultureJahresumsatz zum Stand heuteDer Begriff "Year to Date" (YtD) bezeichnet einen Unternehmensparameter, der die Leistung seit Jahresbeginn bis zum aktuellen Datum abbildet. Ein Beispiel ist der YtD-Umsatz, der den kumulierten Umsatz eines Unternehmens bis zum heutigen Tag darstellt. Dieser Indikator ist entscheidend für die Analyse der finanziellen Entwicklung und wird häufig in Berichten und Präsentationen verwendet.year-to-dateQtD, MtD
ZebraOrganisation, Work Life & Startup CultureZebraZebra: Der Begriff Zebra bezeichnet eine Bewegung innerhalb der Startup-Szene, die als Gegenentwurf zur Unicorn-Kultur fungiert. Während Unicorns oft auf schnelles Wachstum und hohe Bewertungen abzielen, betont die Zebra-Bewegung Werte wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Kollektivität. Beispiele für Zebras sind Unternehmen, die sich auf soziale Innovationen konzentrieren, wie Fairtrade-Startups oder nachhaltige Modebrands.zebraUnicorn, Social Entrepreneurship, B Corp
Zombie StartupOrganisation, Work Life & Startup Culture-Ein Zombie-Startup ist ein Unternehmen, das aufgrund fehlender finanzieller Mittel und gescheiterter Geschäftsmodelle nicht mehr aktiv operiert, jedoch weiterhin online präsent ist. Oftmals sind die Gründer abgewandert, und die Firma existiert lediglich als Website ohne tatsächlichen Geschäftsbetrieb. Beispiele sind Unternehmen, die nach einer gescheiterten Finanzierungsrunde nicht mehr in der Lage sind, ihre Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.zombie-startup
301 (Weiterleitung)Technology, Coding & Nerd-Stuff-Eine 301-Weiterleitung ist eine serverseitige Antwort, die dem anfragenden Client, wie einem Webbrowser oder Googlebot, signalisiert, dass die angeforderte URL dauerhaft verschoben wurde ('301 moved permanently'). Diese Technik verhindert, dass Nutzer auf einer 404-Fehlerseite landen, indem sie automatisch zur neuen URL weitergeleitet werden. Beispielsweise kann ein Startup, das seine Website umgestaltet, eine 301-Weiterleitung nutzen, um die alte URL auf die neue zu verweisen.301-weiterleitungRedirect, SEO
404 (Error)Technology, Coding & Nerd-Stuff-Der Error 404 ist eine Fehlermeldung eines Webservers, die auftritt, wenn angeforderte Inhalte oder Webadressen nicht gefunden werden können. Dies kann durch gelöschte Seiten, fehlerhafte Links oder falsche URLs verursacht werden. Eine hohe Anzahl von 404-Fehlern kann die Benutzererfahrung beeinträchtigen und wird von Suchmaschinen wie Google negativ bewertet, da sie auf eine unzureichende Wartung der Website hinweist.404-error
Adaptive Software DevelopmentASDTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Adaptive Software Development (ASD) ist ein agiler Ansatz in der Produktentwicklung, der darauf abzielt, die starren Strukturen traditioneller Methoden wie dem Wasserfall-Modell zu überwinden. ASD fördert die schnelle Sichtbarmachung von (Teil-)Resultaten, ein Prozess, der als Emergence bezeichnet wird und die Motivation der Teammitglieder steigert. Der Prozess gliedert sich in drei zentrale Elemente: 'Speculate' (Hypothetisieren und Planen), 'Collaborate' (Umsetzen) und 'Learn' (Lernen und Auswerten). Diese Elemente ermöglichen iterative Anpassungen und fördern eine flexible, output-orientierte Entwicklung, die sich an den sich ändernden Anforderungen des Marktes orientiert.adaptive-software-developmentAgile, Scrum
AirdropTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Airdrop bezeichnet die kostenlose Verteilung von Kryptowährungen an eine definierte Nutzergruppe, häufig zur Förderung von Blockchain-Projekten. Beispiele sind Willkommensgeschenke bei der Registrierung auf Krypto-Börsen oder Belohnungen für die Teilnahme an Initial Coin Offerings (ICOs). Airdrops können auch durch soziale Medien oder Content-Sharing initiiert werden, um die Sichtbarkeit eines Projekts zu erhöhen.airdropICOs, Token, ICO, Community-Building
AltcoinsTechnology, Coding & Nerd-StuffAlternative KryptowährungenAltcoins sind Kryptowährungen, die nicht Bitcoin sind, und umfassen beispielsweise Ethereum, Ripple und Dogecoin. Diese digitalen Währungen bieten oft spezifische Funktionen, wie Smart Contracts bei Ethereum oder geringeren Ressourcenverbrauch beim Mining. Altcoins können in verschiedenen Marktphasen an Bedeutung gewinnen, insbesondere während einer Altcoin-Saison, in der der Bitcoin-Kurs fällt und viele Altcoins an Wert gewinnen.altcoinsICOs, Initial Coin Offerings, Stablecoins
Application Programming InterfaceAPITechnology, Coding & Nerd-StuffProgrammierschnittstelleAPI (Application Programming Interface) bezeichnet eine Programmierschnittstelle, die den Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, ohne dass neuer Code geschrieben werden muss. Ein Beispiel ist die Integration von Zahlungsdiensten wie PayPal in einen eCommerce-Shop. APIs sind entscheidend für die Interoperabilität von Software und fördern Innovationen. Startups wie Zapier spezialisieren sich auf die Verbindung unterschiedlicher Anwendungen, indem sie benutzerfreundliche Schnittstellen bieten.application-programming-interfaceeCommerce, Webhooks, SDKs, Software Development Kits
ArrayTechnology, Coding & Nerd-StuffDatenreiheEin Array ist eine strukturierte Sammlung von Elementen, Werten oder Daten, die typischerweise einem einzelnen Parameter zugeordnet sind und flexibel erweitert werden können. In der Programmierung werden Arrays häufig verwendet, um Daten effizient zu speichern und zu verwalten, beispielsweise in der Entwicklung von Softwareanwendungen. Ein Beispiel ist ein Array von Kundendaten, das Namen, Adressen und Bestellhistorien speichert.array
Artificial IntelligenceAITechnology, Coding & Nerd-StuffKünstliche IntelligenzKIKünstliche Intelligenz (KI) bezeichnet einen interdisziplinären Forschungsbereich, der die Entwicklung autonom agierender Computersysteme umfasst, die menschliche kognitive Prozesse simulieren. Zu den zentralen Fähigkeiten zählen maschinelles Lernen, natürliche Sprachverarbeitung und Mustererkennung. Beispiele für Anwendungen sind Gesichtserkennung in Sicherheitslösungen, autonome Fahrzeuge in der Mobilitätsbranche sowie Chatbots im Kundenservice. KI ist eng verwandt mit Begriffen wie Machine Learning, Deep Learning und Big Data, die jeweils spezifische Aspekte der Datenverarbeitung und -analyse behandeln.artificial-intelligenceMachine Learning, Deep Learning, Big Data
BackdoorTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Eine Backdoor (dt. Hintertür) ist ein Sicherheitsrisiko, das es Angreifern ermöglicht, unautorisierten Fernzugriff auf Systeme oder Datenbanken zu erlangen, nachdem eine Website kompromittiert wurde. Diese Hintertüren umgehen reguläre Sicherheitsprotokolle und können durch Malware, Hacking oder Phishing-Aktivitäten installiert werden. Ein Beispiel ist der Einsatz von Trojanern, die im Hintergrund agieren, um Zugang zu sensiblen Informationen zu erhalten.backdoorMalware, Phishing, Cybersecurity
Big DataTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Big Data bezeichnet den computergestützten Umgang mit extrem großen und komplexen Datenmengen, die herkömmliche Datenverarbeitungssysteme überfordern. Beispiele hierfür sind die Analyse von Finanzmarktdaten zur Vorhersage von Aktienkursen, die Auswertung von Patientendaten zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung oder meteorologische Vorhersagen. Big Data umfasst sowohl strukturierte Daten, wie sie in relationalen Datenbanken vorliegen, als auch unstrukturierte Daten, wie Texte, Bilder und Videos. Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning sind entscheidend für die Verarbeitung und Analyse dieser Datenmengen und ermöglichen wertvolle Erkenntnisse in verschiedenen Branchen.big-dataMachine Learning
BreadcrumbsTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Breadcrumbs (dt. Brotkrümel) sind Navigationshilfen auf Webseiten, die es Nutzern ermöglichen, ihren Standort innerhalb der Seitenhierarchie zu erkennen und einfach zu navigieren. Sie funktionieren unabhängig von Hauptmenüs und bestehen häufig aus einer Reihe von Links, die durch Trennzeichen wie Pfeile oder Symbole voneinander abgegrenzt sind. Ein Beispiel ist die Darstellung „Startseite > Kategorie > Unterkategorie“, die den Nutzern hilft, schnell zur Startseite zurückzukehren.breadcrumbsUser Experience (UX)
Bubble SortTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Bubble Sort bezeichnet einen einfachen Sortieralgorithmus, bei dem benachbarte Elemente einer Zahlenreihe wiederholt verglichen und vertauscht werden, um die gesamte Reihe in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge anzuordnen. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis keine weiteren Vertauschungen mehr notwendig sind. Ein Beispiel ist die Sortierung der Zahlen 5, 3, 8, 4, wobei 5 und 3 vertauscht werden, gefolgt von weiteren Vergleichen. Bubble Sort ist ineffizient im Vergleich zu anderen Algorithmen wie Quick Sort oder Merge Sort, wird jedoch häufig in Lehrkontexten verwendet, um grundlegende Sortierkonzepte zu vermitteln.bubble-sortQuick Sort, Merge Sort
Bucket SortTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Bucket Sort ist ein vergleichender Sortieralgorithmus, der Elemente in sogenannte Buckets (Eimer) oder Bins (Behälter) verteilt. Anschließend wird ein weiterer Algorithmus, häufig Insertion Sort oder Quick Sort, verwendet, um die Inhalte der einzelnen Buckets zu sortieren. Beispielsweise könnte ein Bucket für Werte zwischen 0 und 10 und ein anderer für Werte zwischen 10 und 20 erstellt werden. Nach der Sortierung werden die Buckets zusammengefügt, um das endgültige, sortierte Array zu erhalten.bucket-sortBucket, Bins, Insertion Sort, Quick Sort, Array
C (Programmiersprache)Technology, Coding & Nerd-Stuff-C ist eine universelle und weit verbreitete Programmiersprache, die in den frühen 1970er-Jahren entwickelt wurde. Sie basiert auf imperativen und chronologischen Prozeduren, wobei der Quellcode zeitlich aufeinanderfolgende 'Befehle' enthält. C wird nicht nur als Programmiersprache, sondern auch als Systemsprache verwendet, insbesondere in Unix-Systemen. Ihre Weiterentwicklungen, wie C# und C++, finden Anwendung in der Softwareentwicklung und im Bereich der Systemprogrammierung. Programmiersprachen wie Java, JavaScript und PHP orientieren sich an der Grundstruktur von C, was deren Verbreitung und Relevanz in der modernen Softwareentwicklung unterstreicht.c-programmierspracheC#, C++, Java, JavaScript, PHP, Unix
CacheTechnology, Coding & Nerd-StuffPufferspeicherCache bezeichnet im Hardware-Bereich einen speziellen Speicher, der als temporärer Pufferspeicher fungiert und die Datenverarbeitungsgeschwindigkeit erhöht. Er ist schneller als der normale Arbeitsspeicher (RAM), jedoch mit geringerer Kapazität. Im Software-Bereich bezieht sich Cache auf den Speicher, in dem häufig benötigte Daten, wie z. B. Cookies oder Bilder von Webseiten, abgelegt werden. Dies ermöglicht eine schnellere Datenverarbeitung und verbessert die Benutzererfahrung.cacheRAM, Cookies
Canonical TagTechnology, Coding & Nerd-StuffKanonischer LinkEin Canonical Tag ist ein HTML-Element, das verwendet wird, um Suchmaschinen die bevorzugte Version einer Webseite anzugeben, insbesondere bei Duplicate Content. Beispielsweise können Produktseiten für unterschiedliche Varianten (z. B. Größe, Farbe) identische Beschreibungen aufweisen. Der Canonical Tag hilft, die originale Quelle dieser Inhalte zu kennzeichnen, sodass Suchmaschinen wie Google die relevanten Seiten korrekt indexieren. Dies optimiert die Sichtbarkeit in Suchergebnissen und verhindert, dass mehrere Seiten mit identischen Inhalten konkurrieren.canonical-tagHTML, Duplicate Content, SEO
CAPTCHATechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers & Humans Apart) ist ein Sicherheitsmechanismus, der dazu dient, zwischen menschlichen Nutzern und automatisierten Programmen, wie Webcrawlern oder Bots, zu unterscheiden. Der Nutzer wird aufgefordert, Aufgaben zu lösen, beispielsweise verzerrten Text zu erkennen oder spezifische Bilder auszuwählen. Diese Aufgaben sind für Menschen intuitiv, während sie für Computer eine Herausforderung darstellen. CAPTCHAs sind entscheidend zur Verhinderung von Missbrauch und Spam auf Webseiten, indem sie automatisierte Zugriffe effektiv blockieren.captcha
Clean CodeTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Clean Code bezieht sich auf Prinzipien der Software-Programmierung, die im Buch von Robert Cecil Martin definiert sind. Es umfasst nicht nur lesbaren, änderbaren und wartungsfähigen Code, sondern auch begleitende Dokumentationen und Konzepte, die zur Erstellung eines sauberen Codes beitragen. Ein Beispiel für Clean Code ist die Verwendung klarer Benennungen für Variablen und Funktionen, die die Lesbarkeit erhöhen. Im Gegensatz dazu steht „Spaghetti-Code“, der unstrukturiert und schwer wartbar ist. Die Anwendung von Clean Code-Prinzipien reduziert langfristig Fehleranfälligkeit und Wartungsaufwand, was für Startups entscheidend ist, um Ressourcen effizient zu nutzen.clean-code
Cloud ComputingTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Servern, Speicher, Datenbanken, Netzwerken, Software und Analysefunktionen über das Internet, auch bekannt als "die Cloud". Diese Technologie ermöglicht es Nutzern, auf Ressourcen zuzugreifen, ohne eigene physische Infrastruktur zu benötigen, was Flexibilität, Skalierbarkeit und Kosteneffizienz erhöht. Beispiele sind Amazon Web Services (AWS) für IaaS, Google App Engine für PaaS und Microsoft 365 für SaaS. Nahe verwandte Begriffe sind Virtualisierung, Big Data und Internet of Things (IoT), die alle von Cloud Computing profitieren.cloud-computing
CompilerTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein Compiler ist ein Software-Programm, das Quellcode aus Hochsprachen wie C++ oder Java in ausführbare Maschinenbefehle übersetzt. Der resultierende Code ist binär und besteht aus 0/1-Zeichenketten, die von Hardware-Prozessoren interpretiert werden können. Compiler sind entscheidend für die Entwicklung komplexer Anwendungen, da sie es Programmierern ermöglichen, in einer verständlicheren Sprache zu arbeiten, bevor die Software auf spezifische Hardware, wie in Embedded Systems oder Robotik, angepasst wird.compilerC++, Java, Embedded Systems, Interpreter, Assemblers
Content Management SystemCMSTechnology, Coding & Nerd-StuffRedaktionssystemEin Content Management System (CMS) ist eine Softwarelösung, die es Benutzern ermöglicht, digitale Inhalte wie Texte, Bilder und Videos effizient zu erstellen, zu verwalten und zu veröffentlichen. CMS bestehen typischerweise aus einer Datenbank und einer Benutzeroberfläche, die sowohl einfache als auch komplexe Bearbeitungswerkzeuge bietet. Beispiele für weit verbreitete CMS sind WordPress, Joomla und Shopify, die unterschiedliche Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten bieten. Nutzer können spezifische Berechtigungen erhalten, etwa für die Erstellung oder Löschung von Inhalten, was die Zusammenarbeit innerhalb von Teams fördert.content-management-systemDigital Asset Management
Cookie DroppingTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Cookie Dropping, auch bekannt als Cookie Stuffing, bezeichnet eine unethische Methode im Affiliate-Marketing, bei der ein Nutzer einer Website, beispielsweise eines Blogs, unrechtmäßig Cookies von Drittanbietern erhält. Diese Cookies stammen oft von kommerziellen Seiten, die nicht mit dem ursprünglichen Inhalt der Website in Verbindung stehen. Ein Beispiel wäre, wenn ein Blog-Besucher durch einen Link auf einen Produktanbieter gelangt und dabei unbemerkt Cookies von anderen Anbietern erhält. Bei späteren Aktionen, wie dem Abonnieren eines Newsletters oder dem Kauf eines Produkts, erhält der Cookie Stuffer eine Provision über ein Affiliate-Netzwerk, ohne dass eine tatsächliche Werbung für die Produkte erfolgt ist. Diese Praxis steht im Gegensatz zu legitimen Affiliate-Strategien, die auf Transparenz und relevanter Werbung basieren.cookie-droppingCookie Stuffing
CrawlerTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein Crawler ist ein automatisiertes Programm, das das Internet systematisch nach Inhalten durchsucht, Webseiteninhalte ausliest und indexiert. Crawler sind essenziell für die Funktion von Suchmaschinen wie Google, da sie relevante Ergebnisse für Suchanfragen generieren. Neben der Indexierung grundlegender Inhalte sammeln Crawler auch spezifische Daten, wie E-Mail-Adressen oder Informationen aus Datenbanken. Während die meisten Webseiten Crawler zulassen, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, können spezielle Tools eingesetzt werden, um zwischen vertrauenswürdigen und schädlichen Crawlern zu unterscheiden.crawlerWeb Scraping, SEO
CRUDTechnology, Coding & Nerd-Stuff-CRUD ist ein Akronym, das die vier grundlegenden Operationen beschreibt, die bei der Verwaltung von persistenten Datenspeichern verwendet werden: 'Create' (Datensatz anlegen), 'Read' (Datensatz lesen), 'Update' (Datensatz aktualisieren) und 'Delete' (Datensatz löschen). Diese Operationen sind essenziell für Datenbankmanagementsysteme (DBMS) und werden häufig über grafische Benutzeroberflächen (GUIs) oder Persistenzschichten implementiert. Beispielsweise ermöglicht ein E-Commerce-System das Erstellen neuer Produkte (Create), das Abrufen von Bestellungen (Read), das Aktualisieren von Lagerbeständen (Update) und das Löschen veralteter Einträge (Delete).crudDBMS, GUIs, E-Commerce, API, Application Programming Interface, ORM, Object-Relational Mapping
Data MiningDMTechnology, Coding & Nerd-StuffDatengewinnung/DatensammlungData Mining ist ein systematischer Prozess, der häufig durch Machine Learning unterstützt wird, um Muster aus umfangreichen, zunächst ungeordneten Daten zu extrahieren. Beispiele hierfür sind die Analyse von Logistik- oder Produktionsdaten, um Effizienzsteigerungen zu identifizieren. Zu den Methoden zählen Klassifikation, Clustering und die Erkennung von Wechselwirkungen, die aus Informatik, Mathematik und Statistik stammen. Im Gegensatz zu Big Data, das allgemein große Datenmengen beschreibt, bezieht sich Data Mining auf spezifische Techniken, wie sie Banken zur Risikoanalyse nutzen.data-miningMachine Learning, Big Data, Predictive Analytics, Data Warehousing
Decentral ApplicationDAppTechnology, Coding & Nerd-StuffDezentrale AnwendungDezentrale Anwendungen (DApps) sind Softwarelösungen, die auf Blockchain-Technologie basieren und in einem Peer-to-Peer-Netzwerk operieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anwendungen, die auf zentralen Servern laufen, verteilen DApps Daten über zahlreiche Knotenpunkte, was die Sicherheit erhöht und Datenmanipulation erschwert. Beispiele sind Ethereum-basierte Spiele wie CryptoKitties oder dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) wie Uniswap. DApps nutzen oft eigene Kryptowährungen, um Nutzer für ihre Interaktionen zu belohnen, was die Nutzerbindung fördert.decentral-applicationBlockchain, Peer-to-Peer, Ethereum, DeFi, Smart Contracts, Tokenomics
Decentralized FinanceTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Dezentrale Finanzen (DeFi) bezeichnen Blockchain-basierte Finanzplattformen und -transaktionen, die auf (Peer) Smart Contracts basieren und nicht auf traditionellen Coins. Beispiele sind Plattformen wie Aave oder Compound, die Hypotheken und Kredite ohne zentrale Autorität ermöglichen. DeFi-Marktplätze bieten schnellere, transparentere und unabhängige Alternativen zu klassischen Finanzinstitutionen, jedoch ohne Betrugsschutz oder Einlagensicherung.decentralized-financeSmart Contracts
LedgerTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein Ledger ist ein (elektronisches) Handelsregister, das zur Protokollierung von Transaktionen dient, wie es Banken für Wertpapiergeschäfte verwenden. Ein Decentralized oder Distributed Ledger hingegen ist eine spezielle Form der Aufzeichnungstechnik innerhalb einer Blockchain, bei der Transaktionen über ein dezentralisiertes Netzwerk verteilt und archiviert werden. Beispiele hierfür sind Bitcoin und Ethereum, die beide Distributed Ledgers nutzen.ledgerBlockchain, Bitcoin, Ethereum, Smart Contracts
DomainTechnology, Coding & Nerd-Stuff(Internet-)DomäneEine Domain ist ein namensbasierter Teil einer Internet-Adresse, der einen spezifischen Anbieter von Inhalten, wie beispielsweise eine Nachrichtenplattform oder einen Online-Händler, identifiziert. Sie dient als eindeutige Adresse für Websites, E-Mail-Server und andere Internetdienste. Eine Domain besteht aus mehreren Komponenten: 1. Top-Level-Domain (TLD): Die höchste Ebene der Domain-Hierarchie, wie . com, . de oder . org. 2. Second-Level-Domain (SLD): Der Name oder die Marke, z. B. „Google“ oder „Amazon“. 3. Subdomains: Zusätzliche Teile, die spezifische Bereiche der Website kennzeichnen, wie „shop. amazon. com“. Die Domain ist eng mit dem Domain Name System (DNS) verbunden, welches Domains in IP-Adressen übersetzt.domain
Domain Name SystemDNSTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Das Domain Name System (DNS) ist ein fundamentales Element der Internetarchitektur, das es Computern und Geräten ermöglicht, auf Websites und Online-Ressourcen zuzugreifen. Es übersetzt Domainnamen, wie z. B. "Amazon. com", in IP-Adressen (z. B. 192. 158. 1. 38), die für die Kommunikation im Internet erforderlich sind. Bei der Eingabe einer URL in einen Webbrowser sendet der Computer eine Anfrage an einen globalen DNS-Server, der die zugehörige IP-Adresse bereitstellt. Nach der Antwort des DNS-Servers kann der Computer die Verbindung zur gewünschten Ressource herstellen. Das DNS vereinfacht den Zugriff auf das Internet erheblich und ist eng verbunden mit Begriffen wie Webhosting und URL.domain-name-system
Don’t Repeat YourselfDRYTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Don’t Repeat Yourself (DRY), auch bekannt als 'Once & Only Once' (dt. 'einmal und nur einmal'), ist ein fundamentales Clean-Code-Prinzip in der Software-Entwicklung. Es besagt, dass Code-Elemente nur einmal definiert und durch Referenzen genutzt werden sollten. Dies minimiert Redundanz und erleichtert Wartung. Beispielsweise kann eine Funktion zur Berechnung von Steuern an mehreren Stellen im Code aufgerufen werden, ohne sie mehrfach zu implementieren.don-t-repeat-yourself
FaviconTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein Favicon ist ein kleines Symbol oder Logo, das von Internetbrowsern verwendet wird, um eine Website visuell zu kennzeichnen. Es erscheint auf Browser-Tabs, im Verlauf und in Lesezeichenlisten. Typischerweise repräsentiert es das Unternehmenslogo, was zur Markenidentität beiträgt. Beispiele sind das Favicon von Google, das ein stilisiertes "G" zeigt, oder das von Facebook, das ein stilisiertes "F" ist.faviconBranding, User Experience
SpamTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Spam, auch bekannt als Spamming, bezeichnet die massenhafte Verbreitung unerwünschter E-Mails oder Inhalte im Internet. Ein typisches Beispiel ist der Spam-Blog (Splog), der keine originären Inhalte bietet, sondern fremde Texte und Hyperlinks verwendet, um Traffic und potenzielle Affiliate-Einnahmen zu generieren. In der Vergangenheit konnten solche Seiten hohe Platzierungen in Suchmaschinen erreichen, ohne qualitativ hochwertige Inhalte bereitzustellen. Im Gegensatz dazu steht das Blog-Spamming, bei dem Bots gezielt (Affiliate-)Hyperlinks in Kommentarbereichen seriöser Blogs platzieren. Forum-Spamming umfasst massenhafte, oft irrelevante Kommentare in Online-Foren, die häufig Werbung für Produkte wie Diätpillen enthalten. Der Begriff 'Spam' stammt ursprünglich aus einem Monty-Python-Sketch, in dem das Wort wiederholt wird, was die Überflutung mit unerwünschten Inhalten symbolisiert.spam
General LedgerTechnology, Coding & Nerd-StuffHauptbuchDas Hauptbuch, im Englischen als General Ledger bekannt, ist ein zentrales Element in der Blockchain-Technologie. Es speichert sämtliche Finanztransaktionen und gewährleistet deren Transparenz, Eindeutigkeit sowie Fälschungssicherheit. Im Gegensatz zu traditionellen Hauptbüchern, die zentralisiert in Banken geführt werden, ist das Hauptbuch einer Blockchain dezentralisiert und auf zahlreichen privaten Rechnern gespeichert. Dies fördert die Unabhängigkeit von zentralen Instanzen. Es dient auch als Grundlage für Audits und Analysen.general-ledgerSmart Contracts, Distributed Ledger Technology (DLT)
General Public LicenseGPLTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Die General Public License (GPL) ist eine der prominentesten Open-Source-Lizenzierungen, die insbesondere in der Softwareentwicklung Anwendung findet. Sie ermöglicht es Nutzern, Software frei zu verwenden, zu modifizieren und zu verbreiten. Ein zentrales Beispiel ist das Betriebssystem Linux, das unter der GPL lizenziert ist. Die Lizenz fordert die Bereitstellung des Quellcodes, was Transparenz und Anpassungsfähigkeit fördert. Wichtige Nachbarbegriffe sind „Open Source“, das die zugrunde liegende Philosophie beschreibt, sowie „Copyleft“, das sicherstellt, dass abgeleitete Werke ebenfalls unter der GPL stehen. Die GPL schließt Haftungsausschlüsse ein, um Autoren vor rechtlichen Ansprüchen zu schützen.general-public-licenseLinux
GitHubTechnology, Coding & Nerd-Stuff-GitHub ist eine weit verbreitete Plattform zur Verwaltung und Veröffentlichung von Softwareprojekten, die insbesondere in der Startup-Szene von Bedeutung ist. Sie ermöglicht Entwicklern, ihren Code sicher zu speichern, zu versionieren und zu teilen, und fördert die Zusammenarbeit durch Funktionen wie Pull-Requests und Code-Reviews. GitHub basiert auf dem Versionskontrollsystem Git, das eine präzise Nachverfolgung von Änderungen ermöglicht. Neben dem Ticket-System für Bug-Reports und dem Wiki-System zur Dokumentation bietet GitHub Integrationen mit Tools wie Continuous Integration (CI) und Continuous Deployment (CD), die den Entwicklungsprozess optimieren.githubPull-Requests, Code-Reviews, Git, Bug-Reports, Wiki-System, Continuous Integration (CI), Continuous Deployment (CD)
Graphical User InterfaceGUITechnology, Coding & Nerd-StuffGrafische BenutzeroberflächeEine Graphical User Interface (GUI) ist eine visuelle Benutzeroberfläche, die es Anwendern ermöglicht, mit Software, Anwendungen oder Betriebssystemen zu interagieren. GUIs variieren von einfachen Displays, wie bei mobilen Apps, bis hin zu komplexen Touch-Displays in modernen Betriebssystemen. Sie fördern die Benutzerfreundlichkeit, indem sie grafische Elemente wie Buttons und Menüs nutzen, was die Interaktion intuitiver gestaltet als textbasierte Kommandozeilen.graphical-user-interface
HackathonTechnology, Coding & Nerd-StuffProgrammiermarathonEin Hackathon ist ein von Dritten organisiertes Event, bei dem Entwickler, Designer und oft auch Projektmanager zusammenkommen, um innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens, typischerweise 24 bis 48 Stunden, an innovativen Lösungen zu arbeiten. Beispiele sind die Entwicklung von Prototypen für Apps zur Müllvermeidung oder zur Verbesserung der Nutzererfahrung in bestehenden Softwarelösungen. Die Veranstaltung fördert Kreativität und Teamarbeit und kann auch als Plattform für Networking dienen. In der Startup-Szene sind Hackathons häufig, um talentierte Entwickler zu gewinnen, was jedoch zu einer Sättigung des Marktes führt.hackathon
Blockchain-TechnologieTechnology, Coding & Nerd-Stuff-In der Blockchain-Technologie beziehen sich 'Forks' auf Änderungen des Protokolls, das die Regeln für die Datenübertragung in einer Blockchain festlegt. Eine Hard Fork ist eine umfassende, nicht rückwärtskompatible Änderung, die dazu führen kann, dass Knoten, die das neue Protokoll nicht unterstützen, die Blockchain nicht mehr nutzen können. Ein Beispiel hierfür ist die Abspaltung von Bitcoin Cash von Bitcoin im Jahr 2017. Im Gegensatz dazu ermöglicht eine Soft Fork, dass Knoten, die das alte Protokoll verwenden, weiterhin Teil der Blockchain bleiben, wie bei der Segregated Witness (SegWit) Implementierung.blockchain-technologieHard Fork, Bitcoin Cash, Bitcoin, Soft Fork, Segregated Witness, SegWit, Smart Contracts
Hash-FunktionTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Eine Hash-Funktion ist eine mathematische Funktion, die eine Eingabe, häufig eine Zeichenkette, in eine feste Länge und eindeutige Ausgabe, den sogenannten Hash-Wert oder 'Digest', umwandelt. Eine effektive Hash-Funktion ist deterministisch, was bedeutet, dass sie für dieselbe Eingabe stets den gleichen Hash-Wert liefert, und eindeutig, sodass unterschiedliche Eingaben unterschiedliche Hash-Werte erzeugen. Zudem sollte sie empfindlich auf kleine Änderungen in der Eingabe reagieren, um Sicherheitsrisiken, wie Hacking-Versuche, zu minimieren. Anwendungsbeispiele im Startup- und IT-Bereich umfassen digitale Signaturen, Datenintegritätsprüfungen, die sichere Speicherung von Passwörtern sowie Blockchain-Technologien.hash-funktionDigest, IT, Blockchain
Hidden divTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Hidden Div ist ein HTML-Element in der Webentwicklung, dessen Sichtbarkeit für Endnutzer deaktiviert ist, während es für spezifische Funktionen zugänglich bleibt. Beispiele umfassen temporäre Speicher für Informationen, die für spätere Verarbeitung benötigt werden, oder Inhalte, die unter bestimmten Bedingungen angezeigt werden, etwa bei einem Klick auf einen Button oder in einer Lightbox.hidden-div
HodlTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Hodl bezeichnet eine langfristige Anlagestrategie im Kryptowährungsmarkt, insbesondere bei Bitcoin. Der Begriff entstand aus einem Schreibfehler in einem Forum, als ein Nutzer während eines Kursverfalls "I am hodling" statt "I am holding" schrieb. Diese Strategie ermutigt Anleger, ihre Bitcoins trotz erheblicher Preisschwankungen zu behalten, anstatt sie in Panik zu verkaufen. Hodl ist eng verbunden mit Begriffen wie "FOMO" (Fear of Missing Out) und "FUD" (Fear, Uncertainty, Doubt), die das Verhalten von Investoren beeinflussen können.hodl
HoneypotTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Der Begriff Honeypot (dt. Honigtopf) bezeichnet im IT-Kontext ein gezielt gestaltetes, anziehendes Ziel, das scheinbar unzureichend gesichert ist und Hacker anlockt. Ziel ist es, Informationen über Angreifer zu sammeln oder deren Aufmerksamkeit von wertvolleren Zielen abzulenken. Ein Beispiel ist ein gefälschtes Server-System, das sensible Daten simuliert. Wenn mehrere Honeypots vernetzt sind, spricht man von einem Honeynet, das eine umfassendere Analyse von Angriffsmustern ermöglicht.honeypotHoneynet, Intrusion Detection Systems, IDS, Cyber Threat Intelligence, CTI
PHPTechnology, Coding & Nerd-Stuff-PHP (Hypertext Preprocessor) ist eine weit verbreitete, serverseitige Skriptsprache, die vorrangig zur Entwicklung dynamischer Webseiten und Webanwendungen eingesetzt wird. Sie ermöglicht die Interaktion mit Datenbanken, wie MySQL oder PostgreSQL, die Verarbeitung von Formularen und die Verwaltung von Cookies und Sessions. PHP-Skripte werden auf dem Server ausgeführt und generieren HTML-Code, der an den Browser des Nutzers gesendet wird. Beispiele für Anwendungen sind Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress oder E-Commerce-Plattformen wie Magento.phpMySQL, PostgreSQL, HTML, CSS, JavaScript
HTTP/HTTPSTechnology, Coding & Nerd-Stuff-HTTP (Hypertext Transfer Protocol) und HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) sind essentielle Protokolle für die Datenübertragung im World Wide Web. HTTP ermöglicht den Austausch von Inhalten wie Texten, Bildern und Videos, während HTTPS eine sichere Variante darstellt, die durch SSL-Verschlüsselung (Secure Sockets Layer) geschützt ist. Beispielsweise wird HTTPS häufig bei Online-Banking und E-Commerce-Websites verwendet, um sensible Zahlungsinformationen zu sichern.http-httpsSSL, TCP/IP, Webserver, Browser, E-Commerce
Insertion SortTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Insertion Sort ist ein einfacher, aber effektiver Sortieralgorithmus, der zwei Teil-Arrays verwaltet: ein sortiertes und ein unsortiertes. Bei jedem Schritt wird ein Element aus dem unsortierten Array ausgewählt und an die korrekte Position im sortierten Array eingefügt. Dies ähnelt dem Sortieren von Rommé-Karten in der Hand. Insertion Sort ist besonders nützlich für kleine Datenmengen oder fast sortierte Arrays, da er eine durchschnittliche Zeitkomplexität von O(n²) aufweist. Vergleichbare Algorithmen sind Bubble Sort und Selection Sort, die ebenfalls grundlegende Sortiermethoden darstellen.insertion-sortO(n²)
Internet of ThingsIoTTechnology, Coding & Nerd-StuffInternet der DingeDas Internet der Dinge (IoT) bezeichnet ein Netzwerk physischer Geräte, Fahrzeuge, Häuser und weiterer Objekte, die mit Sensoren und Technologien ausgestattet sind, um Daten zu sammeln und zu übertragen. Diese Geräte kommunizieren über das Internet und teilen Informationen mit anderen Geräten und Anwendungen. Beispiele sind Smart-Home-Technologien, die Energieeffizienz verbessern, und vernetzte Gesundheitsgeräte, die Patientenüberwachung ermöglichen. 0, das die digitale Transformation in der Fertigung beschreibt, und Big Data, das die Analyse großer Datenmengen umfasst.internet-of-things
Internet ProtocolIPTechnology, Coding & Nerd-StuffInternetprotokollIPDas Internet Protocol (IP) ist ein fundamentales Netzwerkprotokoll, das für die Übertragung von Daten im Internet sowie in privaten Unternehmensnetzwerken verwendet wird. Es regelt, wie Datenpakete zwischen Computern über das Internet gesendet werden. Jeder Computer erhält eine eindeutige IP-Adresse, bestehend aus Zahlen von 1 bis 255 (z. B. 192. 168. 0. 1). Neben der IP-Adresse ermöglicht das Domain Name System (DNS) die Nutzung von benutzerfreundlichen Domain-Namen wie amazon. com, die in IP-Adressen umgewandelt werden. IP ist eng verbunden mit den Begriffen TCP (Transmission Control Protocol) und UDP (User Datagram Protocol), die verschiedene Übertragungsmethoden bieten.internet-protocol
JavaTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Java ist eine objektorientierte, plattformunabhängige Programmiersprache, die für ihre Sicherheit und Automatisierung geschätzt wird. Sie findet Anwendung in Webanwendungen, mobilen Apps (z. B. Android) und Unternehmenssoftware. Mit starken Netzwerkfähigkeiten und einer umfangreichen Standardbibliothek ermöglicht Java die Entwicklung komplexer Systeme. Die automatische Speicherverwaltung (Garbage Collection) optimiert die Ressourcennutzung.javaAndroid, JDK, JVM
JavaScriptTechnology, Coding & Nerd-Stuff-JavaScript ist eine dynamische, skriptbasierte Programmiersprache, die primär für die Client-seitige Webentwicklung eingesetzt wird. Sie ermöglicht Interaktivität und Animation von Websites, wodurch Benutzererfahrungen verbessert werden. Als integraler Bestandteil von HTML und CSS ermöglicht JavaScript die Manipulation des Document Object Model (DOM) und die Erstellung von reaktiven Benutzeroberflächen. Beispiele für JavaScript-Frameworks sind React und Angular, die die Entwicklung komplexer Webanwendungen erleichtern. JavaScript läuft direkt im Browser, was eine schnelle Entwicklung ohne Compiler oder spezielle Entwicklungsumgebungen ermöglicht.javascript
JiraTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Jira ist eine leistungsstarke, cloudbasierte Projektmanagement-Software, die insbesondere für die Verwaltung von Softwareentwicklungsprojekten konzipiert wurde. Sie ermöglicht die effiziente Organisation von Aufgaben durch Funktionen wie Kanban-Boards und Scrum-Backlogs. Neben dem Aufgabenmanagement bietet Jira Zeitverfolgung, Projekt- und Ressourcenplanung sowie umfassende Dashboards und Berichte. Integration mit Tools wie Confluence und Bitbucket verbessert die Zusammenarbeit.jiraKanban, Scrum, Agile, Confluence, Bitbucket
KotlinTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Kotlin ist eine moderne Programmiersprache, die speziell für die Entwicklung von Anwendungen auf der Java-Plattform und dem Android-Betriebssystem konzipiert wurde. Sie zeichnet sich durch fortschrittliche Funktionen wie Null-Sicherheit, Funktionsausdrücke, Extension-Methoden und starke Typisierung aus, die Entwicklern helfen, sicheren und effizienten Code zu schreiben. Kotlin wird häufig in Kombination mit Java verwendet, um die Entwicklung zu optimieren.kotlin
Lazy MintTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Lazy Mint, oder Lazy Minting, bezeichnet eine innovative Methode im Bereich der blockchain-basierten Non-Fungible Tokens (NFTs), bei der die Prägung von NFTs erst erfolgt, wenn ein Verkauf oder eine Nutzung stattfindet. Im Gegensatz zur traditionellen Prägung, bei der NFTs im Voraus erstellt werden, optimiert Lazy Minting die Effizienz und Skalierbarkeit der NFT-Verwaltung. Ein Beispiel ist die Plattform OpenSea, die es Nutzern ermöglicht, NFTs nur bei Bedarf zu minten. Diese Methode reduziert die Ausgabekosten und verbessert die Kontrolle über die Verfügbarkeit von NFTs, was für Gründer im digitalen Kunst- und Sammlermarkt von Bedeutung ist.lazy-mintNFTs
Machine LearningMLTechnology, Coding & Nerd-StuffMaschinelles LernenMLMaschinelles Lernen ist ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz, der es Computeralgorithmen ermöglicht, eigenständig zu lernen und Vorhersagen zu treffen, ohne explizite Programmierung. Algorithmen analysieren große Datenmengen, um Muster zu erkennen und sich an neue Situationen anzupassen. Die drei Haupttypen sind 'Supervised Learning', bei dem Algorithmen mit bekannten Daten trainiert werden; 'Unsupervised Learning', wo Muster ohne Anleitung identifiziert werden; und 'Reinforcement Learning', das auf Belohnungen basiert. Beispiele sind Empfehlungsalgorithmen in Streaming-Diensten und Bildklassifizierung in der medizinischen Diagnostik.machine-learning
MATLABTechnology, Coding & Nerd-Stuff-MATLAB (Matrix Laboratory) ist eine spezialisierte Software-Umgebung für numerische Berechnungen, Datenanalyse und visuelle Darstellungen. Sie ermöglicht die Entwicklung eigener Funktionen und Tools sowie die Integration mit anderen Anwendungen und Programmiersprachen. MATLAB wird häufig in Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Physik, Finanzen und Life Sciences, wie der Bioinformatik, eingesetzt. Beispiele für benachbarte Begriffe sind Simulink, eine Erweiterung für Systemsimulation, und Python, eine Programmiersprache, die oft in Kombination mit MATLAB verwendet wird.matlabMatrix Laboratory, Simulink, Python
Meme CoinsTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Meme Coins, auch als Shit Coins bezeichnet, sind Kryptowährungen oder Token, die in der Regel keinen nachweisbaren Wert oder Nutzen besitzen. Sie werden häufig als Scherz oder aus Witz kreiert, um kurzfristige Gewinne zu erzielen, ohne eine praktische Anwendung oder ein spezifisches Problem zu adressieren. Beispiele sind Dogecoin und Shiba Inu, die ursprünglich als Parodien auf ernsthafte Kryptowährungen entstanden. Im Gegensatz zu Utility Tokens, die einen klaren Anwendungsfall haben, sind Meme Coins oft spekulativ und unterliegen hohen Preisschwankungen.meme-coinsUtility Tokens
Meta-TagTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Meta-Tags sind spezielle HTML-Tags, die im Quellcode einer Webseite eingebettet sind, um Informationen bereitzustellen, die nicht direkt auf der Seite sichtbar sind. Sie enthalten wichtige Daten wie Keywords, Inhaltsbeschreibungen und Autorinformationen, die von Suchmaschinen wie Google zur Bewertung der Relevanz einer Webseite für spezifische Suchanfragen genutzt werden. Beispiele sind der "description"-Tag, der eine kurze Zusammenfassung der Seite bietet, und der "robots"-Tag, der Suchmaschinenanweisungen zur Indexierung gibt.meta-tagSEO, SERP
NFTTechnology, Coding & Nerd-Stuff-NFT steht für Non-Fungible Token (nicht austauschbarer Token) und bezeichnet einen einzigartigen digitalen Token, dessen Einzigartigkeit durch Blockchain-Technologie gewährleistet ist. Beispiele sind digitale Kunstwerke, Musikstücke oder Sammlerstücke, die durch NFTs repräsentiert werden. NFTs ermöglichen den Besitztransfer und die Monetarisierung durch Weiterverkäufe, wobei Künstler an zukünftigen Verkäufen partizipieren können. Im Gegensatz zu fungiblen Tokens wie Kryptowährungen (z. B. Bitcoin) sind NFTs nicht austauschbar. Ihre Bewertung ist spekulativ, da sie keinen intrinsischen Wert besitzen und stark von Markttrends abhängen.nftNon-Fungible Token, Bitcoin
NodesTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Nodes sind zentrale Teilnehmer in einem Blockchain-Netzwerk, die eine vollständige Kopie der Blockchain auf ihren Systemen speichern. Diese Nodes übernehmen die Verantwortung für die Überprüfung und Validierung von Transaktionen, wodurch die Integrität und Sicherheit des Netzwerks gewährleistet wird. Beispielsweise agieren Miner als spezielle Nodes, die Transaktionen in Blöcken bündeln und diese zur Genehmigung an das Netzwerk übermitteln. Zudem sind Nodes für die Einhaltung von Konsensprotokollen wie Proof of Work oder Proof of Stake zuständig, die sicherstellen, dass alle Transaktionen den festgelegten Regeln entsprechen.nodesProof of Work, Proof of Stake
Not Your Keys, Not Your CoinsTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Der Ausdruck „Not Your Keys, Not Your Coins“ bezieht sich auf das Halten von Kryptowährungen in Wallets von Drittanbietern. In einem dezentralen Netzwerk wie der Blockchain ist die Sicherheit der eigenen Vermögenswerte nur gewährleistet, wenn der Besitz durch den eigenen privaten Schlüssel nachgewiesen werden kann. Beispielsweise können Nutzer, die Bitcoin auf einer Handelsplattform lagern, im Falle eines Hacks oder einer Insolvenz der Plattform ihre Coins verlieren. Dies verdeutlicht die Risiken des Vertrauens in Dritte. Die Empfehlung „Be Your Own Bank“ steht im Kontext dieser Problematik und ermutigt Nutzer, ihre eigenen Wallets zu verwalten, um die Kontrolle über ihre digitalen Vermögenswerte zu behalten.not-your-keys-not-your-coinsBlockchain, Bitcoin
Object-Oriented ProgrammingOOPTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Objektorientierte Programmierung (OOP) ist ein fundamentales Konzept in der Softwareentwicklung, das Programme als Sammlungen von Objekten strukturiert. Jedes Objekt hat spezifische Funktionen und kann unabhängig modifiziert werden. Vorteile der OOP umfassen Modularität, die sicherstellt, dass Änderungen an einem Objekt andere nicht beeinflussen; Wiederverwendbarkeit, die durch definierte Klassen ermöglicht wird; und Übersichtlichkeit, die durch logische Organisation der Daten gefördert wird. Erweiterbarkeit erfolgt durch Vererbung, während Abstraktion komplexe Systeme vereinfacht.object-oriented-programming
Open SourceTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Open Source bezeichnet das Prinzip, bei dem der Quellcode von Software-Produkten öffentlich zugänglich und modifizierbar ist. Nutzer können Software unter einer General Public License (GPL) herunterladen, anpassen und verbreiten. Beispiele hierfür sind Linux, Apache HTTP Server und MySQL. Die Motivation hinter Open Source liegt in der Demokratisierung des Software-Marktes und der Schaffung einer Alternative zu monopolistischen Anbietern. Zudem ermöglicht es Plattformanbietern, durch offene Entwicklung schnell Nutzer und Funktionen zu gewinnen.open-source
Page SpeedTechnology, Coding & Nerd-StuffLadegeschwindigkeit einer SeitePage Speed bezieht sich auf die Ladezeiten von Webseiten und ist entscheidend für die Bewertung der Relevanz durch Suchmaschinen, was sich direkt auf die Ranking-Positionen auswirkt. Die Page Speed wird durch die technische Effizienz des Codes, die Größe der Mediendateien (z. B. Bilder, Videos) und die Servergeschwindigkeit beeinflusst. Ein Beispiel für eine Optimierungsmaßnahme ist die Verwendung von komprimierten Bildformaten.page-speedSEO, User Experience
Pair ProgrammingTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Pair Programming ist eine agile Software-Entwicklungsmethode, bei der zwei Entwickler gemeinsam an einem Computer arbeiten, um Code zu erstellen. In der Regel übernimmt einer die Eingabe über die Tastatur, während der andere die Rolle des Beobachters und Feedbackgebers einnimmt. Diese Methode fördert die Fehlerkontrolle und ermöglicht eine schnellere Problemlösung durch den Austausch von Ideen. Ein Beispiel für Pair Programming ist die Nutzung in Scrum-Teams, wo Entwickler in kurzen Sprints zusammenarbeiten.pair-programming
PerlTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Perl ist eine vielseitige Programmiersprache, die in zahlreichen Anwendungsbereichen eingesetzt wird, darunter Textverarbeitung, Datenbankmanagement, Systemadministration und Webentwicklung. Ihre Flexibilität ermöglicht es Entwicklern, komplexe Aufgaben effizient zu lösen. Beispielsweise wird Perl häufig für die Automatisierung von Serveraufgaben oder die Verarbeitung großer Datenmengen verwendet. Die Sprache unterstützt reguläre Ausdrücke, die für die Mustererkennung in Texten entscheidend sind. Zudem bietet Perl eine umfangreiche Sammlung an Bibliotheken, wie CPAN, die Entwicklern helfen, spezifische Probleme zu adressieren.perl
PluginTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ein Plugin ist eine Software-Komponente eines Drittanbieters, die ein bestehendes System um spezifische Funktionen erweitert. Ein prominentes Beispiel ist das Content-Management-System WordPress, das in seiner Grundversion kostenlos ist, jedoch zahlreiche erweiterte Funktionen über kostenpflichtige Plugins bereitstellt. Diese Add-ons sind ohne das Basis-System nicht funktionsfähig, tragen jedoch zur Steigerung der Popularität des Systems bei, indem sie zusätzliche Nutzen bieten (vgl. Netzwerkeffekt). Weitere verwandte Begriffe sind API (Application Programming Interface) und Integrationen, die ebenfalls die Funktionalität von Software-Systemen erweitern.pluginAPI, Application Programming Interface
Privacy by DesignTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Privacy by Design ist ein Konzept, das Datenschutz von der ersten Phase der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung integriert. Es erfordert, dass Datenschutzrechte der Nutzer, wie das Recht auf Auskunft und Löschung, von Anfang an berücksichtigt werden. Beispielsweise implementieren Unternehmen wie Apple und Microsoft Datenschutzmaßnahmen in ihren Softwarelösungen, sodass persönliche Daten standardmäßig anonymisiert werden. Ziel ist es, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden zu fördern.privacy-by-design
Proof-of-BurnPoBTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Proof-of-Burn (PoB) ist ein Konsensalgorithmus in der Blockchain-Technologie, bei dem Benutzer eine bestimmte Menge an Kryptowährungen unwiderruflich vernichten, um Ressourcen oder Ansprüche innerhalb der Blockchain zu erwerben. Dieser Prozess dient als Nachweis des Engagements der Nutzer und fördert die Sicherheit des Netzwerks. Ein Beispiel für PoB ist die Blockchain von Counterparty, die diesen Mechanismus verwendet, um Token zu erstellen. PoB steht im Gegensatz zu Proof-of-Work (PoW) und Proof-of-Stake (PoS), die unterschiedliche Ansätze zur Validierung von Transaktionen verfolgen.proof-of-burnProof-of-Work, PoW, Proof-of-Stake, PoS, Counterparty
Proof-of-StakePoSTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Proof-of-Stake (PoS) ist ein Konsensalgorithmus in der Blockchain-Technologie, bei dem Benutzer ihre Kryptowährung als Einsatz ('Stake') hinterlegen, um Blöcke zu validieren und zu verifizieren. Im Gegensatz zum Proof-of-Work (PoW), der auf Rechenleistung basiert, hängt die Auswahl zur Blockvalidierung von der Höhe des Einsatzes ab. Ein Beispiel ist Ethereum 2. 0, das von PoW zu PoS wechselt, um Energieeffizienz zu steigern. PoS fördert die Netzwerksicherheit und reduziert den Ressourcenverbrauch, was es zu einer attraktiven Option für nachhaltige Blockchain-Anwendungen macht.proof-of-stakeProof-of-Work, PoW, Ethereum 2.0
Proof-of-WorkPoWTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Proof-of-Work (PoW) ist ein Konsensalgorithmus in der Blockchain-Technologie, der Rechenleistung von Benutzern erfordert, um Transaktionen zu validieren und neue Blöcke zu erstellen. Benutzer lösen komplexe mathematische Probleme, um den nächsten Block zur Blockchain hinzuzufügen. Dieser energieintensive Prozess schützt vor Manipulation durch böswillige Akteure. PoW wird häufig in älteren Blockchains wie Bitcoin eingesetzt, hat jedoch Nachteile wie hohen Energieverbrauch und langsame Transaktionsgeschwindigkeiten. Alternativen wie Proof-of-Stake (PoS) bieten effizientere Konsensmechanismen.proof-of-workBitcoin, Proof-of-Stake, PoS
Public Key/Private KeyTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Public Key und Private Key sind kryptografische Schlüsselpaare, die in der Blockchain-Technologie eine zentrale Rolle spielen. Der Public Key fungiert als öffentlicher Identifikator eines Benutzers, der es ermöglicht, Kryptowährungen zu senden oder zu empfangen, beispielsweise bei Transaktionen auf Plattformen wie Bitcoin oder Ethereum. Der Private Key hingegen ist ein geheimer Identifikator, der zur Signierung und Bestätigung von Transaktionen verwendet wird. Der Schutz des Private Keys ist entscheidend, da unbefugter Zugang zu diesem Schlüssel die Kontrolle über alle mit dem Public Key verbundenen Transaktionen ermöglicht.public-key-private-keyBlockchain, Bitcoin, Ethereum, Seed Phrase
PhytonTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Python ist eine gut lesbare, interpretierte Programmiersprache, die in zahlreichen Bereichen Anwendung findet, insbesondere in der Webentwicklung, wissenschaftlichen Datenanalysen und künstlichen Intelligenz. Ihre einfache Syntax erleichtert den Einstieg, während eine Vielzahl von Bibliotheken wie NumPy für numerische Berechnungen und Pandas für Datenmanipulation zur Verfügung steht. Python unterstützt dynamische Typisierung, was die Entwicklung flexibler Anwendungen fördert. Zudem ist sie hoch kompatibel mit anderen Programmiersprachen und Plattformen, was ihre Skalierbarkeit in Startups und großen Unternehmen begünstigt.phytonNumPy, Pandas
RefactoringTechnology, Coding & Nerd-StuffCode-ÜberarbeitungRefactoring bezeichnet den Prozess der Umstrukturierung von Software-Code, wobei die ursprüngliche Funktionalität erhalten bleibt. Ziel ist es, den Code durch gezielte, kleine Anpassungen zu optimieren, beispielsweise hinsichtlich Lesbarkeit, logischer Struktur und Systematik. Beispiele hierfür sind das Entfernen von redundanten Codezeilen oder das Umbenennen von Variablen zur besseren Verständlichkeit. Refactoring steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Code-Review und Test-Driven Development (TDD), die ebenfalls zur Verbesserung der Softwarequalität beitragen.refactoringCode-Review, Test-Driven Development (TDD)
Ruby on RailsRoRTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Ruby on Rails (RoR) ist ein flexibles, Open-Source-Webanwendungs-Framework, das auf der Programmiersprache Ruby basiert. Es ermöglicht Entwicklern, schnell und effizient datenbankgestützte Webseiten und Webanwendungen zu erstellen, indem es eine strukturierte Umgebung mit integrierten Skripten, Bibliotheken und einem Ruby-Interpreter bereitstellt. Beispiele für Anwendungen, die mit RoR entwickelt wurden, sind GitHub und Shopify. RoR fördert die Prinzipien von "Convention over Configuration" und "Don't Repeat Yourself", was die Entwicklungszeit verkürzt und die Wartbarkeit erhöht.ruby-on-rails
RustTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Rust ist eine weit verbreitete Programmiersprache, die ursprünglich von Mozilla entwickelt wurde und sich sowohl für Systemprogrammierung als auch für Webentwicklung eignet. Sie wurde als Hobbyprojekt ins Leben gerufen und hat sich dank einer engagierten Community sowie finanzieller Unterstützung von Mozilla kontinuierlich weiterentwickelt. Rust kombiniert die Effizienz niederen Sprachen wie C mit der Benutzerfreundlichkeit höher abstrahierter Sprachen wie Java. Ein zentrales Merkmal ist die hohe Sicherheit, die durch das antizipative Management von Fehlern erreicht wird. Rust findet Anwendung in Bereichen wie WebAssembly und IoT, was ihre Vielseitigkeit unterstreicht.rustWebAssembly, IoT, C, Java
ScalaTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Scala ist eine 2004 eingeführte Programmiersprache, die sowohl objektorientierte als auch funktionale Programmierparadigmen integriert. Sie ermöglicht Entwicklern, präzisen und weniger umfangreichen Code zu schreiben, was die Wartbarkeit und Lesbarkeit verbessert. Beispielsweise wird Scala häufig in der Datenverarbeitung und Webentwicklung eingesetzt, insbesondere in Kombination mit Frameworks wie Akka und Play. Im Vergleich zu Java, einer weit verbreiteten Allzwecksprache, bietet Scala erweiterte Funktionen wie Typinferenz und immutability.scalaJava, immutability
SchemaTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Schema, auch bekannt als Schema. org, bezeichnet eine Kooperation zwischen den Suchmaschinen Google, Bing, Yahoo und Yandex, die Webseitenbetreibern ermöglicht, Inhalte durch standardisierte Rich Snippets und Markup Language einheitlich zu kennzeichnen. Diese Kennzeichnung verbessert die Lesbarkeit und Verarbeitung der Inhalte durch Suchmaschinen. Beispiele umfassen Kundenbewertungen, Veranstaltungsdaten oder Standorte von Unternehmen, die durch spezifische interne Markierungen in hervorgehobenen Boxen angezeigt werden.schemaRich Snippets, Markup Language, SEO
Search Engine Results PageSERPTechnology, Coding & Nerd-StuffSuchergebnisseiteDie Search Engine Results Page (SERP) bezeichnet die Anzeige von Suchergebnissen in Suchmaschinen wie Google. Eine SERP umfasst organische Suchergebnisse, die aufgrund ihrer Relevanz angezeigt werden, sowie bezahlte Suchtreffer, etwa durch Google Ads. Zusätzlich können SERP-Features wie Karten, Öffnungszeiten oder Kundenbewertungen integriert sein. Beispielsweise kann bei der Suche nach „Restaurants in Berlin“ eine Karte mit Standorten und Bewertungen erscheinen.search-engine-results-pageSEO, Pay-per-Click, PPC
Security by DesignTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Security by Design, auch als Secure by Design bekannt, ist ein proaktiver Ansatz in der IT- und Software-Entwicklung, der die Sicherheit von Hard- und Software bereits in der Ideenfindungsphase berücksichtigt und über den gesamten Lebenszyklus bis zum End of Life eines Produkts hinweg implementiert. Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Reduzierung der Angriffsfläche, der Einsatz von Verschlüsselung und Authentifizierung sowie die Trennung sicherheitskritischer Bereiche. In Anbetracht der zunehmenden Integration von IT und Operational Technology (OT) sowie der Verbindung von Soft- und Hardware, wie im Internet der Dinge (IoT), wird die Relevanz von Security by Design immer deutlicher.security-by-designSecure by Design, End of Life, Operational Technology, OT, IoT, Cybersecurity
Seed PhraseTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Die Seed Phrase, auch als Seed Recovery oder Backup bekannt, ist ein entscheidendes Element innerhalb der Blockchain-Technologie zur Sicherung des Zugangs zu einem Krypto-Wallet. Sie besteht aus einer festgelegten Anzahl von Wörtern, typischerweise 12 oder 24, die in einer spezifischen Reihenfolge angeordnet sind. Diese Wörter ermöglichen es Nutzern, im Falle eines Verlusts oder Diebstahls ihrer Wallets, jederzeit auf ihr Kryptovermögen zuzugreifen. Die Seed Phrase schützt zudem vor unbefugtem Zugriff, indem sie als Schlüssel fungiert. Ähnliche Begriffe sind Private Key, der den direkten Zugriff auf die Wallet ermöglicht, und Public Key, der zur Identifikation im Netzwerk dient.seed-phraseSeed Recovery, Backup, Blockchain, Private Key, Public Key
Single Point of TruthSPOTTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Der Single Point of Truth (SPOT), auch bekannt als Single Source of Truth (SSOT), bezeichnet die zentrale Speicherung von Unternehmensdaten auf einer einheitlichen Plattform. Dies verhindert die Entstehung isolierter Datensilos in verschiedenen Abteilungen, wie beispielsweise im Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP). Ein Beispiel ist die Verwendung von Cloud-basierten Lösungen, die es allen Mitarbeitern ermöglichen, auf dieselben Daten zuzugreifen und somit die Zusammenarbeit zu fördern. Der verwandte Begriff Single Version of Truth bezieht sich auf die Harmonisierung von Daten, sodass alle Beteiligten eine einheitliche Datenbasis akzeptieren.single-point-of-truthCustomer Relationship Management, CRM, Enterprise Resource Planning, ERP
Secure Sockets LayerSSLTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Das Secure Sockets Layer (SSL) ist ein früheres Sicherheitsprotokoll, das zur sicheren Übertragung von Daten im Internet entwickelt wurde. Es wird häufig in Verbindung mit dem HTTPS-Protokoll verwendet, um eine sichere Verbindung zwischen einem Client, wie einem Webbrowser, und einem Server herzustellen. SSL verschlüsselt die Datenübertragung, wodurch nur autorisierte Parteien Zugriff auf die Informationen haben. Webseiten, die von Google indiziert werden, benötigen oft ein SSL-Zertifikat, um Nutzerdaten zu schützen. Nachfolgerprotokolle wie Transport Layer Security (TLS) bieten verbesserte Sicherheitsfunktionen.secure-sockets-layer
Single Sign-onSSOTechnology, Coding & Nerd-StuffEinmalanmeldungSingle Sign-on (SSO) bezeichnet einen Authentifizierungsmechanismus, der es Benutzern ermöglicht, sich einmalig anzumelden und daraufhin Zugriff auf mehrere Software-Dienste zu erhalten, ohne sich für jeden Dienst separat anmelden zu müssen. Beispiele sind Google und Microsoft, die SSO für ihre Anwendungen anbieten. SSO verbessert die Benutzererfahrung und erhöht die Sicherheit, da weniger Passwörter verwaltet werden müssen.single-sign-on
Smart ContractsTechnology, Coding & Nerd-StuffIntelligente VerträgeSmart Contracts, auch als intelligente Kontrakte bekannt, sind programmierbare Verträge, die auf Blockchain-Technologie basieren. Sie automatisieren Geschäftsprozesse, indem sie Bedingungen und Ausführungen in Codeform festlegen. Ein Beispiel ist die Automatisierung von Zahlungen in Lieferketten, wo der Zahlungsvorgang sofort nach Erfüllung der Vertragsbedingungen erfolgt. Diese Verträge sind fälschungssicher, transparent und ermöglichen die Nachverfolgbarkeit von Transaktionen.smart-contractsBlockchain
StakingTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Staking ist ein Verfahren innerhalb von Kryptowährungssystemen, das als energieeffiziente Alternative zum klassischen Mining dient. Im Gegensatz zum Proof-of-Work (PoW), bei dem Rechenleistung zur Lösung komplexer mathematischer Probleme eingesetzt wird, erfolgt beim Staking der Einsatz eigener Coins zur Unterstützung des Konsensmechanismus. Beispiele hierfür sind Ethereum 2. 0 und Cardano, die beide auf Proof-of-Stake (PoS) basieren. Staker erhalten Prämien in Form von zusätzlichen Coins, was einer Verzinsung ähnelt. Diese Methode reduziert den Energieverbrauch und ermöglicht eine höhere Netzwerkstabilität.stakingPoW, PoS
Structured Query LanguageSQLTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Structured Query Language, kurz SQL, ist eine weit verbreitete Datenbanksprache zur Verwaltung, Abfrage und Manipulation relationaler Datenbanken. SQL ermöglicht es Nutzern, Daten effizient zu organisieren und zu verknüpfen. Zu den führenden Software-Anbietern, die SQL unterstützen, zählen Microsoft (z. B. SQL Server), IBM (DB2), SAP (SAP HANA) und Oracle (Oracle Database). SQL ist eng verbunden mit Begriffen wie Datenbankmanagementsystem (DBMS) und Datenmodellierung, die für die Entwicklung komplexer Anwendungen unerlässlich sind.structured-query-language
Uniform Resource LocatorURLTechnology, Coding & Nerd-Stuff-Der Begriff Uniform Resource Locator (URL) bezeichnet eine spezifische Zeichenkette, die eine Ressource im World Wide Web eindeutig identifiziert und lokalisiert. Eine URL setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: 1. Protokoll (z. B. HTTP, HTTPS), das den Zugriff auf die Ressource regelt; 2. Domain, die den Namen der Website angibt (z. B. www. example. com); 3. Pfad, der den spezifischen Speicherort innerhalb der Domain beschreibt (z. B. /path/to); 4. Dateiname, der die Datei oder Seite benennt (z. B. page. html). URLs sind entscheidend für die Navigation im Internet und werden häufig in Marketingstrategien verwendet, um Traffic zu generieren.uniform-resource-locatorHTTP
WalletTechnology, Coding & Nerd-StuffGeldbörseEin Wallet ist eine (virtuelle) Geldbörse, die es Nutzern ermöglicht, kontaktlos zu bezahlen, häufig über NFC-Technologie, oder digitale Währungen wie Kryptowährungen zu speichern. Wallets entwickeln sich zunehmend zu dezentralen Anwendungen (siehe auch DeFi), die Funktionen über das bloße Halten und Bezahlen hinaus bieten, wie z. B. das Staking von Kryptowährungen oder den Zugang zu dezentralen Finanzdienstleistungen. Der Hinweis „Not Your Keys, Not Your Coins“ verdeutlicht, dass Coins in Wallets von Drittanbietern potenziellen Risiken wie Betrug oder Insolvenz ausgesetzt sind.walletNFC, DeFi
YAGNITechnology, Coding & Nerd-Stuff-YAGNI steht für 'You Aren’t Gonna Need It' und ist ein zentrales Prinzip des Extreme Programming (XP). Es besagt, dass Funktionalitäten in Softwareprojekten nur dann implementiert werden sollten, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht. Dies verhindert überflüssige Komplexität und fördert eine schlanke Entwicklung. Beispielsweise könnte ein Startup, das eine App entwickelt, zunächst auf Funktionen wie erweiterte Benutzeranalysen verzichten, bis diese tatsächlich nachgefragt werden.yagniMoSCoW
Angel FinancingCompany Setup, Investments & Fundraising-Angel Financing bezeichnet in der Regel Frühphasen-Investments, die von vermögenden Privatpersonen, den sogenannten Business Angels, bereitgestellt werden. Diese Investitionen erfolgen häufig in der Seed- oder Pre-Seed-Phase, wo das Risiko hoch und die Erfolgsaussichten ungewiss sind. Im Gegensatz zu institutionellen Investoren orientieren sich Business Angels weniger an quantitativen Kriterien wie KPIs oder einer Go-to-Market-Strategie, sondern vertrauen auf das Gründerteam und dessen Vision. Beispiele für Angel Financing sind Investitionen in innovative Tech-Startups oder soziale Unternehmen, die in der Anfangsphase Kapital benötigen. Nahe verwandte Begriffe sind Venture Capital und Crowdfunding.angel-financingBusiness Angels, Seed, Pre-Seed, KPIs, Go-to-Market, Venture Capital, Crowdfunding
Angel FundCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Angel Fund ist ein Investmentfonds, der sich auf Frühphasenfinanzierungen spezialisiert hat. Im Gegensatz zu Venture Capital Funds ist er oft informell strukturiert und kann als GmbH & Co. KG oder LLP organisiert sein, was steuerliche Vorteile und vereinfachte Verwaltungsprozesse bietet. Angel Funds ermöglichen Investoren (Limited Partners, LPs) eine persönliche Beziehung zu den Startups, da sie in der Regel eigenes Kapital investieren. Dies führt zu schnelleren Entscheidungsprozessen. Beispiele für Angel Funds sind der "Business Angels Netzwerk Deutschland" oder "Seedmatch".angel-fund
Angel GroupCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Angel Group bezeichnet einen meist informellen Zusammenschluss mehrerer Business Angels, die sich gegenseitig über Investitionsmöglichkeiten austauschen. Diese Gruppen können aufgrund bestehender Vertrauensverhältnisse und externer Netzwerke schnell größere Investitionssummen mobilisieren. Oft setzen sich Angel Groups aus erfahrenen Gründern und Investoren zusammen, was den Dealflow (s. a. Investitionspipeline) erhöht. Ein Beispiel ist die „German Angels“, die gezielt in technologieorientierte Startups investieren.angel-groupDealflow, Venture Capital
Angel InvestorCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Angel Investor, auch bekannt als Business Angel, ist eine Einzelperson, die aus ihrem Privatvermögen in Startups investiert, ohne an einen Fonds gebunden zu sein. Diese Investoren bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern bringen oft auch wertvolles Know-how und Netzwerke mit. Beispiele sind erfolgreiche Unternehmer, die in vielversprechende Technologie-Startups investieren. Angel Investoren stehen in engem Zusammenhang mit Begriffen wie Seed-Finanzierung und Venture Capital, da sie häufig in der frühen Phase eines Unternehmens aktiv sind und somit entscheidend für dessen Wachstum sein können.angel-investor
Angel MafiaCompany Setup, Investments & Fundraising-Angel Mafia bezeichnet informelle Netzwerke von Business Angels, die regelmäßig gemeinsam in Startups investieren. Ein bekanntes Beispiel ist die "PayPal-Mafia", die aus ehemaligen Mitarbeitern und Investoren von PayPal besteht, die erfolgreich in zahlreiche Technologieunternehmen investiert haben. Ähnlich verhält es sich mit der "Shopify-Mafia", die aus Gründern und Unterstützern von Shopify besteht. Diese Gruppen fördern nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch strategische Beratung und Netzwerkmöglichkeiten für aufstrebende Unternehmen.angel-mafiaBusiness Angel, Venture Capital
Angel RoundCompany Setup, Investments & Fundraising-Angel Round bezeichnet eine Finanzierungsrunde, die von privaten Investoren, den sogenannten Business Angels, initiiert wird. Diese Runde findet typischerweise in der frühen Phase eines Startups statt und dient der Bereitstellung von Kapital, um erste Entwicklungs- und Markteinführungsaktivitäten zu finanzieren. Beispiele für Business Angels sind erfahrene Unternehmer oder Fachleute, die nicht nur Kapital, sondern auch Mentoring anbieten. Im Zusammenhang mit Angel Rounds steht oft der Begriff Seed Money, das als erste Finanzierungsquelle für Startups dient, um grundlegende Ideen zu validieren und Prototypen zu entwickeln.angel-roundBusiness Angels, Seed Money
AnnexCompany Setup, Investments & FundraisingAnhangEin Annex, auch als Appendix oder Addendum bezeichnet, ist ein Dokument, das Ergänzungen oder Änderungen zu einem bestehenden Vertrag enthält. Beispiele hierfür sind Nachvereinbarungen, die nicht in den Hauptvertrag integriert werden sollen, oder Informationen zu offenen Punkten während der Vertragsverhandlungen, wie das Erreichen von Meilensteinen zur Preisfindung oder die Ernennung eines Beiratsvorsitzenden. Der Annex dient der Klarstellung und Dokumentation, ohne den ursprünglichen Vertrag zu modifizieren.annex
Asset Purchase AgreementAPACompany Setup, Investments & FundraisingKaufvertragEin Asset Purchase Agreement (APA) regelt die Bedingungen, Garantien und Zahlungsmodalitäten beim Erwerb spezifischer Vermögenswerte innerhalb eines sogenannten Asset Deals. Im Gegensatz zu einem Share Purchase Agreement (SPA), bei dem Anteile an einer Gesellschaft erworben werden, ermöglicht ein APA den direkten Kauf von Einzelwerten wie Patenten, Maschinen oder Softwarelizenzen. Dies bietet Käufern die Möglichkeit, gezielt Vermögenswerte zu erwerben, ohne Verbindlichkeiten oder ungünstige Verträge der verkaufenden Firma zu übernehmen.asset-purchase-agreementAPA, SPA, Share Purchase Agreement, Due Diligence
Bad/Good LeaverCompany Setup, Investments & Fundraising-Bad/Good Leaver Die Good Leaver/Bad Leaver-Regelung ist ein zentraler Bestandteil von Beteiligungsverträgen, insbesondere in der Frühphase eines Startups. Sie definiert die Bedingungen, unter denen Gründer ihre Anteile beim Verlassen des Unternehmens behalten dürfen (Good Leaver) oder abgeben müssen (Bad Leaver). Ein Beispiel für einen Bad Leaver wäre ein CTO, der vor der Produktfertigstellung das Unternehmen verlässt und dennoch seine Anteile behält, was die Motivation der verbleibenden Gründer untergraben könnte. Weitere Aspekte dieser Regelung betreffen Kündigungen aufgrund schlechter Performance oder den Umgang mit Anteilsbesitz bei schwerwiegenden Erkrankungen. Diese Regelung fördert die Stabilität im Gründerteam und minimiert potenzielle rechtliche Konflikte.bad-good-leaverCTO
Bail-outCompany Setup, Investments & FundraisingRettungsaktionBail-out bezeichnet eine finanzielle Rettungsmaßnahme für insolvente Unternehmen oder Startups, typischerweise durch staatliche Interventionen oder private Investoren. Ein Beispiel ist die Rettung der Banken während der Finanzkrise 2008, wo Regierungen durch Kapitalzuführungen eingriffen. Im Gegensatz dazu steht der Bail-in, bei dem Gläubiger und Anteilseigner zur Sanierung herangezogen werden. Beide Begriffe sind entscheidend für das Verständnis von Krisenmanagement und Unternehmenssanierung in der Wirtschaft.bail-outBail-in, 2008
BasketCompany Setup, Investments & FundraisingHaftungsfreigrenzeBasket: Im Kontext von Startups bezeichnet der Begriff "Basket" eine vertragliche Regelung, die im Falle eines Exits, beispielsweise an einen strategischen Käufer, Anwendung findet. Hierbei werden kleinere Zusagen und Garantien des Verkäufers, wie die rechtliche Sicherheit eines Online-Shops oder die Verfügbarkeit von Lagerbeständen, in einem "Korbsystem" gesammelt. Sollte eine dieser Zusagen nicht eingehalten werden, führt dies nicht sofort zu Reparationsforderungen oder einem Vertragsbruch. Stattdessen wird ein festgelegter Schwellenwert definiert, der, sobald er erreicht ist, Nachverhandlungen oder Schadensersatzforderungen auslösen kann. Diese Regelung minimiert Bagatellforderungen und schützt Käufer vor systematischen Mängeln, während sie gleichzeitig die Möglichkeit zur Anpassung des Kaufpreises bietet.basketExit, Due Diligence, Earn-out
Blue ChipCompany Setup, Investments & FundraisingStandardwerteBlue Chips sind etablierte Unternehmen, die in führenden Aktienindizes wie dem DAX oder S&P 500 gelistet sind und für ihre Stabilität sowie Marktmacht bekannt sind. Im Kontext von Startups beziehen sich Blue Chips auch auf Branchenführer oder Großunternehmen, die als potenzielle Exit-Strategien oder wertvolle Kunden fungieren können. Beispiele hierfür sind Unternehmen wie Siemens oder Google, die nicht nur finanzielle Sicherheit bieten, sondern auch strategische Partnerschaften ermöglichen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Glücksspiel, wo er den wertvollsten Jeton bezeichnet.blue-chipS&P 500
BoilerplatesCompany Setup, Investments & FundraisingDas übliche KleingedruckteBoilerplates beziehen sich auf vorgefertigte Standardformulierungen, die häufig in rechtlichen Dokumenten wie Gesellschaftsverträgen verwendet werden. Diese Textbausteine, die von vielen Kanzleien, insbesondere im Startup-Bereich, genutzt werden, können inkonsistent oder ungenau sein, was zu Missverständnissen führen kann. Ein Beispiel ist die wiederholte Erwähnung von Vesting-Klauseln, die nicht einheitlich formuliert sind. Gründer sollten darauf achten, diese Formulierungen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls auf Partnerebene mit der Kanzlei zu kommunizieren, um mögliche Kostenreduzierungen zu erreichen.boilerplates
BootstrappingCompany Setup, Investments & FundraisingInnenfinanzierungBootstrapping bezeichnet die Finanzierung eines Startups ausschließlich aus eigenen Mitteln, wie den Ersparnissen der Gründer, ohne externe Kapitalgeber. Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll in der frühen Phase, etwa bis zur Fertigstellung eines Proof-of-Concept, da er es Gründern ermöglicht, die Kontrolle über ihr Unternehmen zu behalten und erste Meilensteine zu erreichen. Ein Beispiel ist ein Software-Startup, das seine ersten Produkte mit persönlichen Ersparnissen entwickelt. Nach Erreichen bestimmter Fortschritte kann das Unternehmen dann für externe Investitionen, wie Venture Capital, offen sein.bootstrappingProof-of-Concept, Venture Capital
Bridge FinancingCompany Setup, Investments & FundraisingÜberbrückungsfinanzierungBridge-Finanzierung bezeichnet eine kurzfristige Finanzierungslösung, die Unternehmen vor einem Börsengang (IPO) oder einer geplanten, aber noch nicht realisierten Finanzierungsrunde in Anspruch nehmen. Diese Finanzierungsform ermöglicht es, operative Kosten zu decken, während auf langfristige Kapitalbeschaffung gewartet wird. Ein Beispiel ist ein Startup, das vor einem IPO zusätzliche Mittel benötigt, um die Marktposition zu stärken. Bridge-Finanzierungen können auch in Form von Wandeldarlehen oder Mezzanine-Kapital erfolgen. Ein häufiges Nachbarwort ist "Venture Capital", da Bridge-Finanzierungen oft von Risikokapitalgebern bereitgestellt werden.bridge-financingIPO, Venture Capital
Bulge BracketCompany Setup, Investments & FundraisingFührende InvestmentbankDer Begriff "Bulge Bracket" bezeichnet die führenden internationalen Investmentbanken, die eine zentrale Rolle im globalen Finanzmarkt spielen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Merrill Lynch, Morgan Stanley, Goldman Sachs und JP Morgan Chase. Der Ausdruck leitet sich von den sogenannten Tombstones ab, auf denen die an einem Deal beteiligten Banken und Berater hierarchisch aufgeführt sind. Die bedeutendsten Institutionen erscheinen in größerer Schrift, was ihre Wichtigkeit verdeutlicht.bulge-bracketPrivate Equity
Business AngelBACompany Setup, Investments & FundraisingPrivatinvestorEin Business Angel ist eine wohlhabende Privatperson (siehe auch HNWI/UHNI), die in junge Unternehmen investiert, um sowohl Rendite zu erzielen als auch aus persönlichem Interesse. Neben finanziellen Mitteln bringt ein Business Angel oft wertvolle Netzwerke und Fachwissen ein, was für Startups entscheidend sein kann. Prominente Business Angels, wie beispielsweise Investoren aus der Tech-Branche, können durch ihre Reputation das Vertrauen in ein Startup stärken. Im Gegensatz dazu können unerfahrene Business Angels, die aus Gier oder Unkenntnis handeln, zusätzliche Herausforderungen für Gründer darstellen. Daher ist eine sorgfältige Due-Diligence-Prüfung der potenziellen Investoren ratsam. Trotz ihrer hohen Risiken in der Frühphase erzielen Business Angels in der Regel nicht immer die höchsten Renditen beim Exit, insbesondere aufgrund von Liquidationspräferenzen.business-angelHNWI, UHNI, Due-Diligence, Exit
Buy-outB/OCompany Setup, Investments & FundraisingUnternehmenskaufEin Buy-out bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens, häufig durch den Erwerb von Anteilen. Es gibt verschiedene Varianten: Bei einem Owner Buy-out (OBO) erwirbt der Gründer die Mehrheit an der Firma, während beim Employee Buy-out (EBO) oder Management Buy-out (MBO) die Angestellten oder das Management die Mehrheitsanteile übernehmen. Ein Leveraged Buy-out (LBO) erfolgt durch Finanzierung über Fremdkapital, das oft durch einen Debt Push-down bilanziert wird. Im Gegensatz dazu steht das Management Buy-in (MBI), bei dem externes Management die Kontrolle nach dem Kauf übernimmt. Buy-outs sind häufig strategische Schritte zur Unternehmenssanierung oder -neuausrichtung.buy-outDebt Push-down, Management Buy-in (MBI)
CapCompany Setup, Investments & FundraisingObergrenzeEin Cap ist eine vertragliche Regelung, die die Obergrenze für bestimmte Parameter, wie beispielsweise Zinsen oder Unternehmensbewertungen, in Finanzierungsverträgen festlegt. Im Kontext von Startups wird der Cap häufig bei Wandeldarlehen angewendet. Hierbei sichert sich der Darlehensgeber eine maximale Bewertung, zu der er seine Darlehenssumme in Eigenkapital umwandeln kann, unabhängig von der tatsächlichen Bewertung in der Finanzierungsrunde. Beispiel: Ein Cap von 2 Mio. Euro bei einer tatsächlichen Bewertung von 5 Mio. Euro ermöglicht dem Darlehensgeber, Anteile zu einem günstigeren Preis zu erwerben. Diese Regelung kann für frühe Investoren attraktiv sein, birgt jedoch das Risiko, spätere Finanzierungsrunden zu erschweren, da neue Investoren möglicherweise nicht bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, während frühere Kapitalgeber zu einem niedrigeren Preis eingestiegen sind.cap
Capital IncreaseCompany Setup, Investments & FundraisingKapitalerhöhungDie Kapitalerhöhung ist im Startup-Kontext ein entscheidender Schritt im Fundraising-Prozess, bei dem das Unternehmen neue Gesellschafter aufnimmt, indem es neue Anteile ausgibt. Ein Teil des neu akquirierten Kapitals fließt in das Stammkapital, während der Großteil in die Kapitalrücklagen einfließt. Dieser Prozess wird beim Signing beschlossen, nachdem die Konditionen der Finanzierungsrunde, einschließlich der Bewertung des Unternehmens und der Höhe der Investitionen, verhandelt wurden (vgl. Verhandlungsphase). Die endgültige Durchführung der Kapitalerhöhung erfolgt erst, wenn alle Investoren die vereinbarten Beträge eingezahlt haben und die Kapitalerhöhung im Handelsregister eingetragen wurde (vgl. Closing). Beispiele für Kapitalerhöhungen sind Series-A- und Series-B-Finanzierungsrunden, die häufig zur Expansion oder Produktentwicklung genutzt werden.capital-increaseSeries-A, Series-B
Cap TableCompany Setup, Investments & FundraisingKapitalisierungstabelleEin Cap Table, häufig in Form einer Excel-Tabelle dargestellt, dokumentiert die Verteilung der Unternehmensanteile eines Startups auf verschiedene Gesellschafter. Neben der aktuellen Verteilung zeigt er auch die Auswirkungen von zukünftigen Finanzierungsrunden, wie etwa die Einführung von Vorzugsaktien oder Wandeldarlehen, auf die Anteilsverhältnisse. Gründer nutzen den Cap Table als strategisches Werkzeug, um Szenarien zu simulieren, beispielsweise die Frage: "Wie verändert sich der Wert meiner Anteile bei einer B-Runde mit einer Bewertung von 20 Millionen Euro? " Verwandte Begriffe sind "Equity" (Eigenkapital) und "Finanzierungsrunde".cap-tableEquity
Carried InterestCarryCompany Setup, Investments & FundraisingGewinnbeteiligungCarried Interest bezeichnet den prozentualen Anteil am Erlös aus Exit-Verkäufen, der dem Management von Venture Capital Funds zufließt. Dieser Anreizmechanismus fördert eine optimale Fund-Performance, da das Management nicht das investierte Kapital besitzt. Typischerweise erhält das Management zusätzlich zur Grundvergütung (Management Fee) eine Vergütung, die an den Exit-Erlösen der Startups gekoppelt ist. Beispiele für Nachbarbegriffe sind "Hurdle Rate", die eine Mindestverzinsung definiert, und "Clawback", das Rückforderungen von überhöhten Vergütungen regelt.carried-interestHurdle Rate, Clawback, Management Fee
Change of ControlCoCCompany Setup, Investments & FundraisingKontrollwechsel (im Unternehmen)Change of Control (CoC) bezeichnet ein Ereignis, bei dem eine Gesellschaft durch eine Umstrukturierung im Gesellschafterkreis einen neuen Mehrheitseigner erhält. Diese Veränderung kann weitreichende Auswirkungen auf bestehende Verträge haben, wie beispielsweise Wandeldarlehen oder Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (ESOP). Ein CoC kann dazu führen, dass Wandeldarlehensgeber vor der eigentlichen Wandlungsoption die Umwandlung in Anteile oder eine Rückzahlung mit Sonderprämie verlangen. Zudem können Schlüsselmitarbeiter ihre virtuellen Anteile vor dem regulären Vesting-Zeitraum realisieren.change-of-controlESOP, Vesting
Change of OwnershipCHOWCompany Setup, Investments & FundraisingGeschäftsübergangChange of Ownership (CHOW) bezeichnet den Übergang der Eigentumsverhältnisse innerhalb eines Unternehmens, oft im Rahmen eines Unternehmensverkaufs. Im Gegensatz zum Change of Control (CoC), der sich auf die Kontrolle und Stimmrechte innerhalb der Gesellschafterstruktur konzentriert, impliziert CHOW auch eine operative Übernahme durch den neuen Eigentümer. Beispiele sind Fusionen oder Akquisitionen, bei denen ein Käufer die Mehrheit der Anteile erwirbt. Nach einem CHOW kann der neue Eigentümer strategische Entscheidungen treffen, die das Geschäftsmodell und die Unternehmensführung nachhaltig beeinflussen.change-of-ownershipChange of Control, CoC
ClawbackCompany Setup, Investments & FundraisingRückzahlungsverpflichtung (des Carried Interest)Clawback: Eine Clawback-Vereinbarung ist ein vertragliches Instrument im Bereich von Venture Capital Funds, das regelt, unter welchen Bedingungen das Management bereits erhaltene Ausschüttungen aus dem Carried Interest zurückzahlen muss. Dies geschieht insbesondere, wenn die Gesamtrendite des Fonds aufgrund gescheiterter Investitionen signifikant sinkt, beispielsweise unter eine vorher festgelegte Hurdle Rate. Ein praktisches Beispiel ist, wenn ein Fonds zunächst durch einen erfolgreichen Unicorn-Exit hohe Ausschüttungen erzielt, jedoch später durch mehrere gescheiterte Investments die Rendite für die Limited Partners (LPs) negativ beeinflusst wird. Clawback-Vereinbarungen sind eng verwandt mit Begriffen wie "Carried Interest" und "Hurdle Rate", da sie die Interessen von Fondsmanagern und Investoren ausbalancieren.clawbackVenture Capital Funds, Carried Interest, Hurdle Rate, Unicorn-Exit, Limited Partners, LPs
CliffCompany Setup, Investments & FundraisingMinimale Halteperiode für das VestingCliff: Der Begriff „Cliff“ bezeichnet in Mitarbeiter- oder Gründerbeteiligungsverträgen die Mindestdauer, die ein Mitarbeiter oder Gründer im Unternehmen verbleiben muss, um Anteile zu erhalten. Beispielsweise kann ein Cliff von 12 Monaten festgelegt werden, was bedeutet, dass nach diesem Zeitraum Anteile schrittweise erworben werden. Investoren setzen Cliff-Regelungen ein, um zu verhindern, dass Gründer oder Mitarbeiter ihre Anteile vorzeitig liquidieren, was zu Instabilität führen könnte. In Deutschland wird oft auf alternative rechtliche Konstrukte wie Einziehungsrechte zurückgegriffen, da das GmbH-Recht keinen direkten Eigentumsvorbehalt vorsieht.cliff
ClosingCompany Setup, Investments & FundraisingGeschäftsabschluss (nach Unterzeichnung)Closing bezeichnet den endgültigen Geschäftsabschluss nach der Vertragsunterzeichnung (Signing), bei dem alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt sind. Beispielsweise müssen bei Beteiligungsverträgen die vereinbarten Finanzmittel eingezahlt und Änderungen im Handelsregister vorgenommen werden. Ein Closing kann auch durch unerwartete Hindernisse, etwa rechtliche oder finanzielle Probleme, verzögert werden, insbesondere bei internationalen Transaktionen. Daher wird das Closing Dinner, eine Feier zur Markierung des Abschlusses, erst nach vollständiger und irreversibler Rechtswirksamkeit des Geschäfts abgehalten.closingSigning, Due Diligence
Club DealCompany Setup, Investments & FundraisingSyndiziertes InvestmentEin Club Deal bezeichnet eine Form der gemeinschaftlichen Investition, bei der mehrere Investoren oder Business Angels zusammenkommen, um ein Projekt oder Unternehmen zu finanzieren. Diese Kooperation kann entstehen, wenn einzelne Investoren nicht bereit sind, die volle Kapitalhöhe allein zu tragen oder sich in der Unternehmensführung überfordert fühlen. Ein Beispiel hierfür ist ein Startup, das 1 Million Euro benötigt, wobei jeder Investor 250. 000 Euro beisteuert. Zudem können Club Deals durch einen neu gegründeten Investmentvehikel, wie ein Special Purpose Vehicle (SPV), strukturiert werden, um die Anteile der Investoren zu bündeln.club-dealSPV, Syndicate, Co-Investment
Co-InvestmentCompany Setup, Investments & Fundraising-Co-Investment bezeichnet eine Form des Investments, bei der ein Investor nicht die Kapitalmehrheit aufbringt und in der Regel kein eigenständiges Investment-Controlling übernimmt. Diese Struktur ermöglicht es untergeordneten Kapitalgebern, Risiken zu teilen und von der Expertise des Lead-Investors zu profitieren. Ein Beispiel ist ein Venture-Capital-Fonds, der einen erfahrenen Lead-Investor anzieht, wodurch weitere Investoren, die zuvor zögerten, als Co-Investoren hinzustoßen. Co-Investments sind eng verbunden mit Begriffen wie Syndication und Lead-Investor, die beide die Dynamik und das Vertrauen innerhalb von Investitionsnetzwerken verdeutlichen.co-investmentVenture-Capital, Lead-Investor, Syndication
CollateralCompany Setup, Investments & Fundraising(Kredit-)SicherheitCollateral bezeichnet im Allgemeinen eine Sicherheit, die von einem Darlehensnehmer, häufig in Form von Immobilien oder anderen Vermögenswerten, zur Absicherung eines Kredits bereitgestellt wird. Im Startup-Sektor sind solche Sicherheiten oft rar, weshalb spezielle Förderdarlehen von Landes- oder Förderbanken angeboten werden, die diese Sicherheiten übernehmen. Ein Beispiel hierfür ist das KfW-Programm, das Gründer*innen unterstützt. Es ist wichtig zu beachten, dass trotz dieser Unterstützung ein Kreditausfall für die Gründer*innen weiterhin negative Konsequenzen haben kann, da Förderinstitute lediglich die Kreditvergabe erleichtern, jedoch keine vollständige Haftungsfreistellung bieten.collateral
Comfort LetterCompany Setup, Investments & FundraisingPatronatserklärungEin Comfort Letter ist ein Dokument, das von einem Wirtschaftsprüfer oder einer vergleichbaren Institution ausgestellt wird und bestimmte Informationen über ein Unternehmen, wie Umsätze, Jahresabschlüsse und Vermögenslagen, offiziell bestätigt. Dieser Brief wird häufig im Kontext eines Börsengangs (IPO) verwendet, um potenzielle Lead-Investoren vor der Veröffentlichung eines Wertpapierprospekts zu gewinnen. In frühen Unternehmensphasen, wie bei Seed-Finanzierungen, kann ein Comfort Letter auch als Ersatz für eine Due Diligence dienen.comfort-letterIPO, Due Diligence
Committed CapitalCompany Setup, Investments & FundraisingZugesagtes KapitalCommitted Capital bezeichnet im Startup-Bereich den Gesamtbetrag, den Investoren bereit sind, tatsächlich in eine Finanzierung einzubringen. Bei der Kapitalakquise fragen Gründer häufig nach dem bereits 'committed' Kapital. Es wird zwischen Soft Commitments, die lediglich eine Absichtserklärung darstellen, und Hard Commitments, die in Form von Letters of Intent (LoIs) oder Memoranda of Understanding (MoUs) schriftlich festgehalten sind, unterschieden. Gründer sollten sich jedoch bewusst sein, dass auch Hard Commitments nicht rechtsverbindlich sind und somit Risiken bergen.committed-capital
Conditional OfferCompany Setup, Investments & FundraisingBedingtes AngebotEin Conditional Offer ist ein von Investoren ausgesprochenes Angebot zur Bereitstellung frischer Finanzierungsmittel an ein Startup, wobei bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssen. Diese Bedingungen können beispielsweise ein festgelegtes Zeitfenster für Verhandlungen über günstigere Investitionskonditionen umfassen. Zudem kann die Anforderung bestehen, zusätzliche Investoren zu gewinnen, die eine Mindestsumme an (Soft/Hard) Commitments bereitstellen. Auch die Verknüpfung des Investments mit spezifischen Umsatzzielen oder das Erreichen anderer Meilensteine ist gängige Praxis.conditional-offerTerm Sheet, Due Diligence
Conversion OptionCompany Setup, Investments & FundraisingWandeloptionEine Conversion Option bezeichnet das vertraglich festgelegte Recht, einen Anspruch, wie beispielsweise aus einem Kreditvertrag, in einen anderen Anspruch, etwa Unternehmensanteile, umzuwandeln. Diese Wandlungsrechte sind besonders relevant bei Wandelanleihen, die es Investoren ermöglichen, ihre Anleihen in Eigenkapital umzuwandeln, was für Startups eine attraktive Finanzierungsform darstellt. Darüber hinaus finden Conversion Options Anwendung im Versicherungssektor, wo Versicherungsnehmer unter bestimmten Bedingungen auf alternative Vermögenswerte zugreifen können.conversion-option
Convertible Loan/Convertible NoteCNCompany Setup, Investments & FundraisingWandeldarlehenWandeldarlehen, auch als Convertible Note bekannt, sind in der Startup-Finanzierung gängige Instrumente, die zunächst als verzinsliche Darlehen fungieren. Diese Darlehen können in Eigenkapital umgewandelt werden, typischerweise im Rahmen zukünftiger Finanzierungsrunden oder Liquiditätsereignisse. Ein Beispiel ist ein Investor, der 100. 000 Euro als Wandeldarlehen bereitstellt, mit der Option, diese Summe später in 10% Unternehmensanteile umzuwandeln, wenn eine Bewertung von 1 Million Euro erreicht wird. Wandeldarlehen vermeiden sofortige Bewertungen und Notarbesuche, was sie für Gründer und Investoren attraktiv macht.convertible-loan-convertible-note10%
Corporate Venture CapitalCVCCompany Setup, Investments & Fundraising-Corporate Venture Capital (CVC) ist eine spezielle Form der Venture-Capital-Finanzierung, bei der große Unternehmen, häufig börsennotierte Konzerne, in Startups investieren. Diese Investments sind nicht nur finanzieller Natur, sondern müssen auch in Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens stehen, etwa in Bezug auf bestimmte Branchen oder Technologien. Ein Beispiel ist die Investition von Siemens in innovative Technologien, die ihre Geschäftsmodelle unterstützen. CVC kann für Startups sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringen. Einerseits erhalten sie Zugang zu Kapital und Ressourcen, andererseits können strategische Vorgaben des Corporates zu einer Einschränkung der unternehmerischen Freiheit führen. Zudem können unterschiedliche Exit-Strategien, etwa bei einem Trade Sale, zwischen CVC-Investoren und anderen Venture Funds zu Konflikten führen.corporate-venture-capitalTrade Sale, Venture Funds
CovenantCompany Setup, Investments & FundraisingBedingende SchutzklauselCovenants sind vertragliche Schutzklauseln in Rechtsdokumenten wie Kredit- oder Beteiligungsverträgen, die dazu dienen, Investoren vor Fehlangaben der Gründer zu schützen. Sie regeln spezifische Bedingungen, deren Nichteinhaltung (Breach) dem Kapitalgeber weitreichende Rechte einräumt. Beispiele sind finanzielle Kennzahlen wie Eigenkapitalquoten oder Liquidität, die bei Überschreitung bestimmter Schwellenwerte (Floor, Cap) ein außerordentliches Kündigungsrecht auslösen. Performance-Covenants können Umsatzziele betreffen, deren Nichteinhaltung zu einer Reduzierung des vereinbarten Anteilspreises führt. Cross-Default Covenants ermöglichen es Kapitalgebern, im Falle eines Breaches auch bei anderen Vertragspartnern ähnliche Rechte geltend zu machen.covenantBreach, Floor, Cap
Cover LetterCompany Setup, Investments & FundraisingBegleitschreibenEin Cover Letter, heute meist in Form einer E-Mail verfasst, dient der prägnanten Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte eines Investment Proposals oder Pitch Decks für den Empfänger, häufig ein Business Angel oder Investor. Dieser Brief sollte komprimierte Informationen über das Gründerteam, das Geschäftsmodell sowie erste Erfolge enthalten, um das Interesse des Lesers zu wecken. Beispielsweise könnte ein Startup im Tech-Bereich seine Nutzerzahlen oder Umsatzwachstum anführen. Es ist ratsam, solche Anschreiben vor der ersten Kontaktaufnahme im Seed-Bereich zu üben und Feedback von erfahrenen Gründern einzuholen, um die Wirkung zu maximieren.cover-letterInvestment Proposals, Pitch Decks, Business Angel, Investor, Tech, Pitch Deck, Business Plan
Cram-downCompany Setup, Investments & FundraisingAußerordentliche VerwässerungCram-down bezeichnet eine Situation, in der bestehende Investoren gezwungen werden, wesentliche Teile ihrer vertraglichen Rechte, wie Liquidationspräferenzen oder Vorkaufsrechte, aufzugeben. Dies geschieht häufig in Krisensituationen, wenn ein Startup Schwierigkeiten hat, neue Investoren unter den bisherigen Bedingungen zu gewinnen. Ein Beispiel ist der Einstieg eines Sanierers, der eine Restrukturierung des Unternehmens anstrebt. Cram-downs sind oft mit einer Abwertung (Down Round) des Unternehmens verbunden, um sicherzustellen, dass kleinere Gesellschafter die Sanierung nicht durch überzogene Forderungen blockieren können.cram-downDown Round
Crowd-InvestmentCompany Setup, Investments & Fundraising-Crowd-Investment ist eine spezifische Form des Crowdfundings, bei der Investoren durch ein Special Purpose Vehicle (SPV) echtes Eigenkapital in ein Startup einbringen. Dies bedeutet, dass Kleininvestoren tatsächlich Anteile an der Firma erwerben und somit Gesellschafterrechte, wie Stimm- und Vetorechte, erhalten. Diese Struktur kann Herausforderungen für Gründer mit sich bringen, insbesondere wenn Produkte, wie innovative Hardware, nach der Finanzierung verzögert oder fehlerhaft sind. In solchen Fällen agiert die Crowd nicht nur als enttäuschter Kunde, sondern auch als einflussreicher Teilhaber, der über strategische Entscheidungen mitbestimmen kann.crowd-investmentSpecial Purpose Vehicle (SPV), Crowdfundings, Equity Crowdfunding
Crowd-LendingCompany Setup, Investments & Fundraising-Crowd-Lending ist eine spezifische Form des Crowdfundings, bei der Kapital von einer Vielzahl von Investoren in Form von Darlehen an ein Startup bereitgestellt wird. Diese Darlehen werden häufig als nachrangiges Mezzanine-Kapital strukturiert, was bedeutet, dass sie im Falle einer Insolvenz nach anderen Verbindlichkeiten bedient werden. Die Rückzahlung an die Crowd ist in der Regel an den finanziellen Erfolg des Unternehmens gekoppelt und kann auch in Form von Sachleistungen, wie beispielsweise Produkten oder Dienstleistungen, erfolgen. Crowd-Lending bietet eine alternative Finanzierungsquelle, die sich von anderen Formen des Crowdfundings, wie Equity-Crowdfunding, unterscheidet, bei dem Investoren Anteile am Unternehmen erwerben.crowd-lendingCrowdfundings, Equity-Crowdfunding
CrowdfundingCompany Setup, Investments & Fundraising-Crowdfunding bezeichnet eine spezielle Finanzierungsform für Startups, bei der eine Vielzahl von Kleininvestoren (die Crowd) über Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo kleinere Beträge zusammenträgt, um ein Finanzierungsziel zu erreichen. Diese Methode dient nicht nur der Kapitalbeschaffung, sondern auch der Generierung von Marktinteresse und der Validierung von Geschäftsideen. Crowdfunding kann in verschiedene Kategorien unterteilt werden, darunter Reward-Based, Equity-Based und Debt-Based Crowdfunding. Ein Beispiel ist die erfolgreiche Kampagne von Pebble, die über 10 Millionen USD für ihre Smartwatch sammelte. Trotz der Vorteile können Herausforderungen auftreten, wie Verzögerungen bei der Produktlieferung oder hohe Kosten für Marketing und Plattformgebühren, die die Rentabilität beeinträchtigen.crowdfunding
CrowdsourcingCompany Setup, Investments & Fundraising-Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von operativen, vertrieblichen oder entwickelnden Aufgaben an eine Vielzahl externer Mitwirkender, die als "Crowd" bezeichnet werden. Ein bekanntes Beispiel ist Wikipedia, wo Nutzer unentgeltlich Inhalte erstellen und aktualisieren. Ähnliche Konzepte finden sich in Support-Foren, wo Nutzer im Namen eines Unternehmens anderen helfen. Auch bei Beta-Tests von Software oder Produkten, wie Computerspielen, wird die Crowd zur Identifikation von Bugs und zur Verbesserung von Inhalten herangezogen. Crowdsourcing erweitert die traditionelle Wertschöpfungskette, da Nutzer sowohl als Anbieter als auch als Nachfrager agieren können. Ein Risiko besteht jedoch in der erschwerten Qualitätskontrolle, insbesondere bei kritischen Produkten, was potenziell negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben kann.crowdsourcingOpen Innovation, Co-Creation
Dead PoolCompany Setup, Investments & FundraisingStartup-FriedhofDer Dead Pool bezeichnet den inoffiziellen Friedhof eines VC-Portfolios, in dem gescheiterte Unternehmen und Investments verzeichnet sind. Diese Firmen werden häufig unmittelbar nach ihrer Insolvenz aus den Portfolio-Listen der Venture-Capital-Gesellschaften entfernt. Eine tiefere Recherche ist erforderlich, um festzustellen, welche Investments tatsächlich gescheitert sind. Beispiele für Dead Pools sind Unternehmen wie Theranos oder Quibi, die trotz anfänglicher Finanzierung und vielversprechender Ideen letztlich scheiterten.dead-poolVC, Write-off, Failure Rate
Deal BreakerCompany Setup, Investments & FundraisingBruch der VertragskonditionenDeal Breaker: Ein Deal Breaker bezeichnet die Nichterfüllung oder den Bruch einer vertraglichen Klausel oder Vereinbarung, die zu einem vorzeitigen Scheitern eines Deals, wie etwa einem Investment oder dem Verkauf eines Startups, führen kann. Beispiele sind öffentliche Äußerungen eines Vertragspartners vor dem offiziellen Signing, absichtliche Falschinformationen während der Due Diligence oder unzureichendes Engagement seitens der Gründer.deal-breakerDue Diligence
Deal FlowCompany Setup, Investments & FundraisingZufluss an NeugeschäftDeal Flow bezeichnet die Anzahl und Qualität der Anfragen, die ein Venture Capital (VC) Investor in Form von Pitch Decks oder (Co-)Investmentofferten erhält. Ein hoher Deal Flow ist entscheidend für die Identifikation vielversprechender Startups und spiegelt das Renommee des VCs wider. Beispielsweise kann ein VC mit starkem Netzwerk und erfolgreichem Track Record, wie bei der Finanzierung von Unicorns, einen höheren Deal Flow generieren.deal-flowVC, Pitch Decks, (Co-)Investment, Track Record, Unicorns, Due Diligence
Deal LeadCompany Setup, Investments & FundraisingKonsortialführerDeal Lead bezeichnet die Person oder Investmentfirma, die innerhalb einer Finanzierungsrunde die zentrale Rolle in der Kommunikation und Organisation auf der Seite der Kapitalgeber übernimmt. Der Deal Lead ist oft auch der Lead Investor, der den größten finanziellen Beitrag leistet, jedoch nicht zwingend. Beispielsweise kann ein kleinerer Venture Capital Fund als Deal Lead fungieren, wenn er stark an das Potenzial eines Startups glaubt. In diesem Kontext sind verwandte Begriffe wie „Lead Investor“ und „Follow-on Investment“ relevant, da sie die Dynamik und Struktur von Finanzierungsrunden verdeutlichen.deal-leadLead Investor, Follow-on Investment
Deal StructureCompany Setup, Investments & FundraisingDeal-StrukturDeal Structure bezeichnet die Rahmenbedingungen einer Finanzierung, die zeitliche, finanzielle und rechtliche Aspekte umfasst. Sie kann beispielsweise eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapital beinhalten, wie bei einer Seed-Finanzierung, wo Investoren sowohl Eigenkapital als auch Darlehen bereitstellen. Die Abfolge von Teilzahlungen, auch Drip Feed genannt, ermöglicht es, Kapital schrittweise bereitzustellen, was besonders in frühen Phasen von Bedeutung ist. Zudem definiert die Deal Structure spezielle Konditionen, wie Liquidationspräferenzen oder Mitspracherechte, die für Investoren von Interesse sind. Im Gegensatz zum Share Purchase Agreement (SPA), das detaillierte Regelungen enthält, bietet die Deal Structure einen Überblick für potenzielle Investoren, um das Interesse an einem Deal zu bewerten.deal-structureShare Purchase Agreement, SPA
Debt FinancingCompany Setup, Investments & FundraisingFremdfinanzierungDebt Financing bezeichnet die Beschaffung von Kapital durch die Aufnahme von Fremdkapital, insbesondere über Instrumente wie Bankkredite oder Unternehmensanleihen. Im Kontext von Startups gewinnt das Venture Debt an Bedeutung, ein Finanzierungsinstrument, das die Rückzahlung an die zukünftige Umsatzentwicklung koppelt. Dies ermöglicht es Startups, ohne Sicherheiten Kredite aufzunehmen, ohne in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Ein Beispiel ist ein eCommerce-Startup, das einen prozentualen Umsatzanteil als Rückzahlung an den Kreditgeber leistet, was vergleichbar mit Marketingkosten ist. Im Gegensatz dazu steht Equity Financing, bei dem Eigenkapital durch die Ausgabe von Unternehmensanteilen beschafft wird.debt-financingeCommerce, Equity Financing
DilutionCompany Setup, Investments & FundraisingVerwässerungDilution bezeichnet die Verwässerung der Anteile bestehender Gesellschafter bei neuen Finanzierungsrunden. Bei einer Kapitalerhöhung gibt ein Startup neue Anteile zu einem festgelegten Preis aus, wodurch der prozentuale Anteil der Altgesellschafter sinkt. Beispielsweise hält ein Gesellschafter mit 5. 000 Anteilen (20 % bei 25. 000 Gesamtanteilen) nach einer Ausgabe von 10. 000 neuen Anteilen nur noch 14 %. Diese Verwässerung bedeutet nicht zwangsläufig einen Wertverlust; 5 % an einem stark gewachsenen Unternehmen können mehr wert sein als 20 % an einem weniger erfolgreichen. Instrumente wie Liquidation Preferences beeinflussen die Verteilung von Exit-Erlösen und können zu unerwarteten Ergebnissen führen.dilutionLiquidation Preferences
Dilution Protection (Provision)Company Setup, Investments & FundraisingVerwässerungsschutzDilution Protection (Provision): Die Dilution Protection ist ein wesentlicher Bestandteil von Beteiligungsverträgen, der Investoren vor den negativen Auswirkungen von Down Rounds schützt, bei denen die Unternehmensbewertung unter dem Niveau vorheriger Finanzierungsrunden liegt. Diese Schutzmechanismen, wie das Recht auf nachträgliche Anteilsbezüge zum Nennwert oder Anteils-Abtretungsverpflichtungen, sichern Altinvestoren ab, indem sie ihnen ermöglichen, ihre Anteile zu einem günstigeren Preis zu erwerben. Es gibt verschiedene Formen, darunter der Full Ratchet und der Weighted Average Anti-Dilution. Diese Klauseln sind von Bedeutung, da sie die Anreizstruktur für Gründer beeinflussen und im schlimmsten Fall zu erheblichen Anteilsverlusten führen können. Abzugrenzen sind diese Klauseln von der allgemeinen Verwässerung bei Up-Rounds und dem gesetzlichen Bezugsrecht von Altgesellschaftern.dilution-protection-provisionDown Rounds, Full Ratchet, Weighted Average Anti-Dilution, Up-Rounds
DiscountCompany Setup, Investments & FundraisingPreisabschlagDiscount bezeichnet einen Preisnachlass auf den regulären Kaufpreis. In der Startup-Szene bezieht sich der Begriff häufig auf Abschläge auf Anteile, insbesondere im Kontext von Wandeldarlehen. Investoren erhalten typischerweise einen Discount von etwa 25 % auf die Anteile der nächsten Finanzierungsrunde. Dies incentiviert frühe Investoren und reduziert deren Risiko. Im Vergleich dazu steht der Begriff "Rabatt" im Einzelhandel für temporäre Preisreduktionen, die durch Couponing oder Sonderaktionen gefördert werden. Der Discount ist somit ein strategisches Instrument zur Kapitalbeschaffung und Risikominderung.discount
Double Bottom LineDBLCompany Setup, Investments & Fundraising-Das Konzept der Double Bottom Line (DBL) findet Anwendung im Bereich des Impact Investing und nachhaltiger Startups. Es misst den Erfolg nicht nur anhand finanzieller Kennzahlen wie Umsatz oder Gewinn, sondern auch durch nicht-bilanziellen Indikatoren wie CO2-Einsparungen, gespendeten Mahlzeiten oder der Fläche gereinigter Meeresoberflächen. Beispielsweise könnte ein Startup, das biologisch abbaubare Verpackungen herstellt, sowohl den Umsatz als auch die Menge an Plastikmüll, die es reduziert hat, erfassen. Während DBL-Kennzahlen für Investoren von Bedeutung sind, bleibt die Integration solcher Indikatoren in reguläre Unternehmensberichte aufgrund ihrer Komplexität eine Herausforderung.double-bottom-lineImpact Investing, CO2, Triple Bottom Line, Social Impact
Down RoundCompany Setup, Investments & FundraisingInvestmentrunde mit PreisabschlagEine Down Round bezeichnet eine Finanzierungsrunde, bei der die Bewertung (Pre-Money/Post-Money) unter dem Preis der letzten Kapitalerhöhung liegt. Solche Runden sind in der Regel unerwünscht, da sie oft als Indikator für finanzielle Schwierigkeiten wahrgenommen werden. Beispielsweise kann eine Down Round auftreten, wenn ein Startup nach einer überzeichneten Seed-Runde in der Folge des Markteintritts eine Korrektur der Bewertung erfährt. Gründer sollten darauf achten, dass sie auch bei euphorischen Investoren ausreichend Spielraum für zukünftige Bewertungen haben, um negative Signale zu vermeiden.down-roundPre-Money, Post-Money, Valuation, Equity Financing
Drag-along RightsCompany Setup, Investments & FundraisingMitverkaufsrechteDrag-along-Rechte sind vertragliche Bestimmungen, die es bestimmten Investoren ermöglichen, andere Gesellschafter bei einem externen Kaufangebot für ihre Anteile zum Verkauf zu zwingen. Diese Rechte sind besonders wichtig in späteren Finanzierungsrunden, wie B- und C-Runden, um die Rendite der Investitionen durch einen vollständigen Unternehmensverkauf zu sichern. In frühen Phasen sollten sie jedoch vorsichtig eingesetzt werden, da sie kleinere Investoren, wie Business Angels, veranlassen können, vorzeitig auszusteigen und das Startup zu gefährden.drag-along-rightsBusiness Angels
Drip FeedCompany Setup, Investments & Fundraising-Drip Feed bezeichnet die gestaffelte Auszahlung einer Investitionssumme an ein Startup, die häufig an das Erreichen spezifischer Meilensteine gebunden ist. Diese Methode minimiert das Risiko für Investoren, indem sie eine Überfinanzierung und damit verbundene Fehlentscheidungen der Gründer, wie übermäßige Büroausstattung oder luxuriöse Geschäftsreisen, verhindert. Beispielsweise könnte ein Startup zunächst 100. 000 Euro erhalten, gefolgt von weiteren 50. 000 Euro nach Erreichen eines Umsatzziels.drip-feed
Drive-by DealCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Drive-by Deal bezeichnet ein signifikantes Booster-Investment, typischerweise von institutionellen Investoren, mit dem Ziel, den Unternehmenswert durch intensive operative Aufwendungen kurzfristig zu steigern und eine Börsennotierung (IPO) zu ermöglichen. Diese Strategie kann sinnvoll sein, wenn nach Finanzierungsrunden (z. B. C- oder D-Runde) aufgrund von Marktentwicklungen kein geeigneter Exit vorhanden ist. Ein Beispiel ist ein Technologie-Startup, das durch ein Drive-by Deal seine Umsätze erhöht, um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen IPO zu erfüllen.drive-by-dealIPO, C-, D-, IPO
Dry PowderCompany Setup, Investments & FundraisingUninvestiertes KapitalDer Begriff "Dry Powder" bezieht sich auf die Summe der finanziellen Mittel, die von Limited Partners (LPs) an einen Venture Capital Fund zugesagt, jedoch von der General Partner (GP) noch nicht abgerufen wurden. Ursprünglich aus dem maritimen Kontext des 17. Jahrhunderts abgeleitet, symbolisiert er die verfügbare Liquidität für zukünftige Investitionen. Ein Beispiel ist ein VC-Fonds, der 100 Millionen Euro zugesagt hat, aber nur 60 Millionen Euro investiert hat. Ein hoher Dry-Powder-Betrag kann auf einen schwachen Deal Flow hinweisen, was die Attraktivität der Startup-Szene widerspiegelt. Gleichzeitig kann der Druck auf Renditen steigen, während die Preise für verbleibende attraktive Investitionsziele ansteigen.dry-powderLPs, GP, VC, Deal Flow, Venture Capital
Due DiligenceDDCompany Setup, Investments & FundraisingSorgfältige (Unternehmens-)PrüfungDue Diligence bezeichnet die umfassende Prüfung eines Unternehmens im Rahmen von Transaktionen, insbesondere beim Kauf oder der Finanzierung. Diese Prüfung erfolgt häufig durch Wirtschaftsprüfungsfirmen oder interne Teams des Käufers. Der Käufer trägt in der Regel die Verantwortung für die Sorgfaltspflicht, jedoch können die Kosten auch variieren. Zu den zentralen Aspekten der Due Diligence zählen Financial Due Diligence, die Analyse finanzieller Kennzahlen, sowie Commercial Due Diligence, die Markt- und Wettbewerbsanalysen umfasst. Weitere relevante Bereiche sind Legal Due Diligence, die rechtliche Risiken untersucht, und Regulatory Due Diligence, die Compliance-Themen wie Geldwäsche und Steuerschulden behandelt. In der Startup-Szene erfolgt die Due Diligence häufig digital über einen Datenraum, wo sensible Dokumente für externe Prüfer bereitgestellt werden.due-diligenceFinancial Due Diligence, Commercial Due Diligence, Legal Due Diligence, Regulatory Due Diligence, Compliance
Early ExitCompany Setup, Investments & Fundraising-Early Exit bezeichnet eine strategische Vorgehensweise, die von Basil Peters in seinem Buch beschrieben wird. Ziel ist es, durch gezielte Seed-Investments in der Frühphase eines Startups einen Return on Investment (ROI) durch frühzeitige Exits oder Anteilsverkäufe zu erzielen. Diese Strategie richtet sich primär an Business Angels, die nicht an Fonds-Laufzeiten oder feste Multiples gebunden sind. Peters argumentiert, dass eine Wertsteigerung in frühen Phasen, beispielsweise ein Money Multiple von x4, einfacher zu erreichen ist. Frühzeitige Exits können durch Secondary Sales realisiert werden, bei denen Anteile an andere Investoren verkauft werden, bevor das Startup eine vollständige Marktreife erreicht.early-exitReturn on Investment (ROI), Business Angels, Money Multiple, x4, Secondary Sales
Early StageCompany Setup, Investments & FundraisingAnfangsphase, FrühstadiumEarly Stage bezeichnet die Frühphase eines Startups, in der ein Minimum Viable Product (MVP) entwickelt wurde. In dieser Phase konzentriert sich das Unternehmen auf das Testen und Optimieren des Produkts, um den offiziellen Markteintritt vorzubereiten. Typischerweise verfügt ein Early Stage-Startup über ein festes Team und hat erste externe Finanzmittel, häufig in Form von Seed-Finanzierungen, akquiriert.early-stageMVP, Seed, Pre-Seed, Series A
Earn-out ClauseCompany Setup, Investments & FundraisingPreisanpassungsklauselEine Earn-out-Regelung ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der Verkäufer eines Startups einen Teil des Kaufpreises nicht sofort, sondern über einen festgelegten Zeitraum erhalten. Diese Regelung ermöglicht es Käufern, die Erfüllung von Garantien und Informationen zu überprüfen, bevor die vollständige Zahlung erfolgt (vgl. Representations & Warranties). Ein Beispiel ist die Kopplung eines Teils des Kaufpreises an die Umsatzentwicklung nach der Übernahme. Earn-outs fördern auch die Liquidität des Käufers und können steuerliche Vorteile für Gründer bieten.earn-out-clauseRepresentations & Warranties, Due Diligence
Equity FinancingCompany Setup, Investments & FundraisingEigenkapitalfinanzierungEquity Financing bezeichnet alle gängigen Instrumente der Eigenkapitalfinanzierung, bei denen Kapitalgeber Eigentumsanteile und Mitspracherechte an einem Unternehmen erhalten. Die Rendite erfolgt in der Regel nicht über Zinszahlungen, sondern durch eine vorher vereinbarte Erfolgsbeteiligung, beispielsweise beim Exit. Diese Finanzierungsform entlastet Startups von festen Schulden, die bei Wachstum zu Überlastungen führen könnten. Allerdings werden Kapitalgeber zu Miteigentümern, was die strategische Ausrichtung des Unternehmens beeinflussen kann. Zu den verwandten Begriffen zählen Venture Capital und Business Angels, während Mezzanine-Finanzierungen eine Mischform darstellen, die sowohl Eigen- als auch Fremdkapitaleigenschaften aufweist.equity-financingExit, Venture Capital, Business Angels, Mezzanine
Equity KickerCompany Setup, Investments & FundraisingAnreizvergütung durch EigenkapitalEquity Kicker bezeichnet eine Incentivierung von Kapitalgebern, die neben einer festen Vergütung auch Anteile am Unternehmenserfolg erhalten. Ein Beispiel ist das Nachrangdarlehen, bei dem Investoren eine Festverzinsung sowie eine Beteiligung an zukünftigen Überrenditen, gekoppelt an Umsatz oder Bewertung, erhalten. Echte Equity Kicker beinhalten eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung, während Virtual Equity Kicker, auch Phantom Warrants genannt, in Form von Boni oder Sonderauszahlungen ausgezahlt werden. Diese Instrumente fördern die Motivation und Bindung von Investoren und Teammitgliedern.equity-kicker
Equity OfferingsCompany Setup, Investments & Fundraising-Equity Offerings beziehen sich im Startup-Kontext auf Angebote, die neuen Teammitgliedern neben einem Gehalt die Möglichkeit bieten, am Unternehmenswert und dessen Anteilen zu partizipieren. Dies geschieht häufig im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen (Employee Stock Ownership Plan, ESOP), die eine transparente Gestaltung der Anteile fördern. Gründerteams diskutieren oft, wie zukünftige Mitarbeiter als Miteigentümer eingebunden werden können. Diese Praxis ist besonders bei größeren Startups verbreitet, obwohl das deutsche GmbH- und Steuerrecht Herausforderungen mit sich bringt.equity-offeringsEmployee Stock Ownership Plan, ESOP
EscrowCompany Setup, Investments & FundraisingTreuhandkontoEscrow bezeichnet ein von einer neutralen Instanz, häufig einer Anwalts-, Steuer- oder Notarkanzlei, verwaltetes Treuhandkonto. Es wird eingesetzt, um finanzielle Mittel bis zur Erfüllung bestimmter Bedingungen zu sichern. Beispielsweise müssen ausländische Investoren ihre Zahlungsfähigkeit vor einer notariellen Kapitalerhöhung nachweisen. Bei Unternehmensverkäufen kann ein Teil des Kaufpreises als Sicherheit für Gewährleistungspflichten hinterlegt werden. In Deutschland sind Escrows kostenintensiv und unterliegen strengen Geldwäschevorschriften, weshalb ihr Einsatz im Startup-Bereich gut überlegt sein sollte.escrowDue Diligence
ExitCompany Setup, Investments & FundraisingStartup-VerkaufUnter einem Exit versteht man den (mehrheitlichen) Verkauf eines Startups an eine neue Kontrollmehrheit. Exits erfolgen häufig durch strategische Käufe, bei denen große Unternehmen mit spezifischen Zielen, wie der Integration neuer Technologien oder der Erweiterung ihres Portfolios, das Startup erwerben. Beispiele hierfür sind Übernahmen durch Unternehmen wie Google oder Facebook, die gezielt innovative Technologien akquirieren. In den letzten Jahren haben auch Finanzinvestoren, etwa Venture-Capital-Firmen, an Bedeutung gewonnen, was sich in der Zunahme von Trade Sales zeigt. Börsengänge (IPOs) sind für größere Startups mit einem Umsatz von mindestens 100 Millionen Euro relevant. Selten erfolgt ein Exit durch Rückkäufe von Anteilen durch die Gründer, die das Unternehmen anschließend mit einer neuen Strategie weiterführen.exitVenture-Capital, Trade Sales, IPOs, M&A, Due Diligence
Exit RouteCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Exit Route, auch bekannt als Exit-Strategie oder Road to Exit, beschreibt den strategischen Plan eines Startups, um potenziellen Investoren die Realisierung ihrer Renditen zu ermöglichen. Dies umfasst nicht nur rechtliche und steuerliche Aspekte, sondern auch eine frühzeitige Identifikation potenzieller Käufer, wie strategische Investoren oder Wettbewerber. Beispielsweise könnten Gründer in der Technologiebranche an Unternehmen denken, die an innovativen Lösungen interessiert sind, um ihre Marktposition zu stärken. Institutionelle Investoren, wie Venture Capitalists (VCs), analysieren den Käufermarkt und bewerten Risiken, darunter den Eintritt neuer Wettbewerber oder regulatorische Hürden. Eine durchdachte Exit Route berücksichtigt auch die Laufzeiten von Venture Capital Funds, um den optimalen Zeitpunkt für einen Exit zu bestimmen.exit-route
Exit WindowCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Exit Window bezeichnet den Zeitraum, in dem Gründer und Investoren einen geplanten Verkaufszeitpunkt des Startups festlegen. Dies geschieht häufig im Rahmen von Finanzierungsrunden oder eines Share Purchase Agreements (SPA). Beispielsweise kann ein Exit Window relevant werden, wenn ein Fonds eines Investors nach einer bestimmten Laufzeit ausläuft oder wenn während der Wachstumsphase ein unerwartetes Kaufangebot eingeht.exit-windowSPA, Due Diligence
Finder’s FeeCompany Setup, Investments & FundraisingProvision, VermittlungsgebührEine Finder’s Fee, auch als Vermittlungsprovision oder Referral Fee bekannt, ist eine Vergütung, die an eine Person gezahlt wird, die durch ihr Netzwerk eine geschäftliche Transaktion ermöglicht. Diese Gebühren sind besonders im Fundraising von Startups relevant und liegen typischerweise zwischen 2 % und 5 % des Transaktionsvolumens. Es ist jedoch wichtig, vorsichtig zu sein, da nicht alle Vermittler über ein belastbares Netzwerk verfügen. Echte Business Angels investieren ihr eigenes Kapital, während unseriöse Vermittler oft ungezielte Kontakte herstellen, was dem Startup schaden kann. Investoren schätzen es nicht, wenn ein Teil ihres Investments für Vermittlungsgebühren abgezogen wird.finder-s-feeReferral Fee, Fundraising, Business Angels
FiresaleCompany Setup, Investments & FundraisingNotverkaufFiresale bezeichnet den (Not-)Verkauf eines Startups an einen externen Käufer, häufig ausgelöst durch akute Liquiditätsprobleme. Im Gegensatz zu einem regulären Exit liegt der Kaufpreis in der Regel deutlich unter der Bewertung der letzten Finanzierungsrunde (siehe auch Down Round). Dies führt dazu, dass sowohl das Team als auch die Investoren wesentliche Rechte und Erlösansprüche gemäß den Beteiligungsverträgen verlieren (siehe auch Cram-down). Ein Firesale wird oft als letzte Möglichkeit betrachtet, ein Startup schnell zu veräußern, um ein drohendes Insolvenzverfahren zu vermeiden. In der Praxis kann es vorkommen, dass Gründer den Verkauf als Firesale bezeichnen, obwohl er tatsächlich im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erfolgt ist, was zu einem Totalverlust des Unternehmens führt.firesaleDown Round, Cram-down
First Stage/Early Stage (Financing)Company Setup, Investments & FundraisingErstfinanzierungDie First Stage- bzw. Early Stage-Finanzierung bezeichnet Investitionen in der Anfangsphase eines Startups, die typischerweise die Entwicklung zur Marktreife und den ersten Markteintritt unterstützen. In dieser Phase sind Due Diligence-Prüfungen und Beteiligungsverträge (z. B. SPA) weniger komplex als in späteren Finanzierungsrunden. Investoren sind häufig Business Angels, die bereit sind, in risikobehaftete Projekte zu investieren. Finanzierungsquellen umfassen Eigenmittel, Friends & Family, Stipendien, Fördermittel und Wandeldarlehen. Ziel ist es, ein Minimum Viable Product (MVP) oder einen Proof-of-Concept zu erreichen, um institutionelle Investoren anzuziehen.first-stage-early-stage-financingDue Diligence, SPA, Business Angels, Friends & Family, Minimum Viable Product, MVP, Proof-of-Concept
Flat-RoundCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Flat Round bezeichnet eine Finanzierungsrunde, bei der der Anteilspreis gleich bleibt im Vergleich zur vorhergehenden Runde. Dies kann als Indikator für stagnierenden Unternehmenswert interpretiert werden, da keine Wertsteigerung zwischen den Runden erkennbar ist. Im Gegensatz dazu signalisiert ein Secondary Signing, bei dem Anteile zum Preis der letzten Runde nachgezeichnet werden, in der Regel eine positive Entwicklung. Ein Beispiel für eine Flat Round könnte ein Startup sein, das in der Serie A eine Bewertung von 5 Millionen Euro erreicht hat und in der Serie B erneut mit 5 Millionen Euro bewertet wird.flat-roundSecondary Signing, Serie A, Serie B, Pre-Money, Post-Money
FloorCompany Setup, Investments & FundraisingUntergrenzeEin Floor bezeichnet im Gegensatz zum Cap eine festgelegte Untergrenze für bestimmte Parameter in einem Finanzierungsvertrag. Beispielsweise kann dies eine Zinsuntergrenze in einem Venture Debt-Vertrag sein, bei dem die Rendite an den zukünftigen Umsatz des Unternehmens gekoppelt ist. Ein weiteres Beispiel ist ein Mindestpreis bei der Anteilsveräußerung eines Gesellschafters vor einem Börsengang (IPO). Floors sind oft in Verbindung mit anderen Finanzinstrumenten wie Caps oder Swaps zu betrachten, da sie das Risiko für Investoren und Unternehmen steuern.floorVenture Debt, IPO, Caps, Swaps
Follow-on/Follow-up InvestmentCompany Setup, Investments & FundraisingFolgeinvestitionEin Follow-up Investment bezeichnet eine nachfolgende Kapitalzufuhr eines Investors, häufig institutioneller Natur, in ein bereits finanziertes Startup. Solche Investitionen können als positives Signal interpretiert werden, da sie das Vertrauen des Investors in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens verdeutlichen. Beispielsweise könnte ein Venture-Capital-Geber, der in eine vielversprechende Technologie-Startup investiert hat, eine Folgefinanzierung bereitstellen, um dessen Wachstum zu unterstützen. Allerdings kann ein Follow-up Investment auch unfreiwillig sein, etwa wenn ein Unternehmen unerwartet hohe Verluste erleidet oder Schwierigkeiten hat, frisches Kapital zu akquirieren. In solchen Fällen fordern neue Investoren oft ein Commitment bestehender Geldgeber, um sicherzustellen, dass die Verantwortung für den Erfolg nicht einseitig auf neue Investoren abgewälzt wird.follow-on-follow-up-investmentCommitment, Pre-Money Valuation, Post-Money Valuation
Founder’s AgreementCompany Setup, Investments & FundraisingGründervertragEin Founder’s Agreement ist ein entscheidendes Dokument, das die Gründer eines Startups nutzen, um Rollen, Rechte und Anteilsverteilungen festzulegen. Es ähnelt in Teilen einem Beteiligungsvertrag, geht jedoch über diesen hinaus, indem es auch Regelungen zu geistigem Eigentum, internen Entscheidungsprozessen und Abstimmungsmodalitäten (vgl. Quorum) umfasst. Beispielsweise können spezifische Vereinbarungen zu Gehältern und Verantwortlichkeiten getroffen werden. Ein solches Agreement kann bereits vor der Gründung einer Gesellschaft (z. B. GmbH) abgeschlossen werden und führt zur Bildung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) unter den Gründern. Gründer sollten sicherstellen, dass der Vertrag klare Regelungen zu finanziellen Ausgaben und zukünftigen Investitionen enthält, um Missverständnisse zu vermeiden.founder-s-agreementQuorum
Founder’s SharesCompany Setup, Investments & FundraisingGründeranteileFounder’s Shares beziehen sich auf die Anteile, die von den Gründern eines Startups gehalten werden. Diese Anteile sind entscheidend für die Motivation der Gründer, insbesondere in Bezug auf zukünftige Finanzierungsrunden. Investoren achten darauf, dass die Gründeranteile ausreichend hoch bleiben, um einen attraktiven Exit zu gewährleisten. Im Rahmen von Startup-Beteiligungsverträgen gelten spezifische Regelungen wie Vesting, Good/Bad Leaver, Cliff und Andienungspflicht, um Missbrauch bei Fehlverhalten oder vorzeitigem Ausscheiden zu verhindern. Die interne Verteilung der Gründeranteile ist oft Gegenstand intensiver Diskussionen, da sie den Wert der individuellen Beiträge im Team widerspiegelt. Es ist ratsam, die Anteilsverteilung bereits im Founder’s Agreement vor der Gründung festzuhalten.founder-s-sharesVesting, Good/Bad Leaver, Cliff, Founder’s Agreement
Friends & Family (& Fools) RoundFFFCompany Setup, Investments & Fundraising-Der Begriff "Friends & Family (& Fools) Round" (FFF-Runde) bezeichnet die erste Finanzierungsrunde eines Startups, in der Kapital von Freunden, Familienmitgliedern und gutwilligen Unterstützern (den "Fools") gesammelt wird. Diese Gelder werden häufig in der Seed-Phase (s. a. Seed Stage) eingesetzt, um erste Produktentwicklungen oder Marktforschung zu finanzieren. Es ist wichtig, potenzielle Risiken, wie den Totalverlust des Investments, klar zu kommunizieren. Ein schriftliches Dokument, das diese Risiken festhält, kann rechtliche Konflikte verhindern.friends-family-fools-roundSeed Stage, Crowdfunding
Full RatchetCompany Setup, Investments & Fundraising-Full Ratchet ist eine spezifische Form des Anti-Dilution-Schutzes, die im Startup-Bereich Anwendung findet. Sie gewährleistet, dass Investoren, die in einer Down Round investieren, so behandelt werden, als hätten sie ihre Anteile zum niedrigeren Preis dieser Runde erworben. Dies geschieht durch eine Anpassung der Anteile der Gründer, wodurch deren Beteiligung verwässert wird. Ein Beispiel ist, wenn ein Investor ursprünglich Anteile zu 10 Euro pro Stück hält und in einer Down Round der Preis auf 5 Euro fällt; der Full Ratchet würde die Anteile des Investors entsprechend anpassen. Diese Regelung kann jedoch zu erheblichen Veränderungen im Gesellschafterkreis führen und zukünftige Finanzierungsrunden erschweren. Alternativ kann eine Anpassung durch die Ausgabe neuer Anteile zum Nennwert erfolgen. Es ist ratsam, Full Ratchet-Vereinbarungen im Beteiligungsvertrag zu vermeiden, um unerwünschte Folgen zu minimieren.full-ratchetDown Round, Anti-Dilution Protection
Fund SizeCompany Setup, Investments & FundraisingFondsvolumenDie Fund Size bezeichnet das Gesamtvolumen eines Venture Capital Fonds und ist ein entscheidender Indikator für dessen Marktstellung und Investitionskapazität. Eine größere Fund Size kann auf ein höheres Renommee und einen soliden Track Record hinweisen, was für Startups sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Beispielsweise ermöglicht ein größerer Fonds potenziell Folgeinvestitionen, was für das Wachstum eines Startups entscheidend sein kann. Gleichzeitig kann eine Diskussion über Fund Sizes in der VC-Community emotional werden. Gründer sollten auch die Laufzeit des Fonds berücksichtigen, um das strategische Zeitfenster für einen möglichen Exit zu verstehen (vgl. Drag-along Rights, Road to Exit).fund-sizeVC-Community, Drag-along Rights
FundingCompany Setup, Investments & FundraisingFinanzierungFunding bezeichnet die Gesamtheit der finanziellen Mittel, die ein Startup im Rahmen von Finanzierungsrunden oder während seiner gesamten Existenz akquiriert hat. Dies umfasst sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapitalfinanzierungen. Der Prozess des Fundraisings, bei dem Investoren angesprochen und Überzeugungsarbeit geleistet wird, ist entscheidend. Ein Beispiel für Funding sind Seed-Runden, in denen Gründer erste Investitionen von Business Angels oder Venture-Capital-Gesellschaften erhalten.fundingFundraising, Business Angels, Venture-Capital, Crowdfunding
General PartnerGPCompany Setup, Investments & FundraisingKomplementärEin General Partner (GP) ist im Startup-Bereich das führende Management eines Venture Capital Fonds, typischerweise bestehend aus Partnern. Diese Struktur ähnelt einer Limited Liability Partnership (LLP) und einer deutschen Komplementärgesellschaft. Der GP verwaltet die Gelder der Limited Partners (LP), die als Geldgeber fungieren. Ein Beispiel sind VC-Fonds, die unter dem Namen des GPs auftreten. Mischformen existieren, wie bei VC-Armen großer Unternehmen, wo LPs auch in das Investment-Management eingebunden sind. Dies unterscheidet sich von Corporate Venture Capital (CVC), wo Gelder direkt von Konzernen stammen und strategische Ziele verfolgen.general-partnerLLP, LP, VC, CVC
HaircutCompany Setup, Investments & Fundraising(Forderungs-)AbschlagEin Haircut bezeichnet einen signifikanten Abschlag auf den Finanzwert von Forderungen, beispielsweise bei ausstehenden Krediten oder Ansprüchen Dritter. Ziel ist es, in Krisensituationen die finanziellen Verhältnisse eines Startups neu zu ordnen, um dessen Fortbestand zu sichern. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit können Haircuts, etwa bei Lieferantenforderungen, die Insolvenz hinauszögern, was allen Gläubigern zugutekommt. Üblicherweise werden Haircuts pari passu organisiert, um eine Bevorzugung einzelner Gläubiger zu vermeiden. In vielen Fällen wird ein Besserungsschein (Warrant) angeboten, um Gläubigern nach der Restrukturierung einen Teil des Forderungsverzichts zurückzugeben.haircutWarrant
High Net Worth IndividualHNWICompany Setup, Investments & FundraisingHochvermögende PersonEin High Net Worth Individual (HNWI) ist eine Person, die über ein signifikantes Vermögen, typischerweise im zweistelligen Millionenbereich, verfügt. HNWIs sind oft Zielgruppe für private Banken und Vermögensverwalter, die maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen anbieten. Bei noch wohlhabenderen Individuen spricht man von Ultra-High Net Worth Individuals (UHNWI), die über Vermögen von mindestens 30 Millionen Euro verfügen. HNWIs investieren häufig in Startups, Immobilien oder alternative Anlagen, was sie zu wichtigen Akteuren im Venture Capital- und Private Equity-Bereich macht.high-net-worth-individualVenture Capital, Private Equity
Holding CompanyHoldCoCompany Setup, Investments & FundraisingUnternehmensbeteiligungsgesellschaftUBGGEine Holding Company (HoldCo) ist ein Unternehmensvehikel, das primär dazu dient, Anteile an anderen Unternehmen zu halten. Oft im Ausland angesiedelt, ermöglicht eine Holding steuerliche Vorteile und eine optimierte Vermögensverwaltung. Beispielsweise nutzen Private Equity-Firmen Holdingstrukturen, um als Mehrheitsgesellschafter aufzutreten, ohne die Gesellschafterstruktur durch individuelle Beteiligungen zu fragmentieren.holding-companyPrivate Equity
Holding PeriodCompany Setup, Investments & FundraisingHaltedauerDie Holding Period bezeichnet die vertraglich festgelegte Mindesthaltedauer eines Investments oder Unternehmensanteils. Sie ist entscheidend für die Planungssicherheit in Investmentstrukturen, insbesondere wenn mehrere Investoren an einem langfristigen Wachstum eines Startups beteiligt sind. Beispielsweise verhindert eine Holding Period, dass ein Investor vor Ablauf der Frist aussteigt, was die Stabilität des Unternehmens gefährden könnte. Bei Gründern ist die Holding Period oft Teil des Vesting-Prozesses, der den Zugriff auf Founder’s Shares an bestimmte Leistungen knüpft (vgl. Cliff, Good/Bad Leaver). Zudem existieren rechtliche Vorgaben zur Mindesthaltedauer von Anteilsverkäufen, etwa bei Börsengängen oder Crowdinvestments.holding-period
Home RunCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Home Run bezeichnet ein Investment oder einen Exit eines Startups, der einem Investor mindestens das 20-Fache seines eingesetzten Kapitals einbringt. Diese hohe Rendite ist notwendig, um die hohen Ausfallraten in Startup-Portfolios auszugleichen, wobei ein Money Multiple von mindestens 10 erforderlich ist, um die erwartete Rendite eines Venture Capital (VC) Fonds zu sichern. In einigen Fällen wird der Begriff auch für noch höhere Multiples verwendet, was die Bedeutung eines Home Runs als signifikanten finanziellen Erfolg verdeutlicht.home-runMoney Multiple, VC, Venture Capital, Exit
Hurdle RateCompany Setup, Investments & FundraisingMindestverzinsungDie Hurdle Rate ist eine im institutionellen Fund Management verwendete Kennzahl, die die Mindestverzinsung definiert, die ein Investmentfonds erzielen muss, bevor das Management-Team, auch General Partner (GP) genannt, Anspruch auf Boni und Erfolgsbeteiligungen (Carry) hat. Üblicherweise liegt diese Rate zwischen 6 und 8 %. Beispielsweise könnte ein VC-Fonds, der eine Hurdle Rate von 7 % festlegt, erst ab dieser Rendite Gewinne an die Limited Partners (LPs) und das Management ausschütten. Einige VCs verzichten jedoch auf eine Hurdle Rate, um das Investmentverhalten nicht zu beeinträchtigen, da dies zu einer übermäßigen Risikoaversion führen kann, die im Wagniskapitalsektor nachteilig ist.hurdle-rateGP, Carry, VC, LPs, VCs
Impact InvestingCompany Setup, Investments & FundraisingNachhaltiges InvestierenImpact Investing bezeichnet Anlage- und Investmentstrategien, die gezielt in Impact- oder Sustainable Startups investieren, die nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen anbieten, beispielsweise im Bereich erneuerbare Energien oder Fair Trade. Diese Investitionen werden häufig von Stiftungen oder Fonds mit gemeinnützigem Fokus bereitgestellt. Es ist wichtig zu unterscheiden, ob der angestrebte soziale oder ökologische Impact das primäre Kriterium ist oder ob zusätzlich Renditeziele verfolgt werden, wie es bei traditionellen Venture Capital-Strategien der Fall ist. Der Exit-Markt für Impact Startups ist im Vergleich zu konventionellen Industrien begrenzt, jedoch zeigen Sektoren wie Textil und Lebensmittel einen wachsenden Trend hin zu nachhaltigen Ansätzen.impact-investingFair Trade, Renewable Energy, Venture Capital, Exit, Market, Textiles, Food
Information Memorandum (Info-Memo)IM / CIMCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Information Memorandum (Info-Memo) wird verwendet, um potenzielle Käufer über ein Unternehmen zu informieren, nachdem eine Vertraulichkeitserklärung (NDA) unterzeichnet wurde. Im Gegensatz zum Pitch Deck, das häufig auf Investitionen abzielt, konzentriert sich das Info-Memo auf die Unternehmenshistorie und den Verkaufsprozess. Es dient als Grundlage für Managementgespräche und kann zu einem Letter of Intent (LoI) sowie einer Due Diligence führen. Bei Startup-Insolvenzen wird es auch zur Käufersuche im Rahmen eines Asset Deals eingesetzt. Wettbewerber zeigen oft Interesse, um strategische Informationen zu gewinnen.information-memorandum-info-memoNDA, Pitch Deck, Letter of Intent, LoI, Due Diligence, Asset Deals
Information RightsCompany Setup, Investments & FundraisingEinsichtsrechteInformation Rights beziehen sich auf die Rechte von Anteilseignern in einem Startup, die es ihnen ermöglichen, unabhängig von Gesellschafterversammlungen oder Quartalsberichten Einblick in die Geschäftstätigkeiten zu erhalten. Gemäß dem deutschen GmbH-Gesetz haben Gesellschafter das Recht, auf Anfrage unverzüglich Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu erhalten und Einsicht in die Bücher und Schriften zu nehmen. In der Praxis ist es jedoch unüblich, dass ein Gesellschafter eigenständig Informationen anfordert; solche Anfragen sollten in der Regel mit anderen Gesellschaftern abgestimmt werden. Beispielsweise kann bei einem Gesellschafterwechsel zu einem Wettbewerber die Auskunft verweigert werden.information-rights
Initial Coin OfferingICOCompany Setup, Investments & FundraisingKrypto-BörsengangEin Initial Coin Offering (ICO) ist eine Form des Crowdfunding, bei der Unternehmen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zur Finanzierung neuer Projekte oder Produkte einsetzen. Im Rahmen eines ICOs werden umfassende Informationen über das Projekt bereitgestellt, einschließlich Vision, Ziele, Funktionalität und Roadmap. Investoren haben die Möglichkeit, in das Projekt zu investieren, wobei sie sich der unregulierten Natur von ICOs bewusst sein sollten, was potenzielle Verlust- und Betrugsrisiken mit sich bringt. Vergleichbare Begriffe sind Token Generation Event (TGE) und Security Token Offering (STO), die unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen aufweisen.initial-coin-offeringCrowdfunding, Roadmap, Security Token Offering, STO
Initial Public OfferingIPOCompany Setup, Investments & FundraisingBörsengangEin Initial Public Offering (IPO) bezeichnet den erstmaligen Börsengang eines Unternehmens durch die Emission von öffentlich handelbaren Aktien. In Deutschland sind IPOs aufgrund umfangreicher regulatorischer Anforderungen und der Komplexität des Prozesses meist erst ab einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich sinnvoll. Die erfolgreiche Vorabplatzierung während einer Road Show sowie umfassende PR-Maßnahmen sind entscheidend, um einen attraktiven Ausgabepreis und eine stabile Kursentwicklung zu erreichen. Neue Börsensegmente, inspiriert vom angelsächsischen Modell, bieten Startups geringere Transparenz- und Reporting-Pflichten. Alternativen wie SPACs (Special Purpose Acquisition Companies) wurden zur Steigerung der IPO-Zahlen im Venture-Bereich diskutiert, jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der Interessen von Kleinanlegern. Ein IPO wird häufig als finale Exit-Strategie betrachtet und ist weniger als kurzfristige Finanzierungsoption geeignet.initial-public-offering
Institutional InvestorCompany Setup, Investments & FundraisingInstitutioneller AnlegerInstitutionelle Investoren sind Organisationen, die Gelder von Dritten verwalten und gemäß einer festgelegten Investmentstrategie anlegen. Zu diesen Investoren zählen unter anderem Investmentgesellschaften, Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen, Stiftungsfonds sowie Family Offices und Staatsfonds. Ein Beispiel für institutionelle Investoren sind große Pensionskassen, die in Immobilien oder Aktien investieren. Venture Capital (VC) wird zwar nicht klassisch als institutioneller Investor betrachtet, jedoch investieren einige institutionelle Anleger in spezialisierte VC-Fonds, um in innovative Startups zu investieren.institutional-investorVenture Capital (VC), private Equity
Investment BankIBCompany Setup, Investments & FundraisingInvestmentbankIBEine Investmentbank ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das sich von klassischen Banken unterscheidet, da es kein Einlagengeschäft mit Privat- und Geschäftskunden betreibt. Die Erträge stammen aus der Verwaltung von Vermögen, dem Verkauf von Finanzprodukten sowie spezialisierten Dienstleistungen. Zu den Hauptbereichen gehören Asset Management, Corporate Finance und Research & Financial Engineering. Investmentbanken unterstützen Unternehmen bei Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie Börsengängen (IPO). Einige Investmentbanken agieren auch im Venture-Capital-Bereich und bieten neben Equity Financing innovative Finanzierungsinstrumente wie Venture Debt und Finetrading an.investment-bankAsset Management, Corporate Finance, Research & Financial Engineering, M&A, IPO, Venture-Capital, Equity Financing, Venture Debt
Investment RoundCompany Setup, Investments & FundraisingFinanzierungsrundeEine Investment Round, auch bekannt als Finanzierungsrunde, bezeichnet einen strukturierten Prozess zur Beschaffung von Kapital für Startups. Dieser Prozess umfasst die Erstellung von Investitionsunterlagen, wie beispielsweise einem Pitch Deck, sowie die gezielte Ansprache potenzieller Investoren im Rahmen des Fundraising. Die Verhandlungen über die Bedingungen der Investition führen schließlich zum Signing und Closing eines Beteiligungsvertrags. In der Kommunikation sollte der Begriff erst verwendet werden, wenn ein Term Sheet oder mindestens ein Letter of Intent (LoI) vorliegt, um Missverständnisse zu vermeiden. Beispiele für Investment Rounds sind Seed-Runden, Series A oder Series B, die jeweils unterschiedliche Entwicklungsphasen eines Startups repräsentieren.investment-roundPitch Deck, Fundraising, Signing, Closing, Term Sheet, Letter of Intent, LoI
Investment StrategyCompany Setup, Investments & FundraisingAnlagestrategieEine Investmentstrategie beschreibt die spezifischen Anlageziele eines Fonds oder Investors, einschließlich der Bevorzugung bestimmter Branchen, wie Technologie oder Gesundheitswesen, sowie der bevorzugten Zeitpunkte und Investitionssummen im Unternehmenslebenszyklus. Beispielsweise könnte ein Investor in der Frühphase (Seed-Phase) eines Startups investieren, während ein anderer in der Wachstumsphase (Growth-Phase) aktiv wird. Bei Limited Liability Partnerships (LLPs) sind Investmentstrategien oft schriftlich festgelegt, um sicherzustellen, dass der Managing Partner konforme Entscheidungen trifft.investment-strategyLLPs, Managing Partner
Investor Control SheetICSCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Investor Control Sheet (ICS) ist ein zentrales Dokument, das während eines Fundraisings oder einer Finanzierungsrunde erstellt wird, um die Ansprache und Verhandlungen mit Investoren systematisch zu organisieren. Es wird häufig in tabellarischer Form, typischerweise in Excel, angelegt. Ein effektives ICS umfasst eine Long List und Short List von potenziellen Investoren, eine Übersicht über bereits durchgeführte Schritte, Preisvorstellungen sowie Informationen zu den Personen, die Einführungen (Intros) ermöglicht haben. Beispielsweise könnte ein ICS festhalten, dass Investor A bereits kontaktiert wurde und Investor B ein positives Feedback gegeben hat. Dies hilft, Doppelansprachen zu vermeiden, die dem Ruf des Startups schaden könnten.investor-control-sheet
Lead InvestorCompany Setup, Investments & Fundraising-Lead Investor bezeichnet den Hauptkapitalgeber eines Startups, der durch die Höhe seines Investments oder seine langjährige Gesellschafterhistorie die Finanzierungsrunde anführt. Beispielsweise kann ein Lead Investor 500. 000 Euro investieren, während andere Co-Investoren kleinere Beträge beisteuern. Oft übernimmt der Lead Investor die Koordination der Verhandlungen und spricht gezielt weitere Investoren aus seinem Netzwerk an, um zusätzliche Mittel zu akquirieren.lead-investorCo-Investor, Venture Capital, Due Diligence
Letter of IntentLoICompany Setup, Investments & FundraisingInteressensbekundungEin Letter of Intent (LoI) ist eine nicht rechtsverbindliche Erklärung, die das Interesse zwischen Geschäftspartnern, Käufern oder Investoren eines Startups dokumentiert. Er dient als Vorstufe zu verbindlichen Verträgen, beispielsweise bei Investitionen oder Exits. Ein LoI kann mit Vertraulichkeits- oder Exklusivitätsklauseln kombiniert werden, um die Interessen beider Parteien zu schützen. Im Gegensatz zu einem Memorandum of Understanding (MoU) enthält ein LoI oft keine detaillierten Punkte zur Klärung, während ein MoU spezifische offene Fragen und eine Roadmap zur Einigung skizzieren kann.letter-of-intentMoU, EoI, ItP
Limited Liability CompanyLLCCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Limited Liability Company (LLC) ist eine Unternehmensform in den Vereinigten Staaten, die den Eigentümern eine beschränkte Haftung bietet, sodass sie nicht persönlich für die Schulden des Unternehmens verantwortlich sind. Diese Flexibilität ermöglicht es Gründern, steuerliche Vorteile zu nutzen und die Unternehmensstruktur an ihre Bedürfnisse anzupassen. Im Vergleich zur deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) sind LLCs weniger reguliert, insbesondere hinsichtlich des erforderlichen Stammkapitals und der Haftung der Geschäftsführer. Begriffe wie "Sole Proprietorship" oder "Corporation" stehen in engem Zusammenhang mit der LLC und verdeutlichen die Vielfalt der Unternehmensformen in den USA.limited-liability-companySole Proprietorship, Corporation, USA
Limited PartnershipLPCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Limited Partnership (LP) ist eine Unternehmensform, die aus mindestens einem voll haftenden Gesellschafter (General Partner) und einem oder mehreren Teilhabern (Limited Partner) besteht. General Partner tragen die volle persönliche Haftung für Schulden und unternehmerische Fehler, während Limited Partner nur bis zur Höhe ihrer Einlage haften. Diese Struktur ermöglicht es Investoren, Kapital bereitzustellen, ohne in die Geschäftsführung einzugreifen, was sie besonders attraktiv für Venture Capital Investoren macht. Im deutschen Startup-Ökosystem ist die LP häufig als Rechtsform für Fonds anzutreffen, die in innovative Unternehmen investieren.limited-partnershipGeneral Partner, Limited Partner, Venture Capital
LiquidationCompany Setup, Investments & FundraisingLiquidationLiquidation bezeichnet die formale Auflösung eines Unternehmens, bei der die Vermögenswerte zunächst zur Begleichung der Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern und Kreditgebern verwendet werden, bevor etwaige Restwerte an die Anteilseigner verteilt werden. Dies geschieht häufig im Rahmen eines Insolvenzverfahrens, kann jedoch auch ohne Insolvenz erfolgen, beispielsweise wenn ein Startup seine Geschäftstätigkeit freiwillig einstellt. Gründer sollten die Komplexität und die potenziellen Kosten einer Liquidation berücksichtigen, da die Erstellung mehrerer Bilanzen und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben erforderlich sind.liquidation
Liquidation EventCompany Setup, Investments & FundraisingLiquidationsereignisEin Liquidationsereignis bezeichnet einen spezifischen Anlass, der Gesellschaftern oder Investoren eines Startups die Möglichkeit bietet, ihre Anteile in Bargeld umzuwandeln. Solche Ereignisse sind für Investoren von zentraler Bedeutung, da sie klare Ausstiegspunkte aus ihren Investments darstellen. Typische Liquidationsereignisse sind der Verkauf des Unternehmens (Change of Control, CoC), ein Börsengang (Initial Public Offering, IPO) oder ein Secondary Sale, bei dem Anteile an andere Investoren verkauft werden. Die Bedingungen für diese Ereignisse sind in der Regel im Share Purchase Agreement (SPA) festgelegt.liquidation-eventChange of Control, CoC, Initial Public Offering, IPO, Secondary Sale, Share Purchase Agreement, SPA
Liquidation PreferenceLPCompany Setup, Investments & FundraisingLiquidationspräferenzDie Liquidation Preference (LP) ist eine entscheidende Klausel in Beteiligungsverträgen, die regelt, wie Erlöse bei einem Exit an Gesellschafter und Investoren verteilt werden. Anders als oft angenommen, erfolgt die Verteilung nicht pro rata, sondern in einem sogenannten Waterfall, wobei vorrangige Investoren zuerst bedient werden. Beispielsweise könnte ein Investor mit einer 1,5-fachen Liquidation Preference vor anderen Gesellschaftern ausgezahlt werden. Es gibt zwei Hauptarten der LP: die anrechenbare und die nicht anrechenbare. Bei der anrechenbaren LP erhält der Investor zusätzliche Mittel nur, wenn dies für die anderen Gesellschafter vorteilhaft ist. Im Gegensatz dazu ermöglicht die nicht anrechenbare LP eine doppelte Beteiligung an der Erlösverteilung.liquidation-preferenceWaterfall, Exit
Liquidation WaterfallCompany Setup, Investments & Fundraising-Der Liquidation Waterfall beschreibt die Struktur und Reihenfolge, in der Erlöse aus einem Exit an Gesellschafter, Investoren und Gründer eines Startups verteilt werden. Er ist ein zentraler Bestandteil jedes Beteiligungsvertrags. Beispielsweise erhalten Investoren mit Liquidation Preferences zuerst ihre Investitionen zurück, bevor Gründer und andere Gesellschafter profitieren. Gründer sollten verschiedene Exit-Szenarien, einschließlich der Auswirkungen von Dilution, Down Rounds und Drag-along Rights, analysieren. Auch Floors und Caps bei Unternehmensbewertungen sowie Discounts auf Wandeldarlehen sind relevante Aspekte, die in die Planung einfließen sollten.liquidation-waterfallExit, Liquidation Preferences, Dilution, Down Rounds, Drag-along Rights, Floors, Caps, Discounts
Lock-up PeriodCompany Setup, Investments & FundraisingHaltefrist/SpekulationsfristDie Lock-up Period ist ein vertragliches Element, das festlegt, wie lange Investoren oder Gründer ihre Anteile an einem Unternehmen halten müssen, bevor sie diese verkaufen dürfen. Diese Frist wird häufig in Investmentverträgen, insbesondere bei GmbH-Beteiligungsverträgen, vereinbart. Ein Beispiel ist das Vesting, bei dem Gründer ihre Anteile schrittweise erhalten und somit ähnliche Restriktionen wie bei einer Lock-up Period erfahren. Bei Börsengängen (IPOs) sind gesetzliche Lock-up Perioden üblich, um den Anlegerschutz zu gewährleisten und zu verhindern, dass Insiderwissen zu einem vorzeitigen Verkauf führt.lock-up-periodVesting, IPOs, Vesting, IPO
Management Buy-InMBICompany Setup, Investments & Fundraising-Management Buy-In (MBI) bezeichnet den Erwerb einer Mehrheit an Unternehmensanteilen durch externe Manager, die anschließend die Unternehmensführung übernehmen. Dieser Prozess erfolgt häufig bei Nachfolgeregelungen im Mittelstand oder im Rahmen von Restrukturierungen, wenn ein profitables Kerngeschäft identifiziert wird, das jedoch eine neue Managementstrategie erfordert. Ein Beispiel für ein MBI wäre der Kauf eines etablierten Familienunternehmens durch ein erfahrenes Managementteam, das frische Impulse zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit einbringt.management-buy-inManagement Buy-Out, MBO, Private Equity
Management Buy-OutMBOCompany Setup, Investments & Fundraising-Management Buy-Out (MBO) bezeichnet den Erwerb der Kontrollmehrheit eines Unternehmens durch das bestehende Management, das zuvor als Angestellter tätig war. Dieser Prozess erfolgt häufig im Kontext einer Nachfolgeregelung, beispielsweise nach dem Tod oder Ausscheiden des Alteigentümers, um eine nahtlose Unternehmensfortführung zu gewährleisten. Ein MBO unterscheidet sich von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen wie dem Employee Stock Ownership Plan (ESOP), da es sich um einen vollständigen Unternehmenskauf handelt, der in der Regel externe Finanzierung erfordert. Ein Beispiel für ein erfolgreiches MBO ist der Erwerb von DELL durch das Management im Jahr 2013, was die strategische Neuausrichtung des Unternehmens ermöglichte.management-buy-outEmployee Stock Ownership Plan, ESOP
Management FeeCompany Setup, Investments & FundraisingManagementgebühr/VerwaltungsgebührDie Management Fee bezeichnet die Gebühr, die an das Managementteam eines (Venture) Funds gezahlt wird, um die operativen Kosten, einschließlich Gehälter, zu decken. Diese Gebühr wird in der Regel als Prozentsatz des verwalteten Fondsvermögens berechnet und liegt häufig bei etwa 2 %. Es ist wichtig, die Management Fee von der Erfolgsvergütung (Carry) zu unterscheiden, die für die Erzielung überdurchschnittlicher Renditen, beispielsweise durch Exits, gezahlt wird. Zudem fallen administrative Kosten wie Steuern und Verwaltungsgebühren an, die ebenfalls in der Fondsstruktur berücksichtigt werden müssen.management-fee
Market CapitalizationMarket CapCompany Setup, Investments & FundraisingMarktkapitalisierung/BörsenwertDie Marktkapitalisierung bezeichnet den aktuellen Marktwert eines börsennotierten Unternehmens, berechnet durch Multiplikation der Anzahl der ausstehenden Aktien mit dem aktuellen Aktienkurs. Unternehmen werden in Kategorien wie Large-Cap (z. B. Deutsche Telekom), Mid-Cap (z. B. Zalando) und Small-Cap (z. B. TeamViewer) eingeteilt. Diese Begriffe sind auch relevant für KMU im nicht börsennotierten Sektor, die typischerweise geringere Umsätze und Bewertungen aufweisen. Die Marktkapitalisierung ist ein wichtiger Indikator für Investoren, um das Risiko und das Wachstumspotenzial eines Unternehmens zu bewerten.market-capitalization
Material-Adverse-Chance ClauseMACCompany Setup, Investments & Fundraising-Die Material-Adverse-Chance-Klausel (MAC-Klausel) ist ein vertragliches Instrument, das in Transaktionen wie Unternehmenskäufen und -finanzierungen verwendet wird, um spezifische außergewöhnliche Ereignisse zu definieren, die einen Rücktritt von einer unterzeichneten, jedoch noch nicht vollzogenen Transaktion rechtfertigen. Beispiele für solche Ereignisse sind der Verlust einer wesentlichen Geschäftslizenz, regulatorische Verstöße, Geldwäscheskandale, Naturkatastrophen, terroristische Anschläge, militärische Konflikte oder globale Finanzkrisen. Im Gegensatz dazu beziehen sich MAE-Klauseln (Material Adverse Event) auf während der Verhandlungen bekannte Risiken, die sich später als konkret und unwiderruflich herausstellen. Diese Begriffsverwandtschaft verdeutlicht die Bedeutung von Risikomanagement in Transaktionen.material-adverse-chance-clauseMaterial Adverse Event
Mergers & AcquisitionsM&ACompany Setup, Investments & Fundraising-Mergers & Acquisitions (M&A) bezeichnet die Konsolidierung von Unternehmen durch verschiedene Finanztransaktionen, einschließlich Fusionen, Übernahmen und Management-Akquisitionen. In der Startup-Szene wird M&A häufig relevant, wenn ein Unternehmen verkauft werden soll. Hierbei beauftragen Gründer oft M&A-Boutiquen, um potenzielle Käufer zu identifizieren. Ein Beispiel ist die Übernahme eines Tech-Startups durch ein etabliertes Unternehmen zur Erweiterung des Produktportfolios. Zudem können spezialisierte M&A-Berater in Krisensituationen, auch als Distressed M&A bekannt, eingesetzt werden, um strategische Lösungen zu finden.mergers-acquisitionsDue Diligence
Mezzanine FinancingCompany Setup, Investments & FundraisingMezzanine-FinanzierungMezzanine-Finanzierung bezeichnet Finanzierungsinstrumente, die zwischen Eigenkapital und Fremdkapital angesiedelt sind. Beispiele sind Wandeldarlehen, stille Beteiligungen und Nachrangdarlehen. Diese Instrumente bieten den Vorteil, nicht zwingend als Fremdkapital in der Bilanz zu erscheinen, was die Überschuldung eines Startups mindert. Im Insolvenzfall haben sie Rangrücktritt, was das Risiko erhöht, jedoch auch die Möglichkeit einer höheren Rendite durch erfolgsabhängige Komponenten bietet.mezzanine-financing
Micro-VCCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Micro-VC ist ein Venture-Capital-Fonds mit einer signifikant geringeren Fondsgröße, dessen Kapital in der Regel ausschließlich von Privatpersonen stammt. Die Ticketgrößen liegen deutlich unter denen traditioneller VC-Fonds, oft im Bereich von 25. 000 bis 250. 000 Euro. Das Management eines Micro-VC finanziert sich überwiegend über Erfolgskomponenten, wie beispielsweise bei Portfolio-Exits. In den USA existieren mehrere Hundert solcher Fonds, jedoch zeigen empirische Daten, dass kleine Fonds mit niedrigen Ticketgrößen selten signifikante Renditen erzielen. Dies liegt an fehlender Verhandlungsmacht und unzureichenden Verlustausgleichsmechanismen, während der administrative Aufwand vergleichbar hoch bleibt.micro-vcUSA, VC, Portfolio-Exits, Seed
MomentumCompany Setup, Investments & Fundraising-Momentum bezeichnet den kritischen Zeitpunkt, an dem ein Startup an Fahrt gewinnt und sowohl Geschwindigkeit als auch Druck aufbaut. Dies ist besonders relevant beim Fundraising, wo es entscheidend ist, Investoren durch gezielte Kommunikation zu überzeugen. Ein Beispiel hierfür ist die Hervorhebung von vergleichbaren Transaktionen in der Branche oder das Vorliegen eines Letter of Intent (LoI) eines renommierten Investors. Momentum ist eng verbunden mit dem Begriff FOMO (Fear of Missing Out), der das Gefühl beschreibt, eine wertvolle Gelegenheit zu verpassen.momentumLoI
(Money) MultipleCompany Setup, Investments & FundraisingInvestment-MultiplikatorEin Money Multiple ist ein entscheidendes Maß für Investoren, das angibt, um welchen Faktor sich das investierte Kapital nach einem Exit vervielfacht hat. Beispielsweise bedeutet ein Money Multiple von 3, dass ein Investor für jeden investierten Euro drei Euro zurückerhält. Im Gegensatz zu komplexeren Verfahren wie dem Return on Investment (ROI) oder dem Discounted Cash Flow (DCF) bietet der Money Multiple eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, den Erfolg eines Investments zu bewerten. Während die Effektivverzinsung die Laufzeit berücksichtigt, entfällt dieser Aspekt hier, was den Multiple zu einer gängigen Faustregel für die Beurteilung von Investments im Startup-Umfeld macht.money-multipleROI, DCF, Venture Capital
Most Favoured NationMFNCompany Setup, Investments & FundraisingMeistbegünstigtenklauselDer Begriff 'Most Favoured Nation' (MFN) beschreibt vertragliche Regelungen, die es einem Vertragspartner ermöglichen, die vorteilhaftesten Konditionen, die anderen Partnern gewährt werden, zu erhalten. Dies ist besonders relevant in Finanzierungsrunden, wo aufeinanderfolgende Wandeldarlehen zur Anwendung kommen. Beispielsweise könnte ein Startup bei der Aufnahme von Kapital sicherstellen, dass es die gleichen Bedingungen erhält wie der zuletzt finanzierte Investor, selbst wenn dessen Vertrag später abgeschlossen wird. Der Begriff 'Nation' stammt aus dem internationalen Handelskontext, insbesondere von der Welthandelsorganisation (WTO), die durch MFN-Regelungen den Handel zwischen verschiedenen Ländern fairer gestaltet.most-favoured-nationWTO
Negotiation PhaseCompany Setup, Investments & FundraisingVerhandlungsphaseDie Negotiation Phase ist im Fundraising-Kontext die entscheidende Phase, in der Startups und potenzielle Investoren die Bedingungen der Finanzierung aushandeln. Hierbei werden zentrale Aspekte wie die Höhe der Finanzierungsrunde (Ticket Size) und die Bewertung des Startups (Pre-Money/Post-Money) verhandelt. Weitere wichtige Bedingungen umfassen Informationsrechte, Vesting-Klauseln sowie Anti-Dilution-Regelungen. Um die Verhandlungsdauer zu optimieren, ist der frühzeitige Austausch von Term Sheets ratsam, in denen die wesentlichen Eckpunkte der Finanzierung festgehalten sind. Dies fördert Transparenz und Effizienz im Verhandlungsprozess.negotiation-phaseTicket Size, Pre-Money, Post-Money, Term Sheets
Option PoolCompany Setup, Investments & FundraisingOptionspoolEin Option Pool bezeichnet die im Startup reservierten Anteile, die insbesondere für Gründer und Mitarbeiter vorgesehen sind, um deren Engagement und Loyalität zu fördern (vgl. ESOP). Diese Anteile werden nicht sofort verteilt, sondern über einen festgelegten Zeitraum (Cliffs) erworben. Beispielsweise kann ein Mitarbeiter nach vier Jahren 25% seiner Optionen erhalten, was ihn motiviert, im Unternehmen zu bleiben. Die Nutzung von Anteilsoptionen ermöglicht es, den Mitarbeitern einen Anteil am zukünftigen Unternehmenserfolg zu bieten, ohne sofortige Eigenkapitalverteilung. In Deutschland sind virtuelle Anteilsbeteiligungen (vgl. Shadow Options) aufgrund komplexer steuerlicher und gesellschaftsrechtlicher Rahmenbedingungen empfehlenswert.option-poolESOP, Shadow Options
Other People’s MoneyOPMCompany Setup, Investments & FundraisingAnderer Leute GeldOther People’s Money (OPM) bezeichnet eine Finanzierungsstrategie, bei der Unternehmer externe Mittel nutzen, um Projekte zu realisieren, ohne eigene finanzielle Mittel einzubringen. Ein Beispiel ist die vollständige Finanzierung von Immobilieninvestitionen durch Kredite und Fördermittel. Im Startup-Bereich wird OPM oft kritisch betrachtet, da Investoren ein gewisses Maß an Eigenkapitalbeteiligung erwarten, um das Engagement des Gründers zu signalisieren (vgl. Skin in the Game). Diese Praxis fördert das Vertrauen und das Risiko-Sharing zwischen Gründern und Investoren, was für die langfristige Stabilität eines Unternehmens entscheidend ist.other-people-s-money
OversubscriptionCompany Setup, Investments & FundraisingÜberzeichnungOversubscription bezeichnet eine Situation, in der die Nachfrage nach Aktien bei einer Neuemission oder die Finanzierungszusagen von Investoren in einer Finanzierungsrunde die verfügbaren Anteile oder den geplanten Finanzierungsbedarf übersteigen. In der Startup-Welt ist dies häufig ein Indikator für das Vertrauen in das Unternehmen und seine Wachstumsaussichten. Ein Beispiel ist, wenn ein Startup ursprünglich 1 Million Euro anstrebt, jedoch Zusagen von Investoren in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhält. In solchen Fällen sollten Gründer die Weisheit beachten: „Nehmen Sie das Geld, wenn Sie es angeboten bekommen, nicht, wenn Sie es brauchen. “ Verwandte Begriffe sind Ticket Size und Funding Round.oversubscriptionTicket Size, Funding Round
Pay to PlayP2PCompany Setup, Investments & Fundraising-Pay-to-Play bezeichnet ein Prinzip, bei dem die Teilnahme an Veranstaltungen, wie Konferenzen oder Finanzierungsrunden, nur durch finanzielle Mittel möglich ist. Im Gesellschaftsrecht verpflichtet Pay-to-Play bestehende Gesellschafter, an künftigen Kapitalerhöhungen entsprechend ihrem Anteil teilzunehmen. Ein Beispiel ist die Regelung, dass Gesellschafter, die nicht investieren, ihre Anteile verwässern und möglicherweise aus der Gesellschaft gedrängt werden. In bestimmten Märkten kann Pay-to-Play auch die Zahlung von Bestechungsgeldern für Marktzugang oder Ausschreibungen umfassen, was ethische und rechtliche Implikationen hat.pay-to-play
Pari Passu ClauseCompany Setup, Investments & FundraisingGleichrangigkeitsklauselPari-passu-KlauselPari Passu-Klausel bezeichnet eine rechtliche Bestimmung, die sicherstellt, dass alle Parteien innerhalb einer bestimmten Gruppe gleich behandelt werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise bei der Ausgabe von GmbH-Anteilen jedem Gesellschafter die gleichen Bezugsrechte zustehen. In Insolvenzverfahren müssen Gläubiger, wie Lieferanten und Kreditgeber, ebenfalls pari passu behandelt werden, was eine gleichmäßige Verteilung der Vermögenswerte bedeutet. Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit zwischen privaten Investoren und öffentlichen Fördermittelgebern, bei der letzterer jeden investierten Euro des Investors pari passu matchen, um gleiche Bedingungen zu gewährleisten.pari-passu-clause
Performance Based VestingCompany Setup, Investments & Fundraising-Performance-Based Vesting bezieht sich auf Anteilsoptionspläne, bei denen die Zuteilung von Unternehmensanteilen an Gründer und Mitarbeiter an die Erreichung spezifischer Leistungsziele oder Meilensteine gekoppelt ist. Im Gegensatz zum zeitbasierten Vesting, das lediglich eine Mindestverweildauer im Unternehmen erfordert, fördert Performance-Based Vesting die Zielverwirklichung. Diese Struktur ist besonders vorteilhaft bei der Rekrutierung von Schlüsselpositionen wie Chief Marketing Officer (CMO) oder Chief Sales Officer (CSO), wo der Erfolg direkt mit Unternehmenszielen verknüpft ist.performance-based-vestingChief Marketing Officer, CMO, Chief Sales Officer, CSO, Equity Compensation
Phantom StocksCompany Setup, Investments & FundraisingVirtuelle AnteilePhantom Stocks sind Bezugsrechte oder Ansprüche auf Erlöse aus Unternehmensanteilen, die Mitarbeitern eines Startups gewährt werden (vgl. ESOP). Im Gegensatz zu echten Anteilen am Stammkapital erhalten Mitarbeiter eine Beteiligung an einem Exit, ohne tatsächliche Anteile zu halten. Dies ermöglicht dem Startup, Stimmrechte der Mitarbeiter auszuschließen und fördert die Bindung durch Vesting-Perioden (s. a. Cliff). Bei vorzeitigem Ausscheiden entfällt der Aufwand für notarielle Rückübertragungen. Phantom Stocks unterstützen zudem den Aufbau eines Stock Option Pools, der bei wachsendem Personal dynamische Anpassungen erlaubt. Steuerlich sind sie vorteilhaft, da die Steuerpflicht erst beim Exit entsteht.phantom-stocksESOP, Exit, Vesting, Cliff, Stock Option Pools
PitchCompany Setup, Investments & FundraisingVerkaufspräsentationEin Pitch bezeichnet eine persönlich vorgetragene Verkaufspräsentation, die im Startup-Bereich häufig im Kontext der Kapitalbeschaffung stattfindet. Ziel ist es, Investoren von der Geschäftsidee zu überzeugen. Der Pitch kann in verschiedenen Formaten erfolgen, darunter der Elevator Pitch, der maximal 30 Sekunden dauert, und Pitch Contests, bei denen Gründer gegeneinander antreten. Wichtige Elemente sind die Präsentation von Geschäftszahlen und die Demonstration der Verkaufsfähigkeiten der Gründer. Ein gut vorbereiteter Pitch ist entscheidend für den Erfolg eines Startups und sollte durch Übungen, eventuell mit Kamera-Equipment, optimiert werden. Nachfolgende Begriffe sind eng verbunden: Business Model Canvas, Investor Relations und Funding Round.pitchBusiness Model Canvas, Investor Relations, Funding Round
Pitch DeckCompany Setup, Investments & FundraisingStartup-PräsentationEin Pitch Deck, auch als Investment Deck bekannt, ist eine strukturierte Präsentation, die Startups nutzen, um potenziellen Investoren einen kompakten Überblick über ihr Geschäftsmodell zu geben. Es umfasst zentrale Elemente wie die Geschäftsidee, Marktanalysen (siehe auch Marktgröße), Produkt- und Wettbewerbsvorteile sowie Finanzierungsbedarfe. Ein effektives Pitch Deck sollte auch eine Roadmap für den Markteintritt und geplantes Wachstum enthalten. Wichtige Nachbarbegriffe sind Business Plan und Elevator Pitch. Ein überzeugendes Pitch Deck hebt ein kompetentes Team mit Erfolgen hervor, zeigt ein innovatives Produkt in einem wachsenden Markt und belegt erste Marktbeweise oder zahlende Kunden.pitch-deck
Pooled Investment VehiclePIVCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Pooled Investment Vehicle (PIV) ist eine Kapitalgesellschaft, häufig in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (LLP), die es mehreren Investoren ermöglicht, ihre finanziellen Mittel zu bündeln und gemeinsam in verschiedene Projekte zu investieren. Im Gegensatz zu einem Single Purpose Vehicle (SPV), das für spezifische, einmalige Investitionen wie Firmenübernahmen gegründet wird, ist ein PIV auf langfristige Investitionen ausgelegt und kann mehrere Anlageprojekte umfassen. Beispiele für PIVs sind Venture Capital Fonds oder Private Equity Fonds, die in Startups oder etablierte Unternehmen investieren. Die Vorteile eines PIVs umfassen eine erhöhte Verhandlungsmacht, interne Netzwerkeffekte und reduzierte Verwaltungskosten. Trotz der Vorteile hat sich das PIV außerhalb des Immobiliensektors nur begrenzt etabliert.pooled-investment-vehicleLLP, SPV
PortfolioCompany Setup, Investments & FundraisingPortfolioEin Portfolio bezeichnet im Startup-Kontext die Gesamtheit der Startups, in die ein Venture Capital (VC) Unternehmen investiert hat. VCs verfolgen oft spezifische Branchen- oder Technologiefokusse, was zu einer Diversifikation führt, die jedoch auch Cluster-Risiken birgt, insbesondere wenn eine übermäßige Konzentration auf ein einzelnes Segment erfolgt. Beispielsweise kann ein VC in verschiedene FinTech-Startups investieren, was Synergien fördern kann, aber auch das Risiko der Kannibalisierung birgt. Ein effektiver Wissenstransfer zwischen nicht konkurrierenden Startups, etwa im Bereich eCommerce, kann die Innovationskraft steigern. Startups sollten bei der Kapitalakquise die Vorlieben und das Expertenwissen der VCs berücksichtigen, um ihre Pitch-Strategie zu optimieren.portfolioVC, FinTech, eCommerce
Pre-Emptive RightsCompany Setup, Investments & FundraisingBezugsrecht/VorzeichnungsrechtVorzeichnungsrechte (Pre-Emptive Rights) sind Rechte, die bestehenden Gesellschaftern eines Unternehmens gewährt werden, um ihren prozentualen Anteil bei der Ausgabe neuer Anteile zu sichern. Diese Rechte sind entscheidend, um eine Verwässerung (Dilution) der Anteile der Altgesellschafter zu vermeiden. Beispielsweise kann ein Gesellschafter bei einer Kapitalerhöhung von 100. 000 auf 200. 000 Euro das Recht haben, zusätzliche Anteile zu erwerben, um seinen Anteil von 10% auf 10% zu halten.pre-emptive-rightsDilution
Pre-Money/Post-MoneyCompany Setup, Investments & Fundraising-Pre-Money/Post-Money beziehen sich auf die Unternehmensbewertung eines Startups vor (Pre-Money) und nach (Post-Money) einer Finanzierungsrunde. Diese Bewertungen sind entscheidend für die Berechnung der prozentualen Anteile, die Investoren erhalten. Beispiel: Ein Startup hat eine Pre-Money-Bewertung von 1 Mio. Euro und erhält 250. 000 Euro von einem Investor. Der Post-Money-Wert beträgt somit 1,25 Mio. Euro, was bedeutet, dass der Investor 20 % der Anteile erhält, nicht 25 %. Diese Differenz ist besonders relevant in der Seed-Phase, wenn Startups oft Kapital einsammeln, das die Pre-Money-Bewertung übersteigt.pre-money-post-moneyEquity, Dilution, Valuation
Pre-SeedCompany Setup, Investments & FundraisingFrühphasen-FinanzierungPre-Seed bezeichnet die früheste Phase der Finanzierung von Startups, in der sich Produktideen meist nur als lose Konzepte darstellen. In dieser Phase besteht das Team häufig aus Interessierten, und die Gründung einer formellen Gesellschaft steht noch aus. Finanzielle Unterstützung erfolgt in der Regel durch universitäre Förderprogramme oder Inkubatoren. Ein Beispiel für Pre-Seed-Finanzierung ist ein Gründer, der bereits über einen erfolgreichen Track Record verfügt und Investoren anzieht.pre-seed
Pre-Series ACompany Setup, Investments & Fundraising-Pre-Series A bezeichnet die Phase zwischen einer Seed-Finanzierung und einer angestrebten Series-A-Runde. In dieser Phase hat der Produktlaunch, auch als Go-to-Market-Strategie bekannt, typischerweise bereits stattgefunden. Startups konzentrieren sich darauf, den Proof-of-Market zu erbringen und signifikante Traction zu generieren, um das Interesse potenzieller Investoren zu wecken. Ein Beispiel hierfür könnte ein Tech-Startup sein, das erste Nutzerzahlen und Umsatzwachstum vorweisen kann. Gelegentlich wird eine A-Runde, die unter den Erwartungen liegt, ebenfalls als Pre-Series A deklariert, um die tatsächliche Finanzierungsstärke zu verschleiern.pre-series-aGo-to-Market, Proof-of-Market, Traction, Series A
Private EquityPECompany Setup, Investments & FundraisingAußerbörsliche UnternehmensbeteiligungenPrivate Equity (PE) bezeichnet Eigenkapitalbeteiligungen an Unternehmen, die nicht über den Kauf von öffentlich handelbaren Aktien erfolgen. Im Rahmen dieser Investmentklasse investieren Private Equity Funds in der Regel in mittelständische Firmen, wobei sie Mehrheitsbeteiligungen anstreben. Diese Unternehmen werden über einen Zeitraum von 4 bis 8 Jahren optimiert, um anschließend mit Gewinn verkauft zu werden. Beispiele für PE-Engagements sind Übernahmen von Unternehmen wie Zalando durch KKR oder die Beteiligung von Blackstone an Refinitiv. Im Startup-Sektor sind PE-Investitionen selten und konzentrieren sich meist auf spätere Finanzierungsrunden (C- und D-Runden) bei etablierten Unicorns.private-equityFunds, Unicorns, Venture Capital, Buyout, Growth Capital
Private Investment for Public EquityPIPECompany Setup, Investments & Fundraising-Private Investment for Public Equity (PIPE) bezeichnet die Zuteilung größerer Aktienpakete an institutionelle Investoren außerhalb des regulären Börsenhandels, häufig zu einem Preis unterhalb des aktuellen Marktwerts. Diese Finanzierungsform wird häufig im Kontext von SPACs (Special Purpose Acquisition Companies) genutzt, die es Startups ermöglichen, mit reduziertem regulatorischen Aufwand an die Börse zu gehen. PIPE-Investoren erhalten in der Regel Zugang zu vertraulichen Unternehmensinformationen und unterliegen oft einer Lock-up-Periode, die den sofortigen Verkauf ihrer Anteile einschränkt.private-investment-for-public-equitySPACs, Special Purpose Acquisition Companies, Equity Financing, IPO, Initial Public Offering
Private Placement (Memorandum)Company Setup, Investments & FundraisingPrivatplatzierungPrivate Placement (Memorandum): Ein Private Placement bezeichnet die Platzierung von Unternehmensanteilen oder Aktien über ein Private Placement Memorandum (PPM) an einen ausgewählten, nichtöffentlichen Investorenkreis. Dieser besteht typischerweise aus Family Offices, institutionellen Investoren und vermögenden Privatpersonen (HNWI). Die Mindestinvestitionsbeträge liegen häufig im hohen sechsstelligen Bereich oder darüber. Durch Private Placements vermeiden Unternehmen hohe Transaktionskosten und regulatorische Anforderungen, die mit öffentlichen Platzierungen verbunden sind. Im Gegensatz zu Club-Deals, bei denen enge persönliche Beziehungen zwischen Investoren bestehen, erfolgt das Private Placement formeller und wird meist in späteren Wachstumsphasen von Startups genutzt. Relevante Nachbarbegriffe sind Venture Capital und Equity Financing.private-placement-memorandumHNWI, Club-Deals, Venture Capital, Equity Financing
Pro rataCompany Setup, Investments & Fundraisingquotenmäßig, anteiligPro rata bezeichnet im Startup-Kontext die Verteilung von Rechten oder Leistungen entsprechend den Anteilen der Gesellschafter. Bei Kapitalerhöhungen haben Altgesellschafter das Recht, neue Anteile zu erwerben, um ihre prozentuale Beteiligung zu wahren. Beispielsweise kann ein Investor mit 10 % Anteil bei einer neuen Finanzierungsrunde Anteile im Wert von 10 % der neuen Runde zeichnen. Diese Regelung kann jedoch strategische Herausforderungen mit sich bringen, da sie zu einer Verschiebung der Stimmenmehrheiten führen kann. Daher ist es ratsam, Pro-rata-Rechte selektiv größeren Investoren zu gewähren und kleinere Gesellschafter, die unter 5 % liegen, auszuschließen.pro-rata
Purchase and Sale AgreementPSACompany Setup, Investments & FundraisingKauf- und VerkaufsvertragEin Kauf- und Verkaufsvertrag (engl. Purchase & Sale Agreement) ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer, der die Bedingungen für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen festlegt. Im Kontext von Startups wird dieser Vertrag häufig verwendet, um den Verkauf von Unternehmensanteilen, Vermögenswerten oder Tochtergesellschaften zu regeln. Er umfasst wesentliche Informationen wie den Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Übertragungsdaten sowie Gewährleistungen des Verkäufers.purchase-and-sale-agreementShare Purchase Agreement, Asset Purchase Agreement
Quick FlipCompany Setup, Investments & Fundraising-Quick Flip, oder 'schneller Umschlag', bezeichnet im wirtschaftlichen Kontext den kurzfristigen Erwerb und anschließenden Verkauf von Unternehmensanteilen, um rasche Gewinne zu erzielen. Typische Beispiele sind der Kauf von Anteilen vor einem Börsengang oder das Realisieren von Optionen aus Wandeldarlehen, gefolgt von einem Secondary Sale. Diese Strategie wird oft in Verbindung mit Begriffen wie 'Venture Capital' und 'Exit-Strategie' verwendet, da sie häufig Teil der Finanzierungs- und Verkaufsstrategien von Startups ist.quick-flipSecondary Sale, Venture Capital
QuorumCompany Setup, Investments & FundraisingKleinste beschlussfähige StimmenanzahlEin Quorum bezeichnet in der Startup-Welt die erforderliche Anzahl an Stimmen oder die Stimmenmehrheit, die für die Gültigkeit von Entscheidungen im Gesellschafterkreis notwendig ist. In einer GmbH ist in der Regel eine einfache Stimmenmehrheit (50 % + X) erforderlich, wobei jeder Gesellschafter entsprechend seiner Anteile eine Stimme hat. Um zu verhindern, dass Entscheidungen mit einer Minderheit von Stimmen blockiert werden, können Gründer spezifische Regelungen in der GmbH-Satzung festlegen. Eine gängige Praxis ist das Stimmen-Pooling, bei dem ein gewählter Vertreter für mehrere Gesellschafter spricht.quorum
Red FlagCompany Setup, Investments & FundraisingWarnsignalRed Flag: Der Begriff "Red Flag" entstammt ursprünglich dem maritimen Bereich, wo rote Flaggen auf Gefahren hinweisen. Im Kontext von Startups bezeichnet er spezifische Warnsignale, die auf potenzielle Risiken hinweisen. Ein Beispiel ist die Entdeckung falscher Geschäftszahlen während einer Due Diligence, was das Vertrauen in den Gründer untergräbt. Red Flags können auch subjektive Eindrücke, wie ein ungutes Gefühl gegenüber einem Investor oder Partner (siehe auch "Gut Feeling"), umfassen. Solche Warnsignale können zu Deal Breakers werden, die Verhandlungen in Finanzierungsrunden oder Exits abrupt beenden.red-flagDue Diligence
Red HerringCompany Setup, Investments & FundraisingAblenkungsmanöverEin Red Herring (dt. 'Finte', wörtlich 'roter Hering') ist ein Ablenkungsmanöver, das in Verkaufs- oder Verhandlungsgesprächen eingesetzt wird, um von zentralen Themen abzulenken oder falsche Fährten zu legen. Im Startup-Kontext tritt dies häufig in Gesprächen mit Business Angels auf, die möglicherweise kein Kapital bereitstellen, oder bei selbsternannten Netzwerkern, die wenig Substanz bieten. Beispiele sind das Verweisen auf irrelevante Statistiken oder das Überbetonen von Nebenaspekten.red-herringBusiness Angels
Representations and WarrantiesRWCompany Setup, Investments & FundraisingZusicherungen und GewährleistungenRepresentations & Warranties (RW) beziehen sich auf Zusicherungen und Gewährleistungen in Kaufverträgen, insbesondere im Unternehmenskontext. Verkäufer garantieren dem Käufer bestimmte Eigenschaften, wie etwa Umsatzprognosen oder die Gültigkeit von Lizenzen. Diese Zusicherungen sind entscheidend für die Risikobewertung und den Vertragsabschluss. Im Gegensatz zu allgemeinen Garantien im B2C-Bereich, wie etwa Produktgarantien, sind RW komplexer und haben weitreichende rechtliche Konsequenzen bei Verstößen.representations-and-warrantiesB2C, MAC
Reverse VestingCompany Setup, Investments & Fundraising-Reverse Vesting ist eine spezielle Form des Vesting, bei der Gründer oder Mitarbeiter ihre Anteile sofort erhalten, jedoch im Falle eines Ausscheidens (siehe auch Good Leaver, Bad Leaver) eine anteilige Rückkaufoption durch die verbleibenden Gesellschafter besteht. Diese Struktur wird in der Regel nur in Ausnahmefällen eingesetzt, etwa wenn ein Serial Entrepreneur mit nachweislichem Erfolg in der Pre-Seed-Phase signifikante Verhandlungsmacht hat. Reverse Vesting kann steuerliche und gesellschaftsrechtliche Herausforderungen mit sich bringen, weshalb es oft durch alternative Modelle wie Standard-Vesting ergänzt wird, um Risiken zu minimieren.reverse-vestingGood Leaver, Bad Leaver, Serial Entrepreneur, Pre-Seed, Standard-Vesting
Right of First RefusalRoFRCompany Setup, Investments & FundraisingVorkaufsrechtEin Vorkaufsrecht (engl. Right of First Refusal, RoFR) ist eine vertragliche Vereinbarung, die im Beteiligungsvertrag festlegt, dass bei einem Angebot Dritter zur Übernahme von Anteilen eines Gesellschafters zunächst die anderen Gesellschafter die Möglichkeit erhalten, diese Anteile zu denselben Konditionen zu erwerben. Dies schützt die Altgesellschafter vor unerwünschten externen Investoren und fördert die interne Stabilität. Beispiele sind Startups, bei denen Gründer und Investoren sicherstellen möchten, dass die Kontrolle innerhalb des Unternehmens bleibt.right-of-first-refusalRoFR
Secondary PurchaseCompany Setup, Investments & FundraisingWeiterverkaufSecondary Purchase bezeichnet den Erwerb einer Unternehmensbeteiligung, typischerweise durch einen Finanzinvestor, der eine Kontrollmehrheit anstrebt. Im Gegensatz zum Secondary Sale, der sich auf den Verkauf kleinerer Anteile konzentriert, zielt der Secondary Purchase auf die Übernahme eines Unternehmens ab. Ein Beispiel hierfür ist der Kauf eines Startups durch eine Private Equity-Firma, die anschließend strategische Änderungen implementiert.secondary-purchaseSecondary Sale, Private Equity, Change of Control, CoC, Buyout
Secondary SaleCompany Setup, Investments & FundraisingWeiterverkaufEin Secondary Sale bezeichnet den Weiterverkauf von Anteilen eines Startups an Dritte oder Mitgesellschafter. Dieser Vorgang kann notwendig sein, um uneinheitliche Gesellschafterstrukturen zu bereinigen oder um einem Business Angel den Ausstieg vor einer größeren Finanzierungsrunde zu ermöglichen. Ein Beispiel ist der Verkauf von Anteilen an Investoren vor einem Börsengang, um von einem erwarteten Money Multiple zu profitieren, den Gründer aufgrund einer Lock-up-Periode nach dem IPO nicht sofort realisieren können.secondary-saleBusiness Angel, Money Multiple, IPO
Seed MoneyCompany Setup, Investments & FundraisingStartkapitalSeed Money bezeichnet die anfänglichen Finanzmittel im fünf- bis sechsstelligen Bereich, die einem Startup-Team zur Verfügung gestellt werden, um erste Ideen zu realisieren. Diese Mittel, oft von Business Angels bereitgestellt, dienen nicht nur zur Finanzierung, sondern auch zur Evaluation der Teamleistung und der Geschäftsidee. Seed Money kann als Spielgeld betrachtet werden, das es dem Gründerteam ermöglicht, sich für spätere, substanzielle Investitionen zu qualifizieren.seed-money
Seed RoundCompany Setup, Investments & FundraisingSeed-RundeEine Seed-Round ist eine Finanzierungsrunde in der frühen Phase eines Start-ups, die darauf abzielt, ein entwickeltes Konzept in ein marktfähiges Produkt umzuwandeln. Diese Finanzierungsrunde wird häufig von Business Angels finanziert, die in der Regel Investitionen im Bereich von niedrigen fünf- bis mittleren sechsstelligen Beträgen bereitstellen. Zusätzlich können auch Freunde und Familienmitglieder (s. a. FFF – Friends, Family & Fools) in diese Runde investieren. Die Seed-Round ist entscheidend für die Validierung der Geschäftsidee und den Aufbau eines Prototyps, was den Weg für spätere Finanzierungsrunden, wie die Series A, ebnet.seed-roundSeries A
Seed StageCompany Setup, Investments & FundraisingAnlaufphaseDie Seed Stage, auch Seed Phase genannt, bezeichnet eine entscheidende Phase in der Unternehmensgründung, in der ein Startup von der Konzeptentwicklung zur praktischen Umsetzung übergeht. In dieser Phase erfolgt häufig die Gründung einer Kapitalgesellschaft, während parallel an der Produktentwicklung und der Erstellung von Prototypen gearbeitet wird. Zudem wird aktiv Seed Money akquiriert, um erste finanzielle Mittel zu sichern. Beispiele für Finanzierungsquellen sind FFF (Friends, Family & Fools) und Business Angels, die oft in dieser Phase investieren. Im Gegensatz dazu steht das Pre-Seed-Stadium, in dem sich das Startup noch in der Ideenfindungsphase befindet.seed-stageSeed Phase, Seed Money, FFF, Friends, Family & Fools, Business Angels
Series A/B/C/DCompany Setup, Investments & FundraisingFinanzierungsrundeSeries A/B/C/D bezeichnet im angelsächsischen Raum nicht nur Finanzierungsrunden, sondern auch die Wachstumsphase eines Startups. Series-A-Investments bewegen sich typischerweise zwischen 4 und 12 Millionen Euro und erfolgen meist kurz nach der Markteinführung. Series B bis D stellen Growth Investments dar, die höhere Beträge, oft im dreistelligen Millionenbereich, umfassen. Diese Runden sind entscheidend für die Skalierung des Unternehmens, wobei Series D auch als Vorbereitung auf einen Börsengang dient.series-a-b-c-dGrowth Investments, Pre-IPO
Shadow Stocks/Phantom StocksCompany Setup, Investments & FundraisingPhantomaktieShadow Stocks oder Phantom Stocks sind virtuelle Aktienoptionen, die häufig im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen (siehe auch ESOP - Employee Stock Ownership Plan) eingesetzt werden. Mitarbeitende besitzen keine tatsächlichen Aktien, sondern erhalten vertraglich das Recht, als ob sie Anteile halten würden. Diese Instrumente bieten steuerliche Vorteile und vereinfachen gesellschaftsrechtliche Strukturen (siehe auch Dry Income). Ein Beispiel ist ein Startup, das seinen Mitarbeitenden Phantom Stocks anbietet, um deren Motivation zu steigern, ohne Stimm- oder Informationsrechte zu gewähren. Mitarbeitende partizipieren am Unternehmenserfolg, können jedoch ihre Anteile nicht vor einem Exit verkaufen.shadow-stocks-phantom-stocksESOP, Employee Stock Ownership Plan, Dry Income
Share PriceCompany Setup, Investments & FundraisingAnteilspreisDer Share Price bezeichnet den Preis eines Anteils an einer Kapitalgesellschaft. Bei börsennotierten Aktiengesellschaften wird der Share Price durch den aktuellen Tageskurs an der Börse bestimmt. Im Gegensatz dazu haben GmbH-Unternehmen zunächst einen Nennwert von 1 Euro pro Anteil. Bei Beteiligungen oder Anteilsverkäufen wird ein Aufschlag erhoben, der sich nach der individuellen Pre- oder Post-Money-Bewertung richtet. Beispielsweise kann der Share Price bei einer Finanzierungsrunde durch Verhandlungen zwischen Investoren und Gründern festgelegt werden, was ihn von Marktpreisen unterscheidet.share-pricePre-Money, Post-Money
Share Purchase AgreementSPACompany Setup, Investments & FundraisingAnteilskaufvertragEin Share Purchase Agreement (SPA) regelt die Bedingungen und Abläufe eines Anteilskaufs, häufig im Rahmen von Kapitalerhöhungen, wenn neue Investoren in ein Unternehmen eintreten. Das SPA legt den Anteilspreis fest und enthält Regelungen zu Verwässerungsschutz (s. a. Dilution Protection) für Altgesellschafter, sowie Rechte beim Weiterverkauf, etwa Drag-along und Tag-along. Zudem behandelt es die Liquidation Preference, die bei Exit-Verkäufen zur Anwendung kommt. In späteren Startup-Phasen kann ein SPA komplexe Vereinbarungen umfassen, weshalb die Einbeziehung eines erfahrenen Gesellschaftsrechtlers empfohlen wird.share-purchase-agreementDilution Protection, Drag-along, Tag-along, Liquidation Preference
Shareholders‘ AgreementCompany Setup, Investments & FundraisingGesellschaftervereinbarungIm Shareholders‘ Agreement, zu Deutsch Gesellschaftervereinbarung, dokumentieren die Anteilseigner einer Unternehmung ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten. Wichtige Aspekte sind Regelungen zum Weiterverkauf von Anteilen, Informationspflichten der Geschäftsführung und die Bestimmung von Beiräten. Beispielsweise kann eine Klausel zur Vorkaufsrechtregelung festlegen, dass bestehende Gesellschafter zuerst Anteile erwerben dürfen. Die Inhalte sind durch das GmbH-Gesetz und Aktiengesetz geregelt, bieten jedoch Spielraum für individuelle Anpassungen, die auch Nachbarbegriffe wie Gesellschafterbeschluss und Unternehmensbewertung betreffen.shareholders-agreement
Shareholder ListCompany Setup, Investments & FundraisingGesellschafterlisteEine Shareholder List ist ein umfassendes Verzeichnis aller Anteilseigner eines Unternehmens. Diese Liste enthält in der Regel Informationen wie die Namen der Gesellschafter, deren Kontaktinformationen, die Anzahl und Art der gehaltenen Anteile sowie das Datum des Erwerbs. Sie ist entscheidend für die Unternehmensführung und Transparenz. Beispiele für benachbarte Begriffe sind das Cap Table, das eine detaillierte Übersicht über die Eigentumsverhältnisse bietet, und die Gesellschafterversammlung, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden.shareholder-listCap Table
Shell CorporationCompany Setup, Investments & FundraisingBriefkastenfirmaEine Shell Corporation ist eine rechtlich konstituierte Gesellschaft, die oft nur auf dem Papier existiert und primär zur Verwaltung von Vermögenswerten oder zur Durchführung von Finanztransaktionen dient. In Deutschland sind diese Unternehmen häufig als Briefkastenfirmen bekannt, da sie keine eigenen operativen Geschäfte führen. Shell Corporations werden häufig zur Steueroptimierung oder zur Wahrung der Anonymität von Eigentümern genutzt.shell-corporation
SignalingCompany Setup, Investments & Fundraising-Signaling bezeichnet die strategische Kommunikation von Startups an Investoren während Fundraising-Prozessen, um Vertrauen und Sicherheit in die Investitionsentscheidung zu schaffen. Beispiele hierfür sind Soft Commitments, Letters of Intent (LoIs) oder Term Sheets, die potenzielle Investoren über das Interesse anderer Kapitalgeber informieren. Zudem können Referenzen auf aktuelle Transaktionen ähnlicher Unternehmen (Comparables) als Signale dienen. Signaling ist eng verbunden mit Begriffen wie Due Diligence und Investor Relations, die ebenfalls entscheidend für die Wahrnehmung und Bewertung eines Startups sind.signalingSoft Commitments, Letters of Intent, LoIs, Term Sheets, Comparables, Due Diligence, Investor Relations
SigningCompany Setup, Investments & FundraisingVertragsunterzeichnungIm Fundraising-Kontext bezeichnet 'Signing' den entscheidenden Moment, in dem alle Vertragsparteien die Investitionsvereinbarungen, wie den Share Purchase Agreement (SPA), offiziell unterzeichnen. Dieser Schritt markiert das Ende der Verhandlungsphase (Negotiation Phase) und den formellen Abschluss der Bedingungen für die Finanzierung. Ein Beispiel für den Signing-Prozess ist die Unterzeichnung eines Investitionsvertrags zwischen einem Startup und einem Venture Capital-Geber. Nach dem Signing folgt in der Regel der 'Closing'-Prozess, bei dem die vereinbarte Investitionssumme überwiesen und die Anteile übertragen werden.signingShare Purchase Agreement (SPA), Negotiation Phase, Closing, Term Sheet, Due Diligence
Silent PartnerCompany Setup, Investments & FundraisingStiller GesellschafterEin Silent Partner ist ein stiller Gesellschafter, der Anteile an einer Gesellschaft oder einem unternehmerischen Projekt hält, jedoch keine Stimmrechte besitzt und keine aktive Einflussnahme ausübt. Beispiele für Silent Partner sind Investoren, die Kapital bereitstellen, ohne in das Tagesgeschäft einzugreifen. Silent Partner sind häufig in Startups anzutreffen, um finanzielle Unterstützung zu sichern, während die Gründer die Kontrolle behalten.silent-partner
Simple Agreement for Future EquitySAFECompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Simple Agreement for Future Equity (SAFE) ist ein innovatives Finanzierungsinstrument, das in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es ermöglicht Investoren, ihre finanziellen Mittel in Startups zu investieren, ohne dass sofortige Anteile ausgegeben werden müssen. Ähnlich wie bei Wandeldarlehen kann das Investment bei zukünftigen Finanzierungsrunden oder Liquidity Events in Eigenkapital umgewandelt werden. Beispielsweise könnte ein Investor, der 50. 000 Euro in ein Startup investiert, bei einer späteren Finanzierungsrunde Anteile im Wert von 100. 000 Euro erhalten, wenn die Unternehmensbewertung steigt. Ein weiterer Vorteil des SAFE ist die unkomplizierte Vertragsgestaltung, die keine notarielle Beglaubigung erfordert. Im Vergleich zu traditionellen Finanzierungsformen, wie z. B. Aktienemissionen oder Darlehen, bietet der SAFE eine flexible und schnelle Lösung für Startups, um Kapital zu beschaffen.simple-agreement-for-future-equity
Skin in the GameCompany Setup, Investments & Fundraising-Skin in the Game bezeichnet im Startup-Kontext die Investition eigener finanzieller Mittel durch die Gründer in ihr Unternehmen. Diese Praxis fördert die Verantwortlichkeit, da Gründer bei einer Insolvenz persönliche Verluste erleiden, was ihre Motivation zur Leistungssteigerung erhöht und übermäßige Ausgaben vermeidet. Ein Beispiel hierfür ist ein Gründer, der 20% seines Eigenkapitals in die Seed-Finanzierung investiert.skin-in-the-gameEquity Financing
SoundingCompany Setup, Investments & FundraisingVorfühlenSounding bezeichnet das inoffizielle Vorfühlen bei Dritten, um Informationen zu sammeln oder Meinungen einzuholen. In der Startup-Welt erfolgt ein Sounding häufig bei potenziellen Investoren, um vor einer offiziellen Pitch-Präsentation die Akzeptanz der angestrebten Unternehmensbewertung oder Finanzierungshöhe zu prüfen. Beispielsweise kann ein Gründer informelle Gespräche mit Branchenexperten oder Investoren führen, um deren Feedback zu erhalten.soundingPitch, Due Diligence
Special Purpose Company/Vehicle/EntitySPC/SPV/SPECompany Setup, Investments & FundraisingZweckgesellschaftEine Special Purpose Company (SPC), auch Zweckgesellschaft genannt, ist eine spezifische Unternehmensstruktur, die typischerweise als GmbH oder Kommanditgesellschaft organisiert ist. Sie wird gegründet, um finanzielle Risiken innerhalb eines Unternehmensverbunds zu isolieren, beispielsweise durch die Gründung einer Wertpapiergesellschaft zur Emission von Anleihen. SPCs dienen auch als Vehikel zur Bündelung von Investitionen verschiedener Kapitalgeber, etwa in Form von Fonds, und werden nach einer festgelegten Laufzeit aufgelöst. Im Gegensatz zu Mantel- oder Vorratsgesellschaften, die lediglich als leere Gesellschaften zur Verfügung stehen, verfolgen SPCs klare, definierte Ziele.special-purpose-company-vehicle-entityJoint Venture
Specified Purpose Acquisition CompanySPACCompany Setup, Investments & FundraisingMantelgesellschaft für den BörsengangSpecified Purpose Acquisition Companies (SPACs) sind börsennotierte Gesellschaften, die keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb haben. Ihr Hauptzweck besteht darin, durch die Akquisition eines bestehenden Unternehmens dessen Börsengang zu ermöglichen. Ein Beispiel für einen SPAC ist "Pershing Square Tontine Holdings", der 2020 gegründet wurde, um ein Unternehmen im Bereich der Technologie zu übernehmen. SPACs umgehen oft die umfangreichen Due-Diligence-Prüfungen, die traditionelle IPOs erfordern, was sie für Investoren attraktiv macht. Kritiker, einschließlich Anlegerverbände, warnen jedoch vor potenziellen Risiken, da die Transparenz und die finanziellen Informationen eines übernommenen Unternehmens variieren können.specified-purpose-acquisition-companyIPOs
Spray and PrayCompany Setup, Investments & Fundraising-Spray & Pray bezeichnet eine Investmentstrategie, bei der Kapital in mehrere Startups verteilt wird, in der Hoffnung, dass einige von ihnen signifikante Erfolge erzielen. Diese Methode, die oft in der Frühphase von Startups verwendet wird, hat in den letzten Jahren an Popularität verloren, da Venture Capital (VC)-Investoren zunehmend auf selektivere, kapitalintensive Investitionen setzen. Dennoch bleibt sie in Accelerator-Programmen verbreitet, wo kleinere Beträge in zahlreiche Startups investiert werden, um potenzielle „Lucky Shots“ zu erzielen.spray-and-prayVenture Capital (VC), Accelerator
Strategic InvestorCompany Setup, Investments & FundraisingStrategischer InvestorEin strategischer Investor ist ein Investor aus dem Unternehmensbereich, der neben finanziellen Zielen auch strategische Interessen verfolgt. Beispielsweise kann ein solcher Investor in ein Startup investieren, um Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten oder sein Produktportfolio zu erweitern. Im Gegensatz zu Venture Capitalists (VCs) können strategische Investoren jedoch in Konflikte mit rein finanziell orientierten Gesellschaftern geraten, insbesondere wenn unklare Exit-Strategien bestehen. Dies kann durch Drag-along Rights verstärkt werden, die dem strategischen Investor eine dominante Verhandlungsposition in Finanzierungsrunden verleihen.strategic-investorVCs, Drag-along Rights, Corporate Venture Capital, CVC
Success FeeCompany Setup, Investments & FundraisingErfolgshonorarEine Success Fee ist ein erfolgsabhängiges Honorar, das an einen Dienstleister, wie einen Berater oder Vermittler, gezahlt wird, wenn ein bestimmter Erfolg, häufig in Form einer Kapitalbeschaffung, erzielt wird. Im Fundraising-Bereich ist es üblich, dass bei erfolgreicher Kapitalvermittlung Success Fees anfallen. Startups sollten jedoch bedenken, dass Investoren es oft ablehnen, wenn ein Teil der Investitionssumme an den Vermittler fließt, anstatt vollständig im Unternehmen zu verbleiben.success-feeFundraising, Performance-based
Super AngelCompany Setup, Investments & Fundraising-Super Angel bezeichnet äußerst erfolgreiche und vermögende Privatpersonen, die systematisch in vielversprechende Startups investieren. Diese Investoren, oft auch als High Net Worth Individuals (HNWI) klassifiziert, zeichnen sich durch ihre strategischen Entscheidungen und medienwirksamen Auftritte aus. Ein Beispiel ist der deutsche Unternehmer Frank Thelen, der in zahlreiche Tech-Startups investiert hat. Super Angels unterscheiden sich von klassischen Business Angels durch ihr höheres Investitionsvolumen und ihre umfangreiche Branchenkenntnis. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Frühphasenfinanzierung und der Netzwerkbildung für Startups.super-angelHNWI, Business Angels
Sweat EquityCompany Setup, Investments & Fundraising-Sweat Equity bezeichnet den Erhalt von Unternehmensanteilen durch die Erbringung von Arbeitsleistungen anstelle von finanziellen Investitionen. Diese Form der Beteiligung ist besonders in Startups verbreitet, wo Gründer und Mitarbeiter oft ihre Zeit und Fähigkeiten einbringen, um das Unternehmen aufzubauen. Ein Beispiel ist ein Softwareentwickler, der an einem Startup arbeitet und im Gegenzug Anteile erhält. Sweat Equity kann auch in Immobilienprojekten vorkommen, wenn Personen Arbeitsstunden für den Bau von Wohnungen leisten. Abzugrenzen ist der Begriff Sweet Equity, der Preisvorteile für interne Mitarbeiter beschreibt.sweat-equity
Sweet EquityCompany Setup, Investments & FundraisingPreisnachlass auf EigenkapitalzeichnungSweet Equity bezeichnet den Erhalt von Unternehmensanteilen, typischerweise in Form von Aktienpaketen, für Schlüsselmitarbeiter, wobei der Preis aus Anreizgründen ermäßigt wird. Dies fördert die Bindung und Motivation der Mitarbeiter. Im Gegensatz zu Shadow Stocks und Stock Options, bei denen keine echten Anteile übertragen werden, erhalten Mitarbeiter hier tatsächliche Anteile, die im Aktien- oder Handelsregister eingetragen werden können. Beispiele sind Startups, die ihren CTO mit Sweet Equity incentivieren, um dessen langfristige Loyalität zu sichern.sweet-equityShadow Stocks, Stock Options, CTO, Employee Stock Ownership Plans, ESOPs, Restricted Stock Units, RSUs
Tag-alongCompany Setup, Investments & FundraisingMitverkaufsrechtEine Tag-along-Klausel ist ein vertragliches Element, das bestimmten Gesellschaftern das Recht einräumt, ihre Anteile bei einem Verkaufsangebot an andere Gesellschafter zum gleichen Preis mitzuverkaufen. Dies schützt Minderheitsgesellschafter, indem sie die Möglichkeit erhalten, bei einem Verkauf nicht benachteiligt zu werden. Im Gegensatz zu Drag-along-Rechten, bei denen Gesellschafter verpflichtet werden können, ihre Anteile zu verkaufen, ist die Tag-along-Klausel optional. Beispiele finden sich häufig in Venture-Capital-Verträgen, wo Investoren ihre Anteile bei einem Exit mitverkaufen möchten.tag-alongDrag-along, Venture-Capital, Exit
Tear sheetCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Tear Sheet ist im Bereich Venture Capital und Startups ein einseitiges, kompaktes Dokument, das entscheidende Informationen über ein Investment oder eine Portfolio Company zusammenfasst. Es enthält typischerweise Kennzahlen wie Umsatz, Wachstum, Marktanteil und wichtige Entwicklungen. Der Begriff stammt aus der vordigitalen Ära, als solche Seiten aus gedruckten Kompendien herausgerissen und versendet wurden. Tear Sheets sind eng verwandt mit Begriffen wie Pitch Deck und Executive Summary, die ebenfalls zur Präsentation von Unternehmensinformationen dienen.tear-sheetVenture Capital, Investment, Portfolio Company, Pitch Deck, Executive Summary
Tender OfferCompany Setup, Investments & FundraisingÜbernahmeangebotEin Tender Offer ist ein öffentliches Übernahmeangebot, das in der Regel von einem Aktionär oder externen Investor initiiert wird, um Mehrheitsanteile an einem Unternehmen zu erwerben. Solche Angebote sind häufig zeitlich befristet, um Aktionäre zu einer schnellen Verkaufsentscheidung zu bewegen. Beispielsweise könnte ein Investor ein Tender Offer für 30 Tage ansetzen, um die Kontrolle über ein Unternehmen zu erlangen, bevor der Aktienkurs sinkt.tender-offer
Tender RightCompany Setup, Investments & FundraisingAndienungsrechtDas Andienungsrecht ist ein vertraglich vereinbartes Recht, das einem Gesellschafter gestattet, seine Anteile an einen festgelegten Käufer oder eine Gruppe von Käufern, häufig bestehend aus Altgesellschaftern, zu einem vorher definierten Preis oder unter bestimmten Bedingungen zu veräußern. Dieses Instrument bietet dem verkaufenden Gesellschafter die Sicherheit, seine Anteile abzugeben, auch ohne einen aktiven externen Markt. Gleichzeitig schützt es die Altgesellschafter vor dem Eintritt neuer, potenziell unerwünschter Investoren. In Verbindung mit dem Vorkaufsrecht, das anderen Gesellschaftern das bevorzugte Kaufrecht einräumt, ist das Andienungsrecht ein wichtiges Element der Gesellschaftervereinbarung.tender-right
Term SheetTSCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Term Sheet ist ein vorläufiges Dokument, das die grundlegenden Bedingungen und Konditionen einer geplanten Transaktion, wie beispielsweise eines Investments, festhält. Es dient als Absichtserklärung der Parteien und ist in der Regel nicht rechtsverbindlich. Dennoch können Aspekte wie Vertraulichkeit und Exklusivitätszusagen rechtliche Relevanz besitzen. Term Sheets sind besonders im Fundraising wichtig, da sie als Signal für potenzielle Investoren fungieren und Vertrauen schaffen. Sie erleichtern die anschließende Vertragsgestaltung, insbesondere im Hinblick auf den Kaufvertrag (SPA) und die damit verbundenen Verpflichtungen (Commitment).term-sheetFundraising, SPA, Commitment
TicketCompany Setup, Investments & Fundraising-Der Begriff "Ticket" oder "Ticket Size" beschreibt den individuellen finanziellen Beitrag eines Investors oder Fremdkapitalgebers bei einer Finanzierung. Beispielsweise kann ein Business Angel ein Ticket von 50. 000 Euro bereitstellen, während Venture-Capital-Firmen oft höhere Tickets von mehreren Millionen Euro investieren. Die Ticketgröße ist entscheidend für die Kapitalstruktur eines Startups und beeinflusst die Verhandlungsmacht. In Verbindung mit Begriffen wie "Finanzierungsrunde" und "Kapitalbedarf" ist das Verständnis der Ticketgröße essenziell für Gründer, um realistische Finanzierungsstrategien zu entwickeln.ticketBusiness Angel, Venture-Capital
Transitional Services AgreementsTSACompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Transitional Service Agreement (TSA) ist ein vorübergehender Dienstleistungsvertrag, der insbesondere bei Unternehmensverkäufen oder -aufspaltungen Anwendung findet. In solchen Fällen benötigt die auszugliedernde Einheit (auch als Target bezeichnet) oder der Käufer für einen definierten Zeitraum weiterhin Dienstleistungen des Verkäufers, etwa in den Bereichen IT, Personalbuchhaltung oder Logistik. Ein Beispiel ist der Verkauf eines Unternehmens, bei dem der Käufer zunächst auf die IT-Infrastruktur des Verkäufers angewiesen ist, bis die eigene Infrastruktur implementiert ist.transitional-services-agreementsTSA, Target, IT, Due Diligence, Integration
Up-RoundCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Up-Round bezeichnet eine Finanzierungsrunde, bei der das Unternehmen zu einem höheren Unternehmenswert bewertet wird als in der vorhergehenden Runde. Beispielsweise könnte eine Seed Round mit einer Bewertung von 1 Million Euro in einer anschließenden Series A auf 3 Millionen Euro steigen. Diese Wertsteigerung ist entscheidend für Investoren, insbesondere Venture Capitalists (VCs), da sie ihre Rendite primär durch den Verkauf von Anteilen realisieren. Up-Rounds sind somit ein Indikator für das Wachstum und die Marktakzeptanz eines Startups und stehen im Kontext zu Begriffen wie "Down-Round", wo eine Abwertung erfolgt, und "Pre-Money-Bewertung", die den Wert vor der neuen Finanzierung beschreibt.up-roundSeed Round, Series A, Venture Capitalists, VCs, Down-Round
ValuationCompany Setup, Investments & FundraisingBewertungValuation bezeichnet im Startup-Bereich die Bewertung eines Unternehmens, sowohl vor als auch nach einer Finanzierungsrunde (Pre-Money und Post-Money). Diese Bewertung erfolgt häufig anhand von Faustformeln und den subjektiven Einschätzungen von Gründern und Investoren. Im Gegensatz dazu nutzen etablierte Unternehmen komplexere Verfahren wie den Weighted Average Cost of Capital (WACC) oder das Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, um eine präzisere Bewertung zu erzielen. Die Valuation ist entscheidend für die Kapitalbeschaffung und beeinflusst die Anteile der Investoren.valuationPre-Money, Post-Money, Weighted Average Cost of Capital, WACC, Discounted Cash Flow, DCF, Equity, Funding, Due Diligence
Venture CapitalVCCompany Setup, Investments & FundraisingWagnis-/RisikokapitalVenture Capital, oder Wagnis- bzw. Risikokapital, bezeichnet Finanzierungen, die in der frühen Phase von Unternehmen oder Projekten bereitgestellt werden. Diese Finanzierungen sind typischerweise mit hohen Risiken verbunden, bieten jedoch auch signifikante Renditepotenziale. Historisch gesehen reicht der Ursprung solcher Finanzierungen bis ins späte Mittelalter zurück, als kriegerische Raubzüge und maritime Expeditionen finanziert wurden, deren Ausgang ungewiss war. Heutzutage ist Venture Capital ein zentraler Bestandteil der Unternehmensfinanzierung, unterliegt jedoch strengen Standardisierungen. Es ist wichtig zu beachten, dass viele Renditeuntersuchungen zeigen, dass die durchschnittlichen Renditen in diesem Bereich oft nicht über denen risikoärmerer Anlageformen liegen. Nahe verwandte Begriffe sind Private Equity und Seed Capital, die unterschiedliche Phasen der Unternehmensfinanzierung abdecken.venture-capitalPrivate Equity, Seed Capital
Venture CapitalistVCCompany Setup, Investments & FundraisingWagnis-/RisikokapitalgeberVenture Capitalists (VCs) sind spezialisierte Investoren, die Kapital in vielversprechende Startups und Unternehmen im Wagniskapitalbereich investieren. Sie können sowohl institutionelle Investmentfonds als auch wohlhabende Einzelpersonen umfassen, die häufig über einen nachweislichen Erfolg als Investoren oder Gründer verfügen. Beispiele für bekannte VCs sind Sequoia Capital und Andreessen Horowitz. VCs bieten nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch strategische Unterstützung und Netzwerke.venture-capitalistBusiness Angel, Private Equity
Venture DebtCompany Setup, Investments & Fundraising-Venture Debt bezeichnet eine Form der Wagnisfinanzierung, die im Gegensatz zu Venture Capital nicht durch Eigenkapitalbeteiligungen, sondern durch rückzahlbare Kredite erfolgt. Diese Finanzierungsart wird häufig in Wachstumsphasen nach einem erfolgreichen Proof-of-Market eingesetzt, um das Wachstum zu beschleunigen und die Pre-Money-Bewertung für zukünftige Finanzierungsrunden zu steigern. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos im Startup-Sektor sind Sicherheiten oft nicht vorhanden, weshalb Venture Debt häufig mit variablen Rückzahlungsmodellen, wie Umsatzbeteiligungen, verbunden ist. Typische Nachbarbegriffe sind Venture Capital und Mezzanine-Finanzierung.venture-debtProof-of-Market, Pre-Money
VestingCompany Setup, Investments & FundraisingGarantie/AnspruchVesting bezeichnet den Prozess, durch den Gründer und Mitarbeiter schrittweise Zugang zu ihren Unternehmensanteilen erhalten, um Investoren und Mitgründer vor potenziellen Risiken zu schützen. In der Regel erfolgt dies über einen Vesting-Plan, der eine Cliff-Periode von 1 bis 4 Jahren vorsieht, nach der monatlich Anteile übertragen werden. Beispielsweise könnte ein Gründer nach einem Jahr 25% seiner Anteile erhalten, gefolgt von monatlichen Zuteilungen. Die einseitige Call-Option ermöglicht es verbleibenden Gesellschaftern, Anteile bei Fehlverhalten des Gründers zu übernehmen.vestingCliff, Good Leaver, Bad Leaver
Vesting ScheduleCompany Setup, Investments & Fundraising-Eine Vesting Schedule, auch bekannt als Vesting Plan, ist ein im Shareholder Agreement oder Share Purchase Agreement festgelegter Zeitplan, der regelt, wann Gründer auf ihre Anteile zugreifen können. Diese Regelung dient dazu, zu verhindern, dass Gründer vor Erfüllung bestimmter Bedingungen, wie der Wohlverhaltensphase (Bad Leaver) oder dem Erreichen von Leistungszielen (Milestones), vollwertige Anteilseigner werden. Anteile werden typischerweise linear, z. B. monatlich, oder nach einer bestimmten Frist (Cliff) übertragen. Alternativ kann das Performance-based Vesting angewendet werden, bei dem Leistungsziele als Trigger fungieren. Ein Beispiel für ein Triggering Event ist ein vorzeitiges Kaufangebot, das Accelerated Vesting ermöglicht.vesting-scheduleVesting Plan, Shareholder Agreement, Share Purchase Agreement, Bad Leaver, Milestones, Cliff, Performance-based Vesting, Triggering Event, Accelerated Vesting
Vintage YearCompany Setup, Investments & Fundraising-Das Vintage Year ist das Jahr, in dem ein Venture-Capital- oder Private-Equity-Fonds offiziell mit dem Investieren beginnt – also das Jahr der ersten Kapitalabrufe bzw. des effektiven Deployment-Beginns. Es dient als Referenzpunkt zur Vergleichbarkeit der Fondsperformance, weil Marktzyklen, Zinsumfeld und Dealverfügbarkeit je nach Jahr stark variieren. Gegen Ende des Fund Lifecycles (typisch 6–10 Jahre) nimmt die Risikobereitschaft des Fonds tatsächlich ab: Späte Investments könnten nicht mehr innerhalb der Fonds-Laufzeit realisiert werden und würden somit die multiple- oder IRR-basierte Performance gefährden. Daher investieren reifere Fonds seltener in sehr langfristige oder hochriskante Deals, deren potenzielle Exits über die Laufzeit hinausreichen.vintage-yearVenture-Capital, Private-Equity, Fund Lifecycles, IRR
(Virtual) Data RoomVDRCompany Setup, Investments & FundraisingVirtueller DatenraumVDREin (virtueller) Datenraum (VDR), auch als Deal Room bekannt, ist ein digitaler, sicherheitsgeschützter Raum, der speziell für die Speicherung und den Austausch sensibler Unternehmensinformationen während eines Due-Diligence-Prozesses konzipiert ist. VDRs ermöglichen es, Dokumente wie Finanzberichte, Verträge und Unternehmensstrategien effizient zu überprüfen, ohne physische Besuche beim Verkäufer. Anbieter wie DocuSign oder Firmex bieten VDRs an, die durch 24/7-Überwachung und detaillierte Zugriffsprotokolle gesichert sind.virtual-data-roomDue-Diligence, Due Diligence
Voting RightCompany Setup, Investments & FundraisingStimmrechtVoting Rights beziehen sich im Startup-Bereich auf die Stimmrechte von Anteilseignern, die es ihnen ermöglichen, bei Gesellschafterversammlungen über wesentliche geschäftliche Entscheidungen abzustimmen. Im deutschen GmbH-Recht zählt jeder Anteil als eine Stimme, im Gegensatz zu angelsächsischen Gesellschaftsformen, wo unterschiedliche Stimmrechte existieren können. Instrumente wie Stimmen-Pooling und stimmrechtslose Mitarbeiteranteile (z. B. Phantom Stocks, ESOP) fördern die Harmonisierung von Abstimmungen im Sinne der Gründer. Diese Mechanismen sind entscheidend für die strategische Ausrichtung und Governance eines Unternehmens.voting-rightPhantom Stocks, ESOP
Vulture Capitalist/InvestorCompany Setup, Investments & FundraisingHeuschrecken-InvestorEin Vulture Investor ist ein Investor, der gezielt in finanziell angeschlagene Unternehmen investiert, um diese nach einer umfassenden Sanierung gewinnbringend zu veräußern. Diese Investoren nutzen häufig externe Krisenursachen, wie etwa Zahlungsprobleme durch Großkunden, um Unternehmen zu erwerben, deren Kerngeschäft intakt bleibt. Ein Beispiel hierfür ist der Kauf eines Unternehmens, das aufgrund eines vorübergehenden Liquiditätsengpasses in Schwierigkeiten steckt. Vulture Investors sind auch bekannt als Geier-Kapitalisten oder Heuschrecken-Investoren, da sie oft aggressive Sanierungsstrategien anwenden, die auch als Asset Stripping bezeichnet werden.vulture-capitalist-investorAsset Stripping, Distressed Assets, Private Equity
WaterfallCompany Setup, Investments & FundraisingWasserfall-ModellWaterfall bezeichnet im Investmentbereich die strukturierte Verteilung von Auszahlungen bei einem Exit, basierend auf einem im Share Purchase Agreement (SPA) definierten Schlüssel. Ein Beispiel ist die Liquidation Preference, die festlegt, in welcher Reihenfolge Kapitalgeber und Gründer ausgezahlt werden. Im Produktentwicklungsprozess beschreibt Waterfall eine lineare Methode, die von der Anforderungserhebung über Planung bis zur Umsetzung in festen, irreversiblen Schritten erfolgt. Diese Vorgehensweise steht im Gegensatz zu agilen Methoden, wie Scrum, die iterative Anpassungen ermöglichen.waterfallSPA, Liquidation Preference, Scrum
Window DressingCompany Setup, Investments & FundraisingBilanzkosmetik/BilanzverschönerungWindow Dressing bezeichnet die strategische Verschönerung von Unternehmenskennzahlen, wie Bilanzen oder Gewinnprognosen, um eine positive Wahrnehmung bei Investoren oder Käufern zu erzeugen. Ein Beispiel ist die überoptimistische Darstellung von Marktanteilen vor einer Finanzierungsrunde. Während solche Praktiken in gewissem Maße akzeptiert sind, kann die absichtliche Falschaussage interner Kennzahlen und KPIs als Wirtschaftsbetrug angesehen werden. Relevante Begriffe sind Due Diligence, Transparenz und Corporate Governance, die die Notwendigkeit einer ehrlichen und vollständigen Offenlegung unterstreichen.window-dressingDue Diligence, KPIs, Corporate Governance
Window of OpportunityCompany Setup, Investments & FundraisingZeitlich begrenzte GelegenheitEin Window of Opportunity bezeichnet ein zeitlich begrenztes Gelegenheitsfenster, das es Startups ermöglicht, strategische Vorteile zu nutzen, beispielsweise um Investoren zu einem Term Sheet zu bewegen. Solche Gelegenheiten treten häufig nach der Bekanntgabe bedeutender Kooperationen oder Produktinnovationen auf. Ein Beispiel ist ein Startup, das eine Partnerschaft mit einem etablierten Unternehmen ankündigt, was das Interesse von Investoren wecken kann. Es ist entscheidend, diese Gelegenheiten schnell zu nutzen, um das Momentum (s. a. Momentum) und die Marktaufmerksamkeit auszuschöpfen, bevor das Interesse nachlässt.window-of-opportunityTerm Sheet
Zombie FundCompany Setup, Investments & Fundraising-Ein Zombie Fund ist ein Investmentfonds, der aufgrund von schlechter Performance oder mangelnder Sichtbarkeit lediglich als Hülle existiert und keine neuen Gelder mehr einsammelt. Diese Fonds können oft in der Venture-Capital-Branche beobachtet werden, wo sie nicht mehr in der Lage sind, attraktive Renditen zu generieren. Ein Beispiel ist ein Fonds, der ursprünglich in vielversprechende Startups investierte, jedoch aufgrund von Fehlinvestitionen an Relevanz verloren hat.zombie-fundClosed-End Fund, Venture Capital
MoatStrategy & Product DevelopmentWettbewerbsschutzMoat (dt. Schutzgraben) bezeichnet die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens, die es vor der Konkurrenz schützen und langfristige Rentabilität sichern. Beispiele sind Markenstärke, Patente oder Netzwerkeffekte. Ein bekanntes Beispiel ist Google, dessen Suchmaschinenmarkt durch seine Algorithmen und Nutzerbasis abgesichert ist. Ein effektiver Moat ist entscheidend für nachhaltiges Wachstum und Investorenvertrauen.moat
StreakStrategy & Product DevelopmentStreak (deutsch: Serie) bezeichnet im Startup-Kontext eine kontinuierliche Abfolge von Erfolgen oder Aktivitäten, die in einem bestimmten Zeitraum erzielt werden. Beispielsweise kann eine Streak von täglichen Nutzeranmeldungen in einer App oder wöchentlichen Umsatzsteigerungen gemessen werden. Streaks sind entscheidend für die Analyse von Wachstums- und Leistungstrends.streakKPIs, Key Performance Indicators, Retention Rate
Sales Department RepresentativeSDRMarketing, Pricing & SalesSales Department Representatives (SDR) sind Vertriebsfachkräfte, die für den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens verantwortlich sind. Sie identifizieren potenzielle Kunden, führen Verkaufspräsentationen durch und schließen Verträge ab. Ein Beispiel ist der Außendienstmitarbeiter, der direkt mit Kunden interagiert. Vertriebsmitarbeiter spielen eine entscheidende Rolle in der Umsatzgenerierung und der Marktpositionierung eines Startups. Ihre Fähigkeiten in Verhandlung und Kundenbeziehungspflege sind essenziell für den Geschäftserfolg.sales-department-representativeSDR
Community-Led GrowthMarketing, Pricing & SalesCommunity-Led Growth (CLG) bezeichnet eine Wachstumsstrategie, bei der die Community eines Unternehmens aktiv in die Produktentwicklung und Vermarktung eingebunden wird. Ein Beispiel ist die Software-Plattform Discord, die durch Nutzerfeedback kontinuierlich verbessert wird. CLG fördert Kundenbindung und Markenloyalität, indem es die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt stellt. CLG ist besonders effektiv in Branchen wie Technologie und Lifestyle.community-led-growthUser-Generated Content, Crowdsourcing
Founder-Led GrowthMarketing, Pricing & SalesFounder-Led Growth (Gründergeführtes Wachstum) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem das Wachstum eines Unternehmens maßgeblich durch die Vision, das Engagement und die Fähigkeiten des Gründers vorangetrieben wird. Beispiele hierfür sind Unternehmen wie Airbnb und Tesla, wo die Gründer aktiv in strategische Entscheidungen eingebunden sind.founder-led-growthEntrepreneurial Leadership, Product-Market Fit
Marketing-Led GrowthMarketing, Pricing & SalesMarketing-Driven Growth (MDG) bezeichnet eine Wachstumsstrategie, die sich primär auf Marketingaktivitäten stützt, um Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. Ein Beispiel ist die Nutzung von Social Media Kampagnen, um die Markenbekanntheit zu erhöhen. MDG steht im Zusammenhang mit Begriffen wie Customer Acquisition Cost (CAC) und Customer Lifetime Value (CLV), da effektives Marketing die Rentabilität beeinflusst. Unternehmen wie HubSpot nutzen MDG, um ihre Produkte durch gezielte Inhalte und Kundenbindung zu vermarkten.marketing-led-growthMDG, Customer Acquisition Cost, CAC, Customer Lifetime Value, CLV
Key Account Marketing, Pricing & SalesKey Account (Schlüssel-Kunde) bezeichnet einen strategisch wichtigen Kunden, dessen Umsatzpotenzial und Einfluss auf das Geschäftsignifikant sind. Unternehmen investieren in maßgeschneiderte Dienstleistungen und enge Beziehungen, um diese Kunden langfristig zu binden. Beispiele sind Großunternehmen, die spezielle Konditionen erhalten.key-accountKAM, Customer Relationship Management, CRM
Attrition (Rate)Organisation, Work Life & Startup CultureAttrition (Rate) bezeichnet den Prozentsatz an Mitarbeitern, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlassen. Ein hoher Attritionsrate kann auf Unzufriedenheit oder ineffektive Personalstrategien hinweisen. Beispielsweise könnte ein Startup mit einer Attritionsrate von 20% jährlich Schwierigkeiten haben, Talente zu halten, was zu erhöhten Rekrutierungskosten führt. Im Vergleich dazu ist die Fluktuationsrate ein verwandter Begriff, der oft in der Diskussion über Mitarbeiterbindung und -engagement verwendet wird. Eine gezielte Analyse der Attritionsrate hilft, strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit zu entwickeln.attrition-rate
(1d / 7d / 30d) RetentionMarketing, Pricing & Sales(1d / 7d / 30d) Retention bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, Nutzer über verschiedene Zeiträume hinweg zu halten, konkret nach einem Tag (1d), einer Woche (7d) und einem Monat (30d). Diese Kennzahlen sind entscheidend für die Bewertung der Nutzerbindung und des langfristigen Erfolgs. Beispielsweise zeigt eine hohe 30d Retention, dass Kunden mit dem Produkt zufrieden sind und es regelmäßig nutzen.1d-7d-30d-retentionChurn Rate, Lifetime Value, LTV
Costs per InstallCPIMarketing, Pricing & SalesKosten pro InstallationCost per Installation (CPI) beziehen sich auf die Ausgaben, die ein Unternehmen für die Akquise eines neuen Nutzers durch eine App-Installation hat. Dieser KPI ist entscheidend für die Bewertung der Effizienz von Marketingkampagnen. Beispielsweise kann ein Startup, das 1. 000 Euro in Werbung investiert und 50 Installationen erzielt, einen CPI von 20 Euro pro Installation berechnen.costs-per-installKPI, Customer Acquisition Cost, CAC, Payback Time, Return on Investment, ROI
Key Account (Management)Marketing, Pricing & SalesKey Account (Management) bezeichnet die strategische Betreuung und Pflege von Schlüsselkunden, die einen signifikanten Umsatzbeitrag leisten. Diese Kunden erfordern individuelle Strategien und maßgeschneiderte Lösungen, um langfristige Beziehungen aufzubauen. Beispiele sind große Unternehmen, die regelmäßig Produkte oder Dienstleistungen beziehen.key-account-managementCRM, Sales Funnel
Time-to-MarketTTMMarketing, Pricing & SalesTime-to-Market (TTM) bezeichnet die Zeitspanne, die benötigt wird, um ein Produkt von der Idee bis zur Markteinführung zu entwickeln. Ein kürzerer TTM kann Wettbewerbsvorteile verschaffen, wie im Fall von Tech-Startups, die schnell auf Markttrends reagieren. Im Gegensatz dazu steht der Begriff "Lead Time", der sich auf die Zeit zwischen Bestellung und Lieferung bezieht. Während TTM sich auf die Produktentwicklung konzentriert, bezieht sich Lead Time auf den Vertrieb. Ein effektives Management des TTM ist entscheidend für den Erfolg in dynamischen Märkten.time-to-marketLead Time
Time-to-ValueTTVMarketing, Pricing & SalesTime-to-Value (TTV) bezeichnet den Zeitraum, der benötigt wird, um den ersten messbaren Nutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung zu realisieren. Ein Beispiel ist ein SaaS-Produkt, das nach der Implementierung innerhalb von Tagen erste Effizienzgewinne zeigt. Im Gegensatz zu "Time-to-Market", das den Zeitraum bis zur Markteinführung beschreibt, fokussiert TTV auf den tatsächlichen Mehrwert für den Kunden. Ein kürzerer TTV kann die Kundenzufriedenheit erhöhen und die Kundenbindung stärken, was für Startups entscheidend ist.time-to-valueSaaS, Time-to-Market
Time-to-ContractTTCMarketing, Pricing & SalesTime-to-Contract (Zeit bis zum Vertrag) bezeichnet den Zeitraum von der ersten Kontaktaufnahme mit einem potenziellen Kunden bis zum Abschluss eines rechtsverbindlichen Vertrags. Ein Beispiel ist ein SaaS-Startup, das innerhalb von 30 Tagen einen Vertrag mit einem neuen Kunden abschließt. Im Vergleich zu "Sales Cycle" (Verkaufszyklus), der alle Phasen des Verkaufsprozesses umfasst, fokussiert sich Time-to-Contract ausschließlich auf den Vertragsabschluss. Eine kurze Zeit bis zum Vertrag kann auf effiziente Verkaufsprozesse und hohe Nachfrage hinweisen, während längere Zeiten auf mögliche Hindernisse oder Unklarheiten im Angebot hindeuten können.time-to-contractSaaS, Sales Cycle
Net Revenue RetentionNRRMarketing, Pricing & SalesNet Revenue Retention (NRR) bezeichnet den Prozentsatz an wiederkehrenden Einnahmen, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus bestehenden Kunden erzielt wird, unter Berücksichtigung von Upgrades, Downgrades und Kündigungen. Ein Beispiel: Ein SaaS-Unternehmen mit einem Ausgangswert von 100. 000 Euro an wiederkehrenden Einnahmen, das 10. 000 Euro an Upgrades und 5. 000 Euro an Kündigungen verzeichnet, hat eine NRR von 105%. NRR unterscheidet sich von der Churn-Rate, die lediglich die verlorenen Kunden misst, und ist entscheidend für die Bewertung des langfristigen Wachstums eines Unternehmens.net-revenue-retentionSaaS, Churn-Rate
Market Penetration RateMPRMarketing, Pricing & SalesMarktdurchdringungsrate bezeichnet den Anteil eines Unternehmens oder Produkts am Gesamtmarkt für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung. Sie wird häufig als Prozentsatz ausgedrückt und ist entscheidend für die Bewertung der Marktstellung. Beispielsweise hat ein Unternehmen, das 20% des Smartphone-Marktes kontrolliert, eine Marktdurchdringungsrate von 20%. Im Gegensatz zur Marktanteilsanalyse, die sich auf den Wettbewerb konzentriert, betrachtet die Marktdurchdringungsrate die gesamte Marktgröße. Eine hohe Rate kann auf eine starke Kundenakzeptanz hinweisen und ist oft ein Ziel für Startups in der Wachstumsphase.market-penetration-rate
App-Store OptimizationASOMarketing, Pricing & SalesApp-Store-Optimierung (ASO) bezeichnet den Prozess zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Auffindbarkeit einer mobilen Anwendung in App-Stores. Durch gezielte Maßnahmen wie Keyword-Optimierung, ansprechende App-Beschreibungen und hochwertige Screenshots wird die Downloadrate erhöht. Ein Beispiel ist die Verwendung von relevanten Suchbegriffen, die potenzielle Nutzer eingeben. Im Gegensatz zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), die sich auf Webseiten konzentriert, fokussiert sich ASO spezifisch auf mobile Plattformen wie den Apple App Store oder Google Play Store.app-store-optimizationSEO
Install / Sign-Up TrendMarketing, Pricing & SalesInstallations- und Anmeldetrend bezieht sich auf die Analyse der Anzahl der Installationen oder Anmeldungen einer Softwareanwendung über einen bestimmten Zeitraum. Ein Beispiel ist die monatliche Verfolgung von App-Downloads im Vergleich zur Nutzerregistrierung. Dieser Trend ist entscheidend für SaaS-Startups, um das Wachstum zu messen und Marketingstrategien anzupassen. Im Gegensatz zum Nutzerengagement, das die Interaktion mit der App misst, fokussiert sich der Installations- und Anmeldetrend ausschließlich auf die ersten Schritte der Nutzerakquise.install-sign-up-trendSaaS
User ActivationMarketing, Pricing & SalesNutzeraktivierung (User Activation) bezeichnet den Prozess, durch den ein neuer Benutzer eines SaaS- oder Mobile-App-Produkts die ersten Schritte unternimmt, um den vollen Nutzen der Anwendung zu erfahren. Dies umfasst typischerweise das Erstellen eines Kontos, das Durchführen einer ersten Aktion und das Erreichen eines definierten Aktivierungsziels, wie beispielsweise das Abschließen eines Tutorials. Im Gegensatz zur Nutzerakquise, die sich auf die Gewinnung neuer Benutzer konzentriert, und zur Nutzerbindung, die darauf abzielt, bestehende Benutzer langfristig zu halten, fokussiert sich die Nutzeraktivierung auf die initiale Interaktion und das Engagement. Ein Beispiel ist die Aktivierung durch das Ausfüllen eines Profils in einer App, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Nutzer weiterhin aktiv bleibt.user-activationSaaS, Mobile-App
Stickiness RatioMarketing, Pricing & SalesStickiness Ratio bezeichnet das Verhältnis von aktiven Nutzern zu den Gesamtzahl der registrierten Nutzer einer Software oder App über einen bestimmten Zeitraum. Ein hoher Stickiness Ratio zeigt, dass Nutzer regelmäßig zurückkehren, was für SaaS-Anbieter entscheidend ist. Beispielsweise könnte eine App mit 1. 000 registrierten Nutzern und 300 aktiven Nutzern einen Stickiness Ratio von 30 % aufweisen. Im Gegensatz dazu misst die Churn-Rate die Abwanderung von Nutzern, was eine komplementäre, jedoch unterschiedliche Kennzahl darstellt.stickiness-ratioSaaS, Churn-Rate
Session Depth (Interactions per Session)Marketing, Pricing & SalesSession Depth (Interaktionen pro Sitzung) bezeichnet die Anzahl der Interaktionen, die ein Nutzer innerhalb einer einzelnen Sitzung mit einer Softwareanwendung oder Plattform hat. Ein Beispiel wäre eine mobile App, bei der ein Nutzer während einer Sitzung mehrere Funktionen nutzt, wie das Durchsuchen von Inhalten, das Kommentieren und das Teilen. Im Gegensatz zur „Sitzungsdauer“, die die Zeit misst, die ein Nutzer in der App verbringt, fokussiert sich die Session Depth auf die Qualität und Intensität der Interaktionen. Höhere Werte deuten auf ein stärkeres Engagement hin, was für SaaS-Anbieter entscheidend ist, um die Nutzerbindung zu erhöhen.session-depth-interactions-per-sessionSaaS
Uninstall RateMarketing, Pricing & SalesDeinstallationsrateDeinstallationsrate bezeichnet den Prozentsatz der Nutzer, die eine mobile App oder SaaS-Lösung nach der Installation wieder deinstallieren. Eine hohe Deinstallationsrate kann auf Probleme wie mangelnde Benutzerfreundlichkeit oder unzureichenden Mehrwert hinweisen. Beispielsweise könnte eine App für persönliche Finanzen eine Deinstallationsrate von 30 % aufweisen, wenn sie nicht intuitiv ist. Im Gegensatz zur Abwanderungsrate, die sich auf zahlende Kunden bezieht, fokussiert die Deinstallationsrate auf die gesamte Nutzerbasis und bietet Einblicke in die Akzeptanz und Zufriedenheit der Anwendung.uninstall-rate
Average Revenue Per UserARPUFinance, Accounting & Law-Der Begriff "Durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer" (Average Revenue Per User, ARPU) bezeichnet den durchschnittlichen Umsatz, den ein Unternehmen pro aktivem Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums erzielt. Beispielsweise generiert ein SaaS-Anbieter mit 1. 000 Nutzern und einem Gesamtumsatz von 50. 000 Euro einen ARPU von 50 Euro. Im Gegensatz zu "Customer Lifetime Value" (CLV), der den langfristigen Wert eines Kunden über dessen gesamte Beziehung zum Unternehmen misst, fokussiert sich ARPU auf kurzfristige Einnahmen. ARPU ist entscheidend für die Bewertung der Monetarisierungseffizienz und der Preisstrategie eines Unternehmens.average-revenue-per-userARPU, SaaS, Customer Lifetime Value, CLV
Average Revenue Per Paying UserARPPUFinance, Accounting & Law-Der Begriff "Durchschnittlicher Umsatz pro zahlendem Nutzer" (Average Revenue Per Paying User, ARPPU) bezeichnet den durchschnittlichen Umsatz, der von einem zahlenden Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums generiert wird. ARPPU wird häufig in SaaS- und Mobile-App-Modellen verwendet, um die Monetarisierungseffizienz zu messen. Beispielsweise könnte ein SaaS-Unternehmen mit 100 zahlenden Nutzern und einem Gesamtumsatz von 10. 000 Euro einen ARPPU von 100 Euro aufweisen. Im Gegensatz zum Customer Lifetime Value (CLV), der den gesamten Umsatz pro Kunde über dessen Lebensdauer betrachtet, fokussiert ARPPU auf einen spezifischen Zeitraum und ist somit kurzfristiger orientiert.average-revenue-per-paying-userSaaS, Mobile-App, Customer Lifetime Value, CLV
Rate of Permissions GrantedMarketing, Pricing & Sales-Genehmigungsquote bezeichnet den Prozentsatz der Benutzer, die einer Anwendung die erforderlichen Berechtigungen erteilen, um ihre Funktionen vollständig nutzen zu können. Beispielsweise könnte eine mobile App zur Standortverfolgung eine Genehmigungsquote von 75 % aufweisen, was bedeutet, dass 75 % der Benutzer Standortzugriff gewähren. Im Gegensatz zur Nutzerakzeptanzrate, die die allgemeine Zufriedenheit misst, fokussiert sich die Genehmigungsquote spezifisch auf die Zustimmung zu Berechtigungen, was für datenschutzrechtliche Überlegungen und die Funktionalität von SaaS-Anwendungen entscheidend ist.rate-of-permissions-grantedSaaS
Virality (K-Factor)Marketing, Pricing & SalesViralitätVirality (K-Faktor) bezeichnet das Maß, in dem ein Produkt oder Dienst durch Mundpropaganda wächst. Der K-Faktor wird berechnet, indem die Anzahl der Nutzer, die durch einen bestehenden Nutzer gewonnen werden, durch die Anzahl der bestehenden Nutzer geteilt wird. Ein K-Faktor über 1 zeigt exponentielles Wachstum an. Beispielsweise hat eine SaaS-Plattform, die durch Empfehlungsprogramme Nutzer anzieht, einen hohen K-Faktor. Im Gegensatz dazu bezieht sich der Begriff "Wachstumsrate" auf die allgemeine Nutzerzunahme, ohne die viralen Effekte zu berücksichtigen.virality-k-factorSaaS
Views to InstallsVTSMarketing, Pricing & Sales-Views to Installs (Aufrufe zu Installationen) bezeichnet das Verhältnis zwischen der Anzahl der Nutzer, die eine App oder Software gesehen haben, und der Anzahl der Nutzer, die diese tatsächlich installieren. Ein Beispiel ist eine mobile App, die 10. 000 Mal angesehen und 1. 000 Mal installiert wird, was eine Quote von 10 % ergibt. Im Vergleich zu "Click-Through-Rate" (CTR), die die Interaktionen mit Anzeigen misst, fokussiert sich Views to Installs auf die tatsächliche Installation, was für die Bewertung der Conversion-Optimierung entscheidend ist.views-to-installsClick-Through-Rate, CTR
Eating your own dog foodStrategy & Product Development-"Eating your own dog food" (auf Deutsch: "Eigenes Produkt nutzen") bezeichnet die Praxis, dass Unternehmen ihre eigenen Produkte oder Dienstleistungen intern verwenden, um deren Qualität und Benutzerfreundlichkeit zu testen. Ein Beispiel ist ein SaaS-Anbieter, der seine Software zur internen Projektverwaltung nutzt. Dies unterscheidet sich von "Beta-Testing", bei dem externe Nutzer Feedback geben. Eigenes Produkt nutzen fördert Vertrauen und Authentizität, während Beta-Testing oft auf breitere Marktakzeptanz abzielt.eating-your-own-dog-foodSaaS, Beta-Testing
DeploymentTechnology, Coding & Nerd-StuffDeployment bezeichnet den Prozess, bei dem Software, Modelle oder Updates von einer Entwicklungsumgebung in eine produktive Umgebung überführt und dort für Nutzer verfügbar gemacht werden. Dazu gehören Schritte wie Paketierung, Konfiguration, automatisierte Tests, Bereitstellung auf Servern oder Cloud-Infrastrukturen sowie laufende Überwachung nach dem Go-Live. Moderne Deployment-Ansätze nutzen häufig CI/CD-Pipelines, Containerisierung und Infrastructure-as-Code, um Auslieferungen reproduzierbar, sicher und schnell durchzuführen.deploymentInfrastructure-as-Code
Retrieval Augmented GenerationRAGTechnology, Coding & Nerd-StuffRetrieval Augmented Generation (RAG) ist ein Ansatz der KI-Textgenerierung, bei dem ein Sprachmodell während der Anfrage Informationen aus einer internen Wissensdatenbank (z. B. Notion) oder Suchquelle abruft und diese Inhalte in seine Antwort integriert. Dadurch wird die Ausgabe stärker auf unternehmens-eigenes Wissen abgestellt. RAG-Systeme bestehen typischerweise aus zwei Komponenten: einem Retriever, der relevante Dokumente oder Textpassagen identifiziert, und einem Generator, der die gefundenen Informationen verarbeitet und formuliert. Für Startups ist RAG zentral, um KI-gestützte Anwendungen mit firmeneigenem Wissen, Produktdokumentationen oder großen Content-Repositories zu verbinden — etwa in Chatbots, Wissenssystemen, Support-Automation oder datengetriebenem Content-Management.retrieval-augmented-generation
Vibe-CodingTechnology, Coding & Nerd-StuffVibe-Coding bezeichnet einen KI-gestützten Ansatz der Softwareentwicklung, bei dem Anwendungen nicht mehr manuell programmiert werden, sondern durch natürliche Sprache entstehen. Nutzer beschreiben in Form von Prompts, was eine Anwendung können soll, und eine KI generiert, testet und verbessert daraufhin automatisch den Code. Vibe-Coding baut auf modernen Entwicklungsumgebungen auf, die Elemente aus No-Code- und Low-Code-Plattformen integrieren, jedoch durch generative KI deutlich flexibler und leistungsfähiger werden. Dadurch entfällt für viele Aufgaben die klassische Programmierarbeit.vibe-coding
Vibe-MarketingMarketing, Pricing & SalesVibe-Marketing beschreibt einen Marketingansatz, bei dem nicht primär Produkteigenschaften oder klassische Nutzenargumente kommuniziert werden, sondern ein wiedererkennbares Gefühl, eine Stimmung oder kulturelle Identität rund um eine Marke aufgebaut wird. Ziel ist es, durch konsistente Ästhetik, Tonalität und Werte ein emotionales Umfeld zu schaffen, das Nutzer intuitiv anspricht und langfristig an die Marke bindet. Besonders in Social-Media-Ökosystemen wirkt Vibe-Marketing über visuelle Patterns, Micro-Stories und Community-Signale, die eher Lifestyle als konkrete Produktfeatures transportieren.vibe-marketing
ParsingTechnology, Coding & Nerd-StuffParsing bezeichnet den Prozess der strukturierten Analyse von Daten, um deren Aufbau, Bedeutung oder einzelne Bestandteile maschinell verwertbar zu machen. Dabei wird ein Eingabeformat – etwa Text, JSON, Code oder Logdaten – anhand definierter Regeln oder Grammatik zerlegt und in eine interne, weiterverarbeitbare Struktur überführt. Parsing ist zentral für Datenvalidierung, Compilerprozesse, API-Kommunikation und automatisierte Verarbeitung großer Datenmengen. In Startups spielt es eine wesentliche Rolle beim Extrahieren, Transformieren und Normalisieren von Informationen aus unterschiedlichen Quellen.parsing
JavaScript Object NotationJSONTechnology, Coding & Nerd-StuffJSON ist ein leichtgewichtiges, textbasiertes Datenformat zur strukturierten Darstellung von Informationen in Form von Schlüssel-Wert-Paaren. Es wird vor allem für den Austausch von Daten zwischen Client und Server in Web- und API-basierten Anwendungen verwendet und gilt als einfacher lesbare Alternative zu XML. JSON unterstützt grundlegende Datentypen wie Strings, Zahlen, Arrays und Objekte und ermöglicht damit flexible, hierarchische Datenstrukturen. In Startups ist JSON ein Standardformat für API-Responses, Konfigurationsdateien und Datenserialisierung in Microservices und modernen Web-Stacks.javascript-object-notation
Link JuiceMarketing, Pricing & SalesLink Juice bezeichnet den Wert, den eine Website über eingehende externe Links erhält und der direkt zur Bewertung ihrer Autorität und Vertrauenswürdigkeit durch Suchmaschinen beiträgt. Die Stärke des übertragenen Signals hängt maßgeblich von der Domain Authority der verlinkenden Seite ab – also deren historischer Reputation, Backlink-Profil, thematischer Relevanz und technischer Qualität. Zusätzlich spielt das E-E-A-T-Profil der Quelle eine zentrale Rolle: Links von Domains, die für Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit stehen, übertragen signifikant mehr Link Juice als solche aus generischen oder wenig vertrauenswürdigen Umfeldern.link-juiceDomain Authority, E-E-A-T
Your Money Your LifeYMYLMarketing, Pricing & SalesYor Money Your Life, kurz YMYL steht für Websites bzw. deren Inhalte, bei denen falsche oder ungenaue Informationen direkte Auswirkungen auf die finanzielle, gesundheitliche oder persönliche Sicherheit von Nutzern haben können. Dazu zählen etwa Online-Texte zu Finanzen, Gesundheit, Recht, Versicherungen, medizinischen Behandlungen oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Google (und übrigens auch Aufsichtsbehörden) bewerten solche Seiten extrem streng, weil unzuverlässige Inhalte hier realen Schaden verursachen können — beispielsweise durch irreführende Anlageempfehlungen, fehlerhafte Gesundheitsratschläge oder unpräzise rechtliche Hinweise. Daher müssen YMYL-Webseiten hohe Anforderungen an Expertise, Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit erfüllen (s. a. E-E-A-T).your-money-your-lifeE-E-A-T
PythonTechnology, Coding & Nerd-StuffPython ist eine weit verbreitete, interpretierte Programmiersprache, die für ihre klare Syntax, hohe Lesbarkeit und breite Anwendbarkeit bekannt ist. Sie bietet umfangreiche Standardbibliotheken und ein großes Ökosystem an Frameworks, wodurch sie sich für Webentwicklung, Datenanalyse, KI/ML, Automatisierung und schnelle Prototypen gleichermaßen eignet. Durch ihre niedrige Einstiegshürde und hohe Produktivität ist Python besonders beliebt bei Early Stage Companies, die schnell funktionsfähige Lösungen entwickeln und skalieren müssen (s. a. MVP, GTM).pythonMVP, GTM
Auf dem Bildschirm eines Smartphones wird eine deutsche Finanz-App mit einer Suchleiste und einer Liste von Finanzbegriffen angezeigt, z. B. Akquisition, Beschleunigungsklausel und Außenstände, jeweils mit Abkürzungen. Die Zeit zeigt 3:17 an.

Ich plane, dieses Feature ab Q1 2026 als mobile App herauszubringen. Möchtest Du informiert werden, wenn es losgeht? Du erhältst weder Newsletter noch Werbung - versprochen!

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Eine orangefarbene Wanduhr zeigt die Zeit 2:50 an. Der Stundenzeiger zeigt auf 2, und der Minutenzeiger zeigt auf 10. Die Uhr hat weiße Tickmarks und Zahlen.

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